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Altersdepression

Title: Altersdepression

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Hüttermann (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Der Begriff Depression (lat. depressus , bzw. deprimere „niederdrücken“) wird, laut
Fremdwörterlexikon, beschrieben mit „Niedergeschlagenheit“ und „gedrückter
Stimmung“, jedoch ist diese Beschreibung irreführend und unvollständig da
Empfindungen wie Traurigkeit und Niedergeschlagenheit ebenso ganz normale
Gefühle sind die durch alltägliche belastende Ereignisse ausgelöst werden können.
Eine Depression ist vielmehr eine Erkrankung des Gemüts die neben Erscheinungen
wie z.B. Traurigkeit, Antriebslosigkeit und sozialem Rückzug auch körperliche
Auswirkungen wie z.B. Schlafstörungen und Appetit- und Verdauungsstörungen
hervorrufen kann.
Bei Frauen treten Depressionen etwa doppelt so oft auf wie bei Männern, insgesamt
leiden bis zu 18% der deutschen mindestens einmal in ihrem Leben tatsächlich an
einer Depression, wovon etwa 2 bis 7 % als dringend behandlungsbedürftig
eingestuft werden.
Von einer Altersdepressionen (auch Involutionsdepression) im besonderen spricht
man, wenn ein Mensch nach dem 65. Lebensjahr erstmals an einer Depression
erkrankt.
Nach Gurland („The comparative frequency of depression in various adult age
groups”, 1976) unterscheidet sich der Verlauf der Depression im Alter nicht
kategorisch von depressiven Störungen bei jüngeren Menschen, sie entwickelt sich
eher schleichend und die Ursachen hierfür sind aber gemeinhin andere (siehe hierzu
Punkt 3 dieser Hausarbeit).
Laut Zaudig („Depression und Demenz im Alter - Abgrenzung, Wechselwirkung,
Diagnose, Therapie“, 2001) neigen alte Menschen allerdings häufiger zur
Bagatellisierung depressiver Symptome und psychische Störungen werden weniger
oder auch gar nicht akzeptiert.
Depressive Symptome werden bei ca. 10 bis 15 % der älteren Menschen festgestellt.
Bei älteren Menschen die in Einrichtungen wie Pflege- oder Altersheimen leben liegt
der Anteil bei geschätzten 30 % von denen allerdings nur ca. 15 % tatsächlich
diagnostiziert werden.
Eine Altersdepression ist also eine medizinisch ernstzunehmende Erkrankung die
fachgerechter Behandlung Bedarf, allerdings häufig als normale Erscheinung des
Alterns hingenommen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung / Begriffserklärung

2. Depressionsarten

2.1 Psychogene Depression

2.2 Somatoge Depression

2.3 Endogene Depression

3. Ursachen

4. Symptome

4.1. Psychische Symptome

4.1.1 Selbstwertgefühl

4.1.2. Konzentrationsfähigkeit

4.1.3 Seelisches Empfinden:

4.1.4 Motivation/Antrieb

4.1.5 Denken

4.1.6. Soziale Kontakte

4.2. Physische Symptome

4.2.1 Essverhalten

4.2.2 Schlafstörungen

4.2.3 Atmungsstörungen

4.2.4 Herzbeschwerden

4.2.5 Kreislauf

4.2.6 Kopfdruck

4.2.7 Verdauungstrakt

5. Behandlung von (Alters)depressionen

5.1 Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten

5.1.1 Medikamente

5.1.2 Psychotherapie

5.1.3 Schlafentzugstherapie

5.1.4 Lichttherapie

5.1.5 Beschäftigungstherapie

5.1.6 Bewegungstherapie

5.1.7 Entspannungstherapie

6. Suizidalität

7. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Krankheitsbild der Altersdepression in seinen wesentlichen Aspekten darzustellen, diagnostische Schwierigkeiten zu beleuchten und verschiedene therapeutische Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen, um die Relevanz einer fachgerechten Behandlung im höheren Lebensalter zu verdeutlichen.

  • Definition und Abgrenzung der Altersdepression von depressiven Erkrankungen bei jüngeren Menschen.
  • Detaillierte Analyse psychischer und physischer Symptome als Basis für eine fundierte Diagnose.
  • Überblick über diverse Therapiemöglichkeiten, von medikamentösen Ansätzen bis hin zu Beschäftigungs- und Entspannungstherapien.
  • Erörterung der Suizidalität bei älteren Menschen als kritisches Handlungsfeld.
  • Diskussion gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und Hindernisse bei der Diagnose und Behandlung.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung / Begriffserklärung

Der Begriff Depression (lat. depressus , bzw. deprimere „niederdrücken“) wird, laut Fremdwörterlexikon, beschrieben mit „Niedergeschlagenheit“ und „gedrückter Stimmung“, jedoch ist diese Beschreibung irreführend und unvollständig da Empfindungen wie Traurigkeit und Niedergeschlagenheit ebenso ganz normale Gefühle sind die durch alltägliche belastende Ereignisse ausgelöst werden können.

Eine Depression ist vielmehr eine Erkrankung des Gemüts die neben Erscheinungen wie z.B. Traurigkeit, Antriebslosigkeit und sozialem Rückzug auch körperliche Auswirkungen wie z.B. Schlafstörungen und Appetit- und Verdauungsstörungen hervorrufen kann.

Bei Frauen treten Depressionen etwa doppelt so oft auf wie bei Männern, insgesamt leiden bis zu 18% der deutschen mindestens einmal in ihrem Leben tatsächlich an einer Depression, wovon etwa 2 bis 7 % als dringend behandlungsbedürftig eingestuft werden.

Von einer Altersdepressionen (auch Involutionsdepression) im besonderen spricht man, wenn ein Mensch nach dem 65. Lebensjahr erstmals an einer Depression erkrankt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung / Begriffserklärung: Definiert den Begriff Depression und grenzt die Altersdepression als spezifisches Krankheitsbild ab dem 65. Lebensjahr ab.

2. Depressionsarten: Unterscheidet zwischen psychogenen, somatogenen und endogenen Formen der Depression.

3. Ursachen: Erläutert genetische, psychologische und biologische Faktoren, die zur Entstehung einer Altersdepression beitragen können.

4. Symptome: Detailliert die psychischen und physischen Anzeichen einer Depression gemäß ICD-10 und erläutert die verschiedenen Schweregrade.

5. Behandlung von (Alters)depressionen: Stellt ein breites Spektrum an Therapieansätzen vor, darunter medikamentöse, psychotherapeutische und aktivierende Verfahren.

6. Suizidalität: Analysiert die Problematik des Suizids im Alter und die Besonderheiten im Verlauf von Suizidgedanken bei älteren Menschen.

7. Schlusswort: Reflektiert die Schwierigkeiten der Diagnostik im heutigen Gesundheitssystem und betont die Notwendigkeit verstärkter gesellschaftlicher Aufklärung.

Schlüsselwörter

Altersdepression, Involutionsdepression, Depression, psychische Gesundheit, Psychotherapie, Antidepressiva, Suizidalität, Symptomatologie, Gerontopsychiatrie, Diagnose, Behandlung, Lebensqualität, soziale Isolation, psychische Störungen, Gesundheitssystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der medizinischen und sozialen Relevanz der Altersdepression und untersucht, wie dieses Krankheitsbild erkannt und behandelt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zu anderen Lebensaltern, die Symptomatik, therapeutische Interventionen sowie die besondere Problematik der Suizidalität bei Senioren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Altersdepression zu schaffen und aufzuzeigen, warum eine fachgerechte Diagnose trotz häufiger Bagatellisierung durch Betroffene und Umfeld essenziell ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse unter Einbeziehung von Klassifikationssystemen wie dem ICD-10 sowie fachspezifischer Literatur zur Gerontopsychiatrie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Klassifikation der Depressionsarten, die Ursachenforschung, eine detaillierte Auflistung psychischer und physischer Symptome sowie eine umfangreiche Darstellung der Behandlungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Altersdepression, Symptomatologie, Therapieformen, Suizidalität und die Herausforderungen im deutschen Gesundheitssystem.

Warum ist die Unterscheidung zwischen psychogener, somatogener und endogener Depression im Alter wichtig?

Die Unterscheidung ist für die Wahl der richtigen Therapie entscheidend, da beispielsweise eine durch körperliche Erkrankungen bedingte (somatogene) Depression eine andere therapeutische Strategie erfordert als eine rein anlagebedingte (endogene) Form.

Welche Rolle spielt die Suizidalität speziell bei der Altersdepression?

Suizide bei älteren Menschen sind oft langfristig geplant und weisen eine höhere Entschlossenheit auf, weshalb die Früherkennung von Selbstmordabsichten bei der Betreuung von Senioren eine lebenswichtige Rolle spielt.

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Details

Title
Altersdepression
College
University of Duisburg-Essen
Course
Erkrankungen im Alter
Grade
1,0
Author
Michael Hüttermann (Author)
Publication Year
2004
Pages
13
Catalog Number
V26048
ISBN (eBook)
9783638285049
Language
German
Tags
Altersdepression Erkrankungen Alter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Hüttermann (Author), 2004, Altersdepression, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26048
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