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Unterschiedliche Darstellung Medeas bei Christa Wolf und Euripides

Titel: Unterschiedliche Darstellung Medeas bei Christa Wolf und Euripides

Hausarbeit , 2000 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sabine Reichert (Autor:in)

BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Vor mir liegt das Werk "Medea. Stimmen" von Christa Wolf, welche 1929 in Landsberg / Warthe geboren wurde. Sie studierte in Jena und Leipzig Germanistik und arbeitete als Verlags- und Cheflektorin. Bereits während dieser Zeit betätigte sie sich schriftstellerisch. 1961 erschien ihr erster Roman, "Die Moskauer Novelle".

Weitere Romane und Erzählungen folgten ("Der geteilte Himmel", "Kassandra" usw.), wofür sie bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhielt. Heute lebt Christa Wolf als freie Schriftstellerin in Berlin. Medea ist eine der faszinierendsten und zugleich widersprüchlichsten mythischen Gestalten der Vergangenheit, die bereits 430 v. Chr. von Euripides als Kindesmörderin in die Literatur eingeführt wurde.

In dem Roman "Medea. Stimmen" wird sie (Medea) nun völlig anders dargestellt, obgleich sie auch hier, wie in allen anderen Überlieferungen, die Tochter des Königs von Kolchis ist. Sie spiegelt das Porträt einer eigenwilligen Frau wider, die durch ihr provokatives Auftreten eine Bedrohung für die bestehenden Verhältnisse in Korinth darstellt. Der 1961 veröffentlichte Roman ("Medea. Stimmen") ist in der Form des Ich-Erzählers geschrieben und gehört zur literarischen Gattung der Epik.

In den Zeiten hin und her wechselnd schildern uns sechs Stimmen (Personen), in einer Folge von Monologen abwechselnd etwas aus der Vergangenheit und lassen uns die Gegenwart verstehen. Die Monologe ergänzen sich wechselseitig und treiben die Handlung voran. Es handelt sich eigentlich um ein Kriminalstück, welches durch das Geschehen ringsherum zu einer Nebensache wird. Der Roman verfolgt die Geschichte Medeas von den Zeitpunkt an, als sie in Korinth auf die Spur eines Verbrechens kommt. Die junge Königstochter und mögliche Thronfolgerin wurde ermordet. Als Medea dieses Geheimnis (Verbrechen) aufdeckt, wird sie, um die Machtverhältnis-se nicht zu gefährden, und um vom eigentlichen Verbrechen abzulenken, zum Sündenbock gemacht. Sie wird beschuldigt, ihren Bruder umgebracht zu haben, bis hin zur angeblichen Ermordung ihrer eigenen Kinder.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsangabe - Medea. Stimmen" von Christa Wolf

Einleitung

Frauen- oder gesellschaftspolitischer Roman?

Gegenwartsbezug - politische Aspekte

Schlußfolgerung

Inhaltsangabe - Medea von Euripides

Inhaltsangabe:

Einleitung

1. Akt:

Akt - Inhaltsangabe:

1. Akt - Medea:

1. Akt - Kreon:

1. Akt – Die Chorführerin:

1. Akt – Der Chor im ersten Wechselgesang:

1. Akt – Schluß:

3. Akt:

3. Akt - Inhaltsangabe:

3. Akt - Medea:

3. Akt - Ägeus:

3. Akt – Der Chor:

3. Akt – Der Chor im dritten Wechselgesang:

3. Akt – Schluß:

5. Akt:

5. Akt - Inhaltsangabe:

5. Akt - Medea:

5. Akt - Der Bote:

5. Akt - Der Hofmeister:

5. Akt - Der Chor:

5. Akt - Der Chor in 5. Wechselgesang:

5. Akt – Schluß

Ist Euripides auch heute, nach fast 2300 Jahren noch aktuell?

Bestimmung der Tragödie:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die unterschiedliche Darstellung der Medea-Figur im modernen Roman "Medea. Stimmen" von Christa Wolf und der klassischen Tragödie "Medea" von Euripides. Ziel ist es, das Frauenschicksal im Kontext der jeweiligen gesellschaftspolitischen Bedingungen zu beleuchten und die Aktualität der Mythenrezeption sowie die Bedeutung der Frauenrolle in verschiedenen Gesellschaftsordnungen zu analysieren.

  • Vergleich der Medea-Figur bei Christa Wolf und Euripides
  • Die gesellschaftspolitische Dimension der Frauenrolle
  • Politische Aspekte und deren Gegenwartsbezug
  • Einfluss von Gesellschaftssystemen (Matriarchat vs. Patriarchat)
  • Struktur und Bestimmung der antiken Tragödie

Auszug aus dem Buch

Einleitung

Vor mir liegt das Werk "Medea" von Euripides, welcher von 480-408 vor Chr. lebte und zu den drei größten Dramatikern dieser Zeit gehört. Euripides lebte im geistigen Klima der Aufklärung und galt als Vertreter des "Neuen", welches er nicht nur in seinem Leben sondern auch in seinen Stücken offen darlegte. Diese "Neue Weltanschauung" bewirkte einen Zwiespalt auf geistigem und kulturellem Gebiet, die mit der damaligen Sophistik und Rhetorik brach.

