Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Methodology and Methods

Webbefragungen und Online-Access Panels als Möglichkeiten onlinegestützter Forschung. Chancen, Probleme und Zukunftsvisionen

Title: Webbefragungen und Online-Access Panels als Möglichkeiten onlinegestützter Forschung. Chancen, Probleme und Zukunftsvisionen

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Juliane Hack (Author)

Sociology - Methodology and Methods
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Möglichkeiten des Internets und Vorgehensweisen zu Forschungszwecken sollen im Kapitel 2 dieser Arbeit behandelt werden. Dabei wird ein Überblick über die verschiedenen Arten der Nutzung des Internets als Forschungsmittel gegeben. Aufgrund der praktischen Verwendung wird im folgenden der Fokus auf Onlinebefragungen als Mittel reaktiver Forschung gelegt. Die Vorteile dieser werden am Ende des Kapitels genauer betrachtet.

Das dritte Kapitel befasst sich mit dem gewichtigsten Nachteil der Internetbefragungen, dem Problem der Stichprobenziehung im Netz und daraus folgernd die Frage der Repräsentativität. Aufgrund fehlender Angaben über die Grundgesamtheit aller Internetuser scheint es nicht möglich, online eine Zufallsstichprobe als Abbild der Grundgesamtheit gemäß den Regeln empirischer Forschung herzustellen. So wurden die Online-Acess Panels als Lösungsansatz für diese Problematik entwickelt. Einige Forscher nennen sie den „Königsweg“ der Onlineforschung.

Ein Exkurs im dritten Kapitels widmet sich dem Begriff des Online-Access Panels und der Rekrutierung der Teilnehmer für das Panel im besonderen Hinblick auf ihre Repräsentativität. Der Ablauf einer Befragung unter Zuhilfenahme des Online-Access Panel und die Vorteile des Panels gegenüber einfachen Webbefragungen schließen den Abschnitt ab.

Da sich Online-Access Panels nach einigen Testphasen aber auch nicht als Allheilmittel des Repräsentativitätsproblems darstellen, wird am Ende des dritten Kapitels eine zu schaffende Datenbank aller Internetadressen mit Bereinigung um Mehrfachangaben und fehlerhaften Eintragungen mit dem Vorbild des Telefonbuches angedacht, die die Lösung der Stichprobenproblematik bringen könnte.

Der Schluss der Arbeit bietet eine Einordnung der Onlinemethoden in das Portfolio der Institute. Die Internetmöglichkeiten schaffen eine interessante Erweiterung der klassischen Instrumente der Forscher und werden in den kommenden Jahren einen größeren Anteil an den insgesamt durchgeführten Studien einnehmen. Sie werden die anderen aber (zumindest aus heutiger Sicht) nicht vollständig verdrängen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vom Papierfragebogen zur Onlinesurvey

2. Onlineforschung

2.1 Verschiedene Verfahren

2.2 Webbefragungen als Schwerpunkt der Onlineforschung

2.3 Vorgehensweise bei Webbefragungen

2.4 Möglichkeiten und Vorteile der Webbefragungen

3. Das Repräsentativitätsproblem der Webbefragung

3.1 Einige Probleme der Onlineforschung

3.2 Fehlende Grundgesamtheit der Internetuser und Stichprobenziehung

3.3 Online-Access Panels als „Königsweg“ der Onlineforschung?

3.3.1 Begriff des Online-Access Panels

3.3.2 Probandenrekrutierung und Ablauf einer Onlinepanelbefragung

3.3.3 Vorteile gegenüber einmaligen Webbefragungen

3.4 Vision des elektronischen „Telefonbuches“

4. Einordnung der Onlinemethoden in das Portfolio der Institute

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und methodischen Herausforderungen der internetgestützten Sozialforschung. Dabei wird insbesondere analysiert, inwiefern Webbefragungen und Online-Access Panels eine valide Alternative zu traditionellen empirischen Methoden darstellen und welche Problematiken hinsichtlich der Repräsentativität bestehen.

  • Chancen und Vorteile von Webbefragungen gegenüber konventionellen Methoden
  • Methodische Probleme der Stichprobenziehung im Internet
  • Analyse der Qualitätssicherung durch Online-Access Panels
  • Visionäre Ansätze zur Lösung des Repräsentativitätsproblems
  • Einordnung der Onlineforschung in das bestehende Portfolio der Institute

Auszug aus dem Buch

Möglichkeiten und Vorteile der Webbefragungen

Die Möglichkeiten der Onlinebefragung klingen beim ersten Überlegen verheißungsvoll. Auf den Punkt gebracht scheinen innerhalb kürzester Zeit mit relativ wenig Aufwand und Kosten komplexe Studien durchführbar zu sein.

Batinic erwähnt sieben Vorteile der Online-Fragebogenuntersuchung (Batinic 2001, S.12).

Der erste ist das Kriterium der „Asynchronität“. Probanden können den Fragebogen jederzeit ausfüllen, auch nachts oder am Feiertag, einziges Kriterium ist die Abrufbarkeit der Internetseite. Die Anwesenheit eines Interviewers ist bei Webbefragungen nicht nötig.

