Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Trabajo social

Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem

Título: Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem

Trabajo Escrito , 2003 , 23 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Svea Dahlström (Autor)

Trabajo social
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

[...]
Leider haben die mit viel Enthusiasmus eingeführten Reformen der 60er und 70er Jahre keine
weitreichenden Spuren hinterlassen.
Chancengleichheit im Bildungssystem ist nach wie vor eine unerfüllte Forderung und kein
aktuell praktizierter Zustand in unserem Bildungssystem.
Obwohl die Bildungschancen gestiegen sind, gibt es weniger Bildungsgerechtigkeit. Ein
Paradoxon, auf deren Hintergründe ich im Zuge dieser Hausarbeit genau eingehen werde.
Obwohl Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit in einer demokratischen Gesellschaft
wie der Bundesrepublik Deutschland allgemein akzeptierte und respektierte Werte darstellen,
scheinen deren tatsächliche Bedeutung und deren Auswirkung auf die Zukunft unseres Staates
immer mehr in den Hintergrund zu rücken.
Das Bildungssystem, welches die formalen Bildungsabschlüsse verteilt und somit direkte
Auswirkungen auf den sozialen Status der nachwachsenden Generationen hat, findet in Zeiten
schlechter Wirtschaft keine Lobby. Die Zukunft unseres Staates wird an der Wurzel
beschnitten, und keiner tut etwas dagegen.
Das Bildungssystem steht in der Verantwortung, sich mit verschiedensten soziokulturellen
Gruppen auseinander zu setzen, schichtspezifische Unterschiede zu erkennen und jeden
Einzelnen nach seinen Begabungen zu fördern.
„Chancengleichheit besteht nicht darin, dass jeder einen Apfel pflückt,
sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt.“ ( Hansen & Pfeiffer 1998:54)
Die Politik ist gefordert, ein gut funktionierendes Bildungssystem zu schaffen, was jedoch die
Gesellschaft nicht von ihrer Verantwortung entbindet, kulturelle und humanistische Werte zu
vermitteln, die den nachfolgenden Generationen helfen sollen, ein anderes Selbstverständnis
gegenüber der Bildung und dem spielerischen, außerschulischen Lernen zu entwickeln.
Chancengleichheit sollte nicht nur in der Schule gefördert werden. Das Bildungssystem ist nicht allein für die Produktion sozialer Ungleichheit zuständig, aber
oftmals sind es die Leistungen, die in der Schule erbracht werden, die zeigen, wie weit die
Schere der sozialen Schichtung bei uns geworden ist und welche Auswirkungen sie auf die
Chancenverteilung hat.
Möchte man anhand fundierter Ergebnisse die Problematik der Chancengleichheit im
deutschen Bildungssystem diskutieren, kommt man um die Pisa-Studie nicht herum. Ist sie
doch die aktuellste Erhebung zum Thema Bildungsstand an Deutschlands Schulen und ein
Hinweis auf die Ursachen zur Entstehung fehlender Kompetenzen. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.EINLEITUNG

2.DIE PISA-STUDIE

2.1 Schlussfolgerungen aus der PISA-Studie

3.WANDEL DER BILDUNGSCHANCEN

4.DIE BEDEUTUNG FORMALER BILDUNGSABSCHLÜSSE

5. CHANCENGLEICHHEIT IM BILDUNGSSYSTEM

5.1 Das Paradoxon der Bildungsexpansion

6. CHANCENUNGLEICHHEIT DURCH SOZIOKULTURELLE UNTERSCHIEDE

6.1 Der soziale Filter im Bildungssystem

7.FAZIT

8 .LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Problematik der Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem unter besonderer Berücksichtigung der Ergebnisse der PISA-Studie. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen Bildungsexpansion und tatsächlicher Bildungsgerechtigkeit aufzuzeigen sowie den Einfluss soziokultureller Faktoren auf den schulischen Erfolg zu analysieren.

  • Analyse der PISA-Studie und ihrer Auswirkungen auf das deutsche Bildungssystem.
  • Untersuchung der schichtspezifischen Ungleichheiten bei Bildungschancen im Zuge der Bildungsexpansion.
  • Diskussion der Bedeutung formaler Bildungsabschlüsse als Indikatoren für den sozialen Status.
  • Identifikation soziokultureller Barrieren, wie Elternhaus und Sprachcode, im Bildungsprozess.

Auszug aus dem Buch

5.1 Das Paradoxon der Bildungsexpansion

Die Bildungsreformen und die Bildungsexpansion sollten mehr Chancengleichheit und Entfaltungsmöglichkeiten in unser Bildungssystem bringen. Ein breiter gefächertes Lehrangebot und individuellere Betreuung der Schüler sollten den Bildungs- und Leistungsstand deutscher Schüler anheben und die Chancen auf bessere Bildungsabschlüsse erhöhen. Gute Vorsätze, deren Verwirklichung und Umsetzung im Bildungssystem in den 60er und 70er Jahren auf der politischen Tagesordnung und im Fokus des öffentlichen Interesses standen. Dieses Interesse begründete sich jedoch weniger auf uneigennützige Attribute, sondern stellt bis heute eine unabdingbare Bringschuld für den sich ständig wandelnden Arbeitsmarkt und die Gesellschaft dar. Bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse der PISA-Studie waren all die guten Vorsätze in den Köpfen der Pädagogen und in den Aktenschränken der Politiker verstaubt und in Vergessenheit geraten.

