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Soziale Angststörungen im Kinder- und Jugendalter

Möglichkeiten der pädagogischen Intervention und Förderung

Title: Soziale Angststörungen im Kinder- und Jugendalter

Term Paper , 2013 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Rebecca Weiß (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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„Angst haben wir alle. Der Unterschied liegt in der Frage: wovor?“ (Frank Thieß)

Der Begriff „Angst“ leitet sich aus dem lateinischen Wort „angustiae“ ab, was Enge bedeutet. Sie beschreibt ein Gefühl, welches nicht durch den eigenen Willen steuerbar ist und als „das unangenehme Erleben angesichts von unklaren Situationen und Befürchtungen“ (Stein (2012), S.20) auftritt. Zudem ist sie abzugrenzen von der Phobie, welche sich im Gegensatz zur Angst in einer übertriebenen Angst vor ganz bestimmten Dingen oder Situationen äußert.

An sich ist die Angst ein menschliches Grundgefühl, ein lebensnotwendiger Faktor, welcher sowohl psychische wie auch physische Auswirkungen beinhaltet. Sie ist Antrieb des menschlichen Lebens, trägt durch ihren herausfordernden Charakter zur Entwicklung der menschlichen Kultur bei und steuert einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der menschlichen Spezies hinzu.
[...]
Diese Arbeit behandelt die Thematik der Angststörungen, speziell der sozialen Angststörung. Im Kindes und Jugendalter ist die Angststörung eine der häufigsten Störungen. Deshalb ist es besonders für Personen die im pädagogischen Bereich arbeiten wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und sich ein Grundwissen im Umgang mit dieser Art der Störung anzueignen. Da im Bereich der Verhaltensauffälligkeiten immer noch externalisierende Störungen stärker thematisiert werden und der Bereich der internalisierenden Störungen dabei in den Hintergrund rückt, habe ich mich dafür entschieden diese Thematik näher zu betrachten.
Im Folgenden werde ich auf den Begriff der sozialen Angststörungen und möglicher Ursachen ihrer Entstehung eingehen. Danach werde ich verschiedene Methoden der therapeutisch-pädagogischen Prävention und Intervention erläutern und den Blick auf Möglichkeiten im Unterrichtsverlauf lenken um daraufhin mein abschließendes Fazit zu ziehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Angststörungen

2.1 Klassifikation

2.2 Epidemiologie

3. Entstehung und Entwicklung der sozialen Angststörung unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren

3.1 Klassische Konditionierung

3.2 Operante Konditionierung

3.3 Modelllernen

3.4 Kognitive Lernformen

3.5 Andere Faktoren bezogen auf soziale Ängste

4. Möglichkeiten der Herangehensweise

4.1 Erste Schritte

4.2 Das kleine 1x1 im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit sozialen Ängsten

4.3 Spezielle therapeutische und pädagogische Methoden

4.4 Bezug auf die Pädagogik im Unterricht

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die Relevanz sozialer Angststörungen im Kindes- und Jugendalter aufzuzeigen und pädagogische Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag zu erarbeiten. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Pädagogen internalisierende Verhaltensstörungen bei Kindern frühzeitig erkennen und durch gezielte Interventionen sowie Hilfe zur Selbsthilfe in ihrer Entwicklung unterstützen können.

  • Klassifizierung und epidemiologische Einordnung sozialer Angststörungen
  • Behavioristische und kognitive Entstehungsmodelle der Angst
  • Diagnostische erste Schritte im pädagogischen Kontext
  • Therapeutisch-pädagogische Interventionsmethoden
  • Integration von Präventionsmaßnahmen in den Unterrichtsalltag

Auszug aus dem Buch

3.2 OPERANTE KONDITIONIERUNG

Operantes Lernen meint das Lernen durch Konsequenzen, die sich durch eine Situation ergeben. Die Art, wie die Umwelt reagiert, spielt eine entscheidende Rolle. Insbesondere bei Kleinkindern wird durch unangenehme Konsequenzen in einer Situation eine Angst entwickelt. Wie in der 2-Phasen–Theorie nach Mowrer beschrieben, eignet sich das Kind ein Vermeidungsverhalten an. Die Angst vor dem Stimulus (durch klassische Konditionierung erlernt) führt zur Vermeidung der vermeintlich bedrohlichen Situation. Da dadurch der Schreck und die angstmachende Situation verhindert werden, resultiert hieraus ein negativer Verstärker. Folge kann eine Angstverfestigung sein, da die Angst nicht bearbeitet oder ihr entgegengetreten wird. Nachfolgende Generalisierungsprozesse können die Angst weiterhin ausweiten, beispielsweise von der Angst vor den Klassenkameraden auf alle Schüler der Schule. Es findet ein Transfer von einer Bedrohung auf eine potentielle andere statt. (vgl. Stein (2010), S.59f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Angst, grenzt ihn von der Phobie ab und verdeutlicht die Notwendigkeit, sich auch mit internalisierenden Störungen im pädagogischen Bereich auseinanderzusetzen.