„Alokalität“ ist sein nächster Punkt. Teilnehmer müssen nicht zuhause angetroffen werden, was ein immer größer werdendes Problem bei Face-to-face-Befragungen ist. Im Zeitalter der Mobilität und Flexibilität von Arbeitsplatz und –zeit ist es immer schwieriger, vor allem junge Probanden am Wohnort anzutreffen. Die Internetumfrage ist von jedem Internetzugang der Welt abrufbar und beantwortbar. Online wird es auch einfacher, internationale Studien durchzuführen, was für global agierende Unternehmen von großem Interesse ist.

Ein weiterer Vorteil ist die „Automatisierbarkeit der Durchführung und Auswertung“ (Batinic 2001, S.13). Der Interviewer muss den Teilnehmer nicht durch den Fragebogen lotsen, das Screen-by-screen-Design (Theobald/ Dreyer/ Strasetzki 2003, S.57) bietet eine einfache Handhabung für den Laien, da jede Frage auf einer neuen Seite präsentiert wird. Das Programm führt den Teilnehmer durch den Fragebogen, Filter sind automatisch geschaltet. Die gewonnenen Daten müssen meist nicht nachträglich von Hand in ein Datenverarbeitungsprogramm eingegeben werden, sondern erfolgen nach Beendigung der Befragung beziehungsweise direkt nach jeder bearbeiteten Frage automatisch. Der Datensatz befindet sich stets auf dem aktuellsten Stand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vom Papierfragebogen zur Onlinesurvey: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Internets vom Insidermedium zum Massenmedium und die damit verbundene Euphorie in der empirischen Forschung.

2. Onlineforschung: Dieses Kapitel differenziert zwischen qualitativen und quantitativen Verfahren sowie reaktiven und nichtreaktiven Methoden in der Onlineforschung.

3. Das Repräsentativitätsproblem der Webbefragung: Der Hauptteil widmet sich der zentralen Problematik der fehlenden Grundgesamtheit im Internet und diskutiert Online-Access Panels als Lösungsansatz.

4. Einordnung der Onlinemethoden in das Portfolio der Institute: Das Fazit bewertet den aktuellen Stellenwert der Onlineforschung und plädiert für den Einsatz von mixed-mode-Befragungen anstelle einer kompletten Substitution klassischer Methoden.

Schlüsselwörter

Onlineforschung, Webbefragung, Online-Access Panels, Repräsentativität, empirische Sozialforschung, Stichprobenziehung, Internetnutzung, Online-Methodik, Datenerhebung, Selbstselektion, Panelbefragung, mixed-mode, Stichprobenqualität, Internet-Survey, digitale Forschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen, die das Internet als Instrument für die markt-, meinungs- und sozialwissenschaftliche Forschung bietet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die methodische Durchführung von Onlinebefragungen, das Problem der Repräsentativität bei Internetstichproben sowie der Aufbau und Nutzen von Online-Access Panels.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, ob und unter welchen Voraussetzungen Onlinebefragungen repräsentative Ergebnisse liefern können und wie diese im Methodenkanon der Forschungsinstitute zu verorten sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Standards der Onlineforschung, methodischer Studien und aktueller Statistiken zur Internetnutzung in Deutschland.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die verschiedenen Rekrutierungswege für Probanden, die Vor- und Nachteile von Onlinebefragungen sowie die Problematik der Identitätskontrolle und der fehlenden Grundgesamtheit im Netz detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Webbefragung, Repräsentativitätsproblem, Online-Access Panel, Stichprobenziehung und Onlineforschung charakterisiert.

Was ist das „Königsweg“-Konzept im Kontext von Online-Panels?

Als „Königsweg“ wird die Offlinerekrutierung von Panel-Teilnehmern bezeichnet, um die durch Online-Selbstselektion entstehenden Verzerrungen der Stichprobe zu minimieren.

Warum ist die Identität von Teilnehmern bei Onlinebefragungen schwer zu prüfen?

Aufgrund der Anonymität des Internets ist es für Institute schwierig zu verifizieren, ob die angegebenen Daten korrekt sind und ob ein Teilnehmer nicht mehrfach an einer Umfrage teilnimmt, um beispielsweise Incentives zu erschleichen.

Welche Rolle spielt die Vision eines „elektronischen Telefonbuches“?

Sie beschreibt die Idee einer offiziellen Datenbank mit E-Mail-Adressen, die eine echte Zufallsstichprobenziehung ermöglichen würde, ähnlich wie das Einwohnermelderegister bei telefonischen oder schriftlichen Befragungen.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Webbefragungen und Online-Access Panels als Möglichkeiten onlinegestützter Forschung. Chancen, Probleme und Zukunftsvisionen
College
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Course
Hauptseminar: Neue Methoden der Befragung
Grade
1,7
Author
Juliane Hack (Author)
Publication Year
2004
Pages
24
Catalog Number
V25787
ISBN (eBook)
9783638283137
ISBN (Book)
9783640584444
Language
German
Tags
Webbefragungen Online-Access Panels Möglichkeiten Forschung Chancen Probleme Zukunftsvisionen Hauptseminar Neue Methoden Befragung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Hack (Author), 2004, Webbefragungen und Online-Access Panels als Möglichkeiten onlinegestützter Forschung. Chancen, Probleme und Zukunftsvisionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25787
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint