Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Miscellaneous

Franchise-Systeme in der öffentlichen Verwaltung

Title: Franchise-Systeme in der öffentlichen Verwaltung

Diploma Thesis , 2003 , 112 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Felix Piazolo (Author)

Business economics - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Seit über zwei Jahrzehnten versuchen Industriestaaten verstärkt Verwaltungsreformen erfolgreich umzusetzen. Gedrängt von Konsolidierungsnotwendigkeiten öffentlicher Haushalte aber auch von „spill-over“ Effekten („Der Kunde ist König“, Outputorientierung usw.) sowie den erfolgreichen Managementmethoden der Privatwirtschaft wurden in vielen Bereichen der öffentlichen Verwaltung Modernisierungsreformen eingeleitet. In den einzelnen Ländern wurden zum Teil verschiedene Methoden und Wege der Reformierung entwickelt. Diese sind auf unterschiedliche Ausgangssituationen und verschiedene (Verwaltungs-)Traditionen zurückzuführen. Daraus hat sich eine Ansammlung von Reformen entwickelt, wobei dieser „Reformenpool“ zum Ziel hat, sich am Output und nicht am Input einer öffentlichen Leistung zu orientieren. Im Allgemeinen spricht man dabei von „New Public Management“-Reformen.

„New Public Management (NPM) ist der Oberbegriff der weltweit relativ einheitlichen „Gesamt-Bewegung” der Verwaltungsreformen. Charakteristisch für NPM-Reformen ist der Wechsel von der Input- zur Outputorientierung.“

Im Rahmen des New Public Managements und des Neuen Steuerungsmodells sollen also erfolgreiche Managementstrukturen aus der Privatwirtschaft von der öffentlichen Verwaltung übernommen bzw. adäquat eingeführt werden und die überkommenen Strukturen der öffentlichen Verwaltung abgelegt werden.

Die tatsächliche Einführung solcher Reformen beweist die Implementierungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung und eröffnet neue Chancen weitere innovative Schritte vorzunehmen. Es ist nicht nur ein kurzsichtiger, sondern ein nachhaltiger Wandel des staatlichen Handels von Nöten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Abgrenzung der Arbeit

