Trotz derzeitiger Konjunkturflaute ist „Made in Germany“ nach wie vor ein starkes Standortargument. Deutschland ist aus nationaler und internationaler Sicht ein wichtiger Investitionsstandort. Aufgrund seiner Marktgröße, der geografischen Lage und einer gut entwickelten und innovativen Wirtschaft gilt Deutschland als attraktiver Standort. Nach Angaben der Regierung gibt es in Deutschland über 20.000 ausländische Firmen, die 2,1 Millionen Arbeitsplätze sichern.
Bei der Standortwahl müssen viele Faktoren beachtet werden. Die Hauptkriterien, auf die ein Unternehmer besonders sein Augenmerk legt, sind Wirtschaftlichkeit, Flexibilität, qualifiziertes Personal, gute Zuliefererstrukturen und eine ausgebaute Infrastruktur. Um den Standort Deutschland auch in Zukunft positiv einschätzen zu können, wünschen sich viele Unternehmer von der Politik bessere Rahmenbedingungen in Bezug auf Lohnnebenkosten und Arbeitsrecht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wirtschaftsstandort Deutschland aus nationaler und internationaler Sicht
2.1 Strukturwandel
2.1.1 Industrienationen
2.1.2 Neue Bundesländer
2.2 Standortfaktoren
2.2.1 Negative Standortfaktoren
2.2.2 Positive Standortfaktoren
2.2.3 Praxisbeispiel Neustadt/Coburg: Firma Rolly Toys
2.3 Cluster
2.3.1 Definition
2.3.2 Globalisierung und regionale Vernetzung
2.3.3 Vorteile von Cluster
2.3.4 Praxisbeispiel Erlangen: Standortverbund Medizin
2.4 Abwanderung
3. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Attraktivität Deutschlands als Wirtschaftsstandort unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Rahmenbedingungen, analysiert aktuelle Herausforderungen sowie Wettbewerbsvorteile und beleuchtet die Dynamik regionaler Standortverbünde.
- Analyse des Strukturwandels und der Situation in den neuen Bundesländern.
- Bewertung positiver und negativer Standortfaktoren für Unternehmen.
- Untersuchung der Bedeutung von Clustern und regionaler Vernetzung für den wirtschaftlichen Erfolg.
- Diskussion der Problematik der Unternehmensabwanderung in Niedriglohnländer.
Auszug aus dem Buch
2.3.3 Vorteile von Cluster
Standortverbunde erleichtern die Anwerbung von Arbeits- und Fachkräften. Die Ausbildungseinrichtungen und Universitäten bilden spezialisierte Arbeitskräfte aus, deren Kenntnisse in den Unternehmen unverzichtbar sind. Die Tatsache, dass sich in einem Standortverbund ähnliche Arbeitsfelder entwickeln sowie wirtschaftsstarke Unternehmen ansiedeln, lockt potenzielle Fachkräfte in die Region. Zusätzliche Ausgaben für die Anwerbung qualifizierten Personals sind somit nicht nötig.
In einem Cluster befinden sich spezialisierte Lieferanten. Die Nähe zu den Abnehmern reduziert Transaktionskosten, Lagerhaltungskosten und Importkosten. Die Kommunikation untereinander stärkt das Vertrauen, Zusagen werden eingehalten um den Ruf nicht zu schädigen. Außerdem bieten Lieferanten vor Ort häufig zusätzliche Dienste, wie zum Beispiel Reparaturservice, an.
Da sich in einem Cluster Firmen mit komplementären Gütern befinden, können Kundenbedürfnisse vor Ort besser erfüllt werden, was wiederum die Kundenzufriedenheit erhöht. Auch die Tatasche, dass in der Region Firmen mit gleichem Output angesiedelt sind, erhöht die Bindung des Kunden an den Standort, denn so erhöht sich für den Käufer die Auswahl an Produkten, Preise und Leistungen können einfacher verglichen werden. Oft werden Kunden auch durch das gemeinsame Marketing der Unternehmen angelockt. Der gute Ruf einer Region beziehungsweise der gute Ruf erfolgreicher Unternehmen am Standort erhöhen das Ansehen und versprechen der Kundschaft qualitative Güter und Dienstleistungen und wecken Vertrauen in die Produkte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt Deutschland als bedeutenden Investitionsstandort vor, weist jedoch auf die Notwendigkeit besserer politischer Rahmenbedingungen hin.
2. Wirtschaftsstandort Deutschland aus nationaler und internationaler Sicht: Dieses Kapitel analysiert den Strukturwandel und die wirtschaftliche Lage in Ost- und Westdeutschland.
2.1 Strukturwandel: Hier werden der Wandel vom Industriestaat zum Dienstleistungssektor sowie die spezifische Situation der neuen Bundesländer diskutiert.
2.2 Standortfaktoren: Es wird eine differenzierte Betrachtung der negativen und positiven Faktoren vorgenommen, ergänzt durch Fallbeispiele aus der Praxis.
2.3 Cluster: Dieser Abschnitt definiert das Konzept der Clusterbildung und erläutert deren Vorteile für die regionale Wettbewerbsfähigkeit und Vernetzung.
2.4 Abwanderung: Das Kapitel befasst sich mit den Gründen für die Produktionsverlagerung in Niedriglohnländer und deren Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt.
3. Fazit: Das Fazit fasst die wirtschaftliche Gesamtsituation zusammen und betont trotz bestehender Risiken die Hoffnung auf einen zukünftigen Konjunkturaufschwung.
Schlüsselwörter
Wirtschaftsstandort, Deutschland, Strukturwandel, Standortfaktoren, Investitionen, Cluster, Wettbewerbsfähigkeit, Globalisierung, Arbeitsmarkt, Abwanderung, Innovation, Industriestandort, Dienstleistungssektor, Standortverbund.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert Deutschland als Wirtschaftsstandort im Kontext aktueller wirtschaftlicher Herausforderungen und Potenziale.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf Strukturwandel, Standortfaktoren, der Bedeutung von Unternehmensclustern und der Problematik der Unternehmensabwanderung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Attraktivität Deutschlands für Investoren kritisch zu hinterfragen und Faktoren zu identifizieren, die den Standort nachhaltig stärken oder schwächen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine qualitative Analyse, die auf Literaturrecherche, aktuellen Wirtschaftsdaten sowie praxisnahen Fallbeispielen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Standortfaktoren, die Erläuterung von Cluster-Vorteilen sowie die Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen durch Abwanderungstendenzen.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Wettbewerbsfähigkeit, Standortfaktoren, Strukturwandel und regionale Vernetzung.
Wie bewerten die Verfasser die Rolle der neuen Bundesländer?
Die neuen Bundesländer werden als Regionen mit spezifischem Anpassungsbedarf, aber auch als attraktive Industriestandorte mit guten geografischen und kooperativen Vorteilen betrachtet.
Warum ist das Beispiel "Erlangen" für die Cluster-Analyse relevant?
Erlangen dient als konkretes Praxisbeispiel, um zu veranschaulichen, wie regionale Vernetzung von Forschung, Wirtschaft und Institutionen Innovation und Unternehmensgründungen fördern kann.
- Quote paper
- Rosa Badaljan (Author), Nina Petrautzki (Author), 2003, Deutschland als Wirtschaftsstandort, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25773