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Deutschland - Die Single-Gesellschaft

Title: Deutschland - Die Single-Gesellschaft

Seminar Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Catrin Knußmann (Author)

Sociology - Relationships and Family
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„Single werden ist nicht schwer, Single sein dagegen sehr!“ Dieses umformulierte Sprichwort zeigt deutlich den Trend hin zum Einpersonenhaushalt, den uns in den letzten zwei Jahrzehnten auch die Erhebungen des Statistischen Bundesamtes gezeigt haben. Die Anzahl der Einpersonenhaushalte ist stark gewachsen. Der Single ist allerdings kein Phänomen der letzten zwanzig Jahre. Es hat in der gesellschaftlichen Entwicklung seit jeher immer Alleinlebende gegeben und dies aus den verschiedensten Hintergründen. Die Medien bombardieren uns förmlich mit dem Thema „Single“, so dass der Eindruck entstehen kann, dass Deutschland mehr und mehr zu einer Single-Gesellschaft wird. Die Frauenzeitschrift „Amica“ stellt uns jeden Monat die 100 attraktivsten Singles des Landes vor, die Partnerbörsen im Internet sprießen wie Pilze aus dem Boden, sogar das Fernsehen hat sich der „Alleinen“ angenommen und einen eigenen Kanal eingerichtet auf dem sich die „Einsamen Herzen“ kennen lernen können. Aber was genau ist eigentlich ein Single? Dazu ist es zuerst einmal von Nöten, den Begriff „Single“ von unter-schiedlichen Seiten zu beleuchten. Was findet sich in einem Lexikon darüber, was ergibt eine kleine Umfrage in der Bevölkerung und wie sehen die Sozialwissenschaften den Single. Darüber hinaus soll in dieser Hausarbeit geklärt werden, wie sich die Singles zahlenmäßig seit den vorindustriellen Gesellschaften bis in die Gegenwart entwickelt ha-ben. Daran schließt sich eine Erklärung der besonderen Lebensumstände zu den Themen Bildungsniveau, Beruf, Einkommen und Wohnsituation an und es werden mehrere Versuche der Motivklärung vorge-stellt. Im Fazit werden Vor- und Nachteile des Single-Daseins erläutert. Außerdem soll die Frage, ob Deutschland sich zu einer Single-Gesellschaft hin entwickelt, geklärt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen von „Single“

2.1. Definition nach einem Universallexikon

2.2. Umgangssprachliche „Definition“

2.3. Versuch der Definition in den Sozialwissenschaften

3. Historische Entwicklung des Phänomens „Single“

4. Soziodemographische Ergebnisse

4.1. Demographische Grunddaten

4.2. Bildungsniveau und Beruf

4.3. Einkommen

4.4. Wohnsituation

4.5. Sonstige Aspekte

5. Erklärungsversuche der Motive des Single-Daseins

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Alleinlebens in Deutschland. Ziel ist es, den Begriff „Single“ soziologisch einzuordnen, die historische Entwicklung dieser Lebensform nachzuvollziehen und die soziodemographischen Merkmale sowie die individuellen Motive hinter dem Single-Dasein kritisch zu hinterfragen, um die Frage zu klären, ob Deutschland zu einer „Single-Gesellschaft“ geworden ist.

  • Definition und sozialwissenschaftliche Einordnung des Single-Begriffs
  • Historischer Wandel vom Zwang zum Alleinleben zur freiwilligen Lebensform
  • Analyse soziodemographischer Daten (Bildung, Beruf, Einkommen, Wohnen)
  • Typologisierung von Motiven und Lebenskonzepten nach verschiedenen Autoren
  • Kritische Reflexion der "Single-Gesellschaft"-These

Auszug aus dem Buch

2.1. Definition nach einem Universallexikon

„Ein Single ist eine Person, die ohne feste und dauerhafte Partnerschaft in einem Einpersonenhaushalt lebt. Der Begriff Single entstand in den 70er Jahren in den USA und sollte dort diejenige, jüngere Personengruppe bezeichnen, deren Angehörige aufgrund ihrer vorrangigen Ausrichtung auf das Berufsleben und die erstrebte Karriere keine feste Partnerbindung eingehen wollten. Der Grund hierfür lag nicht nur in einem stark ausgeprägten Hedonismus (- Erfüllung, Selbstverwirklichung in Beruf und Freizeit -), sondern auch in einem veränderten Verhältnis der Geschlechter zueinander. War es noch bis in die 60er Jahre üblich, dass Frauen für die Karriere des Mannes die eigenen Ambitionen zurückstellten, so hatte sich dieses Bild spätestens mit den beginnenden 70er Jahre gründlich verändert.