Erst die Resultate der Studie, die den Wissens- und Leistungsstand deutscher Schüler auf den Prüfstand brachte und die Schüler dann im internationalen Vergleich kläglich versagen ließ, brachte die Diskussion wieder ins Rollen. Ob aus Gründen des eigenen Anspruchs oder denen der öffentlichen Meinung im internationalen außenpolitisch wirksamen Bereich, sei dahingestellt .

Was hat uns also die Bildungsexpansion tatsächlich gebracht ? „Mehr Bildungschancen – aber weniger Bildungsgerechtigkeit!“ lautet die paradoxe Formel. Schichttypische Chancenungleichheiten lassen sich wegen ihrer hochkomplexen Ursachen nur schwer mildern. Während Chancenunterschiede nach Geschlecht weitgehend verschwunden sind, sind die schichttypischen Unterschiede gravierender denn je.

Zusammenfassung der Kapitel

1.EINLEITUNG: Einführung in das Thema Chancengleichheit und die Feststellung, dass trotz Bildungsexpansion weniger Bildungsgerechtigkeit herrscht.

2.DIE PISA-STUDIE: Darstellung der PISA-Studie als Ausgangspunkt für die kritische Auseinandersetzung mit dem Kompetenzstand und der sozialen Selektion im deutschen Schulwesen.

2.1 Schlussfolgerungen aus der PISA-Studie: Analyse der politischen und gesellschaftlichen Reaktionen auf die PISA-Ergebnisse sowie Widerlegung der These, dass der hohe Migrantenanteil allein für das Abschneiden verantwortlich sei.

3.WANDEL DER BILDUNGSCHANCEN: Untersuchung der Auswirkungen der Bildungsexpansion auf die schichtspezifische Ungleichheit und die Verschiebung der Chancenstrukturen.

4.DIE BEDEUTUNG FORMALER BILDUNGSABSCHLÜSSE: Erörterung der Rolle von Bildungsabschlüssen als Humankapital und Indikator für sozialen Status im Kontext einer sich wandelnden Wirtschaft.

5. CHANCENGLEICHHEIT IM BILDUNGSSYSTEM: Theoretische Betrachtung der Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung von Chancengleichheit in einem selektiven Bildungssystem.

5.1 Das Paradoxon der Bildungsexpansion: Vertiefung der Diskrepanz, dass trotz quantitativer Bildungsausweitung die qualitative Bildungsgerechtigkeit abgenommen hat.

6. CHANCENUNGLEICHHEIT DURCH SOZIOKULTURELLE UNTERSCHIEDE: Analyse des Einflusses von Herkunftsfamilie, Sozialisation und Sprache auf den schulischen Erfolg.

6.1 Der soziale Filter im Bildungssystem: Zusammenfassende Darstellung, wie schichttypische Sozialisationsvoraussetzungen durch schulische Auslesemechanismen verstärkt werden.

7.FAZIT: Reflexion über mögliche Lösungsansätze wie Ganztagsschulen und das Plädoyer für ein gesellschaftliches Umdenken in Bezug auf Bildungswerte.

Schlüsselwörter

Chancengleichheit, Bildungssystem, PISA-Studie, Bildungsexpansion, Bildungsgerechtigkeit, soziale Herkunft, Bildungsabschlüsse, Humankapital, soziokulturelle Unterschiede, soziale Selektion, Sprachcode, Bildungsrisiko, Schichtspezifik, Bildungschancen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der fehlenden Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem und untersucht, warum Bildungschancen in Deutschland trotz politischer Reformen weiterhin stark von der sozialen Herkunft abhängen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die PISA-Studie, die Auswirkungen der Bildungsexpansion, die Bedeutung formaler Bildungsabschlüsse für den sozialen Aufstieg sowie der Einfluss von soziokulturellen Faktoren und dem Elternhaus auf den Schulerfolg.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das Paradoxon aufzudecken, dass die Bildungsexpansion zwar die Bildungsquantität erhöht, aber nicht zu einer echten Bildungsgerechtigkeit geführt hat, und die strukturellen Ursachen dafür kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und wertet aktuelle Studien (wie PISA und Shell-Studie) aus, um die Korrelation zwischen sozialer Schichtung und schulischer Leistung wissenschaftlich zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die PISA-Ergebnisse, den Wandel der Bildungschancen für verschiedene Bevölkerungsschichten, die Funktion des Bildungssystems als soziale Filterinstanz und die Bedeutung soziokultureller Faktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit, soziale Selektion, Bildungsexpansion, Humankapital und soziokulturelle Prägung sind die Kernbegriffe der Analyse.

Warum sieht die Autorin die frühe Trennung nach der 4. Klasse kritisch?

Die frühe Trennung wird als Hauptursache für die Verfestigung sozialer Ungleichheit gesehen, da sie Kinder aus bildungsfernen Schichten benachteiligt, bevor diese die Chance haben, ihre Potenziale im gymnasialen Umfeld voll zu entfalten.

Welche Rolle spielt die Sprache laut der Analyse für den Schulerfolg?

Die Sprache dient laut der Untersuchung als „Code“ für Schichtzugehörigkeit. Kinder aus der Mittelschicht verfügen über den in der Schule vorausgesetzten Sprachcode, während Kinder aus anderen Milieus durch ihre abweichende Ausdrucksweise im bestehenden System benachteiligt werden.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem
Universidad
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Calificación
2
Autor
Svea Dahlström (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
23
No. de catálogo
V25475
ISBN (Ebook)
9783638280877
Idioma
Alemán
Etiqueta
Chancengleichheit Bildungssystem
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Svea Dahlström (Autor), 2003, Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25475
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  23  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint