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Die Partei des Demokratischen Sozialismus PDS

Title: Die Partei des Demokratischen Sozialismus PDS

Seminar Paper , 2001 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Steffen Schier (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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„ Protestparteien artikulieren und bündeln Protest, der sich aus ( i.d.R. ) diffuser Unzufriedenheit
mit Entwicklungen, Zuständen und etablierten Normen in Staat und
Gesellschaft speist. Insofern sind P. ein Indiz für ( subjektiv so empfundene ) Leistungsbzw.
Akzeptanzmängel im politisch- administrativen System und/ oder für Repräsentationslücken
im existierenden Parteiensystem. Dabei sind 2 Dimensionen bzw. Intensitätsgrade
von Protest zu unterscheiden: spezielle Kritik an Politik und Parteienstaat, sowie
zum anderen prinzipielle Systemverdrossenheit bzw. -gegnerschaft. P. können deshalb die
Gestalt von Antisystemparteien annehmen
( z.B. faschistische Parteien ), aber auch in der Mitte des politischen Spektrums stehen (
z.B. die sozial- liberale Parteienallianz in Großbritannien ). P. aller politischen Schattierungen,
v. a. rechte und linke P., sind eine weitverbreitete Erscheinung in westlichen -Demokratien;
der von ihnen erreichte Stimmenanteil ist z.T. so groß, daß in mehreren -Ländern
die gewohnte „Symmetrie“ des Parteiensystems und die Koalitionsbildungen bereits
beeinflußt wurden. In der Bundesrepublik können -Republikaner ( REP ), z.T. auch
-PDS und -Grüne als P. bezeichnet werden.“
( Holtmann, E.: „Politik-Lexikon“, 3. Aufl., 2000, S.562ff )
In wie fern man die PDS heute noch als Protestpartei bezeichnen kann möchte ich im folgenden
versuchen darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehungsgeschichte der PDS

2.1. Reformversuche in der SED und der Weg zur PDS

3. Die Partei

3.1. Organisationsstruktur

3.2. Eliten

3.3. Programmatik

4. Wahlen und Wähler

4.1. Wahlen

4.2. Wählerschaft

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) von einer Nachfolgeorganisation der SED hin zu einer im bundesdeutschen Parteiensystem etablierten Kraft, wobei der Fokus auf ihrer Rolle als Protestpartei und ihrer Wählerstruktur liegt.

  • Historische Genese der PDS aus den Reformbemühungen der SED
  • Strukturelle Organisation und personelle Rekrutierung der Parteieliten
  • Programmatische Neuausrichtung und ihre Wahrnehmung als Protestpartei
  • Analyse der Wahlergebnisse und der Entwicklung der Wählerschaft
  • Zukunftsperspektiven und Herausforderungen im gesamtdeutschen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.2. Eliten

An der Anzahl der entlassenen hauptamtlichen Mitarbeiter, also der Elite der SED und für kurze Zeit PDS, ist am deutlichsten zu erkennen, wie sehr und wie schnell sich die Partei umstrukturien und an die neuen Gegebenheiten anpassen mußte. Im Herbst 1989 betrug die Zahl hauptamtlicher Mitarbeiter noch 44.500. Dies bedeutete einen Organisationsgrad von 1:52, also auf 52 Parteimitglieder kam 1 hauptamtlicher Mitarbeiter. Im Vergleich dazu betrug die Organisationsdichte der SPD, zum gleichen Zeitpunkt, 1:970.

Mit dem Ende des SED-Staates DDR mußte aus 2 Gründen dieser riesige Apparat abgebaut werden. Zum einen aus finanziellen Gründen und zum anderen wurden viele Aufgabengebiete wie ‘Agitation’ oder ‘Kaderfragen’ nicht mehr gebraucht. Bis Mitte 1990 schrumpfte die Anzahl hauptamtlicher Mitarbeiter auf 10.000 zusammen.

Dies war aber immer noch viel zu hoch, denn auf Grund der vielen Parteiaustritte dieser Zeit und der schlechten Zahlungsmoral der verbliebenen Mitglieder wurde die finanzielle Lage der Partei immer prekärer. Sie war also gezwungen, noch einmal eine große Zahl ihrer Elite, d.h. ihrer hauptamtlichen Mitarbeiter, zu entlassen. Waren es 1991 noch 1.200 Mitarbeiter so wurden 1993 nur noch 152 direkt von der Partei bezahlt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Protestpartei und hinterfragt, inwiefern die PDS zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch unter diese Definition fällt.

2. Entstehungsgeschichte der PDS: Dieses Kapitel beschreibt den Übergang von der SED zur PDS und die gescheiterten Reformversuche vor der deutschen Wiedervereinigung.

3. Die Partei: Hier wird die interne Organisationsstruktur, die Entwicklung der Eliten und die programmatische Evolution der Partei detailliert untersucht.

4. Wahlen und Wähler: Dieser Teil analysiert die Wahlerfolge der PDS auf Bundes- und Landesebene sowie die demografische und soziale Zusammensetzung ihrer Wählerschaft.

5. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Transformation der PDS zur gesamtdeutschen Partei zusammen und entwirft drei mögliche Szenarien für ihre zukünftige politische Rolle.

Schlüsselwörter

PDS, SED, Protestpartei, deutsche Wiedervereinigung, Parteiensystem, Wahlergebnisse, Wählerschaft, DDR, politischer Protest, Demokratischer Sozialismus, Parteiprogramm, Eliten, Organisationsstruktur, politische Transformation, Bundestagswahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Transformationsprozess der PDS von einer SED-Nachfolgepartei zu einer im politischen System der Bundesrepublik integrierten Kraft.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Entstehungsgeschichte, die innerparteiliche Struktur, die Elitenbildung sowie die Entwicklung der Wählerschaft und Wahlergebnisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Ruf der PDS als Protestpartei kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, inwieweit sie sich inhaltlich und strukturell an das bundesdeutsche System angepasst hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Literaturstudien, Wahldaten und Parteiprogrammen.

Was deckt der Hauptteil ab?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Genese, die strukturelle Analyse der Organisation und Eliten sowie die empirische Betrachtung des Wahlverhaltens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie PDS, Transformation, Protestpartei, Wahlerfolg und Parteienstruktur charakterisieren.

Wie hat sich die PDS-Wählerschaft über die Jahre verändert?

Während die Partei anfangs stark von einer alternden Stammwählerschaft geprägt war, konnte sie durch Wählerwanderungen vermehrt jüngere Generationen und Menschen mit mittleren bis höheren Bildungsabschlüssen ansprechen.

Welche Zukunftsszenarien sieht der Autor für die PDS?

Der Autor prognostiziert entweder eine Rolle als regionale Oppositionspartei, eine mögliche Regierungsbeteiligung auf Bundesebene durch Koalitionen oder eine politische Isolierung bei gleichzeitigem Bedeutungsverlust.

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Details

Title
Die Partei des Demokratischen Sozialismus PDS
College
Martin Luther University  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Politischer Protest als Bewegung und Partei in ländervergleichender Perspektive
Grade
2,3
Author
Steffen Schier (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V24769
ISBN (eBook)
9783638275637
Language
German
Tags
Partei Demokratischen Sozialismus Politischer Protest Bewegung Partei Perspektive
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Schier (Author), 2001, Die Partei des Demokratischen Sozialismus PDS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24769
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