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Kaiser Traian und die Dakerkriege

Titre: Kaiser Traian und die Dakerkriege

Dossier / Travail , 2001 , 25 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Daniela Hendel (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Kaiser Traian (98 – 117) war der erste Adoptivkaiser und der erste Spanier auf dem Kaiserthron. Es wurden in der römischen Geschichte bereits vorher vereinzelt Thronerben adoptiert, der Begriff Adoptivkaisertum umfasst jedoch die Kaiser vom Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. bis zum Ende des 2. Jahrhunderts n.Chr. und ist in der Forschung in seiner Bedeutung für die römische Geschichte umstritten. Antrieb zu dieser Verfahrensweise gab die Überlegung, dass der natürliche Erbe nicht unbedingt der Beste ist. Auf eine Legitimation der Thronfolge wollte man trotzdem nicht verzichten, sodass der Princeps den tüchtigsten seiner Mitarbeiter aussuchte und ihn adoptierte. Diese Methode brachte dem römischen Reich eine Blütezeit, die größte Ausdehnung und eine Reihe seiner größten Herrscherpersönlichkeiten (Traian, Hadrian, Antonius Pius und Mark Aurel). In diesem Verfahren wird "die konsequenteste Durchführung der Prinzipatsidee" gesehen. Fraglich ist jedoch, ob darin tatsächlich ein eigenes freiheitlicheres Nachfolgeprinzip gesehen werden kann, da es nur beim Fehlen eines leiblichen Sohnes angewendet wurde und somit auch nur ein Teil des dynastischen Erbfolgeprinzips war. Tatsächlich diente das Adoptivkaisertum nur zur Sicherung der Macht und wurde zu einem "Ideologem der "Adoption des Besten" überhöht" Andererseits deutet sich hier bereits eine spätere Entwicklung der Herrschaft im römischen Reich an. Traian wurde von Nerva v.a. deswegen adoptiert, weil er als Statthalter von Germanien eines der am nächstenliegenden und schlagkräftigsten Heere befehligte, über vielfältige Verbindungen und großes Ansehen verfügte und die Herrschaft Nervas konsolidieren sollte, welche zu dem Zeitpunkt nicht gesichert war. Dies ist ihm auch gelungen. "Das letzte Resultat der Adoptionsideologie war nichts geringeres als die endgültige Ausschaltung des Senates aus der Nachfolgeregelung. Ihm blieb künftig lediglich eine rein akklamatorische Funktion." Sicher muß man Traians Wirken und seine Kriege immer vor diesem Hintergrund seiner Adoption und seiner militärischen Laufbahn sehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0.Einleitung

1. Quellenlage

2. Die römische Außenpolitik

3. Das vorrömische Dakien

3.1. Das Siedlungsgebiet

3.2. Die Bevölkerung des vorrömischen Dakiens

3.3. Die dakische Bedrohung

4. Römische Kriegsvorbereitungen

5. Die Dakerkriege

5. 1. Der Verlauf

5. 2. Die Folgen

6. Zusammenfassung

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe und Konsequenzen der Dakerkriege unter Kaiser Traian. Dabei steht insbesondere die Frage im Zentrum, inwieweit diese Kriege historisch notwendig waren oder primär innenpolitischen Legitimationsinteressen des Kaisers dienten.

  • Analyse der literarischen und archäologischen Quellenlage zu den Dakerkriegen.
  • Untersuchung der römischen Außenpolitik und des Status Dakiens vor der Eroberung.
  • Bewertung der Rolle Traians im Vergleich zu seinem Vorgänger Domitian.
  • Diskussion über die Notwendigkeit der militärischen Auseinandersetzungen aus moderner Sicht.

Auszug aus dem Buch

Die dakische Bedrohung

Wie beschrieben hatte sich seit dem Friedensschluß zwischen Domitian und Decebalus Dakien politisch und militärisch stark weiterentwickelt. Das dakische Königreich drohte, sich in den Mittelpunkt und die Seele eines solchen Bündnisses zu verwandeln, dass die Grenzen des Imperiums vom Rhein bis zum schwarzen Meer hätte in Brand stecken können.

