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Chancen und Grenzen der Erlebnispädagogik für die Arbeit des Religionspädagogen

Title: Chancen und Grenzen der Erlebnispädagogik für die Arbeit des Religionspädagogen

Diploma Thesis , 1997 , 84 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Frank Boßmann (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Erlebnis und Abenteuer haben Konjunktur: Ob im Erlebnisrestaurant, im Erlebnisbad, als Abenteuerurlaub oder als überlebensgroßes Plakat einer Zigarettenwerbung - Erlebnis und Abenteuer begegnen uns überall und erscheinen äußerst werbewirksam. In unserer durchorganisierten Gesellschaft existiert offenbar eine Sucht nach dem Außergewöhnlichen und Extremen. Das unbestreitbare Erlebnisdefizit wird von Industrie und Reiseunternehmen aufgenommen und kommerziell ausgenutzt. Ist dieser Erlebnishunger als Modeerscheinung oder als menschliches Bedürfnis zu verstehen? Erlebnispädagogik - auf der Höhe der Zeit? Ein Trend, der wie jeder Trend auftaucht, in Vergessenheit gerät, wiederentdeckt wird und früher oder später wieder verschwindet, so wie jede Mode, jede Musik- oder Kunstrichtung? Oder ist Erlebnispädagogik ein ernstzunehmender pädagogischer Ansatz, bei dem Grundbedürfnisse des Menschen, die in unserer Gesellschaft nicht befriedigt werden, erkannt werden und bei dem versucht wird, sie zu erfüllen?

Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen erfolgt in dieser Arbeit aus religionspädagogischer Sicht. Die Teildisziplinen der allgemeinen Pädagogik - Religionspädagogik, Sozialpädagogik, Erlebnispädagogik ... - bedingen und beeinflussen sich wechselseitig. Wenn Erlebnispädagogik nicht nur als Trend zu verstehen ist, bleibt zu untersuchen, welche ihrer Methoden in der Religionspädagogik zum Einsatz kommen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Vorwort

1 Erlebnispädagogik als Teildisziplin der Pädagogik

1.1 Ziele und Grundsätze

1.2 Situation der Adressaten

1.2.1 Jugendsituation

1.2.1.1 Wertewandel

1.2.1.2 Perspektivwandel

1.2.1.3 Vorbilder

1.2.1.4 Schule

1.2.1.5 Räume

1.2.1.6 Konsum

1.2.1.7 Ersatzrealitäten

1.2.1.8 Defizite

1.2.2 Kindersituation

1.2.2.1 Räume

1.2.2.2 Schule

1.2.2.3 Vorbilder

1.2.2.4 Konsum

1.2.2.5 Medien

1.2.2.6 Defizite

1.3 Zusammenfassung

1.4 Die geschichtliche Wurzel der Erlebnispädagogik

1.5 Begriffsklärung

1.5.1 Die Herausbildung der Kategorie Erlebnis

1.5.2 Erlebnis und Pädagogik

1.6 Kritische Zusammenfassung

1.6.1 Ausgleich von Defiziten

1.6.2 Transfer

1.6.3 Erlebnispädagogik und Kinder

1.6.4 Geschlechtsspezifische Erlebnispädagogik

1.6.5 Erlebnispädagogik und Schule

1.6.6 Erlebnis oder Pädagogik?

1.6.7 (Sozial)-Pädagogische Projekte oder Freizeitgestaltung?

