Discount-Zertifikate


Hausarbeit, 2004
18 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Grundlagen
A. Grundlagen zu Zertifikaten
B. Grundlagen zu Discount-Zertifikaten
1. Discount
2. Cap
3. Rückzahlung
C. Ausstattungsmerkmale eines Discount-Zertifikates
1. Margin

III. Kaufoption

IV. Handel

V. Steuern

VI. Ausstattung des Discount-Zertifikates WKN: 771937

VII. Fazit

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Innerer Wert Long-Call Basis 17€

Abbildung 2 Innerer Wert Short-Call Basis 17€

Abbildung 3 Long Aktie & Short-Call Basis 17€

Abbildung 4 Preisbildung des Discount-Zertifikates

Abbildung 5 relativer Verlauf der Allianz AG Aktie (WKN: 840400) und des Discount-Zertifikates (WKN: 771937)

I. Einleitung

Im Rahmen einer Seminararbeit im Schwerpunktfach Aussenwirtschaft wird in der nachstehenden Arbeit das Thema Discount-Zertifikate behandelt.

„Die Börse ist schwieriger geworden. Wo es noch vor ein paar Jahren genügte überhaupt Aktien zu kaufen, da bedarf es heute einem sehr viel gezielteren Vorgehen, um am Kapitalmarkt erfolgreich zu sein. In dem „neuen" Umfeld rückt das Discount-Zertifikat immer stärker in den Fokus kleiner und großer Anleger. Kein anderes Anlageinstrument ist so gut für die komplexe Börsensituation nach dem Platzen der New-Economy-Blase geeignet.“[1]

Zunächst wird auf die allgemeine Ausgestaltung von Zertifikaten eingegangen, um dann die Besonderheiten von Discount-Zertifikaten aufzuzeigen. Im Weiteren dieser Arbeit wird die „Basis“ dieses Finanzproduktes, also die Ausstattungsmerkmale eines Discount-Zertifikates, betrachtet. Kennzahlen von Discount-Zertifikaten werden beschrieben, um dieses Anlageprodukt näher klassifizieren zu können. Neben der Erwartungshaltung des Käufers, als Voraussetzung für die Entscheidung zum Kauf, wird auch auf Sicherheits-, Rentabilitäts- und Performanceaspekte eingegangen. Verschiedene Szenarien, die über die Vorteilhaftigkeit am Ende der Laufzeit entscheiden, werden ebenso dargestellt. Unter Berücksichtigung der behandelten Punkte wird dies zuletzt, an einem vorgegebenen Beispiel mit der Wertpapierkennnummer (WKN) 771937, umgesetzt. Abschliessend werden die Vor- und Nachteile diskutiert. Die folgenden Beispiele beziehen sich auf eine Aktie als Basiswert.

II. Grundlagen

A. Grundlagen zu Zertifikaten

Formal gesehen ist ein Zertifikat eine Schuldverschreibung des Emittenten. Schuldverschreibungen verbriefen Fremdkapital und sind eine Bescheinigung über die Hinterlegung und den Besitz von Basiswerten wie Aktien, Baskets[2], Indizes oder Fonds, bei Investmentgesellschaften. Zertifikate verbriefen eine Beteiligung an Basiswerten. Ein Zertifikat kann unterschiedliche Aktien oder ein Index zusammenfassen. „Durch den Erwerb eines Zertifikates kann der Anleger 1:1 an der Kursentwicklung eines zugrunde liegenden Basiswertes partizipieren. Dabei erwirbt er diesen Basiswert selbst aber nicht. Zertifikate können an jedem Börsenhandelstag gekauft oder verkauft werden, eben wie eine Aktie. Der Preis des Zertifikates hängt dabei nicht von Angebot und Nachfrage für das Zertifikat ab, sondern richtet sich nach dem Basiswert.“[3] Eine zusätzliche Besonderheit besteht in der Ausgestaltung von Zertifikaten. Im Vergleich zu traditionellen Schuldverschreibungen gibt es keine Zinszahlungen. Es besteht grundsätzlich nur eine Abhängigkeit zu der Wertentwicklung des Underlyings[4]. Anteilsscheine weisen im Gegensatz zum Direktinvestment eine differenzierte Risikorenditestruktur auf. Diese kommt, in Bezug auf die Discount-Zertifikate, durch die „gepufferte“ Partizipation zustande. An dieser Stelle sei auf das Kapitel 2.3, die Ausstattungsmerkmale von Discount-Zertifikaten, verwiesen.

