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Aufgaben und Kompetenzen des Gruppenleiters

Title: Aufgaben und Kompetenzen des Gruppenleiters

Research Paper (undergraduate) , 2004 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Doreen Hunger (Author)

Social Work
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„Biologisch gesehen ist ein einzelner Mensch undenkbar. Er würde das Ende der Menschheit bedeuten. Die Sprache … stellt eine Leistung der sprachtragenden Gemeinschaft durch viele Generationen hindurch dar. Durch Sprache …wird sein Denken beeinflusst. Durch seine Sprache hindurch spricht und denkt auch die Gemeinschaft. Der Mensch wird nur unter Menschen ein Mensch, …“(Rudolph Lassahn 1993, zitiert nach H. Hobmair 2002, S. 43)

Der Mensch steht Zeit seines Lebens mit anderen Menschen in Kontakt und gehört von der Geburt bis zum Tode vielen verschiedenen Gruppen (Familie, Verein, Klassenverband, Freundeskreis, Kollegenkreis,…) an. Diese Gruppen sind wichtig zur Ausbildung der eigenen Identität und sie sind Bestandteil der Sozialisation . Denn nur wenn ein Mensch sieht, was bei den anderen anders ist, als bei sich selbst, erkennt er sich selbst - Oder frei nach Martin Buber: „ Der Mensch wird am Du zum Ich“. Diese Erkenntnis ist Ansatzpunkt der sozialen Gruppenarbeit, eine der drei Methoden in der Sozialarbeit. Sie gibt die Möglichkeit Beziehungen entstehen zu lassen und zu erleben.
In dieser Arbeit werde ich mich näher mit der Person des Gruppenleiters befassen.
Wie muss ein Gruppenleiter sein? Welche Voraussetzungen und Fähigkeiten muss er besitzen? Worin bestehen seine Aufgaben im Gruppenprozess?
In intensiver Auseinandersetzung mit diesem Thema, versuche ich Antworten auf diese Fragen zu finden.

Zuerst werde ich einzelne Grundbegriffe wie Gruppenarbeit, Gruppe und Gruppenleiter klären. Anschließend gehe ich auf die persönliche Einstellung bzw. Haltung und Kompetenzen des Gruppenleiters ein, die notwendig sind um eine Gruppe leiten zu können. Aufbauend darauf werde ich die Aufgaben eines Gruppenleiters darstellen und sie bezüglich der Gruppenphasen präzisieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Grundbegriffe

1.1 Die soziale Gruppenarbeit

1.2 Die Gruppe

1.3 Der Gruppenleiter und die Gruppenleitung

2. Die Persönlichkeit und die Kompetenzen des Gruppenleiters

2.1 Die Grundhaltung

2.2 Kompetenzen

2.2.1 Personale Kompetenz

2.2.2 Soziale Kompetenz

2.2.3 Fachliche Kompetenz

2.2.4 Methodenkompetenz

3. Aufgaben des Gruppenleiters

3.1 Vor Beginn der Gruppe

3.2 Aufgaben in der Anfangsphase

3.3 Aufgaben in der Orientierungsphase

3.4 Aufgaben in der Vertrautheitsphase

3.5 Aufgaben in der Differenzierungsphase

3.6 Aufgaben in der Abschlussphase

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Anforderungsprofil an einen Gruppenleiter in der sozialen Arbeit, mit dem Ziel, die notwendigen Kompetenzen sowie die aufgabenbezogene Rolle des Leiters in den verschiedenen Phasen eines Gruppenprozesses zu definieren.

  • Grundlegende Begriffsbestimmungen (Gruppe, soziale Gruppenarbeit, Gruppenleitung)
  • Die Bedeutung der persönlichen Haltung und des humanistischen Menschenbildes
  • Analyse der verschiedenen Kompetenzbereiche (personale, soziale, fachliche und methodische Kompetenz)
  • Strukturierung der Leitungsaufgaben entlang der chronologischen Gruppenphasen
  • Der Gruppenleiter als „Befähiger“ und Modell für die Gruppenmitglieder

Auszug aus dem Buch

3.3 Aufgaben in der Orientierungsphase

In der zweiten Phase, die auch Platzfindungsphase genannt wird, versucht jeder Einzelne seine Position und Anerkennung in der Gruppe zu finden. Es entsteht ein gruppendynamischer Prozess - „ein Netz von Gedanken, Wahrnehmungen, Beziehungen, Sympathien und Ablehnungen“(I. Klein 2002, S. 32) Hier kristallisiert sich schon heraus, wer keinen Platz in der Gruppe findet und sie verlässt.