1.7 Definition

2 Religionspädagogik und Erlebnispädagogik

2.1 Ziele und Grundsätze der Religionspädagogik

2.2 Untersuchung religionspädagogischer Konzepte im Hinblick auf erlebnispädagogische Anteile anhand von vier Beispielen

2.2.1 Niebergalls (1866-1932) kirchliche Gemeindeerziehung als Konzept evangelischer Erziehung

2.2.2 Kabischs (1868-1914) Unterricht in evangelischer Religion als Konzept evangelischer Erziehung

2.2.3 Kritik an Niebergall und Kabisch

2.2.4 D. Zilleßen: „Glaube und Erfahrung“

2.2.5 P. Biehl: „Erfahrung als hermeneutische, theologische und religionspädagogische Kategorie“

2.2.6 Zusammenfassung

2.3 Situation

2.3.1 Allgemeines

2.3.2 Kinderarbeit

2.3.3 Religionsunterricht

2.3.4 Jugendarbeit

2.4 Thesen für den Einsatz von Erlebnispädagogik in der Religionspädagogik

3 Erlebnispädagogik in den Arbeitsbereichen der Religions-pädagogik

3.1 Kinderarbeit

3.2 Jugendarbeit

3.3 Pfadfinderarbeit

3.3.1 Der geschichtliche Ursprung

3.3.1.1 Parallelen zwischen Baden-Powell und den Reformpädagogen, insbesondere Kurt Hahn (siehe 2.4)

3.3.2 Das pädagogische Konzept oder die Pfadfindermethode

3.3.2.1 Ziel der Pfadfinderarbeit

3.3.2.2 Die wichtigsten pädagogischen Methoden

3.3.3 Pfadfinderarbeit als Gemeindearbeit

3.3.4 Zusammenfassung

3.4 Religionsunterricht

4 Nachwort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Grenzen der Erlebnispädagogik als ergänzenden pädagogischen Ansatz innerhalb der verschiedenen Arbeitsfelder der Religionspädagogik. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob und wie erlebnispädagogische Methoden, die primär auf ganzheitlichem Lernen und individuellen Erfahrungen basieren, in die institutionell geprägte religionspädagogische Praxis integriert werden können, um eine lebensrelevante Glaubensvermittlung zu fördern.

  • Analyse der soziokulturellen Situation von Kindern und Jugendlichen als Ausgangspunkt pädagogischen Handelns.
  • Untersuchung der geschichtlichen Wurzeln und der konzeptionellen Grundlagen der Erlebnispädagogik (insb. Kurt Hahn).
  • Kritische Reflexion religionspädagogischer Konzepte im Hinblick auf deren erlebnispädagogische Potenziale.
  • Praktische Erörterung von Einsatzmöglichkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit sowie dem Religionsunterricht.
  • Diskussion der Pfadfinderarbeit als integratives Modell für erlebnispädagogische Arbeit in der Gemeinde.

Auszug aus dem Buch

1.1 Ziele und Grundsätze

„Erlebnispädagogik will wirkungsvoll helfen, wo andere Hilfen versagen bzw. besondere Hilfestellungen erforderlich sind.“ Dabei benutzt die Erlebnispädagogik verschiedene Medien und Methoden. Das Spektrum erlebnispädagogischer Aktionen ist sehr breit gefächert. Alle möglichen Formen aufzuführen und zu beschreiben, ist in dieser Arbeit nicht möglich und wäre auch nicht sinnvoll. Es soll vielmehr darum gehen, das Wesentliche, das, den erlebnispädagogischen Aktionen Gemeinsame, herauszufinden.

Erlebnispädagogik erhebt für sich den Anspruch des ganzheitlichen Lernens. Das bedeutet, es sollen Erlebnisse aus erster Hand ermöglicht werden. Diese Erlebnisse wirken einmal für sich selbst und werden zum anderen mit dem Pädagogen zusammen reflektiert. Durch die selbst erworbenen Erfahrungen und die Reflexion sollen Lernprozesse in Gang gesetzt werden, die evtl. dazu führen, bestehende Werte und Normen, Denk- und Handlungsweisen zu überprüfen und ggf. zu ändern. Die Erlebnispädagogik schafft also die Voraussetzungen (Ort, Gruppe, Ausrüstung...), begleitet den Prozeß, reflektiert und wertet aus (bzw. ‘verwertet’). Das Erlebnis selbst ist für die Pädagogen nicht greifbar.

