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Ein Weg zur verantwortungsvollen Nutzung des Internets im Geschichtsunterricht

Entwicklung eines Konzeptes zur Förderung eines kritischen und reflektierten Umgangs mit dem Internet für einen Grundkurs 11

Title: Ein Weg zur verantwortungsvollen Nutzung des Internets im Geschichtsunterricht

Examination Thesis , 2003 , 39 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Andre Zysk (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Der Anlass, eine Arbeit mit einem solchen thematischen Schwerpunkt zu verfassen, ergab sich aus meiner unmittelbaren Unterrichtspraxis; konkreter aus persönlichen Beobachtungen, die ich während meinen Unterrichtsleitungen und -hospitationen machen konnte. Unabhängig von meinen beiden Unterrichtsfächern, Geschichte und katholische Religion, sowie der Klasse bzw. Stufe der beobachteten Schülerinnen und Schüler ist mir gehäuft folgendes Verhalten aufgefallen: Bei Schülerinnen und Schülern (SuS), die im Rahmen von Hausaufgaben, Arbeiten während des Unterrichts oder auch bei zusätzlichem häuslichen Engagement Informationen aus dem Internet nutzten, zeigte sich oftmals, dass diese Informationen zwar ausgedruckt vorlagen, die SuS diese (abgesehen von Textüberschriften) aber kaum inhaltlich bearbeitet hatten und sich bezüglich der Glaubwürdigkeit der Informationen keine Gedanken gemacht hatten. Konkret äußerten sich diese Beobachtungen z.B. in vorgelesenen Einzelbeiträgen von SuS anhand der aus dem Internet stammenden Informationen, wobei die SuS kaum in der Lage waren, diese Beiträge mit eigenen Worten zu erklären.
Hierin zeigten sich für mich zwei grundlegende Probleme:

a) Die Gefahr der Oberflächlichkeit
Informationen werden heruntergeladen und ausgedruckt, inhaltlich aber nicht ausreichend bearbeitet, um als verstanden bezeichnet werden zu können.

b) Ein Mangel an kritischer Haltung
Informationen werden bezüglich ihrer Glaubwürdigkeit nicht ausreichend hinterfragt und als gesichertes Faktum hingenommen.

Der Schwerpunkt dieser Arbeit soll sich auf den zweitgenannten Problemaspekt, den Mangel an kritischer Haltung oder, positiv formuliert, der Ausarbeitung eines Konzeptes zur Förderung einer kritischen und reflektierten Haltung gegenüber der Glaubwürdigkeit von Informationen aus dem Internet beziehen. Aus dieser Haltung soll ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Medium Internet erwachsen, der sich darin äußert, dass die SuS Informationen aus dem Internet bezüglich ihrer Glaubwürdigkeit zukünftig bewusst infrage stellen und sie vor einer Weiterverwendung auf ihre Glaubwürdigkeit hin überprüfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Theoretische Vorüberlegungen bezüglich notwendiger Voraussetzungen zum Interneteinsatz im Geschichtsunterricht

1.2. Pädagogische und fachdidaktische Überlegungen zum Einsatz des Internets im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe II

1.3. Fachdidaktische Entfaltung des Themas

1.4. Didaktische Überlegungen zur Unterrichtsreihe

2. Planung der Unterrichtssequenz

2.1. Darstellung der einzelnen Unterrichtsstunden der Unterrichtssequenz

2.1.1. Erste Stunde: Hinwendung zur Sekundärliteratur; Umfrage und Stellungnahmen zur Glaubwürdigkeit von Internetseiten

2.1.2. Zweite Stunde: Erstellen eines Kriterienkataloges zur Glaubwürdigkeit von Internetseiten; Informationsbeschaffung im Internet

2.1.3. Dritte Stunde : Sichtung und Auswertung der Materialien nach Inhalt und Glaubwürdigkeit

2.1.4. Vierte Stunde: Vergleich der Gruppenergebnisse und erneute Umfrage; Besprechung von Internetseiten mit potentiell hoher Glaubwürdigkeit; Abschluss der Reihe: Fazit zur Leitfrage

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines fachdidaktischen Konzeptes, das Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II dazu befähigt, einen kritischen, reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit Internetinformationen zu erlernen, insbesondere im Kontext historischer Themenstellungen wie der Fremdenproblematik der Perserkriege.

  • Analyse der notwendigen technischen und pädagogischen Voraussetzungen für den Interneteinsatz im Unterricht.
  • Untersuchung fachdidaktischer Herausforderungen wie Glaubwürdigkeit und Beständigkeit von Online-Quellen.
  • Förderung der Medienkompetenz durch die Erarbeitung von Kriterienkatalogen zur Bewertung historischer Internetinformationen.
  • Erprobung handlungs- und projektorientierter Unterrichtssequenzen zur Quellenkritik.

