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Jugendkriminalität - Umgang mit Jugenddelinquenz

Title: Jugendkriminalität - Umgang mit Jugenddelinquenz

Seminar Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Daniela Klepke (Author)

Sociology - Children and Youth
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Summary Excerpt Details

Nach den ganzen theoretischen Grundlagen soll dieser Teil der Arbeit einen praktischen Bezug auf das Thema Jugendkriminalität nehmen. Warum Jugendliche kriminell werden ist eben schon behandelt worden. Jetzt stellt sich die Frage wie mit delinquenten Jugendlichen umgegangen werden soll und welche Maßnahmen denn bisher am effektivsten waren ? Ein ständiges Diskussionsthema, zu dem wohl nie die wahre und für jeden vertretbare Lösung gefunden wird. Trotzdem hat sich bereits eine bedeutsame Tendenz ergeben, die mehr zu präventiven als zu repressiven Lösungsansätzen neigt. Die Rechtfertigung liegt vor allem im obersten Prinzip des Jugendrechts - dem Erziehungsgedanken . Damit meint man, dass der Jugendliche selbst als Person, und nicht die Tatschuld im Mittelpunkt stehen soll. Der Strafgedanke im Sinne von Vergeltung und Sühne trifft also nicht zu, da man mehr Wert darauf legt den Jugendlichen so wenig wie möglich in seiner Entwicklung zu beeinträchtigen und im Falle von Sozialisationsdefiziten eine Helferfunktion einzunehmen. Zum Beispiel sollen Jugendliche die einen Diebstahl begangen haben nicht gleich in die Haftanstalt eingewiesen werden, denn dadurch würden sie folglich einigen Lernstoff in der Schule versäumen, wodurch womöglich ihre berufliche Zukunft Schaden davon tragen könnte ( im schlimmsten Falle ). Was noch unbedingt gesagt werden muss, ist, dass das Prinzip des Jugendrechts nicht nur in der Theorie besteht sondern auch in der Praxis seine Anwendung findet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Prävention

2.1.1 Definition

2.1.2 Präventionsansätze

2.1.2.1 Primäre Prävention

2.1.2.2 Sekundäre Prävention

2.1.2.3 Tertiäre Prävention

2.2 Diversion

2.2.1 Definition

2.2.2 Unterstützung durch das Gesetz

2.2.3 Diversion in der Praxis - Beispiel

2.2.4 Vorteile

2.2.5 Nachteile

3. Schlussbemerkung

4.Literaturverzeichnis:

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang mit Jugendkriminalität und analysiert dabei kritisch verschiedene präventive Ansätze sowie die Diversionspraxis im deutschen Jugendstrafrecht. Ziel ist es, die Effektivität von Maßnahmen zur Resozialisierung und zur Vermeidung von Stigmatisierungsprozessen bei delinquenten Jugendlichen zu bewerten.

  • Grundlagen der Kriminalprävention (primär, sekundär, tertiär).
  • Die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Diversion (§§ 45, 47 JGG).
  • Praxisbeispiele und deren Auswirkungen auf die Jugendkriminalität.
  • Pro- und Contra-Argumente zur Anwendung der Diversion.
  • Die Bedeutung der Labeling-Theorie im Kontext der Stigmatisierung.

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Diversion in der Praxis - Beispiel

Auf Seite 5 habe ich bereits Betreuungsmodelle angesprochen, von denen ich jetzt eines vorstellen will .

Meine Wahl fällt dabei auf das Brücke-Projekt München, da es zu einem der ersten Diversionsprojekte, die dazu noch erfolgreich waren, gehört . Wie der Name schon sagt wurde das Projekt in München, vom dem Verein Brücke e.V. 1978 gestartet . Den Anstoß dazu gab die ewige Kritik an der primär repressiven und zu sehr am Strafrecht orientierten Praxis des Jugendkriminalrechts. Außerdem stellte man sich schon seit langem die Frage wie man das Risiko der Stigmatisierung (Labeling Theorie) beseitigt bzw. verringert?! Der zu überprüfende Weg zum Ziel war dabei, wie es auch die Theorie vorschreibt, das jugendgerichtliche Verfahren möglichst frühzeitig, aber an gewisse Bedingungen gebunden, einzustellen . Da der Verein Brücke e.V. sich ohnehin schon für die Durchführung von Arbeitsauflagen von Tausenden von Jugendlichen einsetzt , wollte man an diesem Punkt auch ansetzten . Drei Arten zur Veränderung der jugendrichterlichen Verfahrens- und Sanktionspraxis wurden durchgeführt: Arbeitsauflagen statt Jugendarrest, Vermeidung des Strafverfahrens und Betreuungsweisungsangebote als Alternative zur Strafaussetzung auf Bewährung .

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einführung erläutert den Fokus auf den praktischen Umgang mit delinquenten Jugendlichen und unterstreicht die Bedeutung des Erziehungsgedankens gegenüber bloßer Vergeltung.

2. Hauptteil: Der Hauptteil systematisiert verschiedene Präventionsstufen und vertieft die Mechanismen der Diversion unter rechtlichen sowie praktischen Gesichtspunkten.

2.1 Prävention: In diesem Kapitel werden die drei Säulen der Prävention (primär, sekundär, tertiär) definiert und in ihrer Zielsetzung gegenübergestellt.

2.2 Diversion: Dieses Kapitel widmet sich der rechtlichen Einordnung der Diversion sowie ihrer praktischen Umsetzung in Projekten und den damit verbundenen Vor- und Nachteilen.

3. Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung reflektiert die Ausgangsfrage und bewertet die Diversion als vielversprechenden Weg, um Jugendliche aktiv in den Resozialisierungsprozess einzubinden.

4.Literaturverzeichnis:: Diese Übersicht listet die in der Arbeit verwendeten Fachquellen, Gesetze und Berichte auf.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Jugenddeliquenz, Prävention, Diversion, JGG, Erziehungsgedanke, Stigmatisierung, Labeling-Approach, Sozialisationsdefizite, Resozialisierung, Strafrecht, Brücke-Projekt, Jugendstrafverfahren, Sanktionspraxis, Bagatelldelikte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Ansätzen und Methoden des Umgangs mit straffälligen Jugendlichen, wobei ein besonderer Fokus auf präventiven Maßnahmen und dem Konzept der Diversion liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Einordnung von Präventionsansätzen in primäre, sekundäre und tertiäre Ebenen sowie die rechtliche und praktische Ausgestaltung der Diversion nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erörtern, wie mit delinquenten Jugendlichen umgegangen werden sollte, um einerseits Erziehungsziele zu erreichen und andererseits Stigmatisierungseffekte durch ein formelles Strafverfahren zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die durch die Analyse von Fachliteratur, Gesetzesgrundlagen und praktischen Fallbeispielen, wie dem "Brücke-Projekt", gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Darstellung der Präventionsformen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Diversion, inklusive ihrer Definition, rechtlichen Grundlagen und einer kritischen Würdigung durch Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Jugendkriminalität, Erziehungsgedanke, Diversion, Stigmatisierung und Resozialisierung.

Welche Rolle spielt das "Brücke-Projekt" für die Argumentation des Autors?

Das Projekt dient als Praxisbeispiel, um zu demonstrieren, dass eine Abkehr von rein repressiven Sanktionen hin zu pädagogischen Auflagen messbar positive Ergebnisse für die Resozialisierung von Jugendlichen liefern kann.

Warum sieht der Autor eine Gefahr in der "immensen Ausweitung des sozialen Netzes" bei Diversionsprojekten?

Die Gefahr besteht darin, dass bei Bagatelldelikten durch übermäßige pädagogische Interventionen ein Stigmatisierungseffekt erzeugt wird, der eigentlich durch die Diversion verhindert werden sollte.

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Details

Title
Jugendkriminalität - Umgang mit Jugenddelinquenz
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl Soziologie)
Course
Formen abweichenden Verhaltens
Grade
2,3
Author
Daniela Klepke (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V25753
ISBN (eBook)
9783638282871
ISBN (Book)
9783656204367
Language
German
Tags
Jugendkriminalität Umgang Jugenddelinquenz Formen Verhaltens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Klepke (Author), 2002, Jugendkriminalität - Umgang mit Jugenddelinquenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25753
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