Oftmals entscheidet der richtige Einsatz der Preispolitik über Erfolg und Misserfolg eines Produktes. Besitzt das produzierende Unternehmen nicht die finanzielle Stärke einen Flop zu verkraften, kann sich aus der einst so erfolgreich prognostizierten Produktidee schnell die Insolvenz der Unternehmung ableiten.
Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Rezession scheint das Preisinstrument der wichtigste Bestandteil im Marketing-Mix und auch zugkräftigstes Argument im Kampf um die Käuferschichten zu sein. Gezielt eingesetzt, lässt sich dennoch eine optimale Gewinnstruktur erzielen.
Allgemeine wirtschaftliche Grundsätze lassen sich auf den Mediensektor fast eins zu eins übertragen. Im Folgenden soll anhand der absatzwirtschaft eine Analyse des preispolitischen Instrumentes dargelegt werden. [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung / Management Summary
2 Situationsanalyse
2.1 Charakteristik absatzwirtschaft
2.2 Wettbewerbsumfeld
3 Preispolitik
3.1 Preisdifferenzierung
3.1.1 Abonnement-Preis
3.1.2 Studentenabonnement
3.1.3 Probeabonnement
3.1.4 Voraussetzungen der Preisdifferenzierung
3.2 Preisstrategie
3.2.1 Penetrationsstrategie
3.2.2 Skimmingstrategie
3.2.3 Premiumpreisstrategie
4 Irrationale Alternativen – Decoys
5 Zusammenfassung
6 Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die preispolitischen Instrumente von Fachzeitschriften am Beispiel des Magazins absatzwirtschaft, um aufzuzeigen, wie Preisgestaltung und strategische Positionierung den Markterfolg beeinflussen.
- Analyse des Wettbewerbsumfelds im Sektor der Marketing-Fachzeitschriften.
- Untersuchung von Instrumenten der Preisdifferenzierung wie Abonnementmodellen.
- Gegenüberstellung verschiedener Preisstrategien (Penetration, Skimming, Premium).
- Betrachtung irrationaler Entscheidungsphänomene durch den Einsatz von Lockvögeln (Decoys).
Auszug aus dem Buch
Irrationale Alternativen – Decoys
Der Homo Oeconomicus strebt in einem Modell des rationalen Geistes danach, seinen Nutzen zu maximieren und seine Ressourcen gewinnbringend anzulegen. Sein Entscheidungsprozess läuft entgegen der Meinung der allgemeinen klassischen ökonomischen Theorie häufig in Situationen ab, die von Unsicherheit geprägt sind. Dies begünstigt die Beeinflussung seiner Entscheidungen durch kognitive Verzerrungen, die in der situationsbedingten Risikobereitschaft, dem Wunschdenken bzw. der Falschinterpretationen des Nutzens von Informationen bestehen können. Zu den nichtrationalen Einflüssen gehören weiterhin das Nichtbeachten von Tatsachen auf Grund von vorgefassten Meinungen und „die Vereinfachung komplexer Situationen durch die teilweise Vernachlässigung der Alternativen oder der relevanten Fakten.“
Experimente aus dem Bereich der Verhaltensbiologie liefern einen Erklärungsversuch. Bei der Untersuchung des Nahrungswahlverhaltens von Kolibris hat sich gezeigt, dass bei der Auswahl zwischen „einem grünen Nektartopf mit einer kleineren Menge einer hochprozentigen Zuckerlösung und einem blauen Topf mit einer größeren Menge niedrigprozentiger Lösung“ beide etwa gleich oft gewählt werden. Die beiden Alternativen besitzen obgleich unterschiedlicher Qualitäten einen ähnlichen Nettowert. Fügt man nun eine orangefarbene Blume mit weniger Zuckerwasser hinzu, so sollte, ausgehend von allgemeinen verhaltensbiologischen Erkenntnissen, diese Alternative bei der Entscheidung keine Rolle spielen. „Tatsächlich aber steuert der Kolibri nun Blau deutlich häufiger an als zuvor.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung / Management Summary: Einführung in die Relevanz der Preispolitik als entscheidendes Marketing-Instrument für den Unternehmenserfolg.
2 Situationsanalyse: Vorstellung der absatzwirtschaft sowie Einordnung in das oligopolistische Wettbewerbsumfeld der Marketing-Fachzeitschriften.
3 Preispolitik: Detaillierte Betrachtung von Preisdifferenzierungs- und Preisstrategien zur optimalen Marktsegmentierung und Gewinnmaximierung.
4 Irrationale Alternativen – Decoys: Analyse verhaltensökonomischer Einflüsse und die Funktion von Lockvögeln bei Kaufentscheidungen.
5 Zusammenfassung: Resümee über die Notwendigkeit einer abgestimmten Preispolitik zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
6 Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Quellen für die Analyse.
Schlüsselwörter
Preispolitik, Preisdifferenzierung, Preisstrategie, Absatzwirtschaft, Fachzeitschriften, Marketing-Mix, Penetrationsstrategie, Skimmingstrategie, Premiumpreisstrategie, Decoy-Effekt, Lockvogel, Konsumentenverhalten, Wettbewerbsumfeld, Kaufbereitschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die preispolitischen Strategien der Fachzeitschrift absatzwirtschaft innerhalb eines wettbewerbsorientierten Marktes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Preisdifferenzierung, verschiedene Preisstrategien wie Premium- oder Penetrationsansätze sowie verhaltensökonomische Aspekte bei der Kaufentscheidung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Preisgestaltung und die Berücksichtigung irrationaler Konsumentenentscheidungen eine optimale Gewinnstruktur und Marktpositionierung erzielt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analytische Methode verwendet, die wirtschaftswissenschaftliche Theorien auf die spezifische Praxis von Medienprodukten überträgt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Situationsanalyse, die Erläuterung von Preisinstrumenten sowie die kritische Betrachtung psychologischer Faktoren wie den Decoy-Effekt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Preispolitik, Preisstrategie, absatzwirtschaft, Konsumentenverhalten und der Lockvogel-Effekt.
Wie unterscheidet sich das Studentenabonnement vom regulären Preis?
Das Studentenabonnement bietet einen vergünstigten Zugang mit einer Ersparnis von 51 % gegenüber dem regulären Abonnementspreis, um die Zielgruppe frühzeitig zu binden.
Was genau versteht man in diesem Kontext unter einem "Decoy"?
Ein Decoy oder "Lockvogel" ist ein scheinbar irrelevantes Angebot, das durch seine unattraktive Preis-Leistungs-Relation den Absatz eines anderen, gezielt ausgewählten Produkts fördern soll.
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- Danilo Engel (Author), 2004, Eine preispolitische Analyse von Fachzeitschriften am Beispiel der absatzwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25356