Auszug aus dem Buch

1.3. Fachdidaktische Entfaltung des Themas

Neben soeben benannten möglichen Vorzügen des Interneteinsatzes im Schulunterricht wird in der Fachdidaktik des Faches Geschichte eine Reihe von Problemen aufgeführt, die sich bei der Nutzung des Internets ergeben können. Diese Probleme resultieren größtenteils aus der grundsätzlichen Struktur des Internets, auf das ich an dieser Stelle kurz eingehen möchte. Das Internet besteht vereinfacht gesagt aus Computern, die via Telefonleitung weltweit verbunden sind.

Alle im Internet abrufbaren Informationen werden auf den Festplatten speziell dafür bereitgestellter Computer (sog. Server) gespeichert und können (theoretisch) von jedem Computer der Welt abgerufen werden, der ebenfalls mit diesem Netzwerk verbunden ist. Dabei steht es grundsätzlich jedem offen (Privatpersonen, öffentlichen und privaten Institutionen usw.), digitale Daten in dieses Netzwerk einzuspeisen. Eine Einschränkung dieser Veröffentlichungsfreiheit (Kontrolle oder Zensur dieser Daten) wird dabei ausschließlich von Seiten einzelner Staaten vorgenommen, wenn der Inhalt dieser Daten gegen die dort geltenden Gesetzte verstößt.

Konkret heißt dies, dass es prinzipiell jedem, der über die nötige Ausrüstung und das nötige Know-how verfügt, freisteht, „beliebige“ Informationen im Internet zu publizieren, die dort wiederum jedem zugänglich sind. Dadurch entsteht zwar eine ungeheure Vitalität und Vielfältigkeit von Angeboten, aber auch eine Reihe von gewichtigen Problemen ist die Folge dieser grundlegend „offenen Struktur“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung reflektiert persönliche Beobachtungen zur Defiziten bei der Internetnutzung von Schülern und begründet die Notwendigkeit einer Förderung der kritischen Haltung und Medienkompetenz im Geschichtsunterricht.

2. Planung der Unterrichtssequenz: In diesem Kapitel wird eine strukturierte Unterrichtsreihe über sechs Stunden entworfen, die handlungs- und projektorientierte Ansätze zur kritischen Auseinandersetzung mit Internetquellen verbindet.

3. Schluss: Das Fazit fasst die Lehrerrollen des Unterrichtens und Erziehens zusammen und betont den Stellenwert des Konzepts als innovativen Beitrag zur Fachdidaktik im Multimediazeitalter.

Schlüsselwörter

Medienkompetenz, Geschichtsunterricht, Internet, Glaubwürdigkeit, Quellenkritik, Fremdenproblematik, Perserkriege, handlungsorientierter Unterricht, Information, digitale Medien, Sekundarstufe II, historisches Lernen, Ideologiekritik, Unterrichtsplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Unterrichtskonzepts, das den verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit dem Internet als Medium historischen Lernens in der Sekundarstufe II fördert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Medienkompetenz, die Quellenkritik, die Bewertung von Informationen hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit sowie die fachdidaktische Integration des Internets in den Geschichtsunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Schülern die notwendigen Qualifikationen zu vermitteln, um Internetquellen kritisch zu hinterfragen und die Qualität von Informationen methodisch zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf didaktische Reflexionen, fachdidaktische Literaturanalyse sowie die Erstellung und Erprobung handlungsorientierter Unterrichtsentwürfe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Voraussetzungen für den Computereinsatz, fachdidaktische Problemanalysen (wie fehlende Qualitätsstandards im Netz) und eine konkrete Unterrichtssequenz zur Fremdenproblematik in den Perserkriegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Medienkompetenz, Glaubwürdigkeit, Quellenkritik, Internet und historisches Lernen.

Welche spezifische Rolle spielt der Lehrer im Unterrichtskonzept?

Der Lehrer agiert als Prozesshelfer, der nicht fertige Lösungen vorgibt, sondern durch gezielte Impulsfragen und Beratung den eigenständigen Erkenntnisprozess der Schüler unterstützt.

Warum wird das Thema der "Perserkriege" für dieses Projekt gewählt?

Die Perserkriege dienen als Fallbeispiel, um die Instrumentalisierung von Fremdenbildern aufzuzeigen, was ideal geeignet ist, um Quellen- und Ideologiekritik auch auf moderne Internetbeiträge zu übertragen.

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Details

Title
Ein Weg zur verantwortungsvollen Nutzung des Internets im Geschichtsunterricht
Subtitle
Entwicklung eines Konzeptes zur Förderung eines kritischen und reflektierten Umgangs mit dem Internet für einen Grundkurs 11
Course
Fachseminar Geschichte
Grade
2,3
Author
Andre Zysk (Author)
Publication Year
2003
Pages
39
Catalog Number
V25039
ISBN (eBook)
9783638277730
ISBN (Book)
9783638648547
Language
German
Tags
Nutzung Internets Geschichtsunterricht Fachseminar Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andre Zysk (Author), 2003, Ein Weg zur verantwortungsvollen Nutzung des Internets im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25039
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