Entwicklung der Gesprächsfähigkeit: Let's do tourism!


Unterrichtsentwurf, 2002

11 Seiten, Note: gut


Leseprobe

Gliederung:

1. Darstellung des Unterrichtsverlaufs

2. Ausgewähltes Material

3. Ziel der Unterrichtssequenz, Analyse des gewählten Materials mit Bezug zum festgelegten Schwerpunkt (Gesprächsfähigkeit) sowie zu den Lernenden

4. Erläuterung des Unterrichtsverlaufs im Bezug auf Fachliteratur und den Rahmenlehrplan

5. Literaturverzeichnis

1. Darstellung des Unterrichtsverlaufs

Schriftliche Unterrichtsvorbereitung

Klasse 9

Übergeordnetes Thema: Values and education- My hometown, tourism, economic problems

Thema der Stunde: Let’s do tourism! (Text: Your Town, The Next Tourist Paradise?)

Zielstellung für die Unterrichtsstunde:

1. Verstehendes Lesen: Erfassen des Inhalts des Einführungstextes Your Town, The Next

Tourist Paradise? und damit des Vorhabens der Betreiber von ‚Let’s

Do Tourism’ zur Hinführung zur Diskussion

2. Sprechen: Diskussion, Meinungsäußerungen zu Vor- und Nachteilen eines Tourismus

Projekts und damit zu wirtschaftlichen und umweltproblematischen Themen;

Anwenden von Redemitteln: Erklären, Begründen, Zustimmen, Ablehnen

Erproben von Diskussionsstrategien;

mitteilungs-und adressatenbezogenes Sprechen, handlungsorientiertes

Arbeiten;

Einbringen von Vorwissen, z. B. Sprechen über Tourismusprojekte in der

eigenen Stadt/Bundesland

(gelenkt- variierendes Sprechen)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Ausgewähltes Material

Your Town, The Next Tourist Paradise?

A company called 'let's Do Tourism' is planning to invest a large amount of money to turn your town into a major centre for tourists. They have made plans to manufacture a number of hotels and other tourist infrastructure in your town. As well as the hotels, they have also made plans to radically improve the nightlife in your town by opening a string of clubs and bars. They hope that by the year 2004 your town will be a major competitor within the tourist industry in your country.

Group A

You are representatives of 'Let's Do Tourism' your aim is to promote the plans of your company and to convince me that tourism is the best solutions for your city. Points to concentrate on:

- The increase in jobs that will come with the increase in investment
- They money that the tourists will bring into the local economy
- The progress and development of your city, which will result in it becoming more important with not only your region, but also your country as well.
- Better for the young people of your city as there will be much more investment in leisure industries

Group B

You are the representatives of the residents of your city and are in opposition to the plans of 'Let's Do tourism'. Your aim is to convince me that this is a bad idea for your town. Points to consider:

- Environmental issues - tourists = pollution
- Troublemakers - many tourists have no respect for the places they visit and are only interested in getting drunk and causing trouble.
- The rise in tourism will bring about radical changes and will result in the traditional way of life in your town being lost. Perhaps forever.
- Rather than promoting the position of your city in your country, this move will make your city the laughing stock of your country.

(aus: Let's Do Tourism... auf http://esl.about.com/library/lessons/bl_tourism1.htm)

3. Ziel der Unterrichtssequenz, Analyse des gewählten Materials mit Bezug zum festgelegten Schwerpunkt (Gesprächsfähigkeit) sowie zu den Lernenden

Neben der Zielsetzung im Bereich verstehendes Lesen, und zwar dem Erfassen des Inhalts des Einführungstextes und damit des Vorhabens der Betreiber von ‚Let’s Do Tourism’, liegt das Hauptziel der Stunde im Bereich Sprechen, und zwar der Entwicklung bzw. der Erweiterung von Gesprächsfähigkeit mit Hilfe einer Diskussion. Bezugnehmend auf die fremdsprachliche Kommunikationsfähigkeit als Verständigung im sozialen Interaktionsprozess, d.h. innerhalb des Zusammenlebens der Menschen, steht hier v.a. die Initiative und Reaktion im Gespräch, die Verknüpfung von Äußerungen durch ein mitteilungs-und adressatenbezogenes Sprechen bzw. handlungsorientiertes Arbeiten im Vordergrund (vgl.Vollmer, Helmut, Sprechen und Gesprächsführung). Dabei kann zur Einbeziehung des Vorwissens Bezug zu wirtschaftlichen und umweltproblematischen Themen, sowie Tourismusprojekten genommen werden. Durch gelenkt- variierendes Sprechen müssen die Schüler einen Standpunkt verdeutlichen, der durchaus nicht unbedingt dem eigenen Standpunkt entspricht und in der Diskussion auf einander eingehen.

