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Der Beitrag des Papstes Innozenz III. zur Gestaltung Europas. Innozenz III. - Schöpfer des Kirchenstaates und Wurzel des Stato della Città del Vaticano.

Titre: Der Beitrag des Papstes Innozenz III. zur Gestaltung Europas. Innozenz III. - Schöpfer des Kirchenstaates und Wurzel des Stato della Città del Vaticano.

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2002 , 10 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Katrin Eichhorn (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Am 20.9.1870 wurde die ,,Heilige Stadt" Rom von italienischen Soldaten besetzt und zur Hauptstadt des Königreichs Italien erklärt. Dies war das Ende des Kirchenstaates1, dessen über tausendjährige Geschichte von Eroberungskriegen geprägt war. Der lange Kampf der Päpste um einen ausschließlich durch päpstliche Souveränität beherrschtes und von außen unangetastetes Gebiet fand am 11.2.1929 seinen Abschluss. Der Staat der Vatikanstadt (Stato della Città del Vaticano) wurde geschaffen. Dieses souveräne Völkerrechtssubjekt2 ist das Ergebnis aus der Existenz des Kirchenstaates, dessen Wurzeln weit zurückreichen und dessen wahre Erschaffung im Jahre 1198 mit dem Pontifikat des 177. Papstes Innozenz III. begann. Anhand von Quellen aus dem Thronstreitregister Innozenz` III., das er speziell für diese politische Situation anlegen ließ, sowie aktueller Forschungsliteratur werde ich diesen Sachverhalt in vorliegender Arbeit erläutern. Die hier verwandte kritische Edition des Thronstreitregisters stammt von Friedrich Kempf (Regestum Innocentii III papae super negotio Romani imperii). Nach einigen Worten zur Person Innozenz` III. werde ich einen kurzen Überblick über die Geschichte des Kirchenstaates bis zum 12. Jahrhundert geben und die politische Ausgangssituation der Problematik erläutern. Dem folgt die Quellenanalyse, aus der sich das Ergebnis ableitet. Der Schluss wird den Bogen zum Begriff Europa schlagen.

[...]

1 Vgl. Frenz, TRE 19 S. 92: Bezeichnung für diejenigen Gebiete in von der Mitte des 8 Jh. bis 1870 der weltlichen Herrschaft des Papstes unterworfen waren bzw. vom diesem beansprucht wurden. In Italien erstreckte sich der Kirchenstaat als geschlossenes Gebiet vom tyrrhenischen Meer bis zur Adria. Er beinhaltete die fünf Regionen Romagna, Marken, Umbrien, Patrimonium Petri in Tuscia und der römischen Campania.

2 Vgl. Gatz, EKL 4 Sp. 1099.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Lothar von Segni

2. Der Kirchenstaat ab 754 bis zu Papst Innozenz III.

3. Der Tod Heinrichs VI. als Ausgangspunkt

4. Quellenanalyse zur Rekuperationspolitik und Thronstreitpolitik Innozenz‘ III.

5. Das Ergebnis

III. Schluss

IV. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den maßgeblichen Beitrag von Papst Innozenz III. zur territorialen Gestaltung und Sicherung des Kirchenstaates. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie der Papst durch geschicktes politisches Agieren während des deutschen Thronstreits die päpstliche Unabhängigkeit gegenüber weltlichen Mächten durchsetzen und so die Wurzeln des modernen Vatikanstaates festigen konnte.

  • Person und Pontifikat von Innozenz III.
  • Die historische Entwicklung des Kirchenstaates bis zum 13. Jahrhundert
  • Politische Rekuperationspolitik als Mittel zur territorialen Sicherung
  • Der deutsche Thronstreit und die Rolle des Papsttums als Schiedsrichter
  • Die nachhaltige Bedeutung von Innozenz III. für die europäische Geschichte

Auszug aus dem Buch

3. Der Tod Heinrichs VI. als Ausgangspunkt

Alle Handlungen politischer Art Innozenz‘ III. waren auf dessen Bestreben zurückzuführen, die päpstliche Gewalt niemals abhängig von der weltlichen Gewalt werden zu lassen. Eine besondere Rolle innerhalb dieses Bestrebens spielte die Rekuperationspolitik sowie die Thronstreitpolitik des Papstes:

Den Ausgangspunkt der Gesamtbetrachtung bildet der Tod des Stauferkönigs Heinrichs VI.. Nachdem der König im Jahre 1197 starb, geriet das Reich in eine Krise. Die staufisch-deutsche Herrschaft in Italien und Sizilien brach zusammen und in Deutschland lösten die Ereignisse den deutschen Thronstreit aus.

