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Der Regenwurm und seine Sinne - Lokalisierung der Lichtwahrnehmung beim Regenwurm

Title: Der Regenwurm und seine Sinne - Lokalisierung der Lichtwahrnehmung beim Regenwurm

Lesson Plan , 2004 , 16 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Verena Maras (Author)

Didactics - Biolology
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Seit November 2002 unterrichte ich eigenverantwortlich die Klasse 7c. Das Fach Biologie wird, wie bereits in den Klassen 5 und 6, ganzjährig und zweistündig unterrichtet. Die beiden Stunden werden leider als Einzelstunden gegeben, aber da sie montags in der 5. und dienstags in der 1. Stunde stattfinden, besteht trotzdem die Möglichkeit an zwei aufeinander folgenden Tagen thematisch und methodisch eng verknüpft zu arbeiten. Zwischen den beiden Stunden hat keine andere Klasse in dem Biologiefachraum Unterricht, sodass Tafelbilder, Gruppentische und Unterrichtsvorbereitungen aus der vorherigen Stunde bestehen bleiben können. Dadurch wird die Durchführung von forschend-entdeckendem, handlungs- und problemorientiertem Unterricht, der mir in dieser Klasse sehr wichtig ist, etwas erleichtert. Ich versuche die SuS1, so oft es geht, Experimente entwickeln und diese auch im Unterricht umsetzen zu lassen.2
Insgesamt ist die Lerngruppe aufgeweckt, wissbegierig und an biologischen Themen interessiert. Die SuS nehmen in der Regel mit großem Engagement am Unterricht teil, beobachten ihre Umwelt aufmerksam und bringen des Öfteren Objekte ihres Interesses in die Schule4 mit, sodass sie von allen betrachtet, genauer untersucht oder fachliche Informationen dazu eingeholt werden können. Neben diesem großen Engagement ist die Klasse außerdem relativ leistungsstark.
Ein zentrales Anliegen meines Biologieunterrichts ist es, die Fähigkeit der SuS in Bezug auf naturwissenschaftliches Denken und Arbeiten zu fördern (vgl. HKM 2002, 3). Hierbei ist v.a. die Planung, Durchführung, Beobachtung, Ergebnissicherung und Auswertung von Experimenten gemeint, die dem Großteil der Klasse zunehmend besser und routinierter gelingt, doch bedarf die genaue Unterscheidung zwischen Beobachtung, Ergebnis und Auswertung noch gezielter Übung.

1 Die Bezeichnung „SuS“ soll im Folgenden für „Schülerinnen und Schüler“ stehen. Sollte eine Unterscheidung notwendig sein, wird der geschlechtsspezifische Begriff verwendet.
2 In der Vergangenheit war es häufig so, dass die SuS die Versuche am Montag planten und vorbereiteten, um sie am Dienstagmorgen durchzuführen.
3 Er redet sehr langsam und ihm fallen Wörter oft nicht ein. Dies hat sich aber im Laufe des letzten Jahres gebessert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Beschreibung der pädagogischen Situation

2. Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsreihe

3. Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde

4. Ausblick

5. Literatur

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Unterrichtsstunde ist es, durch forschend-entdeckendes Lernen die Lichtwahrnehmung des Regenwurms zu untersuchen und die spezifische Lokalisierung der Lichtsinneszellen am Körper des Tieres experimentell zu bestimmen.

  • Analyse der Lichtempfindlichkeit verschiedener Körperregionen beim Regenwurm
  • Einsatz handlungsorientierter Schülerexperimente zur Erkenntnisfindung
  • Förderung naturwissenschaftlicher Arbeitsweisen (Beobachtung, Ergebnissicherung, Auswertung)
  • Auseinandersetzung mit der ökologischen Anpassung wirbelloser Tiere
  • Förderung einer verantwortungsbewussten Grundhaltung gegenüber Lebewesen

Auszug aus dem Buch

Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde

In der heutigen Lehrprobenstunde soll die Frage beantwortet werden, in welchen Körperabschnitten sich die Lichtsinneszellen des Regenwurms befinden.

Die Lichtsinneszellen sind auf seiner gesamten Epidermis verteilt, kommen aber gehäuft am Vorder- und Hinterende vor; mit ihnen kann er hell und dunkel unterscheiden. Daneben gilt seine Lichtempfindlichkeit nicht für alle Teile des Spektrums gleich. Rot nimmt der Regenwurm nicht wahr, auf die Farbe blau reagiert er. Die einfachen Lichtsinneszellen des Regenwurms zeigen eine sehr sinnvolle Anpassung an seinen Lebensraum. Ihnen kommt die lebenswichtige Aufgabe zu, die pigmentlose Haut vor schädlichem UV-Licht zu bewahren. Der UV-Anteil des Lichts würde in der pigmentlosen Haut des Wurms ein Gift erzeugen, das seine Atmung lähmt. Daher ist auch die Verteilung der Lichtsinneszellen auf der gesamten Oberfläche des Wurms sehr sinnvoll.

Die Lichtempfindlichkeit ist am Vorderende am größten, nimmt in den folgenden Körperabschnitten allmählich ab, erreicht kurz hinter der Körpermitte ein Minimum und steigt dann wieder an. Dabei ist die Konzentration der über den Körper verteilten Lichtsinneszellen am Hinterende niedriger als am Vorderende.

Ein Ziel der heutigen Stunde ist es also, dass die SuS lernen, dass der Regenwurm vorne und hinten lichtempfindliche Stellen besitzt und (wenn die Ergebnisse es zulassen) auch der Mittelteil des Körpers etwas lichtempfindlich reagiert. Darauf aufbauend können die SuS in einem quantitativen Experiment erfahren, dass die Konzentration der Sinneszellen im hinteren Bereich niedriger als im vorderen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Beschreibung der pädagogischen Situation: Der Abschnitt erläutert die Zusammensetzung der Lerngruppe, die methodische Arbeitsweise sowie das Lernklima in der Klasse 7c.

2. Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsreihe: Hier wird die Einbettung des Themas Regenwurm in das Ökosystem Wald sowie die Relevanz des handlungsorientierten Arbeitens mit lebenden Objekten begründet.

3. Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde: Dieser Teil beschreibt die fachliche Zielsetzung sowie den geplanten Versuchsaufbau zur Erforschung des Lichtsinns beim Regenwurm.

4. Ausblick: Hier werden weiterführende Aspekte wie die Untersuchung weiterer Sinne und die langfristige curriculare Anbindung an neurobiologische Themen thematisiert.

5. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachdidaktik-Literatur und Quellen für die Unterrichtsgestaltung.

6. Anhang: Enthält die für die Stunde entwickelten Protokollvorlagen und Arbeitsblätter zur Durchführung der Experimente.

Schlüsselwörter

Regenwurm, Lichtsinneszellen, Ökosystem Wald, Biologieunterricht, Schülerexperiment, Fototaxis, Lichtempfindlichkeit, Destruenten, Wirbellose, naturwissenschaftliches Arbeiten, Handlungs- und Problemorientierung, Lernarrangements, Lichtwahrnehmung, Invertebraten, Biologiedidaktik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für eine Lehrprobe im Fach Biologie dar, die sich mit der Untersuchung der Sinne eines Regenwurms beschäftigt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Ökologie des Regenwurms als Destruent, die Lichtwahrnehmung bei Invertebraten sowie fachdidaktische Ansätze zur schülerorientierten Versuchsplanung.

Was ist das primäre Ziel der Stunde?

Das Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler durch eigene Experimente herausfinden, in welchen Körperabschnitten sich die Lichtsinneszellen des Regenwurms befinden und wie sich dessen Lichtempfindlichkeit verteilt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode des forschend-entdeckenden Lernens angewandt, bei der die Schülerinnen und Schüler durch qualitative und quantitative Versuche am Lebendobjekt eigenständig Erkenntnisse generieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die didaktischen Überlegungen zur Unterrichtsreihe und zur konkreten Lehrprobenstunde, inklusive der Versuchsplanung und der theoretischen Einbettung, ausführlich dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Regenwurm, Lichtsinneszellen, Schülerexperiment, handlungsorientierter Unterricht und Ökosystem Wald definiert.

Warum wurde der Regenwurm als Untersuchungsobjekt gewählt?

Der Regenwurm eignet sich hervorragend als kostengünstiges, leicht zu beschaffendes und einfach zu haltendes Beobachtungsobjekt, an dem grundlegende ökologische und physiologische Zusammenhänge artgerecht erforscht werden können.

Welche Rolle spielt die Gruppenarbeit im Unterrichtskonzept?

Gruppen- oder Partnerarbeit wird genutzt, um alle Lernenden aktiv einzubinden, methodische Kompetenzen zu fördern und den Austausch über Arbeitsprozesse und Ergebnisse zu ermöglichen.

Wie wird mit der Problematik von "Vorurteilen gegenüber Tieren" umgegangen?

Durch die praktische, selbstbestimmte Annäherung an das Lebewesen wird versucht, Wissensdefizite abzubauen und eine emotionale positive Auseinandersetzung zu fördern, um Aversionen zu verringern.

Welche Funktion hat der "Kognitive Konflikt" beim Einstieg?

Der Konflikt, hervorgerufen durch eine irritierende Zeichnung, soll die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler wecken und ihre Lernbereitschaft aktivieren, um ihr Vorwissen kritisch zu hinterfragen.

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Details

Title
Der Regenwurm und seine Sinne - Lokalisierung der Lichtwahrnehmung beim Regenwurm
Grade
sehr gut
Author
Verena Maras (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V26013
ISBN (eBook)
9783638284806
ISBN (Book)
9783640147250
Language
German
Tags
Regenwurm Sinne Lokalisierung Lichtwahrnehmung Regenwurm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Maras (Author), 2004, Der Regenwurm und seine Sinne - Lokalisierung der Lichtwahrnehmung beim Regenwurm, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26013
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