In der heutigen hochmodernen Industriegesellschaft ist Sport ein fester Bestandteil des „New-Age-Lifestyles“. Gerade deshalb werden immer höhere Erwartungen an die Trainingswissenschaft gestellt. Deshalb hat sich der Trainingsbegriff vom Leistungssport auch auf den Schul- und Breitensport ausgeweitet. Besonders der Fitness-, Gesundheits- und Alterssport erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Doch was versteht man eigentlich unter Trainingswissenschaft? Was macht Training zu einer Wissenschaft? Und wie kann man diese Wissenschaft für den eigenen Fortschritt im Lauftraining für sich verwenden?
Inhaltsverzeichnis
1. Vorbemerkung / Einleitung
2. Zur Theorie der Ausdauer
2.1. Definition
2.2. Formen der Ausdauer
2.3. Das Modell der Superkompensation
2.4. Methodik des Ausdauertrainings
2.4.1. Die Dauerleistungsmethode
2.4.2. Die Intervallmethode
2.4.3. Die Wiederholungsmethode
2.5. Auswirkungen des aeroben Ausdauertrainings auf den Organismus
2.6. Zusammenfassung
3. Entwicklung der aeroben Ausdauer am Beispiel des Laufs
3.1. Grundlagen des Laufs / Struktur des Laufschritts
3.2. Das Lauftraining zur Verbesserung der aeroben Ausdauer
4. Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die theoretischen Grundlagen des Trainings der aeroben Ausdauer zu erläutern und deren praktische Anwendung am Beispiel des Laufsports darzulegen. Dabei wird untersucht, wie durch zielgerichtetes Training die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert werden kann.
- Definition und Formen der Ausdauer im sportlichen Kontext
- Das Modell der Superkompensation als Grundlage der Trainingsplanung
- Methodik des Ausdauertrainings (Dauer-, Intervall- und Wiederholungsmethode)
- Physiologische Auswirkungen des aeroben Ausdauertrainings auf den menschlichen Organismus
- Struktur des Laufschritts und praktische Umsetzung eines Lauftrainingsplans
Auszug aus dem Buch
2.3. Das Modell der Superkompensation
Um im weiteren Verlauf dieser Arbeit mal zur Methodik des Ausdauertrainings zu gelangen, ist es unumgänglich das Modell der Superkompensation zu erläutern, welches nicht nur speziell beim Ausdauertraining greift, sondern bei jedem sportlichen Training. Durch dieses Modell ist man in der Lage sein Training vernünftig zu planen, denn gerade im sportlichen Training ist oft weniger mehr.
Jeder menschliche Körper befindet sich in Ruhe in der sogenannten Homöostase, d.h. er befindet sich im Gleichgewicht, zugleich in einer Art Zustand der Reaktionsbereitschaft. Durch Belastungen werden Reize ausgelöst, die den Stoffwechselmechanismus, die Blut- und Sauerstoffversorgung und andere Regulationsmechanismen in unterschiedlicher Weise beanspruchen. Durch eine solche Belastung kommt es anschließend oder begleitend zu einem Ermüdungsprozess welchem sich die Erholung anschließt. Während der Erholung wird der entstandene Energieverlust nicht nur eins zu eins wieder aufgefüllt, sondern der Körper betreibt eine Art „Vorratswirtschaft“. Er stellt nach einer Erholungsphase noch mehr Energiereserven zur Verfügung, um so gegebenenfalls auf eine neue Belastung reagieren zu können, d.h. auch Stoffwechsel- und Regulationsmechanismen überschreiten ebenfalls den Ausgangszustand nach einer genügend hohen Beanspruchung. Dadurch erhöht sich die energetische Leistungsfähigkeit des beanspruchten Organsystems. Diesen biologischen Prozess bezeichnet man als Superkompensation.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorbemerkung / Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Begriff der Trainingswissenschaft als Real- und interdisziplinäre Wissenschaft ein und definiert die wesentlichen Bestandteile wie Leistungs-, Wettkampf- und Trainingslehre.
2. Zur Theorie der Ausdauer: Hier werden die motorischen Grundeigenschaften sowie die verschiedenen Formen der Ausdauer und die physiologischen Mechanismen der Energiebereitstellung detailliert erläutert.
3. Entwicklung der aeroben Ausdauer am Beispiel des Laufs: Dieses Kapitel verbindet die theoretischen Aspekte mit der Praxis, indem es die Biomechanik des Laufschritts analysiert und konkrete Empfehlungen für den Aufbau eines Lauftrainings gibt.
4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Bedeutung der chemischen Prozesse für die Trainingsplanung zusammen und betont den ganzheitlichen Nutzen des Ausdauertrainings für die Gesundheit.
Schlüsselwörter
Aerobe Ausdauer, Trainingswissenschaft, Superkompensation, Leistungsfähigkeit, Energiebereitstellung, Dauerleistungsmethode, Intervallmethode, Laufsport, Herz-Kreislauf-System, Mitochondrien, Laktat, Trainingsplanung, Stoffwechselvorgänge, Kondition, Regeneration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die allgemeinen Grundlagen des sportlichen Trainings mit einem spezifischen Fokus auf die aerobe Ausdauer und deren Anwendung im Laufsport.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die sportwissenschaftliche Theorie, physiologische Anpassungserscheinungen durch Training, methodische Ansätze sowie die Biomechanik der Laufbewegung.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Lesern ein Verständnis für die komplexen Prozesse des Ausdauertrainings zu vermitteln, damit sie ihr eigenes Training zielgerichtet und gesundheitsfördernd gestalten können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse sportwissenschaftlicher Modelle und trainingsmethodischer Grundlagen, die durch Literaturquellen fundiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Ausdauer, die Erklärung des Superkompensationsmodells, verschiedene Trainingsmethoden sowie eine spezifische Anleitung für das Lauftraining.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie aerobe Ausdauer, Trainingsmethodik, Superkompensation, Energiebereitstellung und Herz-Kreislauf-System geprägt.
Warum ist das Modell der Superkompensation so wichtig für den Trainingserfolg?
Es erklärt, warum der Körper nach einer Belastung und anschließender Erholung ein höheres Leistungsniveau erreicht als zuvor, was eine systematische Steigerung der Belastung erst ermöglicht.
Welche Rolle spielt die Psyche bei Ausdauersportarten?
Die Psyche spielt eine zentrale Rolle, da Ausdauertraining oft mit Ermüdung verbunden ist und ein hohes Maß an Disziplin sowie Motivation erfordert, um dranzubleiben und Überlastungen zu vermeiden.
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- Mathias Herbst (Author), 2004, Das Training der aeroben Ausdauer am Beispiel des Laufs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25353