Eine genaue Bestimmung der Grenzen des Dakerreiches unter Decebalus ist nicht möglich, jedoch kann eine Eingrenzung vorgenommen werden. Die archäologischen Funde lassen die Schlussfolgerung zu, dass alle Gebiete des römischen Dakiens, das gold- und erzreiche Gebirge Westsiebenbürgens, das Banat und Zentralsiebenbürgen unter der Herrschaft des Decebalus standen. Einfluss hatte er auf die geto-dakischen Siedlungen am Sereth und Verbündete in den Bergregionen der Nordkarpaten, bis in die Ost- und Südslowakei, in den Nordostkarpaten sowie in der Moldau-Ebene.

Zusammenfassung der Kapitel

0.Einleitung: Einführung in das Adoptivkaisertum und die politische Ausgangslage unter Kaiser Traian.

1. Quellenlage: Darstellung der schwierigen und lückenhaften Quellenbasis, insbesondere hinsichtlich der Dakerkriege.

2. Die römische Außenpolitik: Erörterung der Strategien römischer Expansion und Sicherung der Grenzprovinzen an der Donau.

3. Das vorrömische Dakien: Analyse des dakischen Siedlungsraums, der Bevölkerungsstruktur und der zunehmenden Bedrohung für das Römische Reich.

4. Römische Kriegsvorbereitungen: Beschreibung der militärischen Maßnahmen und strategischen Vorbereitungen Traians vor Kriegsbeginn.

5. Die Dakerkriege: Detaillierte Betrachtung der militärischen Kampagnen, deren Verlauf und der anschließenden Auswirkungen auf Dakien und Rom.

6. Zusammenfassung: Abschließende kritische Reflexion über die Notwendigkeit der Dakerkriege und die Bewertung Traians als Herrscher.

7. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Traian, Dakerkriege, Decebalus, Römische Geschichte, Dakien, Außenpolitik, Adoptivkaisertum, Antike, Militärgeschichte, Sarmizegetusa, Quellenkritik, Expansion, Domitian, Romanisierung, Donaugrenze.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Dakerkriege unter Kaiser Traian, wobei besonders die Beweggründe des Kaisers und die Auswirkungen der Kriege auf das dakische Gebiet kritisch beleuchtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der quellenkritischen Analyse, der römischen Außenpolitik, den militärischen Vorbereitungen sowie der soziopolitischen Entwicklung Dakiens unter Decebalus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Dakerkriege eine notwendige Reaktion auf eine reale Bedrohung darstellten oder primär der persönlichen Ruhmsucht und Legitimierung Traians dienten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-kritische Methode angewandt, bei der antike Primärquellen wie Cassius Dio den modernen archäologischen und historischen Forschungsergebnissen gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Quellenlage, der Außenpolitik, der Situation in Dakien, den Kriegsvorbereitungen sowie den konkreten militärischen Abläufen und deren Folgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Traian, Dakerkriege, Decebalus, Römische Expansion und Quellenkritik beschreiben.

Warum war der Vergleich zu Domitian für Traian so wichtig?

Da Traian sich als "optimus princeps" (der Beste) beweisen musste, diente die Abgrenzung von der als negativ wahrgenommenen Herrschaft Domitians als wichtiges Instrument für seine eigene politische Legitimation.

Wie bewertet der Autor den zweiten Dakerkrieg?

Der Autor hinterfragt die Notwendigkeit des zweiten Krieges und deutet darauf hin, dass dieser primär auf Traians Wunsch nach vollständiger Vernichtung des Gegners zurückzuführen sein könnte.

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Résumé des informations

Titre
Kaiser Traian und die Dakerkriege
Université
Humboldt-University of Berlin  (Geschichtswissenschaftliches Institut)
Cours
Plinius der Jüngere und Kaiser Trajan. Herrschaftsmechanismen und Alltagskultur im römischen Kaiserreich.
Note
2,3
Auteur
Daniela Hendel (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
25
N° de catalogue
V24777
ISBN (ebook)
9783638275705
ISBN (Livre)
9783656903727
Langue
allemand
mots-clé
Kaiser Traian Dakerkriege Plinius Jüngere Trajan Herrschaftsmechanismen Alltagskultur Kaiserreich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniela Hendel (Auteur), 2001, Kaiser Traian und die Dakerkriege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24777
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Extrait de  25  pages
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