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Rekonstruktion des geschlechtertheoretischen Ansatzes Judith Butlers. Ein neuartiger, radikaler Ansatz in der Geschlechtertheorie?

Titel: Rekonstruktion des geschlechtertheoretischen Ansatzes Judith Butlers.  Ein neuartiger, radikaler Ansatz in der Geschlechtertheorie?

Seminararbeit , 2003 , 19 Seiten , Note: 1

Autor:in: Annika Westphal (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel meiner Arbeit ist es, Butlers geschlechtertheoretischen Ansatz unter Bezugnahme der Leitfrage, inwiefern sie einen neuartigen, radikalen Ansatz der Geschlechtertheorie liefert, zu rekonstruieren. Dazu bedarf es zunächst eines kurzen Überblicks über Judith Butlers geschlechtertheoretischen Ansatz. Im Folgenden möchte ich die zentralen Begriffe „Konstruktion“, „Performativität“, „Geschlechtsidentität“, „Intelligibilität“, „Subversion“ und „Handlungsmacht“ anhand ausgewählter Textpassagen aus „Körper von Gewicht“, „Hass spricht“ und anhand des Buches „Das Unbehagen der Geschlechter“ näher erläutern. Dabei soll insbesondere näher untersucht werden, wie Butler in ihrem Buch „Das Unbehagen der Geschlechter“ nicht nur „gender“, also das soziale Geschlecht, sondern auch die vertraute Unterscheidung zwischen „sex“ und „gender“, sogar das biologische Geschlecht an sich als kulturell konstruierte Ideologie entlarvt. Am Ende meiner Arbeit werde ich die wichtigsten Ergebnisse noch einmal zusammentragen und dazu kritisch Stellung nehmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Überblick über Butlers geschlechtertheoretischen Ansatz

2.2 Der Begriff der Konstruktion bei Judith Butler

2.3 Butlers Konzept der Performativität

2.4 Butlers Subjektverständnis

2.5 Geschlechtsidentität und die Intelligibilität des Subjekts

2.6 Subversion und Handlungsmacht bei Judith Butler

3. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Rekonstruktion des geschlechtertheoretischen Ansatzes von Judith Butler. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit Butler einen neuartigen und radikalen theoretischen Ansatz liefert, der die klassische Dichotomie von biologischem und sozialem Geschlecht dekonstruiert.

  • Die poststrukturalistische Dekonstruktion von Geschlechtskategorien
  • Die Rolle der Performativität bei der Konstituierung von Geschlechtsidentität
  • Das Verständnis des Subjekts als machtvoller Bezeichnungsprozess
  • Die Zwangsheterosexualität und die Intelligibilität des Subjekts
  • Möglichkeiten der Subversion und Handlungsmacht innerhalb diskursiver Strukturen

Auszug aus dem Buch

2.4 Butlers Subjektverständnis

Judith Butler sieht im Subjekt weder eine Identität, noch Individualität. Auch betrachtet sie das Subjekt als einen Bezeichnungsprozess, der nicht aufhört. Aus diesem Grund ist die Subjektwerdung niemals abgeschlossen und die scheinbare Stabilität ist das Resultat performativer Akte, welche das Subjekt im Rahmen des Diskurses der Autonomie und Kohärenz vergegenständlichen und als intelligible Einheit entstehen lassen (vgl. Regina Köpl, 1995: S.171). Ein Subjekt muss „erredet“ bzw. zur Sprache gebracht werden, um als eine Einheit auftreten zu können. Butler zufolge wird ein Subjekt durch seine Anrufung, Benennung bzw. Namensgebung ins Leben gerufen. Damit ist z.B. gemeint, dass man schon von Geburt an entweder als Junge oder als Mädchen bezeichnet wird und somit festgelegt wird. Diese Anrufung wiederholt sich im Laufe des Lebens etliche Male und erst dadurch wird das Subjekt ein lebensfähiges und soziales Subjekt, da es sich bei der Anrufung um eine soziale Formierung handelt (vgl. Anja Tervooren, 2001: S.164-165). Die Anrufung geht dem Subjekt als performativer Akt voraus und das „Ich“, als das Innerste des Subjekts, braucht eine solche Anrufung, um sich sprechen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Leitfrage und der theoretischen Grundlage unter Bezugnahme auf Judith Butlers Hauptwerke „Das Unbehagen der Geschlechter“ und „Körper von Gewicht“.

2. Hauptteil: Detaillierte theoretische Analyse der Butler’schen Konzepte, angefangen bei der Dekonstruktion über die Performativität bis hin zum Subjektverständnis und der Rolle von Subversion.

3. Schlussbemerkungen: Zusammenführung der Analyseergebnisse und kritische Reflexion des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns sowie der Schwierigkeiten bei der Erarbeitung des komplexen Themas.

Schlüsselwörter

Judith Butler, Geschlechtertheorie, Dekonstruktion, Performativität, Subjektwerdung, Diskurs, Macht, Heterosexualität, Intelligibilität, Subversion, Geschlechtsidentität, Poststrukturalismus, Gender, Sex.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Geschlechtertheorie von Judith Butler und deren radikaler Infragestellung traditioneller Vorstellungen von Identität und Geschlecht.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Themen umfassen die Dekonstruktion von "sex" und "gender", das performative Konzept der Identitätsbildung sowie die diskursive Macht, die das Subjekt konstituiert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Butlers Ansatz zu rekonstruieren und zu prüfen, inwieweit dieser einen neuartigen, radikalen Beitrag zur Geschlechtertheorie leistet.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine literaturtheoretische Rekonstruktion, die zentrale Begriffe wie Konstruktion und Performativität anhand ausgewählter Textpassagen analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen Überblick über den Ansatz, die Erläuterung des Konstruktionsbegriffs, das Konzept der Performativität, das Butler'sche Subjektverständnis, die Intelligibilität des Subjekts und Möglichkeiten der Subversion.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Performativität, Diskurs, Subversion, Zwangsheterosexualität und die Dekonstruktion des binären Geschlechtersystems definiert.

Inwiefern unterscheidet sich Butlers Subjektverständnis von Descartes?

Während Descartes von einem autonomen, vor der Tat existierenden Täter ausgeht, behauptet Butler, dass das Subjekt erst durch den performativen Akt der Sprache und Benennung entsteht.

Was versteht Butler unter dem "heterosexuellen Imperativ"?

Dies ist eine normative gesellschaftliche Struktur, die eine kohärente Zuordnung von Körper, Geschlechtsidentität und Begehren erzwingt, um ein Subjekt als "intelligibel" bzw. lebensfähig anzuerkennen.

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Details

Titel
Rekonstruktion des geschlechtertheoretischen Ansatzes Judith Butlers. Ein neuartiger, radikaler Ansatz in der Geschlechtertheorie?
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Mittelseminar
Note
1
Autor
Annika Westphal (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
19
Katalognummer
V25601
ISBN (eBook)
9783638281713
ISBN (Buch)
9783640385324
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rekonstruktion Ansatzes Judith Butler Bezugnahme Fragestellung Ansatz Geschlechtertheorie Mittelseminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Westphal (Autor:in), 2003, Rekonstruktion des geschlechtertheoretischen Ansatzes Judith Butlers. Ein neuartiger, radikaler Ansatz in der Geschlechtertheorie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25601
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Leseprobe aus  19  Seiten
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