Das Thema „Absetzen von Kabeln und Pressen (Quetschen) von Aderendhülsen und Kabelschuhen“ wurde ausgewählt, weil es zu den wichtigsten Grundfertigkeiten eines Elektroberufes zählt. Es erfordert neben großer Geschicklichkeit (im Umgang mit den Werkzeugen und den verschiedenen Kabelarten) auch ein gewisses Maß an Konzentration, um die Quetschverbindung der benötigten Anschlussteile fachgerecht an das Kabel anzubringen. Kabelanschlüsse findet man im Elektrobereich fast überall (z. B. Motor, Schaltschrank, Ventil, Stecker, etc.) und deswegen zählt dieses Thema auch zu einem Teil des Ausbildungsberufsbildes des Industrieelektronikers/Fachrichtung Produktionstechnik.
In der Ausbildungsordnung des Industrieelektronikers/Fachrichtung Produktionstechnik ist das Thema als Bestandteil des ersten Ausbildungsjahres aufgeführt:
Ausbildungsrahmenplan lfd. Nr. 7 e)
Anschlussteile, insbesondere Kabelschuhe, Aderendhülsen und Stecker, an Leitungen anbringen [...]
Inhaltsverzeichnis
2 Themenwahlbegründung
3 Sachanalyse
3.1 Sachstruktur
3.2 Strukturbild
3.3 Arbeitszergliederung
4 Didaktische Analyse
4.1 Begründung der Themenwahl
4.2 Analyse der Lern- und Lehrbedingungen (Adressatenanalyse)
4.3 Entscheidungsanalyse
5 Lernzielfestlegung
5.1 Groblernziel
5.2 operationalisiertes Feinlernziel als Unterweisungsziel
5.3 Arbeitsschritte
6 Methodische Festlegung
6.1 Unterweisungskonzept
6.2 Stufung
6.3 Sozialformen
6.4 Aktionsformen
6.5 besondere Schwierigkeiten
6.6 Motivation
6.7 Lernzielkontrolle
7 Medienwahl (Unterweisungsmittel)
8 Ablaufplanung
9 Anlagen
9.1 verwendete Literatur
9.2 Unterweisungsmittel (Zeichnungen, Skizzen, Arbeitsblätter usw.)
Zielsetzung und Themenbereiche
Diese Arbeit befasst sich mit der Vermittlung grundlegender handwerklicher Fertigkeiten im Elektroberuf, insbesondere dem Abisolieren von Kabeln und der fachgerechten Montage von Aderendhülsen und Kabelschuhen. Das Hauptziel besteht darin, den Auszubildenden die notwendigen Kenntnisse und Sicherheitsregeln zu vermitteln, um diese Tätigkeiten selbstständig und normkonform durchzuführen.
- Grundlegende Arbeitstechniken bei der Leitungsverarbeitung
- Sicherer Umgang mit Abisolier- und Quetschwerkzeugen
- Bedeutung der normgerechten Kabeldimensionierung
- Methodik der praktischen Lehrunterweisung (Vier-Stufen-Methode)
- Unfallverhütung und Arbeitssicherheit im Schaltanlagenbau
Auszug aus dem Buch
3.1 Sachstruktur
Das Abisolieren und Zurichten von Leitungen ist Grundvoraussetzung für jeden elektrischen Anschluss und wird überwiegend im Schaltanlagenbau durch Verdrahten von Schützsteuerungen, SPS-Steuerungen, Schaltschrankverbindungen und sonstigen Anschlüssen angewandt.
Da es eine Vielzahl von Kabelarten mit unterschiedlichen Querschnitten gibt, gibt es auch die dafür erforderlichen Anschlussteile (Stift-, Ring- oder Stecker-Kabelschuhe, Aderendhülsen etc.) in verschiedenen Größen und Farben.
Die Herstellung von Aderendhülsen und Kabelschuhen erfolgt überwiegend aus Kupfermaterial. Zur besseren Stromleitfähigkeit werden die Teile anschließend noch galvanisch verzinnt (o.ä.) und mit einer Isolation versehen, die größtenteils aus PVC besteht.
