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Geldpolitik in einer offenen Volkswirtschaft - Betrachtung von festen und flexiblen Wechselkursen in Theorie und Praxis

Title: Geldpolitik in einer offenen Volkswirtschaft - Betrachtung von festen und flexiblen Wechselkursen in Theorie und Praxis

Term Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: Daniel Rodriguez (Author)

Business economics - Economic Policy
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Einleitung

Das Thema dieser Hausarbeit lautet: „Geldpolitik in einer offenen Volkswirtschaft“ in Betrachtung von flexiblen Wechselkursen oder festen Wechselkursen. Für diese Hausarbeit werde ich zunächst wie üblich definitorisch abgrenzen um dann im folgenden auf die unterschiedlichen Wechselkurssysteme eingehen die es gibt und gab. Ein Beispiel für ein nicht mehr bestehendes Währungssystem ist das Bretton Woods System, das 1973 zusammenbrach. Der nachfolgende Teil behandelt die unterschiedlichen Ansätze der Geldpolitik in den verschiedenen Wechselkurssystemen aus neoklassischer Sicht und aus keynesianischer Sicht. Der Schwerpunkt dieser Betrachtung liegt allerdings im Mundell – Fleming – Modell. Der letzte Teil dieser Hausarbeit, dient dazu Beispiele der Geldpolitik aus der Praxis zu geben. Ich möchte keineswegs auf alle geldpolitischen Aspekte eingehen, sondern nur einige Beispiele für die theoretische Abhandlung in Kapitel 4 geben.

Definitorische Abgrenzung

Die offene Volkswirtschaft

In der Theorie wird der Einfachheit halber häufig mit dem Modell der geschlossenen Volkswirtschaft gearbeitet, da dort alle außenwirtschaftlichen Beziehungen vernachlässigt werden können. Das bedeutet, die nationale Wirtschaftspolitik kann ihre Entscheidungen ohne Rücksicht auf die wirtschaftlichen Vorgänge in den anderen Ländern treffen. Die Notenbank ist in der Lage eine autonome Geldpolitik zu verfolgen. Volkswirtschaften die in diesem strikten Sinne geschlossen sind, existieren in der Realität nicht. Der Grad der Offenheit einer Volkswirtschaft hängt von verschiedenen Faktoren ab. Da wären die Transportkosten und auch politische Faktoren. Der Offenheitsgrad erreicht sein Maximum bei vollständiger Liberalisierung, wenn keine tarifären oder nichttarifären Handelshemmnisse bestehen und freie Konvertibilität herrscht. Die deutsche Volkswirtschaft exportiert rund ein Drittel ihres Bruttoinlandsprodukts und importiert fast ebensoviel aus anderen Staaten der Welt. Sie ist damit ein klassisches Beispiel einer offenen Volkswirtschaft, das bedeutet einer Volkswirtschaft mit wirtschaftlichen Beziehungen zum Ausland. Der Offenheitsgrad wurde gem. McKinnon als Verhältnis von nicht international gehandelten Gütern zu international gehandelten Gütern in einer Volkswirtschaft definiert. Konkret heißt dies; der Anteil der durch den Außenhandel umgeschlagenen Güter [(Einfuhr + Ausfuhr) / 2] am BIP (Bruttoinlandsprodukt). Der Offenheitsgrad in Deutschland beträgt zur Zeit 34 %

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitorische Abgrenzung

2.1 Geldpolitik

2.2 Die offene Volkswirtschaft

3. Systematik der verschiedenen Wechselkurssysteme

3.1 Mengennotierung vs. Preisnotierung

3.2 Flexible Wechselkurse

3.3 Feste Wechselkurse

3.4 Mischformen

3.4.1 Wechselkursbandbreiten

3.4.2 Currency Board (CB)

4. Geldpolitik in einer offenen Volkswirtschaft

4.1 Neoklassische Sichtweise der Geldpolitik

4.2 Keynesianische Sichtweise der Geldpolitik (Mundell – Fleming Modell)

4.2.1 Grundannahmen für das Mundell – Fleming Modell (MFM):

4.2.2 Gleichgewicht auf dem Güter-(IS), Geld- (LM) und Devisenmarkt (ZB)

4.2.3 Geldpolitik bei festem Wechselkurs

4.2.4 Geldpolitik bei flexiblem Wechselkurs

4.2.5 Die Grenzen der Geldpolitik in einer offenen Volkswirtschaft

5. Geldpolitik in der Praxis

5.1 Geldpolitik in Dänemark

5.2 Geldpolitik in Japan

5.3 Geldpolitik in England

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsweise und Wirkung der Geldpolitik im Kontext unterschiedlicher Wechselkurssysteme, wobei der Fokus auf dem theoretischen Mundell-Fleming-Modell sowie praktischen Fallbeispielen liegt.

  • Grundlagen der Geldpolitik und Definition der offenen Volkswirtschaft
  • Systematik und Vergleich verschiedener Wechselkurssysteme
  • Geldpolitische Wirkungsmechanismen aus neoklassischer und keynesianischer Sicht
  • Analyse des Mundell-Fleming-Modells
  • Praktische Anwendungsbeispiele der Geldpolitik in Dänemark, Japan und England

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Grundannahmen für das Mundell – Fleming Modell (MFM):

Das Mundell – Flemming – Modell ist eine Erweiterung des keynesianischen Modells auf die offene Volkswirtschaft. Dieses Modell ist durch folgende Annahmen gekennzeichnet: starre Güterpreise, ein unendlich elastisches Faktorangebot (➔ keynesianische Arbeitslosigkeit) und eine komparativ statische Betrachtungsweise. Es wird nichts über die Abläufe gesagt; nur Anfangs- oder Endzustände werden betrachtet. Für dieses Modell sind drei Gleichgewichtsbedingungen zu beachten: Ein simultanes Gleichgewicht am Güter-, Geld, und Devisenmarkt ist erforderlich.

Das MFM gilt nur für kleine Länder (Änderungen eines Handlungsparameters eines betrachteten Landes hat in diesem Modell keine Auswirkungen auf entsprechende Parameter des Weltniveaus; Bsp.: Zinssenkung von Schweiz hat keine Auswirkungen auf das Weltniveau). Eine weitere letzte Annahme des MFM ist die perfekte Kapitalmobilität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Geldpolitik in offenen Volkswirtschaften und Ankündigung der theoretischen Schwerpunkte sowie praktischer Beispiele.

2. Definitorische Abgrenzung: Klärung der Begriffe Geldpolitik als Ordnungs- oder Prozesspolitik sowie Definition der offenen Volkswirtschaft und ihrer Offenheitsgrade.

3. Systematik der verschiedenen Wechselkurssysteme: Überblick über Wechselkursnotierungen sowie die Unterschiede zwischen flexiblen, festen Wechselkursen und verschiedenen Mischformen.

4. Geldpolitik in einer offenen Volkswirtschaft: Theoretische Gegenüberstellung neoklassischer und keynesianischer Ansätze, mit besonderem Augenmerk auf das Mundell-Fleming-Modell und dessen Wirkungsweise bei festen versus flexiblen Wechselkursen.

5. Geldpolitik in der Praxis: Fallstudien zur Geldpolitik in Dänemark, Japan und England, die reale Anwendungsprobleme und geldpolitische Herausforderungen illustrieren.

Schlüsselwörter

Geldpolitik, offene Volkswirtschaft, Wechselkurs, Mundell-Fleming-Modell, Festkurs, Floating, Zinspolitik, Kapitalmobilität, Zentralbank, Inflation, Deflation, Gütermarkt, Geldmarkt, Zahlungsbilanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Geldpolitik, wenn eine Volkswirtschaft außenwirtschaftlich verflochten ist und unterschiedliche Wechselkurssysteme anwendet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung zwischen festen und flexiblen Wechselkursen, die theoretischen geldpolitischen Ansätze (neoklassisch vs. keynesianisch) und deren praktische Relevanz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Wirkungsweise geldpolitischer Maßnahmen unter verschiedenen Wechselkursregimen zu verstehen und zu zeigen, wie sich diese theoretischen Modelle in der Praxis manifestieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine komparativ-statische Analyse auf Basis des Mundell-Fleming-Modells verwendet, ergänzt durch die Auswertung von Praxisbeispielen und relevanter ökonomischer Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der systematischen Herleitung des Mundell-Fleming-Modells und vergleicht die Effektivität von Geldpolitik bei festen und flexiblen Wechselkursen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geldpolitik, Mundell-Fleming-Modell, Zinspolitik, Wechselkurssysteme und Kapitalmobilität charakterisieren.

Warum ist das Currency Board für die Geldpolitik restriktiv?

Beim Currency Board verliert die Zentralbank jegliche Autonomie, da sie die nationale Währung starr an eine Ankerwährung koppelt und somit keine eigene Geldmengensteuerung mehr betreiben kann.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise Japans von der keynesianischen Liquiditätsfalle?

Japan dient als konkretes Beispiel für eine Wirtschaft, die trotz Zinsen nahe null aufgrund anhaltender Deflation und mangelnder Nachfrage in der keynesianischen Liquiditätsfalle feststeckt.

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Details

Title
Geldpolitik in einer offenen Volkswirtschaft - Betrachtung von festen und flexiblen Wechselkursen in Theorie und Praxis
College
BVL Campus gGmbH  (International Wirtschaft)
Grade
1,9
Author
Daniel Rodriguez (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V25407
ISBN (eBook)
9783638280419
ISBN (Book)
9783638851947
Language
German
Tags
Geldpolitik Volkswirtschaft Betrachtung Wechselkursen Theorie Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Rodriguez (Author), 2004, Geldpolitik in einer offenen Volkswirtschaft - Betrachtung von festen und flexiblen Wechselkursen in Theorie und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25407
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