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Alexander der Große und die antike literarische Überlieferung

Titre: Alexander der Große und die antike literarische Überlieferung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 1997 , 20 Pages , Note: 1

Autor:in: Maik Nolte (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Inhalt dieser Arbeit ist die Betrachtung der Überlieferungsgeschichte der Taten Alexanders des Großen. Die Personen, die die Geschichte seiner Regierungszeit niederschrieben bzw. in späterer Zeit ein Geschichtswerk über ihn verfaßten, sollen im einzelnen beschrieben und, soweit möglich, auf ihren historiographischen Wert beleuchtet werden. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet die Frage, wie die Geschichte Alexanders über die Jahrhunderte hinweg weitergegeben wurde und wo hierbei die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Autoren und daraus resultierend die Besonderheiten und Schwierigkeiten liegen. Die Quellen der Geschichtsschreiber, die über Alexander berichteten, teilen sich in Primär- und Sekundärquellen auf; erstere stammen von den Zeitgenossen Alexanders; letztere von Autoren der römischen Kaiserzeit. Von den Primärquellen sind nur äußerst wenige Fragmente erhalten1, bei vielen ist nicht einmal der Titel oder der Umfang des Werkes bekannt. Den Charakter eines solchen Werkes sowie die Einstellung des Verfassers zu Alexander kann man also nur aus diesen Bruchstücken sowie durch die wahrscheinliche Nutzung dieser Quelle in einem späteren, erhaltenen Werk ermitteln. Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, daß eine genaue Datierung der Werke nicht möglich ist. Bei einigen Autoren (z.B. Ptolemaios) kann man sie, wenn die biographischen Daten bekannt sind, auf einen mehr oder weniger engen Zeitraum eingrenzen; bei anderen, wie etwa Kleitarchos, liegt die Entstehungszeit völlig im Dunkeln. [...] 1 diese sind zusammengefaßt in: F. Jacoby, Die Fragmente der griechischen Geschichtsschreiber (FGrHist), Berlin 1923 ff.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Fragestellung

1.2. Quellenlage

1.3. Forschungsstand

2. Die Primärquellen

2.1. Die ”offiziellen Quellen”

2.1.1. Die Ephemeriden

2.1.2. Die Hypomnémata

2.1.3. Kallisthenes v. Olynth

2.2. Die ersten Geschichtswerke nach 323 v.Chr.

2.2.1. Kleitarchos

2.2.2. Ptolemaios und Aristobulos

2.2.3. Weitere Autoren

2.3. Zusammenfassung: Die ersten Geschichtswerke über Alexander d. Gr.

3. Die späteren Autoren

3.1. Der ”Alexanderroman”

3.2. Diodoros v. Agyrion

3.3. Q. Curtius Rufus

3.4. Plutarchos v. Chaironeia

3.5. Flavius Arrianus

4. Zusammenfassung

4.1. Geschichte der Alexanderüberlieferung

4.2. Der Forschungsstreit

4.3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Überlieferungsgeschichte der Taten Alexanders des Großen, analysiert die historiographische Qualität der antiken Quellen und beleuchtet die Zusammenhänge sowie die Entstehung der Legendenbildung über den Herrscher.

  • Charakterisierung und Bewertung der antiken Primärquellen zu Alexander dem Großen.
  • Untersuchung der Einflussfaktoren auf die verschiedenen Geschichtswerke der Antike.
  • Gegenüberstellung von "offiziellen" Berichten, romanhaften Darstellungen und wissenschaftlicher Historiographie.
  • Analyse der Bedeutung von Autoren wie Ptolemaios, Kallisthenes, Diodor und Arrian für das heutige Alexanderbild.
  • Erörterung der Schwierigkeiten bei der Datierung und Quellenkritik aufgrund der fragmentarischen Überlieferung.

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Kleitarchos

Kleitarchos, Sohn des Historikers Dinon, lebte in Alexandria und verfaßte eine mindestens 12 Bände umfassende Alexandergeschichte mit dem Titel ”Perì Aléxandron historíai”. Als einziger der hier behandelten Primärautoren nahm er nicht am Feldzug teil. Frühere Auffassungen, daß Kleitarchs Werk sehr spät nach Alexanders Tod entstand - erst um 260 v. Chr., wie z. B. von W.W.Tarn vertreten - haben sich nicht durchgesetzt; mittlerweile geht die Forschung von der Zeit zwischen 315 und 300 v.Chr. aus, also vor oder gleichzeitig mit Ptolemeios und Aristobulos.

