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Kein anderes Medium hat besonders in den letzten Jahren einen solch unaufhaltsamen glorreichen Siegeszug geführt, wie das Internet und bereits viele der „Haushalte im Sturm“ erobert. Durch psychologisch aufbereitete und gezielt eingesetzte Marketingstrategien, über Leitbilder gefördert, gehört das Internet bereits heute in die Haushalte wie der Fernseher oder das Telefon. Mit dem Internet wurde eine Infrastruktur eines virtuellen globalen Marktplatzes geschaffen, welcher sich in wenigen Jahren zu einer Schlüsseltechnologie für die gesamte Gesellschaft entwickeln wird. [...]
War das Internet ursprünglich nur Wissenschaftlern und Studenten zugänglich, so wird es mittlerweile immer mehr von der Industrie, der Wirtschaft sowie von Privatpersonen genutzt und bietet ein unüberschaubares Spektrum an gesellschaftlichen, geschäftlichen und privaten Anwendungsmöglichkeiten. Unternehmen, die als fortschrittlich und innovativ gelten wollen, können es sich nicht mehr leisten, im Internet nicht präsent zu sein. Eng verbunden mit den stetig steigenden Nutzerzahlen wächst der Einsatz des Internet im Rahmen der Globalisierung als Absatzkanal und als Marketing-Kommunikationsmedium.
Durch den electronic commerce (den elektronischen Handel), welcher durch eine gezielte Absatzpolitik immer mehr Privatnutzer erreicht, wird den Endverbrauchern der Einkauf auch über weite Entfernungen hinweg, rund um die Uhr, ermöglicht.
Einer der herausragenden Aspekte des Internet bildet das „electronic commerce“, welches in dieser Arbeit mit seinen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Folgen auf unsere Gesellschaft dargestellt werden soll. Über einen kleinen geschichtlichen Abriß zur Entstehungsgeschichte und zur weiteren Entwicklung des Internets im ersten Abschnitt, führt diese Arbeit im zweiten Abschnitt direkt zum electronic commerce und der Annahme durch die Internetnutzer sowie die Erwartungen und Prognosen, die an diesen Handelsweg geknüpft werden.
Wie überall gibt es auch hierbei Vor- und Nachteile, die im dritten und vierten Abschnitt behandelt werden, obgleich in dieser Arbeit keine Weiß- und Schwarzmalerei betrieben werden soll. Auf die sich hieraus ergebenden wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Folgen wird im fünften Abschnitt eingegangen und führen im sechsten Abschnitt zu einer Schlußbetrachtung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2 Was hat es mit dem electronic commerce auf sich und wie wird dieser von den Internetnutzern angenommen?
3 Welche Faktoren sprechen für den electronic commerce?
4 Welche Faktoren sprechen gegen den electronic commerce?
5 Die Folgen des electronic commerce aus wirtschafts- und gesellschaftspolitischer Sicht
6 Schlußbetrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des elektronischen Handels (e-commerce) als zentralen Aspekt der Internetnutzung und analysiert dessen wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Auswirkungen auf den Endverbraucher sowie die Unternehmenslandschaft.
- Historische Entwicklung und Verbreitung des Internets
- Analyse der Chancen und Treiber des elektronischen Geschäftsverkehrs
- Kritische Beleuchtung von Risiken wie Datenschutz, Datensicherheit und sozialer Isolation
- Zukunftsprognosen und Anforderungen an das Management in der digitalen Wirtschaft
Auszug aus dem Buch
4 Welche Faktoren sprechen gegen den electronic commerce?
Gegen den e-commerce spricht trotz zahlreicher Schlüsselfaktoren vor allem der Datenschutz, welcher das Internet auf wackligen Beinen stehen läßt. Hierdurch wird dieses Medium „Internet“ wieder zu einem der umstrittensten Medien unserer Gesellschaft. Für „schwarze Schafe“ bietet das Internet aufgrund der Anonymität für den Anbieter sowie für den Kunden einen guten Nährboden, verbotene bzw. unlautere Geschäfte zu tätigen.