Euripides ließ die Götter als Prologfiguren erscheinen und setzte sie der öffentlichen Kritik aus; Veränderte die Stellung des Chores, welche zu Gunsten des Individuum zurücktrat; Mach das Streitgespräch zu eine wesentlichen Bestandteil seiner Stücke usw.

Insgesamt schrieb Euripides 92 Dramen, wofür er jedoch nur fünfmal mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Dieses ist aus meiner Sicht kein Wunder, da er mit der alten Tradition brach.

Zusammenfassung der Kapitel

Inhaltsangabe - Medea. Stimmen" von Christa Wolf: Einführung in den Roman, die literarische Einordnung und die Charakterisierung der sechs Stimmen sowie deren Rollenverständnis.

Frauen- oder gesellschaftspolitischer Roman?: Analyse der Frage, ob das Werk primär als Frauenroman oder als politisches Systemkritik-Dokument zu verstehen ist.

Gegenwartsbezug - politische Aspekte: Diskussion der Übertragbarkeit der dargestellten gesellschaftlichen Konflikte, wie Ausländerfeindlichkeit und Sektenwesen, auf die moderne Gesellschaft.

Schlußfolgerung: Synthese der Erkenntnisse, dass ein individuelles Frauenschicksal immer untrennbar mit den herrschenden politischen Bedingungen verknüpft ist.

Inhaltsangabe - Medea von Euripides: Überblick über die antike Tragödie und Einführung in den Aufbau der Akte.

1. Akt: Analyse der Selbstdarstellung Medeas und ihrer ersten Konflikte mit Kreon.

3. Akt: Betrachtung der Peripetie, in der Medea durch die Begegnung mit Ägeus ihren endgültigen Racheplan festigt.

5. Akt: Untersuchung der Vollendung des Racheplanes durch die Ermordung der Kinder und die menschlichen Gefühlskonflikte.

Ist Euripides auch heute, nach fast 2300 Jahren noch aktuell?: Reflexion über die Relevanz antiker Stoffe in der modernen Welt und die Wandlung der Medea-Figur.

Bestimmung der Tragödie: Theoretische Auseinandersetzung mit der aristotelischen Definition von Furcht und Mitleid innerhalb der Tragödie.

Schlüsselwörter

Medea, Christa Wolf, Euripides, Tragödie, Frauenrolle, Gesellschaftskritik, Patriarchat, Matriarchat, Mythos, Rache, Politik, Emanzipation, Antike, Gegenwart, Katharsis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die mythologische Figur der Medea in zwei literarischen Werken: Christa Wolfs modernem Roman und der klassischen Tragödie von Euripides.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die gesellschaftliche Stellung der Frau, die Abhängigkeit von politischen Systemen sowie die Frage nach dem menschlichen Verhalten unter extremen Bedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll analysiert werden, wie sich die Darstellung der Medea-Figur über die Jahrtausende verändert hat und welche politischen Botschaften beide Werke für ihre jeweiligen Epochen – und die Gegenwart – transportieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textanalytische Untersuchung, die Inhaltsangaben mit einer interpretativen Analyse der Rollencharakteristika und der soziopolitischen Hintergründe verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Akte beider Werke sowie eine vergleichende Betrachtung der Frauenrollen und der politischen Machtstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medea, Emanzipation, Gesellschaftskritik, Patriarchat und die Bedeutung der Katharsis in der Tragödie definiert.

Wie unterscheidet sich die Medea bei Christa Wolf von der antiken Medea?

Bei Christa Wolf wird Medea als aufrichtige, selbstbewusste Frau dargestellt, die gegen unsinnige Rituale kämpft, während sie bei Euripides primär als rachsüchtige Kindesmörderin in die Literaturgeschichte einging.

Welche Rolle spielt das politische System für das Schicksal der Medea?

Das politische System, sei es in Korinth oder im historischen Athen, erzeugt Ausgrenzung und Unterdrückung, was Medea zwangsläufig zur Rebellion und letztlich zum Scheitern führt.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unterschiedliche Darstellung Medeas bei Christa Wolf und Euripides
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Veranstaltung
Epochen der Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Note
1,7
Autor
Sabine Reichert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
27
Katalognummer
V25341
ISBN (eBook)
9783638280006
ISBN (Buch)
9783640235094
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterschiedliche Darstellung Medeas Christa Wolf Euripides Epochen Wirtschafts- Sozialgeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabine Reichert (Autor:in), 2000, Unterschiedliche Darstellung Medeas bei Christa Wolf und Euripides, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25341
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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