Wer kennt das nicht? Man geht spazieren, treibt etwas Sport oder trägt nur den Einkauf vom Auto hoch in den 3. oder 4. Stock des Hauses und schon bleibt einem die Luft weg! Die kleinsten Anstrengungen wirken wie eine sportliche Höchstleistung. Wo liegt das Problem?
Einem grossteil der Bevölkerung fehlt die nötige Fitness und Ausdauer um die alltäglichen kleinen Hürden zu überwinden. Ihnen fehlt ein gewisses Quantum an Ausdauer und Kraft, welches die Basis eines ganzheitlich fitten und gesunden Körpers darstellt. Doch wie kann man dies ohne große Mühen erreichen? Der Weg in ein Fitnessstudio ist meist der erste Schritt dazu. Doch dann steht man oft vor einer Vielzahl von Geräten und weiß nicht so recht, wo man anfangen soll und was man wie richtig oder falsch macht.
An dieser Stelle kommt der Trainer zum Einsatz, der dem Kunden zur Seite steht und ihm hilft, seine Ziele zu erreichen, auch ohne weitere Strapazen auf sich nehmen zu müssen. Im ersten Teil dieser Arbeit, soll an einem Beispiel erklärt werden, wie eine Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit zu erreichen ist. An einem ganz konkreten Beispiel wird vom Eingansgespräch bis zur Trainingsauswertung gezeigt, in welchen Schritten das Training abläuft und was bei der Auswertung heraus kommt.
Im zweiten Teil wird auf die allgemeine Trainingslehre mit seinen Trainingsmethoden und -prinzipien eingegangen. Welchen Sinn hat das Auf- und Abwärmen, und was ist die Superkompensation? Dies wird hier näher erklärt werden.
Den Schluss dieser Hausarbeit wird die Übungsanalyse bilden. Hier werden zwei Übungen, das Bankdrücken und Beinbeugen, im Detail dargestellt.
Diese Hausarbeit ist Bestandteil der Prüfung für die Fitnesstrainer B-Lizenz. Durch sie wird der Kursteilnehmer zeigen, das er für die Teilnahme an der Schriftlichen und Praktischen Prüfung bereit ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Trainingssteuerung / Trainingsplanung im Krafttraining nach der ILB – Methode (Planungszeitraum mind. 6 bis max. 12 Monate)
1.1 Grobraster zur Trainingssteuerung
1.2 Diagnose
1.3 Zielsetzung / Prognose
1.4 Trainingsplanung
1.5 Analyse/Re-Test
2. Allgemeine Trainingslehre
2.1 Trainingsprinzipien der allgemeinen Trainingslehre
2.2 Beschreibung einer anerkannten Krafttrainingsmethode
2.3 Zusammenhang zwischen Belastung und Entlastung am Beispiel der Superkompensation
2.4 Aufwärmen
2.5 Abwärmen
2.6 Ziele und Inhalte eines ganzheitlichen Fitnesstrainings
3. Übungsanalyse
3.1 Bankdrücken, eng
3.2 Beinbeugen, liegend
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Hausarbeit hat zum Ziel, den Prozess der systematischen Trainingssteuerung und -planung im Krafttraining anhand der ILB-Methode zu erläutern und durch eine praktische Fallstudie zu verdeutlichen. Dabei wird analysiert, wie eine individuelle Trainingsplanung sowie wissenschaftlich fundierte Trainingsprinzipien zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und zur Erreichung persönlicher Fitnessziele beitragen.
- Systematische Trainingssteuerung und Trainingsplanung (ILB-Methode)
- Anwendung allgemeiner Trainingsprinzipien und Superkompensation
- Bedeutung von Aufwärm- und Abwärmprozessen
- Detaillierte Analyse und Ausführung spezifischer Kraftübungen
- Methoden der Trainingskontrolle und Leistungsdiagnostik
Auszug aus dem Buch
1.4 Trainingsplanung
Die Trainingsplanung ist nach der Diagnose und Prognose der 3. Schritt der Trainingssteuerung. Hier wird nun der Aufbau, d.h. mit welchen Methoden, Übungen und Intensitäten trainiert wird sowie die Häufigkeit mit der trainiert werden soll, festgelegt. Dies erfolgt meist in verschiedenen Stufen, oder auch Zyklen genannt, welche sich in ihrer Länge unterscheiden. Makrozyklen (makro = groß) erstrecken sich über sechs bis 12 Monate, Mesozyklen (meso = mittel) über vier bis sechs Wochen und ein Mikrozyklus (mikro = klein) ist eine einzelne Trainingswoche. Jeder Trainingszeitraum, oder Zyklus, umfasst trainingsinhaltliche oder –methodische Vorgaben, um die Ziele, welche man sich gesetzt hat, zu erreichen.
Planloses Training führt längerfristig zu keinem optimalen Trainingserfolg. Daher ist es ratsam alle vier bis sechs Wochen, also nach einem Mesozyklus, den Trainingsplan bezüglich der Trainingsmethode, Belastungsgefüge und den Übungen umzustellen. Dadurch kann sich die Leistungsfähigkeit fortlaufend verbessern. Das Training nach der gleichen Methode über den Mesozyklus hinaus führt zu einem sinken der Leistungsverbesserung und Stagnation setzt ein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Trainingssteuerung / Trainingsplanung im Krafttraining nach der ILB – Methode (Planungszeitraum mind. 6 bis max. 12 Monate): Dieses Kapitel beschreibt den systematischen Ablauf der Trainingsplanung, von der Diagnose bis zur Erfolgskontrolle, unter Verwendung der ILB-Methode.
