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Einführung des Emissionshandels zum 01.01.2005 - Neue Anforderungen an das Controlling

Title: Einführung des Emissionshandels zum 01.01.2005 - Neue Anforderungen an das Controlling

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kristian Papp (Author)

Business economics - Controlling
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[...]
Zur Verringerung des Ausstoßes sieht das Kyoto-Protokoll folgende drei flexiblen Mechanismen
vor, mit denen die Ziele erreicht werden können: Emissionshandel, Joint
Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM).3
Bei dem Instrument des Joint Implementation werden ge meinsame Klimaschutzprojekte
von Industrieländern in einem anderen Industrieland durchgeführt. Der Clean Development
Mechanism beschreibt hingegen die umweltverträgliche Entwicklung, also die gemeinsame
Durchführung von Klimaschutzprojekten von Industrie- und Entwicklungsländern
in einem Entwicklungsland. 4 Beide Partner müssen von diesem Projekt profitieren.
Das Projektland zieht Nutzen aus dem finanziellen Engagement und das Investierende
Land profitiert durch die Anrechnung der erreichten Emissionsreduktionen bei
den eigenen Verpflichtungen mittels einer Gutschrift.5
JI-Projekte müssen angemeldet werden. CDM-Projekte finden auf freiwilliger Basis
statt. Beide sind seit 2000 möglich. 6
Neben den nun bereits kurz umrissen Instrumenten CDM und JI spielt auch der Emissionshandel
eine wichtige Rolle im Kyoto-Protokoll. Abschnitt 2 erklärt kurz, worum es
hierbei geht, wer betroffen ist und was noch zu beachten ist. Bereits im darauf folgenden Abschnitt widmen wir uns dem zweiten Schwerpunkt dieser Arbeit, dem Controlling
und welche neuen Anforderungen hinsichtlich des Emissionshandels an dieses geknüpft
werden. Eine kurze Wiederholung sowie ein Ausblick runden diese Arbeit ab.
3 vgl. BMU, 2004 b
4 vgl. Giesberts/Hilf, 2002, S. 34-36
5 Emissionsgutschriften aus JI-Projekten werden „Emission Reduction Units“ (ERU) genannt. Gutschriften aus
CDM-Projekten nennt man „Certified Emission Reductions“ (CER). Die Höhe der Reduktion kann mit Hilfe
eines Referenzszenarios (Emissionen ohne das Projekt) ermittelt werden. (vgl. Spangardt/Meyer, 2003, Seite 2)
6 vgl. E-quad, 2002

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung ins Thema

2. Der Emissionshandel innerhalb der EU

2.1 Branchen

2.2 Handelbare Zertifikate

2.3 Wichtige Gesetzliche Grundlagen

2.4 Formale Voraussetzungen

2.5 Überwachung, Monitoring-Bericht, Verifizierung und Löschung

2.6 „Banking“

2.7 „Borrowing“

3. Controlling

3.1 Identifikation und Bewertung von Emissionsreduktionsmaßnahmen

3.2 Risikominimierung/ Risikomanagement

3.3 Handel mit Emissionszertifikaten, Monitoring-Bericht, Kontoführung

3.4 Controlling-Ansatz der Umwelttechnik & Ingenieure GmbH

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung des europäischen Emissionshandels ab 2005 und leitet daraus die spezifischen neuen Anforderungen an das betriebliche Controlling ab. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Controlling als koordinierende Schnittstelle den Herausforderungen durch Emissionsgrenzwerte, Zertifikatehandel und Risikomanagement effektiv begegnen kann.

  • Grundlagen des europäischen Emissionshandels
  • Regulatorische Anforderungen und formale Prozesse
  • Identifikation und Bewertung von Emissionsminderungsmaßnahmen
  • Strategisches Risikomanagement im Kontext des CO2-Zertifikatehandels
  • Integration der Emissionsbilanzierung in das bestehende Controlling

Auszug aus dem Buch

3.1 Identifikation und Bewertung von Emissionsreduktionsmaßnahmen

Wie wir bereits gesehen haben, kann es für Unternehmen unter Umständen günstiger sein, Emissionen zu senken, als zusätzliche Zertifikate am Markt einzukaufen. Dies ist dann der Fall, wenn die Grenzvermeidungskosten niedriger oder gleich hoch sind, wie der Preis für Emissionszertifikate. Erst so erhalten Unternehmen Anreize, Investitionen speziell in Reduktionsmaßnahmen zu tätigen. Denn aufgrund dieser Emissionen sinkt der Bedarf an Emissionszertifikaten. Restbestände können gewinnbringend am Markt veräußert, beziehungsweise, aus strategischen Überlegungen heraus, zurückgehalten und später verbraucht oder liquidiert werden. Investitionskosten fließen in der Regel über den Preis wieder zurück ins Unternehmen.