Diese Beschreibung ist sehr allgemein, aber sie spielt bei allen Formen von Erlebnispädagogik die tragende Rolle. Welche Auswahl an Medien und Methoden für eine konkrete erlebnispädagogische Aktion getroffen werden, hängt ab von: den konkreten Teilnehmern, den konkret definierten Zielen, dem/der Pädagogen/in, dem Zeitrahmen und den finanziellen und örtlichen Möglichkeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Erlebnispädagogik als Teildisziplin der Pädagogik: Dieses Kapitel erläutert die Ziele, Grundsätze und die geschichtliche Verankerung der Erlebnispädagogik in der Reformpädagogik sowie die theoretische Fundierung des Begriffs „Erlebnis“.

2. Religionspädagogik und Erlebnispädagogik: Hier wird das Verhältnis beider Disziplinen untersucht, religionspädagogische Ansätze auf erlebnispädagogische Anteile geprüft und die Relevanz für die aktuelle kirchliche Situation analysiert.

3. Erlebnispädagogik in den Arbeitsbereichen der Religions-pädagogik: Dieses Kapitel liefert praktische Anregungen für die Implementierung erlebnispädagogischer Elemente in der Kinder- und Jugendarbeit sowie im Religionsunterricht, mit einem besonderen Fokus auf der Pfadfinderarbeit als Modell.

Schlüsselwörter

Erlebnispädagogik, Religionspädagogik, ganzheitliches Lernen, Reformpädagogik, Jugendarbeit, Kinderarbeit, Pfadfinderarbeit, Erfahrung, Glaube, Reflexion, Transfer, Gemeindearbeit, Identität, Sozialisation, Abenteuerspiele.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit erlebnispädagogische Ansätze die religionspädagogische Arbeit bereichern können, ohne dabei die spezifischen Ziele und den institutionellen Rahmen der Religionspädagogik zu vernachlässigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die theoretische Bestimmung des Erlebnisses, die Situationsanalyse von Kindern und Jugendlichen, die historische Herleitung der Erlebnispädagogik und deren Anwendung in kirchlichen Arbeitsfeldern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Integration erlebnispädagogischer Elemente in die Religionspädagogik attraktivere und lebensrelevante Angebote für Kinder und Jugendliche geschaffen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die sowohl allgemeinpädagogische als auch spezifisch religionspädagogische Konzepte auswertet, um eine theoretische Fundierung für den praktischen Einsatz erlebnispädagogischer Methoden zu legen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Überlegungen zur Kategorie Erlebnis und zum Verhältnis von Glaube und Erfahrung, sowie in einen praktischen Teil, der konkrete Beispiele für die Umsetzung in verschiedenen Altersgruppen und Arbeitsbereichen bietet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Erlebnispädagogik, Religionspädagogik, ganzheitliches Lernen, Identitätsfindung, soziale Kompetenz und Gemeindepädagogik charakterisiert.

Wie wird das Verhältnis von Glauben und Erfahrung konzeptionell bewertet?

Die Arbeit plädiert dafür, dass Glaube nicht abstrakt vermittelt werden sollte, sondern durch reale Erfahrungen und deren Reflexion im Dialog mit der biblischen Überlieferung für das individuelle Leben relevant gemacht werden muss.

Warum spielt die Pfadfinderarbeit eine besondere Rolle in dieser Untersuchung?

Die Pfadfinderarbeit dient als exemplarisches Modell, da sie historisch und konzeptionell stark erlebnispädagogisch geprägt ist und gleichzeitig eine kontinuierliche, institutionelle Einbindung in die Gemeindearbeit ermöglicht.

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Details

Title
Chancen und Grenzen der Erlebnispädagogik für die Arbeit des Religionspädagogen
College
University of Religions Education Moritzburg
Grade
1,3
Author
Frank Boßmann (Author)
Publication Year
1997
Pages
84
Catalog Number
V25275
ISBN (eBook)
9783638279505
ISBN (Book)
9783638702126
Language
German
Tags
Chancen Grenzen Erlebnispädagogik Arbeit Religionspädagogen Erlebnis Pfadfinder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Boßmann (Author), 1997, Chancen und Grenzen der Erlebnispädagogik für die Arbeit des Religionspädagogen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25275
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