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Hospizidee - Eine Kulturbewegung des Sterbens

Title: Hospizidee - Eine Kulturbewegung des Sterbens

Term Paper , 2004 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Simone Grau (Author)

Social Work
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Alt werden will jeder – ins Heim will keiner. Umfragen haben ergeben, dass 80% der
Deutschen gerne Zuhause sterben möchten. Darum findet die Auseinandersetzung mit einem
eventuellen Heimeinzug erst statt, wenn er unumgänglich ist.
Diese Situation kann auf den Umgang mit Sterben und Tod übertragen werden. Jeder stirbt
irgendwann, das ist eine unumstößliche Tatsache und doch will kaum einer etwas davon
wissen. Tod wird allein dem Alter zugeschrieben, er wird in Institutionen ausgelagert. Dort ist
er dann weit genug weg und man braucht sich nicht mit ihm zu beschäftigen. Alter und
Verfall werden verdrängt und zwar gesamtgesellschaftlich.
Durch diese Tabuisierung in Verbindung mit der zunehmenden Hochaltrigkeit, entwickeln
sich Krankenhäuser, Alten - und Pflegeheimen, immer mehr zu Sterbehäusern.
Obwohl in solchen Institutionen der Tod und das Sterben zur Alltagsroutine gehört, erlebte
ich durch meine Tätigkeit als Krankenschwester sehr selten eine sogenannte Sterbekultur.
Durch meine Erfahrungen als Krankenschwester, wie auch als Tochter von „alten“ Eltern,
stelle ich mir immer wieder die Frage warum in unserer Gesellschaft, insbesondere in den
Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen keine Kultur des Sterbens möglich ist.
In der nun folgenden Hausarbeit möchte ich dieser Frage nachgehen und eine
Kulturbewegung des Sterbens (die Hospizbewegung) vorstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaftliche Aspekte

2.1 Gesellschaftliche Situation in Bezug auf Alter, Sterben und Tod

2.2 Demographischer Wandel

2.3 Traditionen im Bereich Sterben und Tod in Alten- und Pflegeheimen

3. Die Hospizbewegung

3.1 Die Entstehung und Bedeutung der Hospizidee

4. Schlussbetrachtung

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Tabuisierung von Tod und Sterben und analysiert die Defizite in der Betreuung in institutionellen Einrichtungen. Das primäre Ziel ist es, die Hospizbewegung als eine Kulturbewegung vorzustellen, die dem Sterbeprozess durch Begleitung und Entstigmatisierung neue Würde verleiht.

  • Gesellschaftlicher Umgang mit Alter, Sterben und Tod
  • Demographischer Wandel und seine Auswirkungen auf die Pflege
  • Mängel in der Sterbekultur in Alten- und Pflegeheimen
  • Grundkonzepte und Ziele der modernen Hospizbewegung
  • Strukturen und Anforderungen an ehrenamtliche Hospizbegleiter

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Entstehung und Bedeutung der Hospizidee

Die Bezeichnung Hospiz geht auf das lateinische Wort hospitium, Gastfreundschaft, Herberge zurück. In der Regel wurden Hospize von Ordensleuten betrieben und boten eine Herberge für Pilger. Um die Jahrhundertwende ging die Pilgerbewegung zurück und die Hospize verwandelteten sich in Herbergen für sterbende Menschen. Geführt von irischen Ordensschwestern entstanden die ersten Hospize, die sich auf Sterbebegleitung konzentrierten (vgl. Albrecht/Orth/Schmidt 2002, S. 13).

„Eine inhaltliche Wandlung erfuhr der begriff Hospiz durch die englische Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin Cicely Saunders. (…) Nach jahrzehntelanger Vorbereitung eröffnete sie dann 1967 das Hospiz St.Christopher`s in London und stellte damit ihr modernes Hospizkonzept vor“ (Albrecht/Orth/Schmidt 2002, S. 14).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht die gesellschaftliche Verdrängung des Todes und stellt die persönliche Motivation der Autorin zur Untersuchung einer Sterbekultur dar.