Die Ziele laut Rahmenlehrplan: „ ... die Verwirklichung der Sprechabsichten, indem man ausdrückt, was man will, das Aufeinandereingehen im Gespräch,... Einbringen des Vorwissens..., Kontakt zu den Gesprächspartnern...“ können in einer Diskussion verfolgt werden, auch im Hinblick auf die Qualifikationserwartungen des Sprechens und die Themen, die im Unterricht zu behandeln sind. Im Hinblick auf die Globalisierug und damit auch das „Zusammenrücken“ Europas erscheint die Diskussion eines Tourismusprojektes der eigenen Region sehr geeignet, um das Interesse der Schüler zu wecken, da sie in dieser Region leben und im Urlaub schon Erfahrungen zum Thema Tourismus gesammelt haben. Außerdem lässt sich damit auch zur interkulturellen Gesprächskompetenz Bezug nehmen, die Schüler setzen sich nämlich damit auch mit der eigenen bzw. fremden Kultur auseinander. Es bleibt damit Platz zum Einbringen eigener Erfahrungen und Gedanken zur Zukunft der eigenen Region, die z. T. auch Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Ländern schaffen. Man kann auf viel-fältige Weise die Diskussionsstunde fortführen, so dass es zu diesem Vergleich kommen und damit das Thema auch im Bereich „cultural awareness“ zum Erfahren von fremder Kultur, Erkennen von eigener Kultur und den Zusammenhang im Umgang mit Tourismus führen kann.

4. Erläuterung des Unterrichtsverlaufs im Bezug auf Fachliteratur und den Rahmenlehrplan

Der Rahmenlehrplan fokussiert das „... mitteilungs-und adressatenbezogene Sprechen nicht nur auf die Verwirklichung einzelner Sprechabsichten unter Rückgriff auf sogenannte Redemittel...“ sondern auch auf „... Interaktionssequenzen und zusammenhängende Rede...“, wobei der Interaktionsprozess „... situationsbezogen und sachangemessen...“ ist.

In einer Diskussion, die durch Argumente bzw. eine textliche Hinführung zum Thema sehr vorbereitet erscheint, gelingt es auch im Hinblick auf die Klassenstufe die Voraussetzungen zum mitteilungs-und adressatenbezogenen Sprechen zu schaffen. Einerseits können Sprechabsichten verwirklicht werden, wobei man sich andererseits auch durch die Vorbereitung auf die Interaktion, das Aufeinandereingehen im Gespräch und den Kontakt zum Gesprächspartner und damit auch auf das „Wie“ der Konversation konzentrieren kann. Trotzdem bleibt genügend Platz, um eigene Erfahrungen einzubringen und damit die Kreativität und damit lt. Rahmenrichtlinien das Selbstbewusstsein der Schüler zu fördern.

Im Hinblick auf das Thema können sich die Schüler mit ihrer eigenen Lebenswirklichkeit auseinandersetzen, Übungsmöglichkeiten und Kommunikationsformen erweitern und andere Schüler in bestimmten Situationen erleben. Im Bereich der Qualifikationserwartungen beim Sprechen wird v.a. auf die vertiefte allgemeine Bildung eingegangen. Die Schüler können:

„... Gespräche führen, in denen Informationen und Meinungen geäußert werden, die sich auf private und schulische Erfahrungen, zukünftige Pläne und eigene Interessen beziehen..., an Diskussionen über bekannte Sachverhalte teilnehmen, dabei eigene Ansichten und Vermutungen beitragen, Vorlieben und Abneigungen, Zustimmungen und Ablehnungen einbringen und zu einem Konsens führen und dabei angloamerikanische Formen von Höflichkeit, Rücksichtnahme, Behutsamkeit beachten..., verschiedene, geeignete sprachliche Mittel verwenden, um Zeit zu gewinnen, das Rederecht zu behalten und in Gesprächen auf angemessene Weise das Wort zu ergreifen...“(Rahmenlehrplan Englisch Sekundarstufe I, S.27). Bezogen auf Hellmut Johannes Vollmers Ausführungen zum Sprechen und zur Gesprächsführung und auf die Ziele der Rahmenrichtlinien können die drei Hauptziele der fremdsprachlichen Kommunikationsfähigkeit, die Realisierung von Intentionen, Initiative und Reaktion im Gespräch und ein adressatengerechtes Sprechen in einer Diskussion verwirklicht werden, hier auch im Hinblick auf den Bereich „cultural awareness“ und die interkulturelle Gesprächskompetenz (vgl.Vollmer, Helmut, Sprechen und Gesprächsführung, S.248).

5. Literaturverzeichnis

Klippel, Friederike, Keep talking. Communicative fluency activities for language teaching. Dortmund 1983

Rahmenlehrplan Englisch Sekundarstufe I

Ur, Penny, Discussions that work. Cambridge 1991

Timm, Johannes-P. (Hrsg.), Englisch lernen und lehren. Didaktik des Englischunterrichts.

Berlin 1998, S. 237-249

www.plib.de

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Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Entwicklung der Gesprächsfähigkeit: Let's do tourism!
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Anglistik/Amerikanistik)
Note
gut
Autor
Jahr
2002
Seiten
11
Katalognummer
V25638
ISBN (eBook)
9783638282031
Dateigröße
524 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung, Gesprächsfähigkeit
Arbeit zitieren
Liane Weigel (Autor:in), 2002, Entwicklung der Gesprächsfähigkeit: Let's do tourism!, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25638

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