1.1 Grobraster zur Trainingssteuerung: Hier werden die acht Teilschritte der Trainingssteuerung definiert und zu vier Hauptschritten zusammengefasst.
1.2 Diagnose: Dieses Kapitel enthält die Erhebung persönlicher Daten, Ziele und den Gesundheitsstatus eines beispielhaften Kunden.
1.3 Zielsetzung / Prognose: Hier werden konkrete sportliche Ziele definiert und eine theoretische Beispielrechnung zur Fettreduktion und Ausdauerverbesserung aufgestellt.
1.4 Trainingsplanung: Das Kapitel erläutert die zyklische Struktur von Trainingsplänen (Makro-, Meso- und Mikrozyklen) und deren Bedeutung für den langfristigen Erfolg.
1.5 Analyse/Re-Test: Dieses Kapitel behandelt die Trainingskontrolle durch Re-Tests, um den Fortschritt zu dokumentieren und neue Trainingspläne zu optimieren.
2. Allgemeine Trainingslehre: Hier werden theoretische Grundlagen wie Trainingsprinzipien und Anpassungsprozesse vermittelt.
2.1 Trainingsprinzipien der allgemeinen Trainingslehre: Ein Überblick über zentrale Prinzipien, um Fitnesskunden ein zielstrebiges und gesundes Training zu ermöglichen.
2.2 Beschreibung einer anerkannten Krafttrainingsmethode: Erläuterung der Methode der wiederholten submaximalen Krafteinsätze zur Förderung der Muskelhypertrophie.
2.3 Zusammenhang zwischen Belastung und Entlastung am Beispiel der Superkompensation: Dieses Kapitel erklärt das Prinzip der Superkompensation als notwendigen Mechanismus für Leistungssteigerungen.
2.4 Aufwärmen: Definition und Phasen des Aufwärmens zur Vorbereitung des Körpers auf die Belastung und Verletzungsprophylaxe.
2.5 Abwärmen: Beschreibung von „Cool-down“-Methoden zur Einleitung der Regeneration und Normalisierung des Herz-Kreislaufsystems.
2.6 Ziele und Inhalte eines ganzheitlichen Fitnesstrainings: Zusammenfassung der Komponenten eines ausgewogenen Trainings für Gesundheit und Lebensqualität.
3. Übungsanalyse: Dieses Kapitel widmet sich der anatomischen und biomechanischen Betrachtung spezifischer Kraftübungen.
3.1 Bankdrücken, eng: Detaillierte Anleitung, anatomische Grundlagen und Fehlermöglichkeiten beim Bankdrücken.
3.2 Beinbeugen, liegend: Analyse der Übungsausführung und Muskelbeanspruchung bei der Beinbeugemaschine in Bauchlage.
Schlüsselwörter
Trainingssteuerung, Trainingsplanung, ILB-Methode, Superkompensation, Muskelhypertrophie, Krafttraining, Ausdauer, Fitness, Trainingslehre, Übungsanalyse, Belastungssteuerung, Trainingsprinzipien, Trainingsmonotonie, Leistungsdiagnostik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Steuerung und Planung von Fitnesstraining, wobei insbesondere die Anwendung der ILB-Methode im Krafttraining und grundlegende trainingswissenschaftliche Prinzipien behandelt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Trainingssteuerung in Zyklen, die physiologischen Anpassungsprozesse durch Superkompensation sowie die korrekte Durchführung und Analyse von Kraftübungen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Hausarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine fundierte Diagnose, zielgerichtete Planung und anschließende Erfolgskontrolle eine kontinuierliche Optimierung der körperlichen Leistungsfähigkeit erreicht wird.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden Methoden der Trainingsplanung (ILB), Testverfahren zur Ausdauerdiagnostik (Ergometertest, OwnZone-Test) sowie anatomische Übungsanalysen herangezogen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Struktur der Trainingsplanung, die allgemeinen Prinzipien der Trainingslehre, das Konzept der Superkompensation sowie die praktische Analyse der Übungen Bankdrücken und Beinbeugen detailliert dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Trainingssteuerung, ILB-Methode, Superkompensation, Muskelhypertrophie und Trainingsprinzipien charakterisiert.
Warum ist die Unterscheidung in Makro-, Meso- und Mikrozyklen in der Trainingsplanung so wichtig?
Diese Zyklenstruktur ist essenziell, um den Trainingsverlauf über einen längeren Zeitraum zu strukturieren, Stagnation zu vermeiden und gezielte Anpassungsreize für den Körper zu setzen.
Welche Rolle spielt die Superkompensation für den Trainingserfolg eines Einsteigers?
Die Superkompensation beschreibt den Prozess, bei dem sich der Organismus nach einer Belastung über das ursprüngliche Leistungsniveau hinaus erholt. Für Einsteiger ist dies entscheidend, um den optimalen Zeitpunkt für den nächsten Trainingsreiz zu finden und Überbelastung zu vermeiden.
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- Stefan Heinemann (Author), 2004, Fitnesstrainer B- Lizenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26185