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Die Medienpolitik der evangelischen Kirche

Title: Die Medienpolitik der evangelischen Kirche

Seminar Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Münch (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Summary Excerpt Details

Zur Klärung dieser Fragen werde ich mich im zweiten Kapitel zunächst
dem publizistischen Gesamtkonzept der evangelischen Kirche in
Deutschland von 1979 widmen. Hierbei sollen insbesondere die
verschiedenen Ziele der Kirche deutlich werden. Das Hauptaugenmerk liegt
auf der sogenannten Stellvertreterfunktion (als eines der wichtigsten
Merkmale kirchlicher Medienpolitik) sowie auf den Warnungen vor der
Kommerzialisierung des Rundfunks. Um die Arbeit nicht zu umfangreich zu
gestalten, werde ich auf medienpolitische Aktivitäten der Kirche vor den
1970er Jahren nicht eingehen.
Kapitel drei beschäftigt sich anschließend mit dem publizistischen
Gesamtkonzept von 1997. Die wichtigste Zäsur in der Medienlandschaft
während diesen zwei Jahrzehnten war die Einführung des privaten
Rundfunks in der Mitte der 1980er Jahre6. Hierbei möchte ich klären, in
welcher Weise sich dies auf die Ziele sowie die Sichtweise evangelischer
Medienpolitik ausgewirkt hat. Außerdem soll eine Bilanz über Erfolge und
Probleme kirchlicher Medienpolitik gezogen werden.
In der Schlußbetrachtung werde ich dann die Ergebnisse dieser Arbeit
noch einmal zusammenfassen. Darüber hinaus möchte ich weitere
Perspektiven in Aussicht stellen, wie man die Fehler der Vergangenheit in
Zukunft vermeiden könnte.
6 Vgl.: Meyn, Hermann: Die Medienlandschaft der Bundesrepublik Deutschland. Eine
Bestandsaufnahme, In: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (Hrsg.):
Medienpolitik, Stuttgart 1987, S. 63f

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Aufbau

1.3. Forschungsstand

2. Das publizistische Gesamtkonzept von 1979

2.1. Die Stellvertreterfunktion

2.2. Die Warnung der Kirche

2.3. Die Ziele evangelischer Medienpolitik

3. Das publizistische Gesamtkonzept von 1997

3.1.Mandat und ...

3.2. ... Markt

3.3. Einmal erfolglos, immer erfolglos?

4. Die Perspektiven kirchlicher Medienpolitik

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die medienpolitischen Strategien der evangelischen Kirche in Deutschland. Ziel ist es zu analysieren, wie die Kirche versucht, Einfluss auf die Medienlandschaft zu nehmen, welche Ziele sie dabei verfolgt und inwieweit diese durch interne Strukturen oder externe ökonomische Zwänge beeinflusst werden.

  • Analyse des publizistischen Gesamtkonzepts von 1979 mit Fokus auf die Stellvertreterfunktion.
  • Untersuchung des publizistischen Gesamtkonzepts von 1997 und dessen Reaktion auf den privaten Rundfunk.
  • Diskussion der föderativen Struktur der Kirche als Hindernis für eine effektive Medienstrategie.
  • Kritische Bilanz über das Verhältnis von kirchlicher Medienpolitik und ökonomischem Druck.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Stellvertreterfunktion

Im Oktober 1979 veröffentlichte die evangelische Kirche in Deutschland ihren ersten publizistischen Gesamtplan. Laut dem Selbstverständnis der Kirche sollte sie mit Hilfe der Medienpolitik eine Stellvertreterfunktion einnehmen. Dieses Prinzip stammt von Robert Geisendörfer (1910 - 1976), der 1960 das Amt als Fernsehbeauftragter der evangelischen Kirche in Deutschland übernommen hatte.

