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Aspekte des Neoliberalismus

Title: Aspekte des Neoliberalismus

Seminar Paper , 1998 , 17 Pages , Grade: 1

Autor:in: Andreas Holzer (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Eigentlich wollte ich diese Arbeit schlicht und einfach "Neoliberalismus" nennen, doch kam ich zu der Erkenntnis, daß es nicht möglich ist alle maßgeblichen Vertreter des neoliberalen Paradigmas in diesem Rahmen seriös zu behandeln und deshalb habe ich mich entschlossen Milton Friedmans Werk "Kapitalismus und Freiheit", in den Mittelpunkt meiner Betrachtungen zu stellen. Außerdem scheint es mir auch interessanter mehr Raum für die kritische Auseinandersetzung mit der neuen neoliberalen "Weltreligion" zu reservieren, als sämtliche Autoren und Werke zusammenzufassen.
Gerade aufgrund der Dominanz des neoliberalen Theorems in der Gegenwart ist es wichtig die Ideologie der freien Märkte, den Rückzug des Staates und alle anderen Rezepte dieses politischen und ökonomischen Programms zu beleuchten und deren Auswirkungen, die sich bereits bemerkbar machen zu hinterfragen. Wenn man Friedmans Ideen mit der heutigen Realität vergleicht, wird klar, daß vieles von dem, was er fordert, bereits verwirklicht ist und kaum angezweifelt wird.
Daher scheint es nicht vermessen "Kapitalismus und Freiheit" als die Bibel des Neoliberalismus zu bezeichnen ( vielleicht nicht die einzige ) und rechtfertigt die Ausklammerung anderer neoliberaler Autoren. Schließlich wird der Lückenhaftigkeit der Arbeit auch durch den Titel Rechnung getragen.
Die Arbeit gliedert sich in drei Teile:
Im ersten Teil soll ein kleiner Exkurs in die Ökonomie unternommen werden, um die verschiedenen ökonomischen Denkschulen gegenüberzustellen, die ja letztendlich als wissenschaftliche Rechtfertigungen für die jeweiligen wirtschaftspolitischen Programme herangezogen werden und um Friedmans Position in der Wissenschaft zu zeigen. Weiters sollen Begriffe wie Neoliberalismus definiert, erklärt und ein bißchen kommentiert werden.
Im zweiten Teil wird "das Buch" zusammengefaßt und es wird versucht das politische Programm darzustellen.
Der Kritik an Friedmans Werk und am Neoliberalismus soll im dritten Teil Raum gegeben werden.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Begrifflichkeiten zwischen Ökonomie und Ideologie

1.1. Exkurs in die Ökonomie

a. Merkantilismus

b. Klassik

c. Neoklassik

d. Keynesianismus

e. Zeit nach

f. Monetarismus

1.2. Was ist Neoliberalismus?

2. Kapitalismus und Freiheit

2.1. Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher und politischer Freiheit

2.2. Die Rolle des Staates in einer freien Gesellschaft

2.3. Einkommensverteilung

2.4. Sozial und Wohlfahrtsmaßnahmen

3. Schlußbemerkung und Kritik

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem Neoliberalismus auseinander, wobei der Fokus auf Milton Friedmans Werk „Kapitalismus und Freiheit“ als zentralem Referenzpunkt für das neoliberale Paradigma liegt. Ziel ist es, die ökonomischen Grundlagen, das politische Programm sowie die sozialen Auswirkungen dieses Modells darzustellen und einer kritischen Würdigung zu unterziehen.

  • Vergleich verschiedener ökonomischer Denkschulen und deren Einordnung
  • Definition und Herleitung des Begriffs „Neoliberalismus“
  • Analyse von Friedmans Thesen zu Freiheit, Staat und Wirtschaft
  • Diskussion der neoliberalen Positionen zu Sozial- und Wohlfahrtsmaßnahmen
  • Kritische Reflexion über die gesellschaftlichen Auswirkungen neoliberaler Politik

Auszug aus dem Buch

2.1. Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher und politischer Freiheit

„Als Liberale sehen wir in der Freiheit des Individuums und vielleicht noch in der Freiheit der Familie das höchste Ziel aller sozialen Einrichtungen.“ (Friedman,1962:32)

Das höchste Ziel aller sozialer Einrichtungen ist es also nicht für „Gemeinwohl“ oder „Gerechtigkeit“ zu sorgen, sondern der Staat soll in erster Linie für die Freiheit der Individuen sorgen, also für die Freiheit, sich wirtschaftlich zu betätigen. Die Familie wird als „natürliche“ soziale Institution angenommen. Dort wo Macht entsteht, droht dem Individuum Beschränkung der eigenen Freiheit. Nach Friedmans Meinung muß die Macht des Staates auf ihr notwendiges Minimum reduziert werden, das heißt, „Wenn die Regierung schon Macht ausübt, dann besser im Landkreis als im Bundesland, besser im Bundesland als in der Hauptstadt.“ (Friedman,1962:21)