1.3 Zielsetzung

1.4 Aufbau der Arbeit

2 Begriffserklärungen

2.1 Öffentliche Verwaltung

2.2 Öffentliche Aufgaben

2.3 Franchising (Business Format Franchising)

3 Entwicklung des Franchisings

3.1 Geschichte des Franchisings

3.2 Aktuelle Zahlen zum Franchising

4 Franchising (Business Format Franchising)

4.1 Abgrenzung zu anderen Vertriebsformen

4.1.1 Filialsysteme

4.1.2 Lizenzsysteme

4.1.3 Handelsvertreter- und Agentursysteme

4.1.4 Vertragshändlersysteme

4.1.5 Kommissionsvertrag

4.1.6 Genossenschaften

4.2 4 Säulen des Franchisings

4.2.1 Franchise-Vertrag

4.2.1.1 Rechte und Pflichten des Franchise-Gebers

4.2.1.2 Rechte und Pflichten des Franchise-Nehmers

4.2.2 Betriebshandbuch (Franchise-Handbuch)

4.2.3 Franchise-Training

4.2.4 Leistungen

4.3 Bilanz der Vorteile und Nachteile des Franchisings

4.3.1 Vorteile für den Franchise-Geber

4.3.2 Nachteile für den Franchise-Geber

4.3.3 Vorteile für den Franchise-Nehmer

4.3.4 Nachteile für den Franchise-Nehmer

4.3.5 Bilanzzusammenfassung

4.4 Kriterien für die Franchisierbarkeit von Leistungen

4.5 Zusammenfassung

5 Franchising in der öffentlichen Verwaltung

5.1 Potenzielle Einsatzgebiete

5.2 Prüfvorgang der Franchisierbarkeit

5.2.1 Grundvoraussetzungen

5.2.2 „Strategische Relevanz“ und „Spezifität“

5.2.2.1 „Strategische Relevanz“

5.2.2.2 „Spezifität“

5.2.2.3 Auswirkungen der „Strategischen Relevanz“ und der „Spezifität“

5.2.3 Wahl des Franchise-Modells

5.2.3.1 Internes Franchising

5.2.3.1.1 Modell 1

5.2.3.1.2 Modell 2

5.2.3.2 Externes Franchising

5.2.3.2.1 Modell 3

5.2.3.2.2 Modell 4

5.2.3.2.3 Modell 5

5.2.3.2.4 Modell 6

5.2.3.3 Zusammenfassung der Modellauswahl

5.2.4 Franchise-Hauptkriterien

5.2.5 Zusammenfassung des Prüfschemas

5.3 Abgrenzung zu anderen Methoden des Gewährleistungsträgers

5.3.1 Outsourcing, Contracting Out und Contracting In

5.3.2 Public-Private-Partnership (PPP)

5.3.3 Privatisierung

5.4 Zusammenfassung

6 Definition: Public Format Franchising

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht, inwieweit das privatwirtschaftliche Instrument des „Business Format Franchising“ als neue, effiziente Alternative für die Leistungserbringung in der öffentlichen Verwaltung geeignet ist, um staatliche Gewährleistungspflichten zu erfüllen.

  • Analyse der Übertragbarkeit von Franchise-Managementstrukturen auf den öffentlichen Sektor.
  • Definition und Abgrenzung des Begriffs „Public Format Franchising“.
  • Entwicklung eines Prüfschemas zur Identifikation franchisierbarer öffentlicher Leistungen.
  • Erstellung spezifischer Franchise-Modelle für die öffentliche Verwaltung unter Berücksichtigung von Strategischer Relevanz und Spezifität.

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Betriebshandbuch (Franchise-Handbuch)

Die 2. Säule des Franchisings bildet das Betriebshandbuch, welches auch Franchise-Handbuch genannt wird. Das Franchise-Handbuch enthält im Gegensatz zum Franchise-Vertrag das geheime Betriebskonzept des Gesamtsystems möglichst detailliert in schriftlicher Form. Die Aufgabe, die diesem Dokument zukommt, ist also einerseits der stetige Know-how-Transfer auf den Franchise-Nehmer und andererseits die Festlegung des Geschäftsordnungssystems, also der Richtlinien und Grundsätze, die der Franchise-Nehmer für den Geschäftsablauf, die Zusammenarbeit mit dem Franchise-Geber und den anderen Franchise-Nehmern zu beachten hat.

Heute versteht man unter dem Betriebshandbuch meist nicht mehr ein einzelnes Buch sondern eine Ansammlung von Handbüchern. Dabei wird das zu transferierende Know-how nach seiner Art geordnet und in verschiedenen speziellen Handbüchern festgehalten. Nach Skaupy werden heute oft für folgende Bereiche eigene Handbücher entwickelt: Marketing und Organisation (Strategie), Bestell- und Lieferungswesen, technische Anleitungen, Werbung und Verkaufsförderung, Training, EDV, Warenwirtschaftssystem, Personalfragen und/oder gegebenenfalls andere/weitere franchisespezifische Bereiche.

Der Inhalt des Handbuchs muss unaufgefordert und laufend vom Franchise-Geber auf den aktuellsten Stand gebracht werden, und er muss auch dafür sorgen, dass die Franchise-Nehmer Zugang zum Medium erhalten. Nur die Zentrale hat das Recht, aber auch zugleich die Pflicht, das Handbuch weiterzuentwickeln. Die Franchise-Nehmer haben nicht das Recht, das Handbuch zu verändern oder gar systemfremden Personen dazu Zugang zu verschaffen. Die Produktion des Handbuchs kann, wie generell noch üblich, in Papierform aber auch in digitalisierter Form vonstatten gehen. Im Mittelpunkt muss dabei die praktische Handhabung stehen. Denn der Franchise-Nehmer soll das Franchise-Handbuch effizient nützen können und es nicht zum Staubfänger verkommen lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Modernisierungsdruck der öffentlichen Verwaltung durch New Public Management und stellt Franchising als neue Alternative vor.

