Der Gegenstand der Sportwissenschaft ist nach Tiedemann der Sport und die Bewegungskultur (vgl. Tiedemann 2002, o. S.). Eine umfangreichere Definition gibt das Sportwissenschaftliche Lexikon: „Unter Sportwissenschaft ist die Gesamtheit jener Erkenntnisse, Erörterungen und Methoden zu verstehen, die - wissenschaftlichen Grundregeln folgend - Probleme und Erscheinungsformen von Sport zum Gegenstand haben“ (Röthig 1992, S.474). Eberspächer bezeichnet die Sportwissenschaften als einen außerordentlich komplexen und facettenreichen Gegenstand, da sich die Wissenschaft nicht nur mit dem Handlungsfeld Sport beschäftigt, sondern auch verschiedene Teildisziplinen zur Erkenntnisgewinnung beteiligt sind, wie z.B. die Sportpädagogik, die Sportgeschichte, die Sportpsychologie, die Sportsoziologie, die Sportmedizin und andere (vgl. Eberspächer 1993, S.356). Nachfolgend wird der Autor näher auf die Sportsoziologie, die Sportpädagogik und die Sportpsychologie eingehen, die als Teildisziplin der Sportwissenschaften gelten.
Inhaltsverzeichnis
2. Sportwissenschaftliche Aspekte
2.1 Begriffsabgrenzung von Sportwissenschaft
2.2 Sportwissenschaftliche Aufgabengebiete
2.3 Dauerlauf als Breitensport
2.3.1 Zur Laufbewegung
2.3.2 Läufertypen
2.4 Auswirkungen des Sports auf den Menschen
2.4.1 Auswirkungen des Sports auf die körperliche Gesundheit
2.4.2 Auswirkungen des Sports auf die seelische Gesundheit
2.5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die sportwissenschaftlichen Grundlagen des Dauerlaufs zu beleuchten und dessen vielfältige Auswirkungen auf die körperliche sowie seelische Gesundheit zu analysieren, um so die Basis für eine empirische Untersuchung zum Thema Sport im Alter zu schaffen.
- Integrative Betrachtung der Sportwissenschaft
- Differenzierung verschiedener Läufertypen
- Physiologische Effekte des Lauftrainings
- Psychosoziale Auswirkungen auf das Wohlbefinden
- Präventives Potenzial von Sport im Alter
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Auswirkungen des Dauerlaufs auf die körperliche Gesundheit
Zunächst wird der Verfasser auf die positiven Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit eingehen, um anschließend unter Punkt 2.4.2 die Effekte auf die seelische Gesundheit zu benennen:
Laufen stärkt das Herz- Kreislauf-System: Das Herz ist ein Muskel, der trainiert werden muss. Die Wirkung von regelmäßigem Lauftraining zeigt sich darin, dass das Herzvolumen zunimmt, der Ruhepuls und der Blutdruck sinken, das Herz kann ökonomischer arbeiten und die Regeneration nach dem Laufen erfolgt rascher. Weiter nimmt die Zahl der roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport zuständig sind, zu. Die Durchblutung wird verbessert, die Gefäße gewinnen höhere Elastizität und die Fähigkeit der Immunzellen, unerwünschte Eindringlinge zu bekämpfen, steigt deutlich an. Dies alles sind schon überzeugende Argumente, die für das Laufen sprechen. Doch sehr plastisch ist die Vorstellung unseres Herzens als Motor. Sinkt der Ruhepuls, so erspart man dem Herzmuskel bis zu 30 000 Schlägen am Tag. Das Herz eines Untrainierten hat also erheblich mehr Arbeit zu leisten und verschleißt daher schneller. Ein Herz, das nicht genug belastet wird, ist störanfälliger. Die Folgen sind Kreislaufbeschwerden, Herzfunktionsstörungen bis hin zum Infarkt. Allein Herz- Kreislauferkrankungen machten 1984 47 % der Todesfälle aus. (vgl. Weber 1984, S.34f.)
Laufen stärkt den Muskelapparat: Ein trainierter Körper produziert mehr Blut, was eine bessere Versorgung des Organismus mit Sauerstoff zur Folge hat. Durch mehr Sauerstoff und Energie in den Muskelfasern nimmt der Durchmesser der langsam zuckenden Muskelfasern zu. Die Zahl der Mitochondrien wird erhöht und die Speicherkapazität für Sauerstoff und Kohlenhydrate steigt an. Laufen ist ein perfektes Bewegungsrezept gegen Haltungsschäden. Es kräftigt die Bauch- und Rückenmuskulatur und dient der Erhaltung der Wirbelsäulenbeweglichkeit (vgl. Weber 1984, S.35).