2. Gesellschaftliche Aspekte: Hier werden das Tabu um das Lebensende und die Herausforderungen durch die demographische Entwicklung analysiert, die den Druck auf Pflegeeinrichtungen erhöhen.

2.1 Gesellschaftliche Situation in Bezug auf Alter, Sterben und Tod: Das Kapitel belegt, dass der Tod trotz medialer Präsenz im Alltag weiterhin ein stark tabuisiertes Thema bleibt.

2.2 Demographischer Wandel: Es wird die Veränderung der Altersstruktur in Deutschland aufgezeigt, die zu einer historisch neuen Situation hinsichtlich Pflegebedürftigkeit führt.

2.3 Traditionen im Bereich Sterben und Tod in Alten- und Pflegeheimen: Dieser Abschnitt beschreibt, warum institutionelle Rahmenbedingungen eine würdevolle Sterbekultur oft verhindern.

3. Die Hospizbewegung: Dieses Kapitel führt die Hospizbewegung als Antwort auf die soziale Isolierung Sterbender ein.

3.1 Die Entstehung und Bedeutung der Hospizidee: Es wird die historische Entwicklung vom Pilgerhaus zum modernen Hospizkonzept nach Cicely Saunders nachgezeichnet.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fordert eine bewusste Annahme der eigenen Endlichkeit und eine stärkere Würdigung des Sterbens als integralen Bestandteil des Lebens.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Datenquellen.

Schlüsselwörter

Hospizbewegung, Sterbekultur, Tod, Sterben, Alter, Demographischer Wandel, Pflegeheime, Sterbebegleitung, Tabuisierung, Palliative Therapie, Ehrenamt, Soziale Isolierung, Lebensende, Cicely Saunders, Hospizkonzept.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Umgang der modernen Gesellschaft mit dem Thema Sterben und Tod und untersucht die Rolle der Hospizbewegung als notwendige Gegenbewegung zur institutionellen Verdrängung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind der gesellschaftliche Wandel, die Demographie, die Defizite in der stationären Pflege und die Entstehung sowie die Arbeit des Hospizwesens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum in modernen Institutionen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen kaum eine Sterbekultur existiert und wie die Hospizidee hier Abhilfe schaffen kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse und hausarbeitsähnliche Auseinandersetzung mit soziologischen und pflegewissenschaftlichen Fakten sowie persönlichen Erfahrungen aus der pflegerischen Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die gesellschaftliche Verdrängung des Todes, die statistischen Auswirkungen des demographischen Wandels und stellt die Grundelemente und Organisationsformen der Hospizarbeit vor.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Hospizbewegung, Sterbekultur, Tabuisierung, Palliative Versorgung und Ehrenamt im Kontext des Lebensendes.

Warum ist laut der Autorin eine "Sterbekultur" in Pflegeheimen derzeit kaum möglich?

Durch Zeitmangel, unterbesetzte Stellen und eine rein biologisch-hygienische Ausrichtung der Pflege bleibt wenig Raum für die psychosoziale Begleitung Sterbender.

Wie genau bereiten sich ehrenamtliche Mitarbeiter auf den Hospizdienst vor?

Die Ehrenamtlichen durchlaufen einen ca. halbjährigen Einführungskurs, der Themen wie Abschiednehmen, Schmerztherapie und eigene Motivationsreflexion umfasst, bevor sie in die praktische Begleitung einsteigen.

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Details

Title
Hospizidee - Eine Kulturbewegung des Sterbens
College
Protestant University of Applied Sciences Ludwigsburg
Grade
1,3
Author
Simone Grau (Author)
Publication Year
2004
Pages
12
Catalog Number
V25064
ISBN (eBook)
9783638277969
Language
German
Tags
Hospizidee Eine Kulturbewegung Sterbens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simone Grau (Author), 2004, Hospizidee - Eine Kulturbewegung des Sterbens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25064
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