„Zertifikate gehören zur Anlagegruppe der so genannten abgeleiteten Finanzprodukte (Derivate[5]), welche das Recht auf Rückzahlung eines bestimmten Geldbetrages durch den Zertifikate-Emittenten beinhalten. Der Inhaber des Zertifikates ist somit Gläubiger des Emissionshauses und sollte sich über dessen Bonität versichern.“[6] Es besteht ein Emittentenrisiko[7].

Eine weitere Eigenschaft von Zertifikaten ist, dass sie grundsätzlich zeitlich gebunden sind und somit eine fixe Endlaufzeit aufweisen. Mittlerweile existieren auch Zertifikate ohne Laufzeitbegrenzung. Diese Wertpapiere werden auch als „Open-End“- oder „Roll-Over“ -Zertifikate bezeichnet.

B. Grundlagen zu Discount-Zertifikaten

In dem folgenden Abschnitt werden die Abgrenzungen zu den originären Zertifikaten erläutert.

Das Discount-Zertifikat partizipiert nur teilweise an der Wertentwicklung einer Aktie, ist aber in nahezu allen Marktphasen vorteilhaft. Einzig, wenn der Aktienkurs sehr stark steigt, ist das dazugehörige Discount-Zertifikat im Nachteil. Erklären lässt sich dies durch zwei Besonderheiten, die das Discount-Zertifikat wesentlich beeinflussen. Zum einen der Discount und zum anderen der Cap[8].

1. Discount

Der Anleger erhält beim Kauf des Zertifikates einen Discount[9]. Liegt dieser Discount beispielsweise bei 20%, kann der der Kurs der Aktie bis zu 20% fallen und dem Anleger entsteht noch kein Verlust. Der Discount wirkt also wie ein Risikopuffer. Erst bei einem Kursverfall der Aktie, über 20% hinaus, treten beim Zertifikat Verluste auf. Woraus der Discount zustande kommt, wird in Kapitel 3 erläutert.

2. Cap

Dem Vorteil aus dem Discount, den der Anleger erhält, steht der limitierte Gewinn entgegen. Der Cap wird von dem Emittenten bei der Emission festgelegt. Über diese Höchstgrenze hinaus partizipiert der Anleger nicht mehr von weiteren Kurssteigerungen des Basiswertes, allerdings hat er einen Sicherheitspuffer bei fallenden Kursen.

[...]


[1] SG Deutschland: http://de.warrants.com/services/education/abc.php?family=disco; (26.05.04).

[2] Ein Basket, auch Aktienkorb genannt, setzt sich aus unterschiedlichen Aktien zusammen, typischerweise aus einer bestimmten Branche. Vgl. http://bwbank1.teledata.de/lexikon2/bl_content.html?id=1116&c=B; (01.06.04).

[3] SG Deutschland: http://de.warrants.com/services/education/abc.php?family=CERTIFIC; (25.05.04).

[4] Das Underlying ist der Referenzwert, dem ein Derivat zugrunde liegt. Vgl. http://www.linde.de/de/p0016/p0026/p0026a/p0026a.jsp?sub=21&BfID=1505&Lt=U; (01.06.04).

[5] Derivate sind Finanzinstrumente bei denen es sich um keine eigenständigen Anlageinstrumente handelt, sondern um Rechte, deren Bewertung vornehmlich aus dem Preis und den Preisschwankungen und -erwartungen eines zugrunde liegenden Basisinstruments, zum Beispiel Aktien,Anleihen und Indices, abgeleitet ist. Vgl. http://www.linde.de/de/p0016/p0026/p0026a/p0026a.jsp?tBf=derivate; (01.06.04).

[6] Brokerjet: https://brokerjet.ecetra.com/at/viewbin.phtml?eref=Risikohinweise_de; S.6 (27.05.04)

[7] Unter Emittentenrisiko versteht man die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit des Partners, d.h. eine mögliche Unfähigkeit zur termingerechten oder endgültigen Erfüllung seiner Verpflichtung wie Dividenden-, Zinszahlung, Tilgung etc. https://www.boerse-on.at/agb/risiko_veranlagung.pdf; (01.06.04).

[8] Das Gewinnpotential auf den Höchstbetrag, den Cap, begrenzt. Vor dem Kauf lässt sich bereits der maximale Gewinn errechnen.

[9] Der Discount entspricht einem Abschlag, im Vergleich zu einem direkten Kauf des Underlyings, auf den dazugehörigen Aktienkurs.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Discount-Zertifikate
Hochschule
Fachhochschule Bielefeld
Note
1,3
Autor
Jahr
2004
Seiten
18
Katalognummer
V26118
ISBN (eBook)
9783638285452
ISBN (Buch)
9783656451310
Dateigröße
485 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Discount-Zertifikate
Arbeit zitieren
Thomas Bobbert (Autor), 2004, Discount-Zertifikate, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26118

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