Da am Emissionshandel zunächst nur anlagen- und energieintensive Unternehmen teilnehmen, gilt die besondere Aufmerksamkeit den Anlagen. Ein eventuell bereits bestehendes Anlagencontrolling kann sich hier, bei der Identifikation und Bewertung von möglichen Maßnahmen zur Emissionsreduktion, als wertvoll erweisen. Einzelne Bausteine des Anlagencontrollings sind das Investitions-Controlling, das Projekt-Controlling, das produktionsorientierte Anlagencontrolling und das Instandhaltungs-Controlling. Ausführlichere Informationen hierzu sind der Literatur zu entnehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung ins Thema: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Kyoto-Protokolls sowie die drei flexiblen Mechanismen zur Senkung von Treibhausgasen.

2. Der Emissionshandel innerhalb der EU: Hier werden die Rahmenbedingungen des europäischen Systems ab 2005, die betroffenen Branchen sowie die regulatorischen Anforderungen beschrieben.

3. Controlling: Dieses Kapitel analysiert die neuen Aufgabenbereiche des Controllings, insbesondere in den Feldern Identifikation von Reduktionsmaßnahmen, Risikomanagement und Zertifikatehandel.

4. Fazit: Das Fazit fasst die ökonomischen Vorteile des Emissionshandels zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Preisentwicklung der Zertifikate.

Schlüsselwörter

Emissionshandel, EU-Emissionshandelsrichtlinie, Controlling, Treibhausgase, Zertifikate, Kyoto-Protokoll, Risikomanagement, Emissionsreduktion, Investitionsrechnung, Monitoring-Bericht, Grenzvermeidungskosten, Umwelttechnik, Energieintensive Industrie, CO2-Bilanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des europäischen Emissionshandels ab 2005 auf die betriebswirtschaftlichen Prozesse, mit einem besonderen Fokus auf die Anpassung des Controllings.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den rechtlichen Rahmen des Emissionshandels, die Identifikation von Einsparpotenzialen durch technologische Maßnahmen sowie die Steuerung von Preis- und Mengenrisiken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu schaffen, welche neuen Anforderungen das Instrument Emissionshandel an die betriebliche Planung, Steuerung und Kontrolle stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Richtlinien, Gesetze und Fachbeiträge zum Emissionshandel sowie darauf aufbauender betriebswirtschaftlicher Ableitungen für den Bereich Controlling.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Emissionshandels innerhalb der EU und die detaillierte Untersuchung der Controlling-Aufgaben, insbesondere im Hinblick auf Investitionsentscheidungen und Risikomanagement.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Emissionshandel, Controlling, Risikomanagement, Zertifikate und Treibhausgas-Minderung geprägt.

Wie unterscheidet sich der Ansatz der „Umwelttechnik & Ingenieure GmbH“?

Dieser Ansatz betont eine stärkere Koordination durch das Controlling, wobei das Management klare Obergrenzen für Emissionen vorgibt, die das Controlling durch Planungs- und Steuerungsaktivitäten einhält.

Warum spielt das Risikomanagement im Zertifikatehandel eine so wichtige Rolle?

Da Preise für Zertifikate schwanken und die jährlichen Emissionen von operativen Faktoren wie Maschinenschäden oder Wettereinflüssen abhängen, müssen diese Risiken systematisch durch Instrumente wie Finanzkontrakte oder Reservebildung gesteuert werden.

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Details

Title
Einführung des Emissionshandels zum 01.01.2005 - Neue Anforderungen an das Controlling
College
University of Applied Sciences Mainz  (Fachhochschule Mainz)
Course
Anwendungsorientierte Spezialfelder des Controlling
Grade
1,3
Author
Kristian Papp (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V25655
ISBN (eBook)
9783638282178
Language
German
Tags
Einführung Emissionshandels Neue Anforderungen Controlling Anwendungsorientierte Spezialfelder Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristian Papp (Author), 2004, Einführung des Emissionshandels zum 01.01.2005 - Neue Anforderungen an das Controlling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25655
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