Friedman sieht das Hauptproblem also in der Machtzusammenballung sozialer Institutionen, die vor allem dann entsteht, wenn wirtschaftliche und politische Macht deckungsgleich sind. Natürlich muß in diesem Zusammenhang auch erwähnt werden, daß sein Werk zu einem großen Teil einen Gegenentwurf zum damals konkurrierenden Kommunismus darstellt.

Er betont den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher und politischer Freiheit und erstere als Bedingung für letztere folgend: „Die wirtschaftliche Organisationsform, die unmittelbar für wirtschaftliche Freiheit sorgt, nämlich der Wettbewerbskapitalismus, sorgt für die politische Freiheit, da sie die wirtschaftliche von der politischen Macht trennt und es dabei den Mächten ermöglicht, sich gegenseitig zu neutralisieren.“ (Friedman,1962:29)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begrifflichkeiten zwischen Ökonomie und Ideologie: Dieses Kapitel bietet einen geschichtlichen Abriss verschiedener ökonomischer Denkschulen, von den Merkantilisten bis zum Monetarismus, und nähert sich der Definition des Neoliberalismus.

2. Kapitalismus und Freiheit: Der Hauptteil analysiert Milton Friedmans Werk, wobei insbesondere der Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher und politischer Freiheit sowie Friedmans Ansichten zu Staatsaufgaben, Einkommensverteilung und Wohlfahrt im Zentrum stehen.

3. Schlußbemerkung und Kritik: Im abschließenden Teil wird eine kritische Bilanz zum neoliberalen Programm gezogen und unter Rückgriff auf Pierre Bourdieu die soziologische Kritik an dieser Weltanschauung formuliert.

Schlüsselwörter

Neoliberalismus, Milton Friedman, Kapitalismus, Freiheit, Wettbewerbskapitalismus, Marktgleichgewicht, Staatseingriffe, Sozialpolitik, Politische Ökonomie, Freier Markt, Ideologie, Monetarismus, Wirtschaftslehre, Diskriminierung, Eigentumsrechte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Ideologie und den ökonomischen Grundpfeilern des Neoliberalismus, wobei sie sich primär auf Milton Friedmans Werk „Kapitalismus und Freiheit“ konzentriert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher und politischer Freiheit, die Rolle des Staates in einer freien Gesellschaft, die Theorie der Marktwirtschaft und der Umgang mit sozialstaatlichen Sicherungssystemen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Beleuchtung des neoliberalen Programms, um dessen ökonomische Logik sowie die gesellschaftlichen Konsequenzen besser zu verstehen und zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und den Vergleich verschiedener ökonomischer Denkschulen, um Friedmans Position in den wissenschaftlichen Kontext einzuordnen und anschließend kritisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert Friedmans Thesen, insbesondere seinem Plädoyer für den Wettbewerbskapitalismus und seinen Argumenten gegen staatliche Interventionen in den Bereichen Wohlfahrt und Einkommensverteilung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Neoliberalismus, Freiheit, Marktwirtschaft, Kapitalismus, Staatseingriffe und soziale Gerechtigkeit.

Warum wählt der Autor Milton Friedman als zentrales Beispiel?

Der Autor entscheidet sich für Friedman, da dieser als Hauptvertreter des neoliberalen Paradigmas gilt und sein Werk „Kapitalismus und Freiheit“ ein in sich geschlossenes, logisches Modell bietet, das sich ideal für eine kritische Analyse eignet.

Wie bewertet der Autor die neoliberale Sozialpolitik?

Der Autor stellt Friedmans Ablehnung von staatlichen Wohlfahrtsmaßnahmen (wie Pflichtversicherungen oder Mindestlöhnen) dar, hinterfragt jedoch kritisch die sozialen Konsequenzen dieses Ansatzes für schwächere Bevölkerungsschichten.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Aspekte des Neoliberalismus
College
University of Vienna  (Institut für Politikwissenschaften)
Course
Proseminar Ideengeschichte
Grade
1
Author
Andreas Holzer (Author)
Publication Year
1998
Pages
17
Catalog Number
V2611
ISBN (eBook)
9783638115735
Language
German
Tags
Aspekte Neoliberalismus Proseminar Ideengeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Holzer (Author), 1998, Aspekte des Neoliberalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2611
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