Die Liste der Bücher, Spielfilme, Dokumentationen, Zeitungsartikel und Bildbände, die schon zu Hitler erschienen sind, ist lang. Gibt man den Namen Hitler im Bibliothekssuchsystem Aleph ohne Einschränkung ein, erhält man unzählige Buchtitel. Aus dieser Fülle von Informationen muß man nun auswählen, wenn man eine kurze und prägnante Seminararbeit über Hitler schreiben möchte. Keine leichte Aufgabe, denn die Gefahr, einseitig zu bewerten ist natürlich groß. Außerdem ist man gezwungen, viele wichtige Ereignisse wegzulassen, damit der Umfang der Seminararbeit nicht den vorgegeben Rahmen sprengt. Ich habe mich daher dafür entschieden, weniger ist mehr, und meine Literatur nach Seriosität und Qualität versucht auszusuchen und habe mich auf wenige Werke beschränkt. Als zentrales Werk für meine Seminararbeit habe ich die Hitlerbiographie von Ian Kershaw gewählt. Die beiden anderen ebenfalls wertvollen Standardwerke von Fest und Bullock sind, wie man dem Vorwort von Kershaw entnehmen kann, ebenfalls in seinem Werk enthalten. Ich werde das Leben von Hitler erst chronologisch bis zu seiner Inhaftierung schildern. Bevor ich damit fortfahre, werde ich einige Aspekte behandeln, die wichtig sind, um Hitlers Erfolg verstehen zu können. Seine Ideologie und Weltanschauung, seine Rhetorik, seine Anhänger sowie der Hitlerkult sind die Themen dieser Kapitel. Nach diesen eingeschobenen nicht chronologischen Kapitel folgen noch zwei Abschnitte, die seinen weiteren Lebenslauf schildern. Als Endpunkt meiner Darstellung habe ich den 2. August 1934 gewählt. Der Tag an dem nicht nur Reichspräsident Hindenburg gestorben ist, sondern mit ihm auch endgültig die Weimarer Republik.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. HITLERS ANFÄNGE: VON BRAUNAU BIS LANDSBERG
2.1 KEINE ERFOLGSGESCHICHTE: SEIN LEBEN BIS ZUM ERSTEN WELTKRIEG
2.2 DER KRIEG ALS WENDEPUNKT
2.3 HITLER WIRD POLITIKER
2.4 VOM TROMMLER ZUM FÜHRER
2.5 DIE ERSTE KRISE: GEHT HITLERS STERN UNTER?
2.6 HAFT IN LANDSBERG: ZEIT ZUM SCHREIBEN
3. IDEOLOGIE UND WELTANSCHAUUNG
4. RHETORIK
5. HITLERS ANHÄNGER
6. FÜHRER UND HITLERKULT
7. VOM TROMMLER ZUM REICHSKANZLER
7.1 NEUANFANG MIT HÜRDEN
7.2 WAHLERFOLGE
7.3 PRIVATE TURBULENZEN
7.4 DIE PRÄSIDENTENWAHL UND IHRE FOLGEN
7. 5 DIE PARTEIKRISE
8. VOM REICHSKANZLER ZUM „FÜHRER UND REICHSKANZLER“
8.1 HITLER EROBERT DIE MACHT
8.2 DIE ERSTE KRISE DES NEUEN REICHES
9. SCHLUSSKOMMENTAR
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Seminararbeit analysiert den Lebensweg und politischen Aufstieg Adolf Hitlers von seinen frühen Jahren bis zur Ernennung zum „Führer und Reichskanzler“ am 2. August 1934, wobei der Fokus auf den Faktoren liegt, die diesen Prozess begünstigten. Die Forschungsfrage untersucht, welche ideologischen, rhetorischen und strukturellen Elemente sowie Rahmenbedingungen der Weimarer Republik es ermöglichten, dass Hitler vom Außenseiter zum Diktator aufsteigen konnte.
- Die chronologische Entwicklung Hitlers bis 1934
- Die Analyse ideologischer Grundlagen und der Rolle des Sozialdarwinismus
- Die rhetorischen Techniken und die Bedeutung der Inszenierung
- Die Rolle des Führerkultes für die Festigung der Macht
- Die strategische Ausnutzung politischer Krisen in der Weimarer Republik
Auszug aus dem Buch
2.4 VOM TROMMLER ZUM FÜHRER
Im Rahmen seine Tätigkeit für die Reichswehr, kam er 1919 auch zur DAP (Deutsche Arbeiter Partei). Die war damals allerdings nur eine von ca. 70 rechtsextremistischen Splittergruppen. Als er im Mai 1920 dann endgültig aus der Reichswehr entlassen wurde, fand er dort eine Betätigung. Zunächst war er der Trommler dieser Bewegung.
Schnell versuchte er die Parteiführung davon zu überzeugen, daß er der wichtigste Mann sei. Mit seiner rhetorischen Begabung war er der erfolgreichste Redner der inzwischen in NSDAP umgenannten Partei. Als die Parteileitung 1921 ohne Wissen Hitlers mit anderen völkischen Gruppen Verhandlungen aufnahm, trat er aus der Partei aus. Hitler wollte keinen Zusammenschluß mit anderen Gruppen. Der Hitlerbiograph William Carr glaubt, Hitler sei aus verletztem Stolz ausgetreten. Er kehrte aber schließlich doch wieder zurück und wurde der Vorsitzender der Partei mit diktatorischen Vollmachten. Die Leitung der NSDAP dachte offensichtlich auch, ohne Hitler hätten sie keinen Erfolg. Im August 1921 wählte Hitler dann einen günstigen Zeitpunkt, um einen paramilitärischen Verband zu gründen, die SA. Das zog sofort viele verärgerte Männer aus den Freikorps an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Auswahl der Literatur und skizziert den chronologischen sowie thematischen Aufbau der Arbeit bis zum August 1934.
2. HITLERS ANFÄNGE: VON BRAUNAU BIS LANDSBERG: Dieses Kapitel behandelt Hitlers frühes Leben, seine Zeit in Wien, den Ersten Weltkrieg sowie die ersten Schritte in der Politik und die Inhaftierung in Landsberg.
3. IDEOLOGIE UND WELTANSCHAUUNG: Hier werden die Kernelemente von Hitlers Weltanschauung, wie Antisemitismus, Antibolschewismus und Lebensraumdoktrin, analysiert.
4. RHETORIK: Das Kapitel untersucht die rhetorischen Strategien und Techniken, mit denen Hitler Menschen für seine Sache gewinnen konnte.
5. HITLERS ANHÄNGER: Es wird der Kreis der frühen Anhänger sowie die soziale Zusammensetzung der NSDAP-Basis beleuchtet.
6. FÜHRER UND HITLERKULT: Dieses Kapitel analysiert die Entstehung und Institutionalisierung des Führerkultes als zentrales Element der NS-Bewegung.
7. VOM TROMMLER ZUM REICHSKANZLER: Der Fokus liegt auf der Entwicklung der NSDAP zur Massenpartei, den Wahlkämpfen und dem taktischen Vorgehen bis zur Kanzlerschaft.
8. VOM REICHSKANZLER ZUM „FÜHRER UND REICHSKANZLER“: Die Machteroberung, die Ausschaltung politischer Gegner und der Übergang zur Diktatur werden hier detailliert dargestellt.
9. SCHLUSSKOMMENTAR: Das Schlusswort reflektiert die Schwierigkeit, den Aufstieg Hitlers vollständig zu begreifen, und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher historischer Auseinandersetzung.
Schlüsselwörter
Adolf Hitler, Nationalsozialismus, NSDAP, Weimarer Republik, Führerkult, Weltanschauung, Rhetorik, Ideologie, Machteroberung, Antisemitismus, Sozialdarwinismus, Lebensraum, Propaganda.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den politischen Aufstieg Adolf Hitlers und die Faktoren, die seinen Weg an die Macht in Deutschland zwischen 1889 und 1934 begünstigten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind Hitlers Ideologie, seine rhetorischen Fähigkeiten, der Aufbau eines Führerkultes, die Rolle seiner Anhänger sowie der taktische Prozess der Machteroberung innerhalb der Weimarer Republik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hitler durch eine Kombination aus opportunistischer Politik, massenwirksamer Rhetorik und der Ausnutzung politischer Krisen die demokratischen Strukturen zerstören und die Macht erlangen konnte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse renommierter Standardwerke, um die chronologische Entwicklung und die zentralen Aspekte von Hitlers Aufstieg fundiert darzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Schilderung des Lebens bis zur Inhaftierung in Landsberg, gefolgt von einer analytischen Betrachtung seiner Ideologie, Rhetorik und seines Kultes, sowie einem abschließenden Teil über den Weg zur Kanzlerschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind unter anderem Nationalsozialismus, Machteroberung, Führerkult, Antisemitismus und Weimarer Republik.
Welche Rolle spielte der „Legalitätskurs“ für den Erfolg der NSDAP?
Hitler setzte ab 1925 konsequent auf eine Legalitätstaktik, um die Partei durch Wahlen und innerhalb der bestehenden staatlichen Ordnung zur Macht zu führen, anstatt weitere gescheiterte Putschversuche zu unternehmen.
Warum war der Tod von Reichspräsident Hindenburg ein entscheidender Wendepunkt?
Erst nach dem Tod Hindenburgs am 2. August 1934 konnte Hitler die Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in seiner Person vereinen und sich offiziell als „Führer und Reichskanzler“ etablieren, wodurch seine Macht vollkommen wurde.
- Arbeit zitieren
- Barbara Hoffmann (Autor:in), 2002, Adolf Hitler - Die Anfänge 1889-1935, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25157