Selbst der Gruppenleiter muss sich um einen Platz in der Gruppe bemühen und sich seine Sicherheit, Anerkennung und seinen Einfluss auf die Gruppe sichern. Damit keiner in der Gruppe „untergeht“, ist es die Aufgabe des Leiters jeden in die Arbeit der Gruppe zu integrieren, sowie auf die Wünsche und Bedürfnisse der Mitglieder einzugehen und ihnen Sicherheit zu bieten. Da dieser Abschnitt des Gruppenprozesses sehr krisenhaft ist, sollte der Gruppenleiter die Spannungen in der Gruppe offen ansprechen. Er gibt Hilfestellung bei der Klärung der Konflikte und Positionskämpfe und fördert somit die positive Gruppenentwicklung. Auch in Bezug auf den Umgang mit Konflikten ist der Gruppenleiter ein Modell für die Mitglieder. Er kann durch sein eigenes Verhalten die Gruppe steuern und beeinflussen. Sein Verhalten prägt die Art, wie in der Gruppe miteinander umgegangen wird. Um diese Phase erfolgreich zu meistern, ist es wichtig Gruppenaufgaben auszuwählen, die auf Gemeinsamkeiten aufbauen und die individuelle Sicherheit gewährleisten (vgl. I. Klein 2002, S. 32 ff.), aber auch Rivalitäten zulassen, die dem Einzelnen verdeutlichen, welchen Platz er in der Gruppe einnimmt. (B. Langmaack/ M. Braune-Krickau 2000, S. 152) Ebenso wichtig ist es sinnvolle Erlebnisse zu schaffen, bei denen sich das soziale Verhalten der Teilnehmer in der Gruppe entfalten kann und ihnen möglich macht, sich als einzelne Person in der Gruppe zu begreifen und somit die Sozialkompetenz der Teilnehmer fördern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grundbegriffe: Definition der zentralen Termini soziale Gruppenarbeit, Gruppe und Gruppenleitung zur Abgrenzung des Arbeitsfeldes.

2. Die Persönlichkeit und die Kompetenzen des Gruppenleiters: Untersuchung der notwendigen Grundhaltung und der vier wesentlichen Kompetenzfelder, die für eine erfolgreiche Gruppenführung erforderlich sind.

3. Aufgaben des Gruppenleiters: Detaillierte Darstellung der spezifischen Anforderungen an den Leiter, gegliedert nach den aufeinanderfolgenden Phasen des Gruppenprozesses.

Schlüsselwörter

Soziale Gruppenarbeit, Gruppenleiter, Gruppenleitung, Gruppendynamik, soziale Kompetenz, Methodenkompetenz, Gruppenphasen, Personale Kompetenz, Fachliche Kompetenz, Gruppenprozess, Sozialisation, Identitätsbildung, Feedback, Themenzentrierte Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen an einen Gruppenleiter in der sozialen Arbeit, insbesondere im Hinblick auf seine Kompetenzen und seine Aufgaben in organisierten Gruppen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Gruppenarbeit, das Anforderungsprofil (Haltung und Kompetenzen) des Leiters sowie die praktische Gestaltung des Gruppenprozesses in seinen verschiedenen Phasen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die notwendigen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Aufgaben eines Gruppenleiters zu identifizieren und diese in den Kontext der verschiedenen Entwicklungsphasen einer Gruppe zu setzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der pädagogische und sozialpädagogische Fachliteratur (z.B. Konopka, Klein, Langmaack) ausgewertet und für die Beantwortung der Fragestellung synthetisiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kompetenzen, Grundhaltung) und eine phasenorientierte Analyse der Aufgaben (von der Vorbereitung bis zur Abschlussphase).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Gruppenleitung, soziale Kompetenz, Gruppendynamik und die verschiedenen Phasen der Gruppenarbeit.

Welche Rolle spielt die Grundhaltung nach Carl Rogers für den Gruppenleiter?

Die Grundhaltung mit den drei Basisvariablen Akzeptanz, Empathie und Kongruenz dient als Fundament für eine wertschätzende Beziehung zum Teilnehmer und fördert die Vertrauensbildung in der Gruppe.

Wie unterscheidet sich die "Anfangsphase" von der "Orientierungsphase"?

Während in der Anfangsphase primär Unsicherheit und die Etablierung von Sicherheit im Vordergrund stehen, geht es in der Orientierungsphase (Platzfindungsphase) um die Klärung von Positionen, Rollen und den Umgang mit aufkommenden Konflikten.

Warum ist das Prinzip „So aktiv wie nötig, so passiv wie möglich“ in der Differenzierungsphase so wichtig?

In dieser Phase hat die Gruppe eine gewisse Selbstständigkeit erreicht; der Leiter sollte sich hier zurücknehmen, um die Eigenverantwortung der Mitglieder zu fördern und die Gruppe ihren eigenen Weg finden zu lassen.

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Details

Title
Aufgaben und Kompetenzen des Gruppenleiters
College
University of Cooperative Education Breitenbrunn
Grade
2,0
Author
Doreen Hunger (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V25751
ISBN (eBook)
9783638282857
ISBN (Book)
9783638789110
Language
German
Tags
Aufgaben Kompetenzen Gruppenleiters
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Doreen Hunger (Author), 2004, Aufgaben und Kompetenzen des Gruppenleiters, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25751
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