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Die Spanische Inquisition

Title: Die Spanische Inquisition

Term Paper , 2000 , 20 Pages , Grade: 2-

Autor:in: Raoul Hansche (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die Hausarbeit beschäftigt sich nicht mit den Methoden der Inquisition. Es werden vor allem zwei Fragen betrachtet, die einen Überblick über die eigentliche Entstehung der Inquisition in Spanien geben sollen, und mitunter Einblick geben möchten, welche Grundlagen dazu führten, daß die spanische Inquisition eine derart mächtige und akzeptierte bzw. selbstverständliche Instanz wurde und bis in das frühe 19.Jahrhundert erhalten blieb. Somit bilden folgende Fragen den Rahmen der Arbeit: 1)Welche Ereignisse markieren die Einführung/Etablierung der Inquisition in Spanien, 2) wie sah die Situation der Juden aus, welche Gründe führten zur Intoleranz Andersgläubiger im Lande und schließlich zur Vertreibung von Juden und Moslems? Besonders in Hinsicht auf die scheinbar ständige Problematik von Intoleranz und Klassenbewußtsein Minderheiten gegenüber, die gerade in gegenwärtiger Zeit wieder an Aktualität gewonnen hat und vermehrt zur Diskussion aufruft, erscheint das Thema der spanischen Inquisition, als wichtiges Exempel der Geschichte, um die Folgen von Intoleranz, Diskriminierung und Rassenhass bis hin zu religiösem Fanatismus aufzuzeigen.

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Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Politische Situation Spaniens

3.Gründung der spanischen Inquisition

4. Entwicklung der spanischen Inquisition

5. Das Jahr 1492

5.1) Die Reconquista

5.2) Die Vertreibung der Juden

5.3) Die Folgen der Vertreibung

6. Gründe für die Intoleranz den Juden/Conversos gegenüber

7. Vertreibung der Mauren aus Spanien

8. Abschlußbemerkung/Ergebnisse:

9. Literatur

10. Anmerkungen:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte der spanischen Inquisition unter dem Herrscherpaar Ferdinand und Isabella. Ziel ist es, die gesellschaftspolitischen Hintergründe zu beleuchten, die dazu führten, dass diese Institution eine derart mächtige Rolle im Spanien der Frühen Neuzeit einnehmen konnte, und dabei insbesondere die Mechanismen der Ausgrenzung von Juden und Mauren zu analysieren.

  • Politische Einigung Spaniens unter den „Katholischen Königen“
  • Entstehung und Etablierung der spanischen Inquisition
  • Die Rolle des Jahres 1492 (Reconquista und Vertreibungen)
  • Sozioökonomische und religiöse Ursachen für Minderheitenintoleranz
  • Der Übergang zur systematischen religiösen Verfolgung

Auszug aus dem Buch

3.Gründung der spanischen Inquisition

Doch wäre es zu einseitig und falsch, die Gründe der ab 1478 zunehmenden Maßnahmen gegen die Andersgläubigen in Spanien nur im Umbruch der Verhältnisse und in der Veränderung an der Spitze des spanischen Königshauses zu sehen. Die Grundlage für Verfolgungen und Vertreibungen von Juden und getauften Juden, Neuchristen oder auch Conversos genannt, waren vielseitig und schon seit Jahrhunderten Ursache für immer wieder ausbrechende Ausschreitungen. So gab es schon seit dem 14.Jahrhundert wiederholt Pogrome, allein 1391 wurden in Sevilla und anderen großen Städten des Reiches mehrere tausend Juden ermordet, die, die nicht ermordet wurden, wurden gezwungen sich taufen zu lassen9. Diese erzwungenen Massentaufen im Anschluß an blutige Pogrome, waren ein Grund für die steigende Zahl der Conversos. Doch die Zwangstaufen führten natürlich nicht dazu, daß die Juden auf einmal aufrichtig bekehrt wurden. Viele dieser Neuchristen, die verächtlich auch Marranen im Volksmund genannt wurden, praktizierten ihren jüdischen Glauben insgeheim weiter. Diese Tatsache war dann auch der Grund für die Einführung der Inquisition in ganz Spanien. Hatte die Inquisition bis dato nur in Aragon Fuß fassen können, war jedoch auch dort seit dem 15.Jahrhundert praktisch erloschen10, wurde schließlich am 1.November 1478 eine Bulle des Papstes Sixtus IV. erlassen, die besagte,

“daß zwei oder drei Geistliche im Alter von über vierzig Jahren zu Inquisitoren ernennen seien. Ihre Ernennung, ihre Vollmachten und ihre Entlassung sei Sache der spanischen Krone..” 11

Diese durch die Katholischen Majestäten herbeigeführte Maßnahme, die von verschiedenen Seiten auf die Bedrohung durch die Ketzerei aufmerksam gemacht worden waren12, wurde allerdings erst am 27. September 1480 durch die Ernennung von zwei Inquisitoren in die Tat umgesetzt. Mag es der Wunsch Isabells gewesen sein13, noch eine Weile Milde walten zu lassen14 oder sei es dem Einfluß der einflußreichen Conversos am Hofe zuzuschreiben, daß die Bulle erst zwei Jahre nach ihrer Zusage ausgeführt wurde, -mit der Ernennung der Inquisitoren war die spanische Inquisition definitiv geschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Umriss der Fragestellung bezüglich der Entstehung der Inquisition und deren Etablierung als staatliche Instanz.

2.Politische Situation Spaniens: Darstellung der Personalunion durch die Heirat von Isabella und Ferdinand und deren Ziel der politischen und religiösen Einheit.

3.Gründung der spanischen Inquisition: Analyse der historischen Vorbelastung durch Pogrome und der rechtlichen Einführung der Inquisition zur Überwachung der Neuchristen.

4. Entwicklung der spanischen Inquisition: Bericht über die Radikalisierung der Prozesse, die Rolle von Torquemada und die Institutionalisierung der "Suprema".

5. Das Jahr 1492: Behandlung des Endes der Reconquista, des Vertreibungsedikts gegen die Juden und der damit verbundenen ökonomischen und sozialen Auswirkungen.

6. Gründe für die Intoleranz den Juden/Conversos gegenüber: Untersuchung der sozioökonomischen Spannungen und des aufkommenden Konzepts der "Blutsreinheit".

7. Vertreibung der Mauren aus Spanien: Beschreibung des Bruchs der Kapitulationsbedingungen und der erzwungenen Konversion der maurischen Bevölkerung.

8. Abschlußbemerkung/Ergebnisse:: Fazit zur Rolle der Inquisition als Instrument der Staatsbildung und des religiösen Fanatismus bis in das 19. Jahrhundert.

Schlüsselwörter

Spanische Inquisition, Katholische Könige, Ferdinand und Isabella, 1492, Reconquista, Conversos, Neuchristen, Judenvertreibung, Mauren, Blutsreinheit, Torquemada, Religionspolitik, religiöser Fanatismus, Intoleranz, Ketzerei.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehungsbedingungen der spanischen Inquisition im späten 15. Jahrhundert und deren Rolle bei der Vereinheitlichung des spanischen Staates unter religiösen Gesichtspunkten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die politische Konsolidierung durch das Königspaar, der Umgang mit jüdischen und maurischen Minderheiten und die Transformation der Inquisition zu einer mächtigen, eigenständigen Institution.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Ereignisse und soziokulturellen Faktoren zu identifizieren, die die Inquisition in Spanien zur etablierten Instanz machten, sowie deren Auswirkungen auf die religiöse Homogenisierung des Landes aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und zeitgenössischer Quellen, um chronologische Abläufe und kausale Zusammenhänge zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Ausgangslage, die institutionelle Gründung und Entwicklung der Inquisition sowie die systematische Verfolgung und Vertreibung von Juden und Mauren im Kontext der Reconquista.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Inquisition, Katholische Könige, Conversos, 1492, Reconquista, Blutsreinheit und religiöse Intoleranz.

Welche Rolle spielte Thomas de Torquemada bei der Entwicklung der Inquisition?

Torquemada wird als maßgeblicher Ideologe und Schöpfer der Inquisition beschrieben, der durch seine 18-jährige Leitung als Generalinquisitor die Institution organisatorisch festigte und maßgeblich zur Radikalisierung und zum Machtzuwachs beitrug.

Wie wirkte sich die Vertreibung der Juden wirtschaftlich auf Spanien aus?

Die Arbeit stellt dar, dass die wirtschaftlichen Folgen, wie Verluste im Handel und bei den Geldgebern, oft durch ausländische Akteure kompensiert wurden und ihr tatsächliches Ausmaß in der historischen Forschung teilweise als übertrieben bewertet wird.

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Details

Title
Die Spanische Inquisition
College
Free University of Berlin  (Geschichte FMI)
Grade
2-
Author
Raoul Hansche (Author)
Publication Year
2000
Pages
20
Catalog Number
V25451
ISBN (eBook)
9783638280747
ISBN (Book)
9783638747509
Language
German
Tags
Spanische Inquisition
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Raoul Hansche (Author), 2000, Die Spanische Inquisition, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25451
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