Die erforderlichen Werkzeuge für das Zurichten von Leitungen gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen. Beim Umgang mit den Werkzeugen wie z. B. Abisolierzange, Seitenschneider, Kabelschuhquetschzange, Aderendhülsenquetschzange und Jokarimesser (Kabelmesser) sollten gewisse Regeln beachtet werden, damit keine Beschädigungen an den Zangen oder sogar Unfallverletzungen entstehen können.
Durch die farbliche Kennzeichnung der Aderendhülsen und der Kabelschuhe, für die verschiedenen Leitungsquerschnitte, wird die Quetschvorrichtung, die zum Teil ebenfalls farblich gekennzeichnet ist, an der Zange bestimmt. Beim Abisolieren des Kabelmantels (Isolation) oder der Isolation der Einzeladern muss die Einschnitttiefe des Kabelmessers bzw. die Isolationsstärke der Einzeladern an der Abisolierzange beachtet werden, um ein Abtrennen der darunter befindlichen Litzen (feine Kupferdrähte) zu vermeiden.
Zusammenfassung der Kapitel
2 Themenwahlbegründung: Erläutert die Relevanz der Kabelbearbeitung als elementare Grundfertigkeit für Industrieelektroniker gemäß Ausbildungsrahmenplan.
3 Sachanalyse: Detaillierte Darstellung der technischen Voraussetzungen, Werkzeuge und Sicherheitsaspekte bei der Kabelkonfektionierung.
4 Didaktische Analyse: Bewertung der Lernvoraussetzungen des Auszubildenden und Begründung des Lehrstandorts.
5 Lernzielfestlegung: Definition des Grob- und Feinlernziels für die praktische Unterweisung.
6 Methodische Festlegung: Beschreibung der angewandten Vier-Stufen-Methode und der Einzelunterweisung zur Wissensvermittlung.
7 Medienwahl (Unterweisungsmittel): Aufzählung der benötigten Arbeitsmittel und Lehrmaterialien.
8 Ablaufplanung: Strukturierte Übersicht der Unterweisungsschritte vom Vorbereiten bis zur Lernzielkontrolle.
9 Anlagen: Verzeichnis der verwendeten Literatur und der praktischen Hilfsmittel.
Schlüsselwörter
Kabelbearbeitung, Abisolieren, Aderendhülsen, Kabelschuhe, Industrieelektroniker, Vier-Stufen-Methode, Arbeitssicherheit, Jokarimesser, Quetschverbindung, Leitungsquerschnitt, Ausbildung, Unterweisung, Elektrotechnik, Schaltanlagenbau, Kupferleitungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit dokumentiert die Planung und Durchführung einer praktischen Unterweisung zur professionellen Bearbeitung von elektrischen Leitungen im ersten Ausbildungsjahr.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind fachgerechtes Abisolieren, die Auswahl korrekter Anschlussteile, das normgerechte Quetschen von Hülsen und Schuhen sowie Arbeitssicherheitsaspekte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist, dass der Auszubildende am Ende der Unterweisung selbstständig eine zwei Meter lange Anschlussleitung an beiden Enden normgerecht mit den entsprechenden Anschlussteilen bestücken kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die klassische Vier-Stufen-Methode angewandt, die aus den Phasen Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen und Üben besteht.
Was umfasst der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der Materialien, eine didaktische Planung der Unterweisung, eine methodische Festlegung sowie einen detaillierten Ablaufplan.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Unterweisung, Leitungsquerschnitt, Quetschwerkzeuge, Arbeitssicherheit und Ausbildung zum Industrieelektroniker charakterisiert.
Warum ist das Jokarimesser ein kritischer Punkt in der Arbeit?
Das Jokarimesser erfordert besondere Aufmerksamkeit, da eine falsche Handhabung oder eine zu tiefe Einstellung der Klinge zu Verletzungen beim Auszubildenden oder zur Beschädigung der Kupferlitzen führen kann.
Welche Rolle spielt die farbliche Kennzeichnung der Anschlussteile?
Die Farbkodierung ermöglicht die schnelle und fehlerfreie Zuordnung zwischen dem Leiterquerschnitt und der passenden Quetschvorrichtung an der Zange, was entscheidend für eine dauerhafte, sichere Kontaktverbindung ist.
- Quote paper
- Andreas Dersch (Author), 2004, Absetzen von Kabeln und Pressen (Quetschen) von Aderendhülsen und Kabelschuhen (Unterweisung Elektrotechniker / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25462