Zusammenfassung der Kapitel
2. Sportwissenschaftliche Aspekte: Einführung in das integrative Fachgebiet, das sich aus verschiedenen Disziplinen zusammensetzt.
2.1 Begriffsabgrenzung von Sportwissenschaft: Definition und Einordnung der Sportwissenschaft als komplexe Wissenschaft mit verschiedenen Teilgebieten wie Soziologie, Pädagogik und Psychologie.
2.2 Sportwissenschaftliche Aufgabengebiete: Analyse des Forschungsfeldes, das sich mit dem menschlichen Handeln und den gesellschaftlichen Einflüssen im Sport befasst.
2.3 Dauerlauf als Breitensport: Beleuchtung der natürlichen Laufbewegung und deren Bedeutung als kulturelles Phänomen sowie strukturierendes Element im Leben.
2.3.1 Zur Laufbewegung: Darstellung der Verbreitung des Laufens, der verschiedenen Laufdisziplinen und der demografischen Zusammensetzung der Läufergruppen.
2.3.2 Läufertypen: Typisierung von Läufern anhand ihrer Motivation und Zielsetzungen, unterteilt in Jogger, Volksläufer, Wettkampfläufer und Extremläufer.
2.4 Auswirkungen des Sports auf den Menschen: Einführung in die differenzierte Betrachtung physischer und psychischer Gesundheitsaspekte durch sportliche Aktivität.
2.4.1 Auswirkungen des Sports auf die körperliche Gesundheit: Detaillierte Darstellung der positiven Effekte des Dauerlaufs auf das Herz-Kreislauf-System, den Muskelapparat und den Stoffwechsel.
2.4.2 Auswirkungen des Sports auf die seelische Gesundheit: Untersuchung der psychologischen Vorteile, wie emotionale Ausgeglichenheit, Stimmungsverbesserung und Stärkung des Selbstwertgefühls.
2.5 Zusammenfassung: Resümee über die Bedeutung der Sportwissenschaft und die vielfältigen, positiv wahrgenommenen Wirkungsweisen des Dauerlaufs auf den Menschen.
Schlüsselwörter
Sportwissenschaft, Dauerlauf, Breitensport, Laufbewegung, Gesundheitsförderung, Herz-Kreislauf-System, Sportsoziologie, Sportpädagogik, Sportpsychologie, Läufertypen, Lebensqualität, Prävention, psychische Belastbarkeit, Stoffwechsel, Körperbewusstsein.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit widmet sich dem Thema „Sport im Alter“ und untersucht wissenschaftlich fundiert die Bedeutung sportlicher Betätigung für die Gesundheit und Lebensqualität.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die sportwissenschaftlichen Grundlagen, die verschiedenen Facetten des Dauerlaufs, die Typisierung von Läufern sowie die physiologischen und psychosozialen Auswirkungen des Sports.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen von regelmäßigem Ausdauersport theoretisch zu begründen und durch eine empirische Studie zu belegen, wie Sport die Lebenssituation im Alter verbessern kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sportwissenschaftlicher Standardwerke sowie sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden, um die verschiedenen Wirkungsweisen des Sports zu charakterisieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Definition sportwissenschaftlicher Disziplinen, der Analyse des Dauerlaufs als Breitensport und der detaillierten Untersuchung der körperlichen und seelischen Gesundheitsvorteile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sportwissenschaft, Dauerlauf, Prävention, Gesundheitsförderung und Lebensqualität definiert.
Warum wird zwischen dem Jogger, dem Volksläufer und dem Extremläufer unterschieden?
Die Unterscheidung dient dazu, die unterschiedlichen Motivationen, Ziele und den Einfluss des Sports auf den individuellen Lebensstil der Aktiven verständlich zu machen.
Wie genau wirkt sich Dauerlauf auf die seelische Gesundheit aus?
Dauerlauf wirkt laut Arbeit stressabbauend, fördert die emotionale Ausgeglichenheit, hebt die Stimmung durch die Reduktion von Angstzuständen und stärkt das Selbstvertrauen sowie das Selbstwertgefühl.
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- Daniel Seibel (Author), 2004, Sport im Alter. Eine empirische Studie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25390