Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Leben und dem Werk Rosa Monteros - eine
der bekanntesten spanischen Journalistinnen und Schriftstellerinnen. Anlaß dazu gab das Seminar
„Spanische Literatur nach 1975 am Beispiel Rosa Montero“. Da mit Ausnahme von „Nicht Muse,
nicht Heldin“ kaum Literatur über die Journalistin und Schriftstellerin existiert, stützt sich die
Darstellung ihres Lebens und ihrer Werke vorwiegend auf Interviews.
Zu Beginn der Ausarbeitung soll ein grober Überblick über Rosa Monteros Leben in Form eines
stichpunktartigen Lebenslaufes mit der Aufführung ihrer wichtigsten Werke gegeben werden. Da sich
Rosa Montero nicht nur als Romanschreiberin sondern auch als Journalistin einen Namen gemacht
hat, widmet sich das erste Kapitel ihrer Rolle als Journalistin. Um deutlich zu machen, unter welchen
politischen und sozialen Umständen Rosa Montero ihre ersten schriftstellerischen Gehversuche
gemacht hat, ist es notwendig, die Situation der Frauen in Spanien während des Franco-Regimes zu
betrachten. Nach einem kurzen Einschub über Rosa Monteros ersten Roman, folgt der Kernpunkt
dieser Hausarbeit - eine Analyse des Frauenbildes im Roman „Temblor“.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Lebenslauf
2.1. Werke
3. Rosa Monteros Rolle als Journalistin
4. Die Situation der Frau in Spanien unter dem Franco-Regime 1939-75
5. Unterschiede zwischen Schriftstellern und Schriftstellerinnen
6. Der erste Roman
7. Kritik
8. Das Frauenbild in „Temblor“
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
9. Schlußbetrachtung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben und Schaffen der spanischen Journalistin und Autorin Rosa Montero, mit einem besonderen Fokus auf die Analyse des Frauenbildes in ihrem Roman „Temblor“ unter Berücksichtigung ihrer journalistischen Erfahrungen und des soziopolitischen Kontextes des Franco-Regimes.
- Biografische Übersicht und journalistische Karriere von Rosa Montero
- Die Situation der Frau in Spanien während der Franco-Diktatur
- Der Einfluss journalistischer Arbeitsweisen auf Monteros schriftstellerisches Werk
- Differenzierung zwischen männlichen und weiblichen Perspektiven in der Literatur
- Detaillierte Analyse der Frauenrollen und Machtstrukturen im Roman „Temblor“
Auszug aus dem Buch
8. Das Frauenbild in „Temblor“
Temblor, so Rosa Montero, sei ihr ehrgeizigster Roman, an dem sie am längsten gesessen habe. Er findet in einer imaginären Welt in einer anderen Zeit als der unseren statt und versteht sich als symbolträchtiges Märchen für Erwachsene.
Zitat: „It’s my longest and most ambitious novel. It takes place in an imaginary world, in a time other than our own. It’s a symbolic fairy tale story for grown-ups.“7
Die Analyse des Frauenbildes erfolgt pro Kapitel. Der Analyse voran geht eine auf das Wesentliche beschränkte Inhaltsangabe. Die hinter den Zitaten in Klammern angegebenen Seitenzahlen beziehen sich auf die achte „Temblor“ Ausgabe des Seix Barral Verlages aus dem Jahr 1991.
Teil 1: Tiempo de fe
Im ersten Teil des Romans wird der Leser mit der Situation des „Reiches“, in dem die Protagonistin Agua Fría lebt, bekannt gemacht. Er erfährt, daß auserwählte Menschen - „Anteriores“, die im Gebäudekomplex der Außerordentlichen wohnen - befähigt sind, ihr Wissen an Schüler weiterzugeben. Dieses Privileg haben nur die Allerfähigsten, „los demás morían de verdad, para siempre, de muerte verdadera.“ (p.11) Weiterhin erfährt der Leser, daß in dem Reich keine Kinder mehr geboren werden, und daß sich die Welt beginnt in einem Nebel aufzulösen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Hausarbeit, Rosa Monteros Leben und Werk zu beleuchten und ihr Frauenbild in „Temblor“ zu analysieren.
2. Lebenslauf: Dieses Kapitel gibt einen stichpunktartigen Überblick über den Werdegang und die wichtigsten literarischen Publikationen der Autorin.
3. Rosa Monteros Rolle als Journalistin: Hier wird der Einfluss von Monteros journalistischer Erfahrung auf ihren literarischen Stil und ihre Motivation zum Schreiben untersucht.
4. Die Situation der Frau in Spanien unter dem Franco-Regime 1939-75: Die Untersuchung beleuchtet die prekären rechtlichen und sozialen Bedingungen für Frauen unter der Franco-Diktatur als historischen Hintergrund.
5. Unterschiede zwischen Schriftstellern und Schriftstellerinnen: Das Kapitel reflektiert Monteros Ansichten zur literarischen Darstellung von Geschlechterrollen und ihren eigenen feministischen Standpunkt.
6. Der erste Roman: Hier wird die Entstehungsgeschichte und der inhaltliche Kern ihres ersten Romans „Crónica del desamor“ dargelegt.
7. Kritik: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit Monteros Thesen über die journalistischen Fähigkeiten und Eigenschaften von Frauen und Männern auseinander.
8. Das Frauenbild in „Temblor“: In einer detaillierten Analyse über vier Teile wird untersucht, wie unterschiedliche Gesellschaftsformen die Rolle der Frau in dem Roman prägen.
9. Schlußbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Charaktereigenschaften bei Montero maßgeblich durch die jeweilige soziale Ordnung und nicht durch biologische Determiniertheit geprägt werden.
Schlüsselwörter
Rosa Montero, spanische Literatur, Journalismus, Frauenbild, Temblor, Franco-Regime, Feminismus, Geschlechterrollen, Literaturkritik, Romananalyse, Gesellschaftsordnung, Machtstrukturen, Identität, spanische Schriftstellerinnen, Zeitgenössische Literatur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das Leben und Werk der bekannten spanischen Autorin Rosa Montero und legt dabei einen besonderen Fokus auf die Darstellung der Frau in ihrem Roman „Temblor“.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?
Zentral sind die journalistische Tätigkeit von Montero, die gesellschaftliche Situation von Frauen unter dem Franco-Regime und die kritische Analyse literarischer Frauenfiguren.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Rosa Montero in „Temblor“ gesellschaftliche Strukturen nutzt, um Rollenbilder von Frauen und Männern zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt eine biografische Einordnung, den historischen Kontext des Franco-Regimes sowie eine strukturierte, kapitelweise Textanalyse des Romans „Temblor“.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung von Monteros Werdegang, ihre journalistische Methodik, den historischen Kontext sowie die detaillierte vierstufige Analyse der Romanhandlung und ihrer Protagonistin.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Rosa Montero, Feminismus, Frauenbild, Franco-Regime, Geschlechterrollen und literarische Gesellschaftskritik.
Inwiefern beeinflusst der „New Journalism“ Monteros Stil?
Montero übernimmt Ansätze des „New Journalism“, wie die Loslösung von objektiven Beobachterperspektiven hin zu subjektiven Elementen, was laut der Autorin ihre Arbeit als Schriftstellerin maßgeblich geprägt hat.
Wie bewertet die Autorin die Geschlechterrollen in „Temblor“?
Montero kommt zu dem Schluss, dass Charaktereigenschaften von Frauen und Männern in dem Roman nicht biologisch determiniert sind, sondern direkt aus den jeweiligen Gesellschaftsstrukturen resultieren.
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- Stefanie Theil (Author), 1999, Rosa Montero - Leben und Werk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25985