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Heilpädagogische Diagnostik

Título: Heilpädagogische Diagnostik

Tesis , 2004 , 53 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Bettina Grimm (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
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Resumen Extracto de texto Detalles

Im Rahmen des Einzelförderprojektes am Heilpädagogischen Seminar in Bad Boll betreute ich über ein dreiviertel Jahr hinweg ein Mädchen aus einer Waldorfschule. Sie kommt einmal die Woche zu einer heilpädagogischen Förderstunde ans Seminar.
Zu Beginn war es nötig, erst einmal Diagnosestunden durchzuführen, um zu wissen, in welche Richtung ich das Mädchen fördern muss.

In diesem Zusammenhang begann mich der ganze Themenbereich der heilpädagogischen Diagnostik immer stärker zu interessieren. Ich wollte wissen, wie die „herkömmliche“ heilpädagogische Diagnostik funktioniert und inwiefern sich eine anthroposophisch orientierte Diagnostik unterscheidet, wenn es überhaupt Unterschiede gibt. Dies galt es herauszufinden. Aus diesem Grunde habe ich mich mit diesen beiden großen Bereichen der heilpädagogischen Diagnostik näher beschäftigt. In der nun folgenden Arbeit wird es in einem ersten Teil eher um den theoretischen Hintergrund der heilpädagogischen Diagnostik aus der so genannten „herkömmlichen“ Sicht gehen. Der daran anschließende Bereich über die anthroposophisch orientierte heilpädagogische Diagnostik ist praxisnäher gestaltet und versucht, Methoden nahe zu bringen, die für eine heilpädagogische Diagnostik nützlich sein können.

In einem dritten Teil meiner Arbeit versuche ich, den diagnostischen Prozess anhand eines Beispiels aus der Einzelförderung durchzuführen. Den Namen des Kindes habe ich zu diesem Zweck geändert.

Die menschenkundlichen Grundlagen, die zu Beginn des zweiten Teils kurz vorgestellt werden, beschränken sich nur auf das nötigste. Es stellte sich gegen Ende der Arbeit heraus, dass es schön gewesen wäre, auch auf die normale Entwicklung in den Jahrsiebten und auf die Sinnesentwicklung einzugehen. Dies hätte jedoch den Rahmen dieser Arbeit gesprengt. Aus diesem Grunde werden diese Grundlagen als bekannt vorausgesetzt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist eine heilpädagogische Diagnose? – Abgrenzung und Begriffsbestimmung

3 Ziele der heilpädagogischen Diagnostik

4 Der Prozess der heilpädagogischen Diagnostik

4.1 Die Vorinformation

4.1.1 Die Anamnese

4.1.2 Die Exploration

4.2 Die Befunderhebung

4.2.1 Die Beobachtung

4.2.2 Tests

4.3 Das Gutachten und Übergang zur Therapie

5 Diagnostik in der anthroposophischen Heilpädagogik

5.1 Geisteswissenschaftliche Grundlagen

5.2 Die Befunderhebung

5.2.1 Die Beobachtung

5.2.2 Das Einordnen der Beobachtungen

5.3 Die Diagnose

5.4 Die Therapie

5.5 Ein Beispiel: Die Kinderkonferenz

6 Der diagnostische Prozess an einem Beispiel aus der Einzelförderung

6.1 Die Vorinformation

6.1.1 Der Anlass der Diagnoseerstellung

6.1.2 Ruths häusliches Umfeld

6.1.3 Ruths Anamnese

6.2 Die Befunderhebung bei Ruth

6.2.1 Eine Beschreibung

6.2.2 Die Diagnosestunden

6.3 Ruths Diagnose mit Ausblick auf die Therapie

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Themenkomplex der heilpädagogischen Diagnostik. Ziel ist es, die Unterschiede zwischen einer „herkömmlichen“ heilpädagogischen Diagnose und einer anthroposophisch orientierten Herangehensweise zu analysieren und ein praktisches Beispiel für einen diagnostischen Prozess zu erarbeiten.

  • Grundlagen und Abgrenzung heilpädagogischer Diagnoseverfahren
  • Zielsetzungen in der heilpädagogischen Diagnostik
  • Methoden der Befunderhebung (Beobachtung, Tests, Gutachtenerstellung)
  • Anthroposophische Aspekte und deren praktische Anwendung in der Diagnostik
  • Prozessorientierte Durchführung der Diagnostik anhand eines Fallbeispiels

Auszug aus dem Buch

Die Beobachtung

Beobachtung ist nach Köhne „die aufmerksame Wahrnehmung und Registrierung von Ereignissen, Personen oder Sachen vor dem Hintergrund jeweils bestimmter Situationen“. Man könnte es auch als ein Grundprinzip der Beobachtung ansehen, ein Kind in unterschiedlichen Situationen zu beobachten, um so möglichst viele Informationen über das Verhalten und das es umgebende Interaktionsfeld zu sammeln. Gerade längerfristige Beobachtung erlaubt es, auch Aussagen über Fortschritte des Kindes machen zu können.

Eine häufig vorzufindende Form der Beobachtung ist die teilnehmende Beobachtung. Hier ist in einer Person vereinigt derjenige, der pädagogische Prozesse anlegt, steuert und variiert und sie gleichzeitig beobachtet. Hier wird der Beobachter selbst aktiver Teil des Geschehens. Der Beobachter wird nicht als Fremder angesehen, da er keine Testfragen stellt, sondern das Verhalten des Kindes beispielsweise in Lernsituationen beobachtet.

