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Der Schlankheits- und Diätenwahn sowie psycho-soziale Ursachen von Essstörungen. Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Schulen und Unterricht

Titel: Der Schlankheits- und Diätenwahn sowie psycho-soziale Ursachen von Essstörungen. Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Schulen und Unterricht

Examensarbeit , 2004 , 137 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Romy Thiel (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Überall lesen wir „zu fett“, „zu süß“, „zu viel“. Ich möchte aber von jenen anderen schreiben „zu mager“, „zu dünn“, „hungrig“, „isoliert“. Der Körper ist die Sprache dieser Betroffenen, ihr Hilferuf in die Welt des Nahrungsüberflusses. Vor allem Mädchen in der Pubertät zählen zu den potentiellen Kandidaten, die an einer Essstörung erkranken. Die Jugendlichen befinden sich zu dieser Zeit in einer schwierigen Phase. Sie werden mit körperlichen, aber auch persönlichen Veränderungen konfrontiert, die ihnen vorher noch nicht begegnet sind. Gerade deshalb ist es wichtig, dass man in dieser schwierigen Zeit für die Jugendlichen da ist. Sie benötigen eine Bezugsperson, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht und die gemeinsam mit den Pubertierenden nach Lösungsmöglichkeiten sucht. Deshalb ist es für mich als angehende Lehrerin sehr wichtig auf diese aktuelle Problematik aufmerksam zu machen. Die heutigen Lehrer werden nicht nur mit Gewalt und Drogen konfrontiert, sondern auch mit Problemen, die das Essverhalten der Jugendlichen betreffen. Allerdings ist zu bedenken, dass die Thematik falsch verstandenen Essverhaltens sehr selten als Inhalt einer pädagogischen Lehramtsausbildung zu finden ist. Als Lehrperson muss man demnach bereit sein, sich mit Hilfe von Literaturrecherchen, Beratungsstellen oder Fachpersonen ein spezifisches Wissen anzueignen, dass denjenigen Lehrer befähigt mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen und ihrer Krankheit präventiv und interventiv umzugehen und entsprechend zu agieren. Das folgende Beispiel spiegelt die Problematik von falsch verstandenem Essverhalten sehr anschaulich wieder.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Essverhalten, Gewicht und Normalität

2.1. Essen als Grundbedürfnis

2.2. Gestörtes und normales Essverhalten

2.3. Welches Gewicht ist „normal“?

3. Theoretische Grundlegung – Erscheinungsbild der Magersucht und Bulimie

3.1. Begriffsbestimmung und Diagnosekriterien

3.1.1. Anorexia nervosa (Magersucht)

3.1.2. Bulima nervosa (Ess-Brechsucht)

3.2. Symptomatik – das anorektische und bulimische Verhalten

3.2.1. Anorexia nervosa

3.2.2. Bulimia nervosa

3.3. Zusammenhang von Magersucht und Bulimie

4. Historische Entwicklung der Magersucht und Bulimie

4.1. Geschichte der Anorexia nervosa

4.2. Geschichte der Bulimia nervosa

5. Ursachen und Erklärungsansätze der Magersucht und Bulimie

5.1. Verbreitung und Häufigkeit von Essstörungen

5.2. Entstehungsmechanismen

5.2.1. Prädisponierende Faktoren

5.2.2. Auslösende Ereignisse

5.3. Erklärungsansätze

5.3.1. Soziokulturelle und gesellschaftliche Ansätze

5.3.2. Psychologische – Individuelle Ansätze

5.4. Zusammenfassung

6. Der Schlankheits- und Diätenwahn mit seinen Folgen

6.1. Daten und Fakten zum Schönheitsideal und Diäten

6.2. Steuerung des Essverhaltens

6.3. Regulation des Körpergewichts und der Nahrungsaufnahme

6.4. Vielfalt der Diäten

6.5. Gezügeltes Essverhalten - von der Diät zur Essstörung

7. Behandlung, Intervention und Prävention bei Magersucht und Bulimie

7.1. Therapeutische Maßnahmen

7.2. Pädagogische Maßnahmen

7.2.1. Interventionsmöglichkeiten des Lehrers – Konkrete Ratschläge für Lehrer von Betroffenen

7.2.2. Pädagogische Präventionsmaßnahmen

8. Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die psychosozialen Ursachen von Essstörungen (Magersucht und Bulimie) vor dem Hintergrund eines zunehmenden Schlankheits- und Diätenwahns. Ziel ist es, angehenden Lehrkräften ein tieferes Verständnis für diese Krankheitsbilder zu vermitteln, um betroffene Jugendliche in der Schule frühzeitig zu erkennen, präventiv tätig zu werden und angemessene Interventionsstrategien im pädagogischen Kontext zu entwickeln.

  • Analyse von Erscheinungsbildern und Symptomatiken der Anorexia nervosa und Bulimia nervosa.
  • Untersuchung soziokultureller, familiendynamischer und psychologischer Entstehungsfaktoren.
  • Kritische Beleuchtung des gesellschaftlichen Schlankheitsideals und der "Diät-Falle".
  • Erarbeitung pädagogischer Handlungsoptionen für Lehrer im Bereich der Prävention und Intervention.

Auszug aus dem Buch

Gestörte Körperwahrnehmung

„Am besten bekannt unter den Wahrnehmungsstörungen bezüglich der Körpermaße ist die Leugnung des Anorektikers, seine heftige Verteidigung des ausgemergelten Körpers als nicht zu dünn, sondern gerade richtig, als normal.“ (Bruch 1994, 117). Diese gestörte Wahrnehmung geht sogar soweit, dass die Magersüchtigen aufkommende Körperreize nicht mehr wahrnehmen können und infolgedessen auch beim Deuten von Hunger versagen. Der Körper magert infolgedessen immer mehr ab. Die Patientinnen identifizieren sich mit diesem skeletthaften Erscheinungsbild und verleugnen, dass mit ihrer Figur etwas nicht stimmt. Die Anorektikerinnen leiden unter „Störungen im Erleben des eigenen Körpergewichts und der Figur.“ (Weber / Stierlin 1989, 27). Sie fühlen sich bei jedem Anblick im Spiegel zu dick und wollen noch mehr abnehmen.

Hierzu ein Beispiel: „Eine zwanzigjährige Frau, die allem Anschein nach in der Therapie gute Fortschritte machte, gab zu „Ich kann wirklich nicht sehen, wie dünn ich bin. Ich schaue in den Spiegel und sehe es immer noch nicht. Ich weiß, dass ich dünn bin, weil ich bei mir nichts als Knochen spüre.“ (Bruch 1994, 118).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Essstörungen bei Jugendlichen und die Notwendigkeit für Lehrkräfte, sich mit dieser Thematik zu befassen.

2. Essverhalten, Gewicht und Normalität: Dieses Kapitel definiert normales Essverhalten sowie Kriterien für Störungen und diskutiert kritisch die medizinische Messbarkeit von „Normalgewicht“.

3. Theoretische Grundlegung – Erscheinungsbild der Magersucht und Bulimie: Es erfolgt eine detaillierte Begriffsbestimmung und klinische Beschreibung der Symptome und Verhaltensweisen beider Krankheitsbilder.

4. Historische Entwicklung der Magersucht und Bulimie: Der Abschnitt skizziert den Wandel der Deutung von Nahrungsverweigerung von einer religiösen Askese hin zu einer medizinisch diagnostizierten psychischen Störung.

5. Ursachen und Erklärungsansätze der Magersucht und Bulimie: Die Autorin analysiert die Multikausalität der Krankheiten, unterteilt in soziokulturelle, familiäre und individuell-psychologische Einflussfaktoren.

6. Der Schlankheits- und Diätenwahn mit seinen Folgen: Hier wird der Einfluss von Medien und gesellschaftlichen Idealen beleuchtet, die Diäten als Einstiegsdroge in Essstörungen etablieren.

7. Behandlung, Intervention und Prävention bei Magersucht und Bulimie: Dieses zentrale Kapitel bietet praktische Orientierungshilfen für Lehrer, inklusive konkreter Ratschläge und pädagogischer Präventionsmodelle.

8. Schlussbemerkung: Ein abschließendes Fazit, das die Komplexität der Prävention betont und das Plädoyer für ein sensibilisiertes Lehrverhalten bekräftigt.

Schlüsselwörter

Essstörungen, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Diätwahn, Schlankheitsideal, Prävention, Pädagogische Maßnahmen, Körperwahrnehmung, Magersucht, Bulimie, Psychosoziale Ursachen, Essverhalten, Jugendalter, Identitätsentwicklung, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen und Folgen von Essstörungen (Magersucht und Bulimie) bei Jugendlichen und wie Lehrkräfte im Schulalltag damit umgehen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das gestörte Essverhalten, der gesellschaftliche Diäten- und Schlankheitswahn, die psychologischen Hintergründe der Erkrankungen sowie Ansätze für Prävention und Intervention in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Sensibilisierung von Lehrkräften für das Thema Essstörungen und die Bereitstellung von Informationen und konkreten Handlungsanweisungen, um betroffene Schülerinnen zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Zusammenführung psychologischer, soziologischer und medizinischer Erkenntnisse zur Entstehung und Behandlung von Essstörungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert ausführlich die Symptomatik beider Krankheitsbilder, ihre historischen Wurzeln, die multikausalen Entstehungsursachen sowie die Rolle der Schule bei der Prävention.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Essstörungen, Diätwahn, Schlankheitsideal, pädagogische Prävention, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Körperwahrnehmungsstörungen.

Wie wird das "Gezügelte Essverhalten" in der Arbeit bewertet?

Das gezügelte Essverhalten wird als Risikofaktor eingestuft, da die kognitive Kontrolle der Nahrungsaufnahme die natürliche Hunger- und Sättigungsregulation stört und somit den Weg in eine Essstörung bahnen kann.

Warum ist die "Minnesota-Studie" für die Arbeit relevant?

Die Studie zeigt, dass viele Symptome, die heute als Essstörung diagnostiziert werden, direkte Folgen von Nahrungsrestriktion und Unterernährung sind, was die Theorie untermauert, dass ständiges Diäthalten gefährliche körperliche und psychische Folgen hat.

Ende der Leseprobe aus 137 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Schlankheits- und Diätenwahn sowie psycho-soziale Ursachen von Essstörungen. Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Schulen und Unterricht
Hochschule
Universität Potsdam  (Arbeitslehre/Ernährung)
Note
1,3
Autor
Romy Thiel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
137
Katalognummer
V26024
ISBN (eBook)
9783638284882
ISBN (Buch)
9783656234562
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schlankheits- Diätenwahn Ursachen Essstörungen Präeventions- Interventionsmaßnahmen Schulen Unterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Romy Thiel (Autor:in), 2004, Der Schlankheits- und Diätenwahn sowie psycho-soziale Ursachen von Essstörungen. Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Schulen und Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26024
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