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Linksextremismus - Charakteristika, Strukturen, Aktionsfelder

Titre: Linksextremismus - Charakteristika, Strukturen, Aktionsfelder

Dossier / Travail , 2001 , 22 Pages , Note: 14 Punkte

Autor:in: Carsten Nitschke (Auteur)

Politique - Système politique de l'Allemagne
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Diese Hausarbeit soll einen Einblick in die Charakteristika, die Strukturen und die Aktionsfelder der militanten Autonomen Szene, dem aufstrebenden Bereich des Linksextremismus, geben und gleichzeitig für die aus ihr erwachsenden Gefahren sensibilisieren. Die innere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird, fast 30 Jahre nach Aufnahme des Kampfes des linksextremen Spektrums gegen das ihrer Meinung nach faschistische, rassistische und imperialistische System dieses Staates, auch weiterhin bedroht.

Linksextremisten wollen zur Erreichung ihrer Ziele auch weiterhin die bestehende Gesellschaftsform der Bundesrepublik Deutschland, sowie deren Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft, beseitigen, um eine Welt jenseits des Kapitalismus entstehen zu lassen.

„Linksextremisten wollen nicht nur die Wirtschaft und die Gesellschaft total umgestalten, sondern zu diesem Zweck auch die freiheitliche Demokratie beseitigen und an ihre Stelle eine sozialistisch-kommunistische Diktatur nach den Lehren des Marxismus (-Leninismus) oder die Anarchie, eine Gesellschaft ohne Staat und Herrschaft, setzen (...)“.1 Auch wenn z.Zt. die Gefahr aus dem Lager der über zwei Jahrzehnte aktiven „Roten Armee Fraktion“ (RAF) oder den „Revolutionären Zellen“ (RZ) bzw. „Roten Zora“ nicht gegenwärtig ist; sich diese Gruppen sogar vom aktiven Kampf zurückgezogen haben; die Bedrohung bleibt bestehen. Zwar hat die RAF im März 1998 in einem mehrseitigen Schreiben das Ende ihres „Projektes“ verkündet und gesagt, das die „Stadtguerilla in Form der RAF“ nun LINKSEXTREMISMUS Charakteristika - Strukturen - Aktionsfelder Geschichte sei, an ihrer Legitimität und der Legitimität des linksextremen Terrors zur Erreichung des Zieles, nämlich der Zerschlagung des Imperialismus, hat die RAF aber keinen Zweifel gelassen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Weg zur Autonomen Bewegung

3 Charakteristika

3.1 Selbstverständnis, Potenzial und Rekrutierung

3.2 Gesellschaftliche Funktion

3.3 Handlungsformen und Taktik

3.4 Medien und Öffentlichkeitsarbeit

3.4.1 Autonome entdecken das Internet

4 Strukturen

5 Aktionsfelder autonomer Agitation

5.1 Antifasischmus

5.2 Antirassismus

5.3 Kampf gegen die Großmachtstellung

5.4 Wirtschaftsunternehmen im Visier

5.5 Gegen Kernenergie und Atommülltransporte

6 Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert die Charakteristika, internen Strukturen und die Aktionsfelder der militanten Autonomen Szene im Kontext des Linksextremismus, um die von dieser Bewegung ausgehenden Gefahren für den Rechtsstaat aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung der autonomen Bewegung aus den studentischen Protesten.
  • Methoden der Rekrutierung und die Bedeutung der Jugendarbeit.
  • Taktiken und klandestine Handlungsweisen militanter Gruppen.
  • Nutzung moderner Medien und des Internets zur Organisation.
  • Spezifische Aktionsfelder wie Antifaschismus, Anti-Atom-Proteste und Angriffe auf die Wirtschaft.

Auszug aus dem Buch

3.3 Handlungsformen und Taktik

Autonome Gewalt äußert sich in Gewalt gegen Sachen; zunehmend aber auch in Gewalt gegen Personen. Ihre Aktionen sind spontan oder langfristig und konspirativ geplant. Unter den militanten Autonomen sind Aktionen wie Sachbeschädigungen an Kfz, Farbsprüherei, Farbeierwerferei, Stinkbomben- und Buttersäureanschläge, Scheiß- und Blutkübelaktionen, Angriffe auf „Nazis“ und deren Infrastruktur, Schienen- und Straßenzerstörungen, Wurfanker und abgesägte Strommasten, sowie schließlich Brand und Sprengstoffanschläge allgemein akzeptiert.