Hierbei wurde der bereits zum Nachfolger gewählte Sohn Heinrichs, Friedrich II, beiseite geschoben und die Konfliktparteien der Staufer und Welfen wählten im Jahre 1198 ihren jeweils eigenen neuen König. Der Staufer Philipp von Schwaben und der Welfe Otto IV standen sich gegenüber. Papst Innozenz III. befand sich unterdessen in der Rolle des Regenten Siziliens, zu dem er von Konstanze, der Witwe Heinrichs VI., bestimmt worden war. Zu diesem Zeitpunkt begann das konsequente, in die Politik eingreifende Handeln des Papstes, das die Wurzel des Kirchenstaates darstellte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung vom Kirchenstaat bis zur Gründung der Vatikanstadt und führt in die Thematik der politischen Souveränitätsbemühungen unter Innozenz III. ein.

II. Hauptteil: Dieser Teil analysiert detailliert den Lebensweg von Innozenz III., die historischen Rahmenbedingungen des Kirchenstaates sowie dessen strategisches Handeln im Rahmen des deutschen Thronstreits.

1. Lothar von Segni: Dieses Kapitel zeichnet die Biografie und den Werdegang von Lothar von Segni bis zu seiner Wahl und Krönung als Papst Innozenz III. nach.

2. Der Kirchenstaat ab 754 bis zu Papst Innozenz III.: Hier wird der historische Kontext der päpstlichen Territorialgeschichte von der karolingischen Ära bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts dargelegt.

3. Der Tod Heinrichs VI. als Ausgangspunkt: Dieses Kapitel erläutert die Krise des Reiches nach dem Tod Heinrichs VI. und deren unmittelbare Auswirkungen auf die politische Handlungsstrategie des Papstes.

4. Quellenanalyse zur Rekuperationspolitik und Thronstreitpolitik Innozenz‘ III.: Anhand zeitgenössischer Quellen wird untersucht, wie der Papst den Thronstreit zwischen Staufern und Welfen zur Sicherung päpstlicher Machtinteressen nutzte.

5. Das Ergebnis: Das Kapitel fasst die Bedeutung von Innozenz III. als strategischen Akteur zusammen, der durch sein politisches Engagement die Grundlagen für einen unabhängigen Kirchenstaat schuf.

III. Schluss: Der Schluss reflektiert die langfristige Wirkung von Innozenz III. als „Weichensteller“ der Geschichte und schlägt die Brücke zur Bedeutung des Papsttums für den europäischen Raum.

IV. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Innozenz III., Kirchenstaat, Vatikanstadt, deutscher Thronstreit, Rekuperationspolitik, Staufer, Welfen, Papsttum, Mittelalter, Territorialpolitik, Friedrich II., Otto IV., Souveränität, Machtpolitik, Europa.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politische Rolle von Papst Innozenz III. bei der Entstehung und Festigung eines unabhängigen Kirchenstaates in Mittelitalien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der päpstlichen Souveränitätspolitik, der Geschichte des Kirchenstaates sowie der aktiven Einmischung des Papstes in den deutschen Thronstreit zwischen 1198 und 1208.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Innozenz III. durch geschickte Nutzung politischer Krisen die Abhängigkeit des Papsttums von weltlichen Herrschern beendete und die Grundlagen für den modernen Kirchenstaat legte.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse, die schwerpunktmäßig auf den Dokumenten aus dem Thronstreitregister Innozenz' III. sowie aktueller Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einordnung, die historische Kontextualisierung des Kirchenstaates und eine detaillierte Auswertung der diplomatischen Korrespondenz während des Thronstreits.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Innozenz III., Kirchenstaat, Thronstreit, Rekuperationspolitik und die politische Souveränität des Papsttums.

Wie begründete Innozenz III. seine Entscheidung gegen den Staufer Philipp von Schwaben?

Innozenz III. argumentierte primär mit formellen Mängeln bei der Wahl sowie mit der bestehenden Exkommunikation Philipps, um dessen Ansprüche als König zu diskreditieren.

Inwiefern lässt sich der Vergleich des Pontifikats mit einer "Weiche" verstehen?

Die Autorin greift das Bild von Thomas Frenz auf, um zu verdeutlichen, dass Innozenz III. den historischen Weg des Papsttums in Richtung eines eigenen, souveränen Staates in Europa maßgeblich gelenkt hat.

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Résumé des informations

Titre
Der Beitrag des Papstes Innozenz III. zur Gestaltung Europas. Innozenz III. - Schöpfer des Kirchenstaates und Wurzel des Stato della Città del Vaticano.
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Cours
Proseminar
Note
1,3
Auteur
Katrin Eichhorn (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
10
N° de catalogue
V2601
ISBN (ebook)
9783638115674
Langue
allemand
mots-clé
Innozenz III. Kirchenstaat Heinrich VI. deutscher Thronstreit Rekuperationen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katrin Eichhorn (Auteur), 2002, Der Beitrag des Papstes Innozenz III. zur Gestaltung Europas. Innozenz III. - Schöpfer des Kirchenstaates und Wurzel des Stato della Città del Vaticano., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2601
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