2. Soziale Angststörungen: Dieses Kapitel erläutert die klinische Einordnung der sozialen Angststörung nach ICD-10 und DSM-IV sowie deren Epidemiologie bei Kindern und Jugendlichen.

3. Entstehung und Entwicklung der sozialen Angststörung unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren: Hier werden unterschiedliche Lernmodelle wie klassische und operante Konditionierung, Modelllernen und kognitive Faktoren auf ihre Rolle bei der Entstehung von Ängsten untersucht.

4. Möglichkeiten der Herangehensweise: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über diagnostische Instrumente, pädagogische Grundhaltungen sowie konkrete therapeutische Methoden zur Förderung betroffener Kinder.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein Perspektivwechsel von der reinen Personenorientierung hin zur Situationsbetrachtung notwendig ist, um ängstliche Kinder durch Hilfe zur Selbsthilfe effektiv zu begleiten.

Schlüsselwörter

Soziale Angststörung, Kindesalter, Jugendalter, pädagogische Intervention, Prävention, Klassische Konditionierung, Operante Konditionierung, Modelllernen, Kognitive Lernformen, Selbstwirksamkeit, Hilfe zur Selbsthilfe, Verhaltensauffälligkeit, Schulalltag, Coping-Strategien, Diagnostik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit thematisiert soziale Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen und untersucht, wie Pädagogen diese Störungen erkennen und im schulischen sowie heilpädagogischen Rahmen intervenieren können.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Definition, den lerntheoretischen Entstehungsursachen, diagnostischen Möglichkeiten und der praktischen Umsetzung von Präventions- und Fördermaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Pädagogen für internalisierende Störungen zu sensibilisieren und ihnen ein theoretisches und praktisches Rüstzeug für den Umgang mit betroffenen Schülern an die Hand zu geben.

Welche wissenschaftlichen Modelle zur Angstentstehung werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf behavioristische Ansätze wie die klassische und operante Konditionierung sowie auf kognitive Lerntheorien und das Modelllernen.

Was beinhaltet der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Entstehungsfaktoren von Ängsten und stellt verschiedene pädagogische sowie therapeutische Methoden vor, darunter Entspannungstechniken und soziale Kompetenztrainings.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind soziale Angststörung, Prävention, Selbstwirksamkeit, Coping-Strategien und Hilfe zur Selbsthilfe.

Wie unterscheidet sich der Umgang mit Kindern, die unter sozialen Ängsten leiden?

Im Gegensatz zu Kindern mit externalisierenden Problemen sind ängstliche Kinder oft unauffälliger; daher liegt der Fokus auf der Notwendigkeit einer genaueren, ganzheitlichen Wahrnehmung durch die Lehrkraft.

Warum ist die Einbeziehung der Eltern bei sozialen Ängsten so wichtig?

Eltern fungieren als Dreh- und Angelpunkt im Leben der Kinder; ihre Schulung und Aufklärung sind essenziell, um eine konsistente Unterstützung und die Weitergabe von Coping-Strategien im familiären Umfeld zu gewährleisten.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Prävention?

Schulen bieten durch ihre soziale Interaktionsstruktur einen idealen Rahmen für primäre und sekundäre Präventionsprogramme, um soziale Ängste frühzeitig zu erkennen und abzubauen.

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Details

Title
Soziale Angststörungen im Kinder- und Jugendalter
Subtitle
Möglichkeiten der pädagogischen Intervention und Förderung
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Grade
1,0
Author
Rebecca Weiß (Author)
Publication Year
2013
Pages
18
Catalog Number
V262129
ISBN (eBook)
9783656657644
ISBN (Book)
9783656657637
Language
German
Tags
soziale angststörungen kinder- jugendalter möglichkeiten intervention förderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Weiß (Author), 2013, Soziale Angststörungen im Kinder- und Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262129
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