Die Grundlagen der Psychoanalyse nach Sigmund Freud


Hausarbeit, 2004
17 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Biographie Sigmund Freud

3. Psychoanalyse
3.1 Psychoanalytisches Phasenmodell
3.1.1 Orale Phase (lat., os, oris: der Mund)
3.1.2 Anale Phase (lat., anus: der After)
3.1.3 Phallische Phase (griech., phallos: das männliche Glied)
3.1.4 Latenzphase (lat., latere: verborgen sein)
3.1.5 Genitale Phase (lat., gens, gentis: das Geschlecht)
3.2 Persönlichkeitsinstanzen
3.2.1 ES
3.2.2 ICH
3.2.2.1 ICH-Stark
3.2.2.2 ICH-Schwach
3.2.3 ÜBER-ICH
3.2.4 Beziehung zwischen den Persönlichkeitsinstanzen
3.3.1 Angst und Abwehr
3.3.1.1 Realitätsangst
3.3.1.2 Moralische Angst
3.3.1.3 Neurotische Angst
3.3.2 Abwehrmechanismen
3.3.2.1 Verdrängung
3.3.2.2 Identifikation
3.3.2.3 Reaktionsbildung
3.3.2.4 Verschiebung
3.3.2.5 Projektion
3.3.2.6 Fixierung
3.3.2.7 Regression
3.3.2.8 Rationalisierung
3.3.2.9 Widerstand
3.3.2.10 Sublimierung
3.4 Urvertrauen – Urmisstrauen
3.4.1 Urvertrauen
3.4.2 Urmisstrauen

4.0 Eigene Meinung

Literaturverzeichnis:

1. Einleitung

In meiner Hausarbeit gehe ich auf die psychoanalytische Theorie nach Sigmund Freud ein. Nach einer Biographie von Sigmund Freud werde ich das psychoanalytische Phasenmodell, die Persönlichkeitsinstanzen, die Angst- und Abwehrmechanismen sowie das Urvertrauen, bzw. Urmisstrauen erläutern.

2. Biographie Sigmund Freud

Sigmund Freud wurde als Sohn des jüdischen Textilkaufmanns Jacob und dessen Frau Amalia, geborene Nathanson, am 6. Mai 1856 in Freiberg (heute tschechisches Pribor) geboren.

Die Familie zog im Jahr 1860 nach Wien um, wo er an der dortigen Universität von 1873 bis 1881 Medizin studierte. Nach einem einjährigen Militärdienst promovierte Freud 1881 zum Dr. med. Von 1882 bis 1885 arbeitete er im Allgemeinen Krankenhaus in Wien, wo er die schmerzstillende Wirkung des Kokains entdeckte. 1885 promovierte Freud zum Professor für Neuropathologie und lehrte anschließend dieses Fach an der Wiener Universität bis 1902. Im selben Jahr richtete er die Psychologische Mittwochsvereinigung ein. In dieser Gruppe wurden mit Fachkollegen Forschungsergebnisse diskutiert. Freud beschäftigte sich mit der Erforschung der Hirnanatomie, insbesondere am Beispiel von Frauen, die ohne körperliche Diagnose seelisch erkrankt waren. Er übersetzte die Arbeiten von Jean-Martin Charcot, der diese Frauen mit Suggestion und Hypnose behandelte.

Sigmund Freud heiratete Martha Bamays im Jahr 1886, im selben Jahr eröffnete er eine neurologische Praxis in Wien. Aus der Ehe mit Martha Bamays gingen sechs Kinder hervor. Seine Tochter Anna wurde im Jahr 1895 geboren.

1895 publizierte Freud die Schrift „Studien über Hypnosen“, die in Zusammenarbeit mit Josef Breuer entstanden war. Zwei Jahre später definierte er in einem Brief an Wilhelm Fliess den Ödipus-Komplex.

In den Jahren 1900 bis 1920 erschienen unter anderem die Schriften „Die Traumdeutung“, „Psychopathologie des Alltagslebens“, „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“, „Totem und Tabus“ und „Jenseits des Lustprinzips“.

1923 erkrankte Freud an Gaumenkrebs. An dieser Krankheit litt er mehr als 15 Jahre und musste sich 33 Operationen unterziehen.

In den Jahren zwischen 1923 und 1930 baute Freud das Modell der Psyche, um zu den Einstellungen vom „ES“, als das Unterbewusstsein, dem „ICH“ als Vermittler zwischen dem „ES“ und der Außenwelt und dem „ÜBER-ICH“ als Konvention in Norm und Verhalten zu gelangen.

1930 wurde ihm der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main verliehen. Im gleichen Jahr wurde sein Werk „Das Unbehagen in der Kultur“ fertig gestellt und veröffentlicht.