Kleitarchs Werk hat eine große Wirkung auf die weitere Überlieferung der Geschichte Alexanders gehabt. So wurde es noch 300 Jahre später von Diodoros und Curtius Rufus herangezogen. Den größten Einfluß auf das Alexanderbild in späterer Zeit nahm es aber dadurch, das es - in größerem Maße als das Werk Kallisthenes´ - die Grundlage für die Alexandervulgata schuf. Obwohl nur 36 Fragmente erhalten sind, kann man aus diesen (sowie aus Ableitungen der Sekundärwerke) schließen, daß Kleitarchs Geschichtswerk weniger ein sachliches Buch als vielmehr eine Art ”phantastischer Roman” war. Die erhaltenen Beschreibungen von einzelnen Ereignissen, wie z.B. Alexanders Tod oder das Wiedersehen mit Nearchos, wurden in einem mehr unterhaltendem als informierenden Stil verfaßt. Dazu kommen Übertreibungen und Halbwahrheiten; kurz: das Werk war ”sehr romanhaft aufgemacht”. Durch die rhetorische Qualität wurde es noch Jahrhunderte später gelesen, u. a. von Cicero, der ihn ”zu den Rhetoren (zählt), denen es erlaubt ist, in ihren Geschichtswerken Lügen zu verbreiten, damit sie etwas anschaulicher schildern können”.

Die Beurteilung Kleitarchs ist also derart, daß seine Alexandergeschichte ein fesselndes und unterhaltsames Werk war, für das historische Genauigkeiten und Wahrheitstreue irrelevant waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die Fragestellung zur Überlieferungsgeschichte der Taten Alexanders und erläutert die schwierige Quellenlage durch fragmentarische Dokumente.

2. Die Primärquellen: Analysiert die zeitgenössischen Berichte, von offiziellen Tagebüchern und Historiographen bis hin zu den ersten Werken nach dem Tod des Königs.

3. Die späteren Autoren: Untersucht die Darstellung Alexanders in späteren Werken, darunter die romanhafte Tradition, Universalgeschichten und biographische Ansätze.

4. Zusammenfassung: Reflektiert die zwei Perioden der Überlieferung und betont die zentrale Rolle Arrians als verlässliche Basis für das moderne Wissen über Alexander.

Schlüsselwörter

Alexander der Große, Überlieferungsgeschichte, Historiographie, Primärquellen, Sekundärquellen, Kleitarchos, Ptolemaios, Flavius Arrianus, Alexanderroman, Quellenkritik, Antike, Feldzug, Legendenbildung, Fragmente, Historische Bibliothek.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der antiken Überlieferungsgeschichte zu Alexander dem Großen, indem sie die verschiedenen Geschichtsschreiber und deren Quellenbasis untersucht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Bewertung der Glaubwürdigkeit antiker Autoren, der Einfluss von "Primärquellen" auf spätere Geschichtswerke und die Unterscheidung zwischen historisch fundierten Berichten und romanhaften Erzählungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Wissen über Alexander den Großen durch die Jahrhunderte tradiert wurde und welche Schwierigkeiten (z.B. mangelnde Quellenkritik) dabei entstanden.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-kritische Analyse der antiken Autoren und vergleicht deren Arbeitsweisen sowie deren Abhängigkeit von vorangegangenen Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Primärquellen (zeitgenössische Autoren und deren Werke) sowie die Untersuchung der späteren antiken Autoren wie Diodor, Plutarch und Arrian.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Alexanderüberlieferung, Quellenkritik, Historiographie, Alexandervulgata und Antike charakterisiert.

Warum wird der "Alexanderroman" als bedeutend eingestuft?

Er war die weitverbreitetste Schrift nach der Bibel und prägte über lange Zeit maßgeblich das populäre Geschichtsbild über Alexander den Großen.

Welche Rolle spielt Arrian in der Alexanderüberlieferung?

Arrian gilt als die wichtigste und verlässlichste Quelle, da er im Gegensatz zu seinen Vorgängern eine kritische Quellenarbeit leistete und auf Legenden verzichtete.

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Résumé des informations

Titre
Alexander der Große und die antike literarische Überlieferung
Université
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Fakultät IV)
Cours
Proseminar Alexander der Große
Note
1
Auteur
Maik Nolte (Auteur)
Année de publication
1997
Pages
20
N° de catalogue
V25913
ISBN (ebook)
9783638284103
Langue
allemand
mots-clé
Alexander Große Proseminar Alexander Große
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maik Nolte (Auteur), 1997, Alexander der Große und die antike literarische Überlieferung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25913
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Extrait de  20  pages
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