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Die Miniaturen des Heinrich von Veldeke im ´Codex Manesse` sowie in der ´Weingartner Liederhandschrift` und ihr Bezug zum Liedkorpus

Title: Die Miniaturen des Heinrich von Veldeke im ´Codex Manesse` sowie in der ´Weingartner Liederhandschrift` und ihr Bezug zum Liedkorpus

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Saskia Dams (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Ob Text oder Illustration in einer Handschrift vorrangig betrachtet werden sollen, wird unter Germanisten und Kunsthistorikern jeweils gegensätzlich bewertet. Dies ist ebenfalls bei den Miniaturen Heinrichs von Veldeke im ´Codex Manesse` sowie in der ´Weingartner Liederhandschrift` der Fall. Hier soll nun der Versuch unternommen werden, eine interdisziplinäre Bildbetrachtung vorzulegen, die neben Beschreibungen auch den Aspekt des Autorenbildes und die Frage nach dem historischen Wert der Darstellungen behandelt. In wie weit das Bildmotiv des sitzend sinnenden Dichters in direktem Zusammenhang mit seinen Liedern steht, soll anhand von Motivanalysen erörtert werden. Schlussendlich werden einige Bemerkungen zu einer gemeinsamen Vorlage der Handschriften angebracht sein.
Bei einer umfassenden Betrachtung der Miniaturen müssten Bildteppiche, Wandmalereien, Minnekästchen, allerlei Elfenbeinarbeiten, Psalterillustrationen, Monatsdarstellungen und Glasmalereien des 13. Jh. berücksichtigt werden. 1 Dies würde jedoch über den Rahmen dieser Arbeit hinausgehen. Auch werde ich nicht auf die Nachträge der Handschriften sowie weitere Fragmente und Bruchstücke eingehen, da diese keinen direkten Zusammenhang zur Miniatur Heinrichs von Veldeke bilden. Der eigenständige Fragenkomplex nach Geschichte, Weg, Datierung und den Auftraggebern der Handschriften kann hier außerdem ebenso wenig behandelt werden wie die Problematik der Ständeordnung.

Als Textgrundlage habe ich die faksimilierte Handschrift des ´Codex Manesse` gewählt, da mir die Textedition in „Des Minnesangs Frühling“ als unzureichend erscheint. Nur die gängige Verszählung habe ich übernommen und mich im weiteren neben meiner eigenen Transkription auf die gelungene Bearbeitung von F. Pfaff gestützt. Auch wenn ich mich bei den Liedtexten auf die Zeilen des ´Codex Manesse` beziehen werden, sei noch die nützliche Bearbeitung der ´Weingartner Liederhandschrift` (B) von O. Ehrismann genannt.

1 G. Siebert-Hotz, Das Bild, S. 29-30.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Reproduktionsgeschichte der Miniaturen in C

III. Bildbeschreibungen

1., her heinrich von Veldig im ´Codex Manesse`

2., MAISTER HAINRICH UON VELDEG in der ´Weingartner Liederhandschrift`

IV. Autorenbild – Definition und Vorbilder

V. Fragen nach dem historischen Wert und der Individualität der Darstellungen

VI. Verknüpfungen von Bild und Liedtext

1., Lesezeichenfunktion der Miniaturen

2., Die entsprechenden Liedtexte

3., Landschafts- und Tierdarstellung

4., Frühlingsdarstellung

5., Trauergestus

6., Das Schrift- bzw. Spruchband

VII. Bemerkungen zur gemeinsamen Vorlage *BC

VIII. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt eine interdisziplinäre Bildbetrachtung der Miniaturen des Heinrich von Veldeke im Codex Manesse und der Weingartner Liederhandschrift. Ziel ist es, den historischen Wert der Darstellungen, das Autorenbild sowie die Zusammenhänge zwischen den bildlichen Motiven und den literarischen Texten der Dichter zu analysieren.

  • Interdisziplinäre Analyse von Buchmalerei und mittelalterlicher Lyrik.
  • Untersuchung des Topos des Autorenbildes und dessen historischer Tradition.
  • Motivationale und ikonographische Analyse der Dichterdarstellungen (Gestik, Attributierung).
  • Vergleich der Reproduktionsgeschichte und der jeweiligen Handschriftenkontexte.
  • Untersuchung der Text-Bild-Bezüge als Lesehilfe und memotechnische Funktion.

Auszug aus dem Buch

2., Maist(er) Hainrich v(on) Veldeg in der ´Weingartner Liederhandschrift`

Die ´Weingartner Liederhandschrift` (B) ist wohl im zweiten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts in Konstanz entstanden und erst viel später nach ihrem einstigen Aufbewahrungsort, dem bei Ravensburg gelegenen Benediktinerkloster Weingarten, benannt worden. Die Lyriksammelhandschrift enthält bei einem Kleinformat von 15x11,5 cm und einem Schriftspiegel von 12,5x8,5 cm auf 156 Blättern, also 179 Pergamentseiten und 14 Lagen, die Lieder von 26 Dichtern, sowie Nachträge mit sechs weiteren Korpora und einem epischen Gedicht des Johann von Konstanz.

Wie im ´Codex Manesse` bildet eine ganzseitige Miniatur, fol. 51r, den Auftakt für den hier die Seiten 51-59 umfassenden Liedkorpus Heinrichs von Veldeke. In der Miniatur der ´Weingartner Liederhandschrift` ist die Flächigkeit des Dargestellten besonders zu bemerken. Die Darstellung wirkt holzschnittartig und hat im Gegensatz zum malerischen Grundstock des ´Codex Manesse` eine eher graphische Wirkung. Die leuchtend bunten Farben werden zu rein dekorativen Zwecken genutzt und weniger um die in der Realität übliche Farbe wiederzugeben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Darstellung der Problemstellung bezüglich der Wertung von Text und Illustration in mittelalterlichen Handschriften sowie Definition des interdisziplinären Rahmens.

II. Reproduktionsgeschichte der Miniaturen in C: Überblick über die Rezeption und die verschiedenen Versuche der Faksimilierung und Reproduktion des Codex Manesse ab dem 18. Jahrhundert.

III. Bildbeschreibungen: Detaillierte Analyse der Autorendarstellungen Heinrichs von Veldeke in den beiden besprochenen Handschriften.

IV. Autorenbild – Definition und Vorbilder: Einordnung der Bildtypen in die Tradition antiker und christlicher Buchillustrationen.

V. Fragen nach dem historischen Wert und der Individualität der Darstellungen: Kritische Auseinandersetzung mit der heraldischen Aussagekraft und der historischen Identität des Dichters.

VI. Verknüpfungen von Bild und Liedtext: Untersuchung der funktionalen Zusammenhänge zwischen den visuellen Elementen (Landschaft, Geste, Attribute) und den literarischen Inhalten.

VII. Bemerkungen zur gemeinsamen Vorlage *BC: Erörterung der Hypothese einer gemeinsamen bebilderten Vorlage für beide Liederhandschriften.

VIII. Zusammenfassung: Fazit über die komplexe Wechselbeziehung von Bild und Text sowie die Verschmelzung von Realität und Fiktion in der Dichterdarstellung.

Schlüsselwörter

Heinrich von Veldeke, Codex Manesse, Weingartner Liederhandschrift, Autorenbild, Buchmalerei, Minnesang, Mittelalter, Heraldik, Ikonographie, Text-Bild-Bezug, Literaturgeschichte, Mittelalterliche Kunst, Repräsentation, Manuskript.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Miniaturen des Dichters Heinrich von Veldeke in zwei bedeutenden mittelalterlichen Liederhandschriften, dem Codex Manesse und der Weingartner Liederhandschrift.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die kunsthistorische Beschreibung, der Vergleich der Darstellungsweisen sowie die Analyse der Beziehung zwischen bildlichen Attributen und den dazugehörigen Liedtexten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine interdisziplinäre Bildbetrachtung, die beleuchtet, inwieweit die Bildmotive (wie das Sitzen, der Trauergestus oder heraldische Zeichen) historisch fundiert sind oder literarischen Programmen folgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt einen vergleichenden methodischen Ansatz, der kunsthistorische Bildanalyse mit literaturwissenschaftlicher Motivanalyse und der Untersuchung der Überlieferungsgeschichte kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Bildbeschreibungen, die theoretische Verortung des Autorenbildes, die kritische Prüfung des historischen Werts der Wappen und eine detaillierte Untersuchung der Verknüpfung von Bildmotiven mit den Liedinhalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Dichterdarstellung, Manuskript, Ikonographie, Buchmalerei, Minnesang und die interdisziplinäre Perspektive auf mittelalterliche Handschriften.

Inwiefern unterscheiden sich die beiden untersuchten Handschriften in der Darstellung von Veldeke?

Der Codex Manesse ist malerischer gestaltet und ordnet den Dichter in einen ritterlichen Kontext ein, während die Weingartner Liederhandschrift eher graphisch-flächig wirkt und den Fokus stärker auf die Tätigkeit als "Maister" legt.

Welche Bedeutung kommt dem Schriftband in den Miniaturen zu?

Das Schriftband dient als charakteristisches Attribut, das die Urheberschaft des Dichters symbolisiert, jedoch keinen direkten inhaltlichen Vorgriff auf die nachfolgenden Lieder bietet.

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Details

Title
Die Miniaturen des Heinrich von Veldeke im ´Codex Manesse` sowie in der ´Weingartner Liederhandschrift` und ihr Bezug zum Liedkorpus
College
University of Heidelberg  (Germanistisches Seminar)
Grade
1,0
Author
M.A. Saskia Dams (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V24955
ISBN (eBook)
9783638277099
ISBN (Book)
9783638956369
Language
German
Tags
Miniaturen Heinrich Veldeke Manesse` Liederhandschrift` Bezug Liedkorpus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Saskia Dams (Author), 2003, Die Miniaturen des Heinrich von Veldeke im ´Codex Manesse` sowie in der ´Weingartner Liederhandschrift` und ihr Bezug zum Liedkorpus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24955
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