Den meisten Menschen fällt es schwer, das Sterben als Teil des Lebens zu akzeptieren. Mannigfaltige Möglichkeiten der medizinischen Lebensverlängerung verdrängen das Lebensende aus unserem Alltag. Auch die Pflege und Begleitung sterbender Menschen verlagert sich mehr und mehr in professionelle Pflegeeinrichtungen. In diesem Rahmen entwickelte sich auch die Hospizbewegung. Durch sie soll Sterbenden ein würdiges Ende ermöglicht werden.
Welche Formen der Sterbebegleitung finden sich in der Hospizbewegung? Welchen Standards muss sie genügen? Wie gestaltet sich die Bedarfslage? Diese und andere Fragen werden im vorliegenden Band besprochen.
Aus dem Inhalt: Entstehung der Hospizbewegung, Organisationsformen, Qualitätsmerkmale der Hospizarbeit, Adäquate Betreuung sterbender Menschen.
Inhaltsverzeichnis
Sterbebegleitung von Caroline Billert
Einleitung
Begriffserklärung
Möglichkeiten der Willensbekundung
Adäquate psychische Betreuung sterbender Menschen
Palliativmedizin
Hospize
Versorgung, Finanzierung und Leistungsanbieter
Schlusswort
Hospiz – weil Sterben ein Teil des Lebens ist von Barbara Mayerhofer
Vorwort
Einleitung
Krankheit, Tod und Sterben im Verlauf der Jahrhunderte
Hospiz – Inseln der Humanität
Kennzeichen der Hospizarbeit
Qualitätsmerkmale der Hospizarbeit
Unterstützendes Ehrenamt
Palliativversorgung Schwerstkranker und Sterbender
Organisationsformen der stationären und teilstationären Betreuung
Organisationsformen der häuslichen Hospizbetreuung
Zusammenfassung und Schlussgedanken
Selbstverständnis der Hospizdienste und Anforderungen an die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern von Isabel Straub
Einleitung
Allgemeine Hintergründe der Entstehung der Hospizbewegung
Die Geschichte des Hospiz
Organisationsform von Hospizen
Sozialpädagogische Berufsfelder in der Hospizbewegung
Einschätzung der Zukunftsentwicklung der Hospizbewegung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der Hospizbewegung als einem essenziellen gesellschaftlichen Ansatz zur menschenwürdigen Begleitung von Sterbenden. Ziel ist es, die geschichtliche Entwicklung und die heutige Ausgestaltung der Hospizarbeit sowie deren Bedeutung in einer Gesellschaft zu analysieren, die den Tod zunehmend verdrängt.
- Historische Entwicklung der Sterbekultur und der Hospizidee.
- Grundlagen und Aufgaben der Palliativmedizin.
- Qualitätsmerkmale und Organisationsformen der Hospizarbeit (stationär vs. ambulant).
- Die Rolle und Bedeutung von ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Hospizbewegung.
- Zukunftsperspektiven für eine sektorenübergreifende Sterbebegleitung.
Auszug aus dem Buch
Kennzeichen der Hospizarbeit
Die Hospizarbeit umfasst den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit, wobei der sterbende Mensch und seine Angehörigen im Mittelpunkt stehen. Im Sinne der „hospizlichen“ Begleitung gibt der Betroffene den Weg vor und kontrolliert nach Möglichkeit seine Situation. Der Klient wird stets in allen vier Dimensionen seiner Existenz – der sozialen, physiologischen, psychologischen und spirituellen Dimension – wahrgenommen.
Diese vier Kernpunkte der Wünsche sterbender Menschen werden in verschiedenen Stadien des Sterbens sichtbar, und treten der Erfahrung nach bei den meisten Sterbenden und deren Angehörigen auf.
Zusammenfassung der Kapitel
Sterbebegleitung: Einführung in die Dringlichkeit einer verbesserten Versorgung von Sterbenden, die kritische Analyse der aktuellen Sterbesituation in Deutschland sowie Erläuterung grundlegender Definitionen der Sterbehilfe und Willensbekundung.
Hospiz – weil Sterben ein Teil des Lebens ist: Umfassende Darstellung der historischen Entwicklung des Sterbens, die Definition von Hospizarbeit als "Insel der Humanität" sowie eine detaillierte Analyse der Organisationsformen von stationären und ambulanten Hospizangeboten.
Selbstverständnis der Hospizdienste und Anforderungen an die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern: Untersuchung der gesellschaftlichen Hintergründe der Hospizbewegung, der Anforderungen an das Personal sowie die Einschätzung zukünftiger Entwicklungen hinsichtlich der Professionalisierung und der Rolle der Sozialpädagogik.
Schlüsselwörter
Hospizbewegung, Sterbebegleitung, Palliative Care, Palliativmedizin, Sterben, Tod, Ehrenamt, Patientenverfügung, Symptomkontrolle, Schmerztherapie, Lebensqualität, Hospizarbeit, Soziale Dimension, Spiritualität, Ethik.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Anliegen der Hospizbewegung?
Die Hospizbewegung strebt eine menschenwürdige Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden an, wobei der Mensch in seiner Ganzheitlichkeit im Mittelpunkt steht, anstatt lediglich die medizinische Lebensverlängerung zu forcieren.
Welche Themenfelder werden in den vorliegenden Beiträgen behandelt?
Die Arbeit beleuchtet die historische Entwicklung des Sterbens, die Konzepte der Palliativmedizin, die Bedeutung von Patientenverfügungen und die Herausforderungen bei der Organisation von ambulanten sowie stationären Hospizangeboten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel besteht darin, Hospizarbeit im geschichtlichen Kontext zu veranschaulichen und die heutigen Möglichkeiten sowie Notwendigkeiten der palliativen Versorgung in Deutschland aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?
Es wird ein interdisziplinärer Ansatz gewählt, der medizinische, psychologische, soziale und spirituelle Dimensionen der Sterbebegleitung verknüpft, wobei besonders die sozialpädagogische Relevanz betont wird.
Was wird im Hauptteil ausführlich diskutiert?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den verschiedenen Organisationsformen der Hospizpflege, den Qualitätsmerkmalen der Hospizarbeit und den spezifischen Rollenanforderungen an ehrenamtliche Mitarbeiter.
Welche Keywords prägen die Publikation?
Die zentralen Schlagworte umfassen Hospizbewegung, Palliativmedizin, Sterbebegleitung, Lebensqualität, Ehrenamt, Schmerztherapie und Symptomkontrolle.
Wie unterscheidet sich die Hospizpflege von der herkömmlichen Krankenhausversorgung?
Während Krankenhäuser primär auf Heilung und medizinische Intervention ausgerichtet sind, steht im Hospiz der individuelle Wille des Gastes und die ganzheitliche Symptomlinderung ohne leidensverlängernde Maßnahmen im Vordergrund.
Warum ist das Ehrenamt so wichtig für die Hospizbewegung?
Ehrenamtliche bilden das Rückgrat der Bewegung; sie bringen Zeit und menschliche Nähe in den Sterbeprozess ein und ermöglichen eine Begleitung, die über die rein medizinische oder pflegerische Versorgung hinausgeht.
Welche Bedeutung kommt der Patientenverfügung zu?
Die Patientenverfügung sichert das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen für den Fall einer Einwilligungsunfähigkeit und dient als wichtige Orientierungshilfe für Ärzte und Pflegende im Sinne des mutmaßlichen Patientenwillens.
Welche Herausforderungen bestehen für die Zukunft der Hospizarbeit?
Zu den Herausforderungen gehören die Sicherung der Finanzierung, die verstärkte Vernetzung von Palliativmedizin und Palliative Care sowie die Notwendigkeit, das Thema Sterben noch stärker aus der Tabuzone in das öffentliche Bewusstsein zu holen.
- Citation du texte
- Barbara Mayerhofer (Auteur), Isa Straub (Auteur), Caroline Billert (Auteur), 2013, Palliative Pflege für Sterbende, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262363