2 Begriffserklärungen: Definition der zentralen Konzepte: öffentliche Verwaltung, öffentliche Aufgaben und die spezifische Form des Business Format Franchising.

3 Entwicklung des Franchisings: Ein historischer Abriss zeigt die Evolution des Franchisings vom Mittelalter bis zum modernen, wissensbasierten System in der Privatwirtschaft.

4 Franchising (Business Format Franchising): Detaillierte Analyse der Franchise-Mechanismen, inklusive der vier Säulen, der Abgrenzung zu anderen Vertriebsformen sowie der Vor- und Nachteile.

5 Franchising in der öffentlichen Verwaltung: Kernkapitel mit der Entwicklung von sechs Franchise-Modellen für die Verwaltung auf Basis strategischer Relevanz und Spezifität.

6 Definition: Public Format Franchising: Synthese der Ergebnisse in einer offiziellen Neudefinition des „Public Format Franchising“ für den Sektor der öffentlichen Verwaltung.

Schlüsselwörter

Public Format Franchising, öffentliche Verwaltung, New Public Management, Business Format Franchising, Leistungserbringung, Privatisierung, Kooperation, Franchise-Geber, Franchise-Nehmer, Know-how-Transfer, Modellentwicklung, Strategische Relevanz, Spezifität, Verwaltungsreform.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundsätzliche Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob und wie Franchising, ein bewährtes privatwirtschaftliches Vertriebssystem, als Organisationsmodell für die öffentliche Verwaltung adaptiert werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen das Business Format Franchising, die Anwendung von Managementstrukturen in der öffentlichen Verwaltung sowie die methodische Abgrenzung zu bestehenden Konzepten wie Outsourcing oder PPP.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die theoretische Einführung und Neudefinition des „Public Format Franchising“ sowie die Entwicklung eines Prüfschemas für öffentliche Aufgaben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Ableitung von Kriterien aus der Transaktionskostentheorie und der Modellierung von Franchise-Strukturen für öffentliche Träger.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beschreibt die Funktionsweise von Franchising, analysiert Franchise-Modelle für die Verwaltung anhand von „Strategischer Relevanz“ und „Spezifität“ und vergleicht diese mit anderen Methoden wie Contracting Out.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Public Format Franchising, öffentliche Verwaltung, New Public Management, Know-how-Transfer und Modellentwicklung.

Wie unterscheidet sich "Public Format Franchising" von normalen Konzessionen?

Im Gegensatz zur reinen Konzessionsvergabe basiert das „Public Format Franchising“ auf einer intensiven, langfristigen Kooperation und dem stetigen Know-how-Transfer zwischen der Systemzentrale und den Franchise-Nehmern.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "internem" und "externem" Franchising eine Rolle?

Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie den Grad der Privatisierung und die Steuerungsmöglichkeiten des Staates bei der Leistungserstellung definiert.

Welche Bedeutung haben die "4 Säulen" für das vorgeschlagene Modell?

Sie bilden das Fundament (Vertrag, Handbuch, Training, Leistungen) für ein stabiles System, welches sicherstellt, dass die Leistungserbringung unabhängig vom Ort oder der Organisationseinheit eine gleichbleibende Qualität aufweist.

Excerpt out of 112 pages  - scroll top

Details

Title
Franchise-Systeme in der öffentlichen Verwaltung
College
University of Innsbruck  (Verwaltungsmanagement)
Grade
1,0
Author
Felix Piazolo (Author)
Publication Year
2003
Pages
112
Catalog Number
V25417
ISBN (eBook)
9783638280495
Language
German
Tags
Franchise-Systeme Verwaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Piazolo (Author), 2003, Franchise-Systeme in der öffentlichen Verwaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25417
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  112  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint