Nachfolgend wird der Autor die Begriffe Motiv und Motivation eingrenzen, um anschließend einen Überblick über die unterschiedlichen Beweggründe menschlichen Handelns zu geben:
Motiv: Als Motiv bezeichnet man den angeborenen oder erworbenen „Beweggrund, den Antrieb und die Ursache für menschliches Verhalten, es ist richtunggebender, leitender und antreibender seelische Hinter- und Bestimmungsgrund menschlichen Handelns“ (Dorsch 1976, S.378). Je stärker ein Motiv empfunden wird, je eher richtet sich die Intervention danach aus. Schwächere Motive sind eher zu verdrängen, können länger auf Befriedigung warten (vgl. Dorsch 1976, S.379). Heckhausen schreibt dem Begriff Motiv im menschlichen Handeln folgende Aufgabe zu: „Um die Konsistenz des individuellen Verhaltens zu erklären, die einerseits im Sinne einer Übereinstimmung über verschiedene Situationen und über aufeinander folgende Zeitpunkte in der Wiederkehr dieser Situation und andererseits im Sinne stabiler Unterschiede des Verhaltens in denselben Situationen zwischen verschiedenen Personen bestimmt wird, werden Personen unterschiedlicher Ausprägung einer Reihe von Motiven zugeschrieben“ (Heckhausen 1989, S.9).
Motivation: Der Begriff Motivation leitet sich vom lateinischen ‚motivus’ ab und bedeutet ursprünglich Bewegung auslösend. In der Psychologie versteht man darunter die „Summe der Beweggründe, die jemandes Entscheidungen, Handlungen beeinflussen“ (Baer 2001, S.653). Hierbei wird unterschieden in extrinsische Motivation, das heißt von außen her, also nicht aus eigenem Anlass erfolgend, sondern auf Grund äußerer Antriebe und intrinsische Motivation, das heißt von innen her, somit aus „eigenem Antrieb durch Interesse an der Sache erfolgend, durch in der Sache liegende Anreize bedingt“ (Baer 2001, S.298).
Inhaltsverzeichnis
4. Motivationsaspekte
4.1 Begriffsabgrenzung von Motiv und Motivation
4.2 Motiv und Motivation
4.3 Intrinsische und extrinsische Motive
4.4 Motive beim Sport
4.5 Motivation älterer Menschen Sport zu treiben
4.6 Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenfelder
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen menschlichen Handelns im Kontext sportlicher Betätigung, mit einem besonderen Fokus auf die Motivationsstruktur älterer Menschen. Dabei wird analysiert, welche Beweggründe zur Aufnahme und Aufrechterhaltung sportlicher Aktivitäten führen und wie sich diese Motive in verschiedenen Personengruppen unterscheiden.
- Grundlagendefinition von Motiv und Motivation
- Differenzierung zwischen intrinsischen und extrinsischen Beweggründen
- Klassifizierung sportlicher Motive (Bewegungs-, Spiel-, Gesundheits-, Leistungs- und Sozialmotive)
- Analyse der sportlichen Motivation bei Senioren nach Adressatengruppen
Auszug aus dem Buch
4.1 Begriffsabgrenzung von Motiv und Motivation
Nachfolgend wird der Autor die Begriffe Motiv und Motivation ein grenzen, um anschließend einen Überblick über die unterschiedlichen Beweggründe menschlichen Handelns zu geben:
Motiv : Als Motiv bezeichnet man den angeborenen oder erworbenen „Beweggrund, den Antrieb und die Ursache für menschliches Verhalten, es ist richtunggebender, leitender und antreibender seelische Hinter und Bestimmungsgrund menschlichen Handelns“ (Dorsch 1976, S.378). Je stärker ein Motiv empfunden wird, je eher richtet sich die Intervention danach aus. Schwächere Motive sind eher zu verdrängen, können länger auf Befriedigung warten (vgl. Dorsch 1976, S.379). Heckhausen schreibt dem Begriff Motiv im menschlichen Handeln folgende Aufgabe zu: „Um die Konsistenz des individuellen Verhaltens zu erklären, die einerseits im Sinne einer Übereinstimmung über verschiedene Situationen und über aufeinander folgende Zeitpunkte in der Wiederkehr dieser Situation und andererseits im Sinne stabiler Unterschiede des Verhaltens in denselben Situationen zwischen verschiedenen Personen bestimmt wird, werden Personen unter schiedlicher Ausprägung einer Reihe von Motiven zugeschrieben“ (Heckhausen 1989, S.9).
Zusammenfassung der Kapitel
4. Motivationsaspekte: Einführung in die theoretischen Grundlagen der Motivationspsychologie und deren Relevanz für sportliches Handeln.
4.1 Begriffsabgrenzung von Motiv und Motivation: Definition und fachliche Abgrenzung der zentralen Begriffe anhand klassischer psychologischer Literatur.
4.2 Motiv und Motivation: Vertiefende Betrachtung der Begriffe als überdauernde Dispositionen und situative Einflussfaktoren.
4.3 Intrinsische und extrinsische Motive: Untersuchung der verschiedenen Anreizstrukturen für sportliches Handeln.
4.4 Motive beim Sport: Systematisierung der Beweggründe in sechs Hauptkategorien, darunter Gesundheits-, Leistungs- und Sozialmotive.
4.5 Motivation älterer Menschen Sport zu treiben: Differenzierte Betrachtung der Zielgruppen (Sportaktive, Sporteinsteiger, Sportabstinenzler) im Alter.
4.6 Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse zur Motivationslage und der Bedeutung von Motivbündeln.
Schlüsselwörter
Motiv, Motivation, Sport, Senioren, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Leistungsstrebung, Gesundheitsförderung, Bewegungsdefizit, Sozialmotiv, Lebenszeitsportler, Motivbündel, Sportabstinenz, Sportpsychologie, Handlungsdisposition.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit setzt sich mit den theoretischen und empirischen Aspekten der Sportmotivation auseinander, wobei der Schwerpunkt auf den Motivationsstrukturen bei älteren Menschen liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die psychologische Begriffsbestimmung von Motiv und Motivation, die Einteilung in Motivgruppen sowie die spezifische Anwendung dieser Konzepte auf unterschiedliche Seniorengruppen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für die Beweggründe zu entwickeln, die Menschen dazu veranlassen, Sport zu treiben oder sportliche Aktivitäten im Alter aufzunehmen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, die bestehende psychologische und sportwissenschaftliche Modelle zur Motivationsforschung zusammenführt und auf den Seniorensport anwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung des Motivbegriffs, die Klassifizierung von Motiven in sportlichen Kontexten und die Unterscheidung verschiedener Sportler-Adressatengruppen im Alter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Motivation, Motivbündel, Senioren, Gesundheitsmotiv und Leistungsstrebung.
Warum reicht ein einzelnes Motiv oft nicht aus, um Sport zu treiben?
Der Autor betont, dass Sportler meist durch sogenannte "Motivbündel" motiviert sind, da die Komplexität des menschlichen Handelns kaum durch ein einziges Motiv allein langfristig aufrechterhalten werden kann.
Wie unterscheiden sich Sporteinsteiger von Lebenszeitsportlern?
Während Lebenszeitsportler das Sporttreiben als festen Bestandteil ihres Lebens führen, zeigen Neueinsteiger im Alter eine andere Motivstruktur, die häufig stärker durch Gesundheitsaspekte und soziale Kontakte geprägt ist.
- Citar trabajo
- Daniel Seibel (Autor), 2004, Sport im Alter - eine empirische Studie - Teilbereich Motivationsaspekte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25392