So steigen mit der kommerziellen Nutzung zugleich der gezielte Mißbrauch sowie die kriminellen Handlungen innerhalb des Internet. Bisher gibt es noch keine weltweiten gültigen Gesetze und Regelungen um dieses zu verhindern. Anbieter und Kunden müssen sich, wie im Geschäftsleben üblich, auf die Seriosität ihres Gegenüber verlassen. Innerhalb der 15 EU-Mitgliedsstaaten ist es nun damit vorüber. Die EU Wirtschaftsminister in Brüssel einigten sich auf eine Rahmenrichtlinie, welche den e-commerce im Internet das gleiche Recht, wie für den traditionellen Handel, verleihen soll.
Außerhalb der EU stellt sich der e-commerce jedoch nicht als ein vollkommen rechtsfreier Raum dar, hier gelten die globalen Rechtsvorschriften der einzelnen Länder, welche eine Rechtssicherheit gewährleisten sollen. Die Schwierigkeit liegt hier bei den unterschiedlichen Rechtsvorschriften (Gesetzen), z.B. verschiedene Ein- und Ausfuhrverbote.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte des Internets vom militärischen ARPAnet bis hin zum globalen Netzwerk und skizziert die Relevanz der Hausarbeit.
2 Was hat es mit dem electronic commerce auf sich und wie wird dieser von den Internetnutzern angenommen?: Der Abschnitt definiert den e-commerce als Bestandteil des e-business und untersucht den aktuellen Stand der Marktdurchdringung sowie die Akzeptanz bei Konsumenten.
3 Welche Faktoren sprechen für den electronic commerce?: Hier werden die Vorteile wie weltweite Reichweite, Kosteneffizienz durch Direktvertrieb und neue Marketingmöglichkeiten für Unternehmen hervorgehoben.
4 Welche Faktoren sprechen gegen den electronic commerce?: Dieses Kapitel beleuchtet kritische Aspekte wie Datenschutz, Datensicherheit, Cyberkriminalität und die Notwendigkeit rechtlicher Regulierungen.
5 Die Folgen des electronic commerce aus wirtschafts- und gesellschaftspolitischer Sicht: Die Auswirkungen des technischen Fortschritts auf Arbeitswelt, soziale Beziehungen und die psychologische Verfassung des Menschen werden hier kritisch analysiert.
6 Schlußbetrachtung: Das Fazit fasst die Chancen und Risiken zusammen und betont, dass das Management eine hohe Kundenorientierung und Sicherheitsstandards etablieren muss, um den Erfolg des elektronischen Handels zu sichern.
Schlüsselwörter
Internet, E-Commerce, E-Business, Datenschutz, Online-Handel, Globalisierung, IT-Sicherheit, Virtueller Marktplatz, Konsumentenverhalten, Arbeitswelt, Digitale Transformation, Online-Shopping, Netzwerksicherheit, Elektronische Märkte, Wirtschaftspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Aspekten des Internets, mit einem besonderen Fokus auf den electronic commerce und dessen Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Entwicklung des E-Commerce, dessen Vor- und Nachteile, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie sozio-ökonomische Auswirkungen.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den elektronischen Handel aus einer wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Perspektive zu beleuchten und Prognosen über dessen Rolle für Unternehmen und Konsumenten aufzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Studien und Marktberichte zum Stand des Internets und des E-Commerce Ende der 1990er Jahre.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Marktakzeptanz, Erfolgsfaktoren, Sicherheitsbedenken sowie eine Analyse der gesellschaftlichen Folgen, wie etwa Veränderungen der Arbeitsinhalte.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie E-Commerce, Datenschutz, Globalisierung, technischer Fortschritt und soziale Auswirkungen geprägt.
Welche spezifische Gefahr geht von sogenannten Cookies aus?
Cookies werden als Risiko beschrieben, da sie unbemerkt Nutzungsdaten speichern können, was ein gezieltes Ausspähen des Nutzungsverhaltens ermöglicht.
Welche Rolle spielt die EU im Zusammenhang mit E-Commerce?
Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich auf Rahmenrichtlinien geeinigt, um im Internet rechtliche Sicherheit zu gewährleisten und den E-Commerce dem traditionellen Handel gleichzustellen.
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- Sabine Reichert (Author), 2000, Herausragende Aspekte des Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25336