Im Jahr der nationalsozialistischen Machtergreifung, 1933, wurde die Schrift „Warum Krieg?“, welche in Zusammenarbeit mit Albert Einstein entstanden war, veröffentlicht. Im gleichen Jahr fielen Freuds Schriften der Bücherverbrennung im NS-Reich zum Opfer.

Die British Royal Society of Medicine ernannte Freud im Jahr 1935 zum Ehrenmitglied. Nachdem sich Österreich dem Deutschen Reich im Jahr 1938 angeschlossen hatte, emigrierte Sigmund Freud aufgrund seines jüdischen Glaubens, nach Großbritannien. Dort war er als Psychoanalytiker tätig und verstarb am 23. September 1938 in London. (Kämpfer, et al)

3. Psychoanalyse

Die Psychoanalyse wurde aus der „Tiefenpsychologie“ heraus um 1900 als Methode zur Behandlung neurotischer Störungen von Sigmund Freud entwickelt. Sie zielt auf die Aufdeckung unbewusster psychischer Prozesse und verdrängter Inhalte mit Hilfe freier Assoziation und psychoanalytischer Deutung von Wünschen, Träumen etc. In den analytischen Gesprächen kommt es zu einer Aufarbeitung von Konflikten durch Übertragung auf den Therapeuten und Gegenübertragung, sowie zum Widerstand des Klienten gegen die aufdeckende Arbeit.

In diesem Teil meiner Hausarbeit möchte ich insbesondere auf die Theorien Freuds eingehen, die er zur Aufdeckung psychischer Störungen entdeckt hat, wie z.B. den Persönlichkeitsinstanzen (ES, ICH, ÜBER-ICH), dem psychoanalytischen Phasenmodell oder auch den Angst- und Abwehrmechanismen.

3.1 Psychoanalytisches Phasenmodell

Freud führte den Begriff der Libido ein, um das kindliche Sexualleben deutlicher erfassen zu können. Allerdings reichte ihm diese Theorie nicht aus, um nachzuweisen, dass bestimmte Verhaltensweisen des Kindes sexueller Natur seien. Freud konnte nachweisen, dass in der Entwicklung eines Kindes Verhaltensweisen wie z.B. dem Saugen an der Brust, Daumenlutschen, Urinieren und die Stuhlentleerung von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Kindes seien und diese Verhaltensweisen innerhalb gestörter Sexualität hervorgehobene Rollen spielen. Die Erscheinungsformen frühkindlicher Sexualität ordnete Freud in die orale, anale, phallische, Latenz- und in die genitale Phase ein.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der oben genannten Phasen gehen fließend ineinander über, sie lösen sich nicht auf, sondern heben sich auf in der Ein- und Unterordnung in weiterführende Entwicklungsvorgänge. Je nach persönlicher Erfahrungsgeschichte werden sie mit verschiedener Bedeutung in die Persönlichkeit des Individuums koordiniert.

3.1.1 Orale Phase (lat., os, oris: der Mund)

Die Orale Phase (0 – 1 Jahr) steht ganz am Anfang der psychischen Entwicklungsgeschichte und wird als die primitivste aller Organisationsstufen bezeichnet. In dieser Phase spielt die erogene Mundzone des Kindes eine wichtige Rolle in seinem Erlebnis, dessen Hauptinteresse auf die Nahrungsaufnahme gerichtet ist. Das Lutschen und Saugen an der Brust der Mutter sowie die Nahrungsaufnahme führt zu einer Lustbefriedigung des Säuglings. Wenn der Säugling gesättigt an der Brust der Mutter einschläft, zeigt er einen Ausdruck seliger Befriedigung, welcher sich im späteren Leben beim Erleben des sexuellen Orgasmus wiederfindet[1].

Laut Freud ist das Saugen an der Mutterbrust der Ausgangspunkt des ganzen späteren Sexuallebens, welches später vom Säugling selbst durch ein eigenes Körperteil ersetzt wird, wie z.B. durch den Daumen oder durch die Zunge. Durch die Versagung oraler Befriedigung (speziell der Entwöhnung) entstehen Ansätze einer Ich-Umwelt-Differenzierung, Anpassungsreaktionen zur Gewährleistung der Triebbefriedigung und Aggression gegen die Quellen von Versagungen (in der Regel die Mutter).

[...]


[1] Höchstetter, WK, S. 44, 1976

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Die Grundlagen der Psychoanalyse nach Sigmund Freud
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main  (FB Sozialarbeit)
Veranstaltung
Gesellschaft und Persönlichkeit
Note
2
Autor
Jahr
2004
Seiten
17
Katalognummer
V25473
ISBN (eBook)
9783638280853
Dateigröße
492 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundlagen, Psychoanalyse, Sigmund, Freud, Gesellschaft, Persönlichkeit
Arbeit zitieren
Sabine Grünig (Autor), 2004, Die Grundlagen der Psychoanalyse nach Sigmund Freud, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25473

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