Eine andere Form der Beobachtung ist die so genannte periphere Beobachtung, bei der sich der Beobachter am Rande des Geschehens befindet, eventuell sogar verdeckt beobachtet.

Es gibt verschiedene Beobachtungschemata:

• „die unsystematische Beobachtung, bei der es darum geht, einen ersten Eindruck über einen Schüler einzuholen.

• Die systematische Beobachtung, bei welcher es um das Erfassen und Auswerten der Verhaltensdaten und die geplante Festlegung der Bereiche und Personen geht, die beobachtet werden sollen

• Die standardisierte Beobachtung, bei welcher die Beobachtungssituation im Voraus festgelegt wird. Dabei soll darauf geachtet werden, dass die Beobachtungen in Situationen durchgeführt werden, die dem Zu-Beobachtenden vertraut sind und sinnigerweise im Spiel oder im offenen Unterricht vollzogen werden.“

• Die freie Beobachtung, bei der es dem Beobachter überlassen bleibt, auf welche Verhaltensweisen er sein Augenmerk richtet. Es gibt keine Einschränkungen hinsichtlich der zu erfassenden Merkmalsbereiche.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Autorin erläutert ihr Interesse an der heilpädagogischen Diagnostik, welches im Rahmen eines Einzelförderprojekts entstand, und skizziert den Aufbau ihrer Arbeit.

2 Was ist eine heilpädagogische Diagnose? – Abgrenzung und Begriffsbestimmung: Es erfolgt eine Abgrenzung des Begriffs gegenüber medizinischen und psychologischen Diagnosen mit dem Fokus auf die heilpädagogische Erfassung des Kindes.

3 Ziele der heilpädagogischen Diagnostik: Das Kapitel beschreibt den Wandel von klassischen Diagnoseverfahren hin zur prozessorientierten Förderdiagnostik und stellt verschiedene Richtungen wie deskriptive, funktionale oder Kausal-Diagnostik vor.

4 Der Prozess der heilpädagogischen Diagnostik: Dieser Teil legt die Voraussetzungen, Beteiligten und einzelnen Schritte der Diagnostik von der Vorinformation bis hin zum Gutachten dar.

5 Diagnostik in der anthroposophischen Heilpädagogik: Hier werden die geisteswissenschaftlichen Grundlagen (Wesensglieder, Dreigliederung) erläutert und das spezifische Vorgehen bei der Beobachtung und Diagnoseerstellung innerhalb dieses Rahmens beschrieben.

6 Der diagnostische Prozess an einem Beispiel aus der Einzelförderung: Die Autorin wendet die zuvor erarbeiteten theoretischen Grundlagen exemplarisch auf den Fall eines Mädchens namens Ruth an.

7 Schlussbetrachtung: Ein Resümee über die Flexibilität in der Anwendung von Diagnosen und die Notwendigkeit von Übung bei der Erstellung von Gutachten.

Schlüsselwörter

Heilpädagogik, Diagnostik, Förderdiagnostik, Anthroposophie, Befunderhebung, Beobachtung, Testverfahren, Gutachten, Einzelförderung, Wesensglieder, Menschenkunde, Kindesentwicklung, Diagnoseprozess, Therapieplanung, Psychomotorik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Methoden und Zielen der heilpädagogischen Diagnostik, insbesondere mit der Differenzierung zwischen herkömmlichen Ansätzen und anthroposophisch orientierter Heilpädagogik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die diagnostische Beobachtung, Testverfahren, die Erstellung von Gutachten sowie die Anwendung menschenkundlicher Grundlagen zur ganzheitlichen Erfassung eines Kindes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den heilpädagogischen Diagnoseprozess verständlich zu machen und zu zeigen, wie ein solches Vorgehen praxisnah und prozessorientiert an einem konkreten Fallbeispiel durchgeführt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Verwendung?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Diagnostikansätze sowie auf eine fallstudienbasierte Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse aus der Einzelförderpraxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung klassischer Diagnoseverfahren, eine Darstellung anthroposophischer Grundlagen und die praktische Umsetzung dieser Methoden in einem ausführlichen Fallbeispiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Förderdiagnostik, Anthroposophie, Einzelförderung, Beobachtungsmethodik und menschenkundliche Grundlagen geprägt.

Welche spezifische Rolle spielt der „Lebenssinn“ in Ruths Diagnose?

Der Lebenssinn bei Ruth wird als beeinträchtigt beschrieben, da sie in einer frühen Entwicklungsphase einen Unfall mit Schädelbruch erlitt, was zu ihrer Furchtlosigkeit und der Sehschärfenproblematik in Verbindung steht.

Wie unterscheidet sich die anthroposophische Kinderkonferenz von einer Standardbesprechung?

Sie ist kein starres methodisches Instrument, sondern ein lebendiger Prozess, der nicht nur auf die Erkenntnis des Kindes abzielt, sondern auch die Selbsterkenntnis der beteiligten Pädagogen miteinbezieht.

Final del extracto de 53 páginas  - subir

Detalles

Título
Heilpädagogische Diagnostik
Universidad
Rudolf-Steiner-Seminar  (Fachschule für Sozialberufe; Lehranstalt für Heilpädagogische Berufe)
Calificación
1
Autor
Bettina Grimm (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
53
No. de catálogo
V25004
ISBN (Ebook)
9783638277457
ISBN (Libro)
9783638702010
Idioma
Alemán
Etiqueta
Heilpädagogische Diagnostik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bettina Grimm (Autor), 2004, Heilpädagogische Diagnostik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25004
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