Stellvertretung bedeutet hier jedoch nicht nur, daß man schlichtweg die einzelnen Interessen von Minderheiten unterstützt, sondern jenen Gruppen aktiv den Rücken stärken möchte und für sie wie ein Anwalt eintritt. So sollen z.B. absichtlich unterdrückte Meinungen zur Sprache gebracht werden. Dadurch wird Unruhe gestiftet, was schließlich zur gesellschaftlichen Kommunikation führt. Diese Art der Medienpolitik wirkt auf den ersten Blick etwas aggressiv, da man sich des Tabubruches bedient, um Aufmerksamkeit zu erregen. Auf den zweiten Blick ist das Ansprechen von Themen, die sonst in der Gesellschaft gemieden werden, jedoch eine moderne medienpolitische Methode.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problemstellung, den Aufbau der Arbeit und den aktuellen Forschungsstand zur Medienpolitik der Kirche.

2. Das publizistische Gesamtkonzept von 1979: Erläuterung der zentralen „Stellvertreterfunktion“, der kirchlichen Warnungen vor Kommerzialisierung sowie der allgemeinen Ziele evangelischer Medienpolitik.

3. Das publizistische Gesamtkonzept von 1997: Analyse der Neuausrichtung aufgrund veränderter Medienbedingungen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Umsetzung und den internen Strukturen.

4. Die Perspektiven kirchlicher Medienpolitik: Fazit und Ausblick auf notwendige strukturelle Anpassungen sowie die Forderung nach Kooperation und Konzentration zur Stärkung des kirchlichen Einflusses.

Schlüsselwörter

Evangelische Kirche, Medienpolitik, Publizistisches Gesamtkonzept, Stellvertreterfunktion, Medienlandschaft, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikationsgerechtigkeit, Kommerzialisierung, Rundfunk, Medienethik, Kirche und Medien, Strukturprobleme, Medienethik, Agenda Setting.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und den Strategien der evangelischen Kirche als Akteur in der deutschen Medienpolitik zwischen 1979 und 1997.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte zur Medienarbeit der Kirche, insbesondere die Wandlungen der Strategie von der Stellvertreterfunktion hin zur allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit unter dem Druck des Medienmarktes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie die Kirche ihre medienpolitischen Ziele definiert, umsetzt und welche Probleme sie dabei im Kontext eines zunehmend ökonomisch orientierten Medienmarktes bewältigen muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine medien- und politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer Literatur- und Quellenstudie (insbesondere der publizistischen Gesamtkonzepte der EKD) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der zwei publizistischen Gesamtkonzepte von 1979 und 1997 sowie die Diskussion der daraus resultierenden Erfolge, Misserfolge und zukünftigen Perspektiven.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Medienpolitik, Stellvertreterfunktion, evangelische Publizistik, Medienmarkt und institutionelle Herausforderungen der Kirche.

Inwiefern hat sich die „Stellvertreterfunktion“ über die Jahre verändert?

Von der ursprünglichen Hauptaufgabe im Konzept von 1979 wurde sie im Konzept von 1997 als solche in den Hintergrund gedrängt, da sie sich aufgrund des hohen Ressourcenaufwands als in der Praxis schwer umsetzbar erwies.

Warum sieht die Arbeit die föderative Struktur der Kirche als kritisch an?

Die föderative Organisation behindert laut dem Autor klare Strategiefindungsprozesse und führt zu uneinheitlichen Zielsetzungen, was die Wahrnehmung der Kirche als geschlossene Institution erschwert.

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Details

Title
Die Medienpolitik der evangelischen Kirche
College
Technical University of Chemnitz  (Politikwissenschaft)
Course
Proseminar: Medien, Politik und Öffentlichkeit im Wandel
Grade
1,3
Author
Michael Münch (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V25550
ISBN (eBook)
9783638281362
Language
German
Tags
Medienpolitik Kirche Proseminar Medien Politik Wandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Münch (Author), 2003, Die Medienpolitik der evangelischen Kirche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25550
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