Autonome gehen bei ihren Aktionen in der Regel planvoller und umsichter vor, als Rechtsextremisten. Aktionen unter Alkoholeinfluss sind untypisch für Autonome.

„Eine besondere Form der Gewalt sind Straßenkrawalle. Dabei treten Autonome - als „streetfighters“ - häufig in einheitlicher „Kampfausrüstung“ auf, als „schwarzer Block“ - für Autonome das Symbol einer „Politik“, die das Gewaltmonopol des Staates nicht anerkennt - und mit Sturmhauben („Hasskappen“) vermummt“.

Um in möglichst kurzer Zeit größtmöglichen Sachschaden anzurichten, ohne Gefahr zu kaufen, von den „Bullen“ gefasst zu werden, wird von der militanten autonomen Szene das „Kleingruppen-Konzept“ verbreitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des Linksextremismus ein und umreißt die Relevanz der Untersuchung militanter autonomer Strukturen.

2 Der Weg zur Autonomen Bewegung: Es wird die historische Genese der autonomen Strömung aus der 68er-Bewegung und dem Zerfall der frühen linksextremistischen Organisationen nachgezeichnet.

3 Charakteristika: Dieses Kapitel erläutert das ideologische Selbstverständnis, die soziale Zusammensetzung der Szene sowie ihre Arbeitsweisen und Mediennutzung.

4 Strukturen: Die organisatorischen Veränderungen der 90er Jahre, insbesondere der Aufbau spezialisierter Gruppen, werden hier analysiert.

5 Aktionsfelder autonomer Agitation: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung der operativen Ziele, von antifaschistischen Überfällen über Angriffe auf Wirtschaftsunternehmen bis hin zum Protest gegen Atomtransporte.

6 Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Gefährdung der freiheitlich demokratischen Grundordnung durch den militanten Autonomismus.

Schlüsselwörter

Linksextremismus, Autonome Szene, Militanz, Antifaschismus, Gewaltmonopol, Kleingruppen-Konzept, Sabotage, Radikalisierung, Ideologie, Staatsschutz, Subkultur, Aktionsfelder, Protestbewegung, Klandestine Aktionen, Internetnutzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der militanten Autonomen Szene innerhalb des linksextremistischen Spektrums, deren Charakteristika und die daraus resultierenden Gefahren für den Staat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Rekrutierung neuer Mitglieder, die interne Organisation, der Einsatz von Gewalt als politisches Mittel sowie die Aktionsfelder wie Anti-Atom-Proteste und Antifaschismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, für die Gefahren der militanten Szene zu sensibilisieren und einen Einblick in deren operative Strukturen zu geben, um staatliche Reaktionsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, insbesondere unter Heranziehung von Verfassungsschutzberichten und internen Publikationen der autonomen Szene.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, die taktischen Vorgehensweisen (z.B. das Kleingruppen-Konzept), die Mediennutzung und die spezifischen Agitationsfelder der Autonomen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Linksextremismus, Autonome Szene, Militanz, Gewaltmonopol und klandestine Aktionen.

Warum ist das "Kleingruppen-Konzept" für die Szene so bedeutend?

Es ermöglicht den Gruppen, Sachschäden effizient anzurichten und sich gleichzeitig schnell der Strafverfolgung durch die Polizei zu entziehen.

Welche Rolle spielt das Internet für diese Gruppen?

Das Internet dient als unverzichtbares Werkzeug zur globalen Vernetzung, Archivierung von Theorien, Propagierung politischer Ziele und zur Rekrutierung neuer, oft jugendlicher Anhänger.

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Résumé des informations

Titre
Linksextremismus - Charakteristika, Strukturen, Aktionsfelder
Université
University of Applied Administrative Sciences Judicature Hildesheim
Note
14 Punkte
Auteur
Carsten Nitschke (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
22
N° de catalogue
V25022
ISBN (ebook)
9783638277600
Langue
allemand
mots-clé
Linksextremismus Charakteristika Strukturen Aktionsfelder
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Carsten Nitschke (Auteur), 2001, Linksextremismus - Charakteristika, Strukturen, Aktionsfelder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25022
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Extrait de  22  pages
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