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Das Verschwinden der Kindheit: Utopie oder Realität

Titel: Das Verschwinden der Kindheit: Utopie oder Realität

Hausarbeit , 2004 , 17 Seiten , Note: 2.3

Autor:in: Silke Kattenborn (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit seinem Buch „Das Verschwinden der Kindheit“ hat Neil Postman nicht nur in den achtziger Jahren für Wirbel gesorgt. Seine These, dass die neuen Medien die Kindheit verschwinden lassen, ist meiner Meinung nach hochaktuell. Als Neil Postman 1982 sein Buch schrieb, besaß nahezu jede Familie einen Fernseher. Dieses Medium kritisiert der Autor, da es den Kindern die Erwachsenenwelt eröffnet. Auf diese sind die jungen Menschen nach Postman noch nicht vorbereitet und lässt ihre Kindheit verschwinden.

In meiner Hausarbeit möchte ich seine These und Argumentation überprüfen und untersuchen, ob diese These realistisch oder utopisch ist. Zunächst werde ich die Geschichte der Kindheit rekapitulieren, so wie sie Neil Postman zu Beginn seines Buches vorstellt. Das ist notwendig, damit seine These nachvollziehbar wird.

Seine Hauptthese und einige ausgewählte Nebenthesen stelle ich im zweiten Kapitel vor. Dabei werde ich seine Argumentation, die seine Ansichten stützt, nachzeichnen und bewerten. Der vierte und letzte Teil meiner Hausarbeit ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse. Außerdem übertrage ich Postmans Überlegungen auf die heutige Zeit, wobei ich das Internet als Medium der totalen Enthüllung 1 kurz durchleuchte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Definition und Entwicklung von Kindheit

1.1 Kindheit in der Antike

1.2 Kindheit im Mittelalter

1.3 Die Idee der Kindheit setzt sich durch

2. Das Verschwinden der Kindheit

2.1 Argumente für die These des Verschwindens der Kindheit

2.2 Anzeichen für die These des Verschwindens der Kindheit

3. Zusammenfassung der Ergebnisse und die Übertragung auf die heutige Zeit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Neil Postmans Medientheorie über das „Verschwinden der Kindheit“ im Zeitalter der elektronischen Massenmedien. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Postmans Thesen zur Auflösung kindlicher Entwicklungsräume in der heutigen Realität Bestand haben oder als utopisch einzustufen sind.

  • Historische Herleitung des Kindheitsbegriffs von der Antike bis zur Moderne.
  • Analyse der medienkritischen Argumentation hinsichtlich Informationszugang und Schamgefühl.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Eltern als Instanz für Wissensvermittlung.
  • Gegenüberstellung von Fernsehen und Internet als Faktoren der kindlichen Sozialisation.

Auszug aus dem Buch

1.2 Kindheit im Mittelalter

Neil Postman schreibt in seinem Buch: In der Welt des Mittelalters ist die Kindheit unsichtbar. Die ersten Anfänge der Idee von Kindheit, die in der Antike die Griechen und die Römer machten, werden seiner Meinung nach im Mittelalter wieder verworfen. Schuld daran sind vier Prozesse:

1) Die Literalität (die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben) verschwindet

2) Die Erziehung verschwindet

3) Das Schamgefühl verschwindet

4) Als Folge der drei genannten Prozesse, verschwindet die Idee der Kindheit

Nach dem Fall von Rom verschwand die Fähigkeit der Menschen, Wörter zu erkennen und zu begreifen. Die Schreibstile wurden aufwändiger und vielgestaltiger. Der Wiedererkennungseffekt (DAS Charakteristikum des Alphabets) wurde geringer, und nur wenige waren im Stande die Kalligraphie zu entziffern (Fachliteralität). Außerdem waren Schreibmaterialien wie Papyrus oder Pergament knapp und teuer. Bildung fand also nur durch Zuhören statt. Die Erwachsenen unterschieden sich nicht mehr durch ihre Geheimnisse und ihr Können (Lesen) von den Kindern. Die Literatur bringt also die Erwachsenheit hervor, da sie die Leser (Erwachsene) von den Nicht-Lesern (Kindern) trennt. Mit sieben Jahren können die Kinder sprechen und alles verstehen, was auch die Erwachsenen verstehen. Sie können alle Geheimnisse erfahren. Die Kinder und Jugendlichen lernten aus der Praxis und nur selten in Schulen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der Zielsetzung der Hausarbeit sowie eine kurze Einführung in das Werk von Neil Postman.

1. Die Definition und Entwicklung von Kindheit: Historischer Rückblick auf die Entstehung des Kindheitsbegriffs von der Antike über das mittelalterliche Verschwinden bis hin zur Institutionalisierung durch die Druckerpresse.

2. Das Verschwinden der Kindheit: Kritische Analyse der Argumente und Indizien, die Postman für den Verlust der kindlichen Schutzräume durch das Medium Fernsehen anführt.

3. Zusammenfassung der Ergebnisse und die Übertragung auf die heutige Zeit: Resümee der Hausarbeit mit einer Reflexion über die heutige Medienlandschaft und dem Stellenwert des Internets als neue Herausforderung für die Kindheit.

Schlüsselwörter

Kindheit, Neil Postman, Medienkritik, Fernsehen, Kindheitsbegriff, Schamgefühl, Sozialisation, Medienkompetenz, Erziehung, Kind-Erwachsener, Literalität, Internet, Medientheorie, Informationszugang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich kritisch mit Neil Postmans These auseinander, dass neue Medien – insbesondere das Fernsehen – die Grenzen zwischen Kindheit und Erwachsenheit auflösen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung des Kindheitskonzepts, den Zusammenhang zwischen Literalität und Schamgefühl sowie die Auswirkungen medialer Informationsvermittlung auf die Entwicklung von Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu prüfen, ob Postmans Argumentation realistisch ist und wie seine Thesen unter Berücksichtigung moderner Medien wie dem Internet heute bewertet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachliche Analyse und literarische Auseinandersetzung mit dem Werk „Das Verschwinden der Kindheit“, ergänzt durch eine kritische Bewertung der Argumente durch die Autorin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Kindheit sowie eine detaillierte Erörterung von Postmans Thesen zur Veränderung der Kindheit durch das Fernsehen und den Wandel zur konsumorientierten Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kindheitsbegriff, Medientheorie, Schamgefühl, mediale Enthüllung und Erziehung definieren.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Internets im Vergleich zum Fernsehen?

Die Autorin sieht im Internet im Vergleich zum Fernsehen ein Medium, das aufgrund der benötigten technischen Fähigkeiten und Lesekompetenz die Kindheit eher bewahrt als das Fernsehen.

Warum hält die Autorin das vollständige Verschwinden der Kindheit für unwahrscheinlich?

Die Autorin argumentiert, dass die existenzielle Angewiesenheit des Kindes auf die Fürsorge und Nähe der Eltern eine grundlegende Bedingung ist, die durch kein technisches Medium ersetzt werden kann.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Verschwinden der Kindheit: Utopie oder Realität
Hochschule
Universität Siegen
Note
2.3
Autor
Silke Kattenborn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
17
Katalognummer
V26111
ISBN (eBook)
9783638285414
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verschwinden Kindheit Utopie Realität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silke Kattenborn (Autor:in), 2004, Das Verschwinden der Kindheit: Utopie oder Realität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26111
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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