Weder waren Frauen weiterhin gewillt, die Arbeit der Kindererziehung alleine zu erledigen, noch waren sie bereit auf die eigene Karriere zu verzichten. Nachdem der Begriff Single gegen Ende der 70er Jahre auch im deutschen Sprachgebiet Einzug gehalten hatte, erfuhr er schon bald eine erhebliche Erweiterung. Unter Single versteht man im aktuellen Sprachgebrauch auch ältere und alte Menschen, die ihren Lebenspartner oder ihre Lebenspartnerin um zum Teil viele Jahre überleben, sowie alleinerziehende Mütter und Väter. Ob der Begriff Single auch diejenigen Personen umfasst, die zwar alleine einen Einpersonenhaushalt führen, aber in einer Partnerschaft leben, ist umstritten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, Darlegung der Aktualität durch den Trend zum Einpersonenhaushalt und Formulierung der Forschungsfrage.

2. Definitionen von „Single“: Gegenüberstellung von lexikalischen, umgangssprachlichen und sozialwissenschaftlichen Definitionsansätzen zur Bestimmung des Begriffs.

3. Historische Entwicklung des Phänomens „Single“: Betrachtung des Wandels von der erzwungenen Notwendigkeit des Zusammenlebens in vergangenen Jahrhunderten hin zur heutigen Lebensform.

4. Soziodemographische Ergebnisse: Detaillierte Analyse von demographischen Daten, Bildungsstand, Einkommensverhältnissen und Wohnsituation der Singles.

5. Erklärungsversuche der Motive des Single-Daseins: Vorstellung verschiedener Typologien und Erklärungsansätze für die unterschiedlichen Hintergründe des Alleinlebens.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung zur „Single-Gesellschaft“ unter Einbeziehung der Vor- und Nachteile sowie des persönlichen Resümees.

Schlüsselwörter

Single, Einpersonenhaushalt, Soziologie, Partnerschaft, Lebensform, Demographie, Bildungsniveau, Karriere, Wohnsituation, Individualität, Lebensentwürfe, Motivationstypen, Sozialstruktur, Deutschland, Single-Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das gesellschaftliche Phänomen des Alleinlebens in Deutschland und untersucht, ob sich das Land tatsächlich zu einer „Single-Gesellschaft“ entwickelt hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Definition des Single-Begriffs, der historische Wandel, soziodemographische Strukturen (wie Bildung und Einkommen) sowie verschiedene psychologische und soziologische Motivationstypen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die Entwicklung der Single-Haushalte zu verstehen und auf Basis der Literatur zu prüfen, ob das Alleinleben ein dauerhafter gesellschaftlicher Trend oder eher eine Übergangsphase ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse soziologischer Werke und vergleicht diese mit statistischen Daten des Statistischen Bundesamtes sowie Ergebnissen aus eigenen Umfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Klärung, einen historischen Abriss, die statistische Erhebung soziodemographischer Daten und eine detaillierte Vorstellung verschiedener Typologien von Singles.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Single, Einpersonenhaushalt, soziale Strukturen, Karriere, individuelle Lebensentwürfe und die soziologische Einordnung von Partnerschaftsformen.

Warum spielt das "ganze Haus" der vorindustriellen Zeit eine Rolle für die Argumentation?

Es dient als Kontrastfolie, um zu verdeutlichen, dass Alleinleben früher ökonomisch kaum möglich und gesellschaftlich stark sanktioniert war, im Gegensatz zur heutigen Wahlfreiheit.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt die Autorin bezüglich der "Single-Gesellschaft"?

Die Autorin verneint die These einer totalen "Single-Gesellschaft", da die Mehrheit der Singles ihre Lebensform als vorübergehende Phase betrachtet und der Wunsch nach Partnerschaft weiterhin ein menschliches Grundbedürfnis bleibt.

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Details

Title
Deutschland - Die Single-Gesellschaft
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Soziologie)
Grade
2,0
Author
Catrin Knußmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V25529
ISBN (eBook)
9783638281256
ISBN (Book)
9783638756877
Language
German
Tags
Deutschland Single-Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Catrin Knußmann (Author), 2004, Deutschland - Die Single-Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25529
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