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Währungsunion und Asymmetrische Schocks

Title: Währungsunion und Asymmetrische Schocks

Seminar Paper , 2004 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anja Schrade (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Summary Excerpt Details

Mit der am 1.Januar 1999 gestarteten europäischen Wirtschafts- und Währungsunion
(WWU) wurden die Wechselkurse der teilnehmenden 12 Staaten unwiderruflich fixiert.
Anhand dieser Arbeit soll nun gezeigt werden welche Auswirkungen die WWU,
bezüglich der Anpassungsfähigkeit der Teilnehmerstaaten bei Auftreten von
asymmetrischen Schocks hat.
Durch den Wegfall der flexiblen Wechselkurse in einer Währungsunion fehlt der
zentrale Mechanismus, um asymmetrische Schocks zu absorbieren. Zudem verfügen die
Teilnehmerstaaten nicht mehr über die Möglichkeit Geldpolitik zu betreiben und sind
bei der Fiskalpolitik durch den Stabilitäts- und Wachstumspakt in ihrem Handeln
eingeschränkt.
Die zentrale These dieser Arbeit ist, dass Fiskalpolitik und Fiskaltransfers auf
europäischer Ebene, in Abwesenheit anderer Anpassungsmechanismen, eine zentrale
Rolle in der WWU spielen müssen, damit die Absorption asymmetrischer Schocks
gewährleistet werden kann.
Zuerst werden die asymmetrischen Schocks, ihre Entstehung, ihre Auswirkungen näher
erläutert (2.). Dem soll eine kurze Gegenüberstellung flexibler versus fixer
Wechselkurse folgen, um die Problematik des Wegfalls der Wechselkurse in einer
Währungsunion zu erläutern (2.1). Anschließend wird die Relevanz asymmetrischer
Schocks und einige Indikatoren für das Auftreten von asymmetrischen Schocks
diskutiert (2.2). Im Hauptteil der Arbeit sollen nun die Mechanismen diskutiert werden,
die in einer Währungsunion zur Anpassung an asymmetrische Schocks zur Verfügung
stehen. Diese teilen sich in marktbasierte Mechanismen und institutionelle
Mechanismen. Zuerst werden die marktbasierten Mechanismen (3.), die Preisflexibilität
(3.1), die Lohnflexibilität (3.2) und die Mobilität von Arbeit (3.3) und Kapital (3.4),
sowie die Anpassung durch Arbeitslosigkeit (3.5) besprochen und ihre Wirksamkeit in
der WWU analysiert.
Anschließend wird das Thema der zentralen These, die institutionellen Mechanismen
(4.) – Fiskalpolitik auf nationalstaatlicher Ebene (4.1) und Fiskaltransfers auf
europäischer Ebene (4.2), aufgegriffen und ausführlich diskutiert.
In einem abschließenden Fazit (5.) werden die Erkenntnisse der Arbeit
zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition asymmetrischer Schocks

2.1. Schockabsorption: flexible vs. feste Wechselkurse

2.2. Ursachen und Indikatoren für das Auftreten asymmetrischer Schocks

2.2.1. Regionale Arbeitslosigkeit

2.2.2. Reale Wechselkurse

2.2.3. Gesamtwirtschaftliche Produktion

3. Marktbasierte Mechanismen zur Absorption asymmetrischer Schocks

3.1. Preisflexibilität

3.2. Lohnflexibilität

3.3. Mobilität von Arbeit

3.4. Mobilität von Kapital

3.5. Arbeitslosigkeit

4. Institutionelle Mechanismen zur Absorption asymmetrischer Schocks

4.1. Fiskalpolitik auf nationalstaatlicher Ebene

4.2. Fiskaltransfers

4.2.1. Transfers aus dem EU Budget

4.2.2. Intra-europäische Transfers

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) auf die Anpassungsfähigkeit der Teilnehmerstaaten bei asymmetrischen Schocks. Es wird analysiert, inwieweit nach dem Wegfall flexibler Wechselkurse alternative marktbasierte und institutionelle Mechanismen zur Schockabsorption existieren und wie effektiv diese in der WWU wirken.

  • Analyse der Definition und Identifizierung asymmetrischer Schocks
  • Untersuchung marktbasiert-ökonomischer Anpassungsinstrumente
  • Evaluierung der Wirksamkeit nationalstaatlicher Fiskalpolitik
  • Diskussion über Fiskaltransfers auf EU-Ebene und deren Stabilisierungsfunktion
  • Kritische Würdigung der Eignung der WWU als optimaler Währungsraum

Auszug aus dem Buch

3.2. Lohnflexibilität

Die Reallohnflexibilität wirkt nach gleichem Muster wie die Preisflexibilität. Wenn als Folge eines negativen asymmetrischen Schocks die Nachfrage nach einem Produkt in einem Land zurückgeht, ist es möglich durch Senkung der Löhne wieder konkurrenzfähig zu werden, da die Löhne einen Teil der Faktorkosten bei der Produktion eines Gutes ausmachen. Das bestimmte Produkt, welches von dem Nachfragerückgang betroffen ist, wird für die Konsumenten günstiger und folglich gegenüber Konkurrenzprodukten wettbewerbsfähiger. In der WWU könnte demzufolge eine höhere Lohnflexibilität wesentlich zur Absorption asymmetrischer Schocks beitragen.

Vielfach wurde diskutiert, dass wettbewerbsfähige Arbeitsmärkte eine notwendige Bedingung für die Vollbeschäftigung von Volkswirtschaften der WWU sind, die von negativen asymmetrischen Schocks betroffen werden und über keine monetären oder fiskalpolitischen Mittel, bedingt durch die EZB, sowie den Stabilitäts- und Wachstumspakt, mehr verfügen. Die WWU sollte die Arbeitsmärkte dazu bewegen wettbewerbsfähiger zu werden. Emerson u.a. nennen zwei Gründe warum die Löhne durch die WWU flexibler werden sollten. Zum einen wird die WWU zu größerer Disziplin, folglich zu einer schnelleren Anpassung der Löhne führen, da ein inflationärer Lohnsteigerungsausgleich, durch den Wegfall der Wechselkurse nicht mehr möglich ist. Zum anderen steht die Vollendung des Binnenmarktes im Zusammenhang mit der Verstärkung der Lohnflexibilität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der asymmetrischen Schocks in der WWU und Definition der zentralen Forschungsfrage.

2. Definition asymmetrischer Schocks: Theoretische Abgrenzung der Schockarten sowie Erläuterung von Indikatoren für deren Identifizierung.

3. Marktbasierte Mechanismen zur Absorption asymmetrischer Schocks: Analyse der Preisflexibilität, Lohnflexibilität, Faktormobilität und Arbeitslosigkeit als Anpassungsmechanismen.

4. Institutionelle Mechanismen zur Absorption asymmetrischer Schocks: Diskussion der Rolle nationaler Fiskalpolitik und europäischer Fiskaltransfers bei der Krisenbewältigung.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Anpassungsfähigkeit der WWU und Ausblick auf zukünftige Herausforderungen wie die Osterweiterung.

Schlüsselwörter

Währungsunion, Asymmetrische Schocks, WWU, Fiskalpolitik, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Schockabsorption, Fiskaltransfers, Lohnflexibilität, Preisflexibilität, Arbeitsmarktmobilität, Optimaler Währungsraum, Konvergenzkriterien, Strukturfonds, Kapitalmobilität, Europäische Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Problematik asymmetrischer Schocks in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion und untersucht, wie die Mitgliedsstaaten nach dem Verlust nationaler Währungsinstrumente auf solche Schocks reagieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition asymmetrischer Schocks, die Analyse marktbasierter Anpassungsmechanismen wie Preis- und Lohnflexibilität sowie die Bewertung institutioneller Mechanismen wie nationale Fiskalpolitik und EU-weite Fiskaltransfers.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es zu zeigen, welche Auswirkungen die WWU auf die Anpassungsfähigkeit der Staaten bei asymmetrischen Schocks hat und welche Instrumente zur Absorption in diesem institutionellen Rahmen verfügbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Diskussion ökonomischer Modelle (wie der Theorie der Optimalen Währungsräume) unter Einbeziehung empirischer Studien und aktueller politischer Rahmenbedingungen der EU.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung marktbasierter Mechanismen, die Wirksamkeit der nationalen Fiskalpolitik unter den Restriktionen des Stabilitäts- und Wachstumspakts sowie die Diskussion über die Notwendigkeit und Realisierbarkeit europäischer Fiskaltransfers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Asymmetrische Schocks, WWU, Fiskalpolitik, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Schockabsorption, Lohnflexibilität und Optimaler Währungsraum.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Fiskaltransfers?

Die Autorin sieht Fiskaltransfers kritisch, da sie oft eher Symptome als Ursachen bekämpfen und das Risiko moralischer Gefahren ("moral hazard") bergen, während gleichzeitig kein ausreichendes föderales Budget auf EU-Ebene existiert.

Inwiefern beeinflusst die "Lucas-Kritik" die Argumentation?

Die Lucas-Kritik wird genutzt, um zu argumentieren, dass die WWU selbst eine Verhaltensänderung der Akteure bewirken kann, was langfristig die asymmetrischen Auswirkungen von Schocks verringern könnte.

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Details

Title
Währungsunion und Asymmetrische Schocks
College
University of Bamberg  (Sozialwissenschaftliche Europastudien)
Course
Währungs-und Finanzmarktintegration in Europa
Grade
1,0
Author
Anja Schrade (Author)
Publication Year
2004
Pages
27
Catalog Number
V25310
ISBN (eBook)
9783638279802
Language
German
Tags
Währungsunion Asymmetrische Schocks Währungs-und Finanzmarktintegration Europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Schrade (Author), 2004, Währungsunion und Asymmetrische Schocks, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25310
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