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Inwieweit kann man Foucault als Historiker heranziehen?

Titel: Inwieweit kann man Foucault als Historiker heranziehen?

Essay , 2008 , 7 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Stefan Besenhard (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Essay beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit die Arbeiten Michel Foucaults für Historiker relevant und von Interesse sind. Bezogen wird sich unter anderem auf das Werk "Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses."

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Kritikpunkte an Foucaults Arbeitsweise

2.2 Der Historikerbegriff im Kontext Foucaults

2.3 Historizität und Objektivitätsanspruch

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wissenschaftliche Positionierung von Michel Foucault innerhalb der Geschichtswissenschaft und analysiert, inwieweit seine methodischen Ansätze und Schriften für Historiker als valide Quelle oder Interpretationshilfe herangezogen werden können.

  • Interdisziplinäre Einordnung von Foucaults Werk
  • Methodenkritik: Sprache, Fußnoten und Meinungswechsel
  • Analyse des Historizitäts- und Objektivitätsbegriffs
  • Relevanz von Foucaults Ansätzen für historische Forschungsfelder

Auszug aus dem Buch

Die semantische Dunkelheit und methodische Abweichungen

Einer der größten Kritikpunkte, die Foucault vorgeworfen werden, ist die semantische Dunkelheit des Ausdrucks, die sich dem alltagssprachlichem Verständnis teilweise entzieht und somit einen breiten Spielraum für Interpretationsmöglichkeiten zulässt. In der Tat wirken manche Formulierungen diffus und geben nur eine vage Vorstellung, statt einer eindeutigen Aussage wieder. Genaue Definitionen seiner verwendeten Begriffe vermisst man ebenfalls, was die Varianten einer Auslegung der einzelnen Textpassagen weiter erhöht und vom subjektiven Verständnis abhängig macht. Vom Standpunkt eines Historikers aus gesehen, ist dies sehr ungewöhnlich, da von ihnen meist klare, fast nuancenhafte Abgrenzungen von Begriffen gefordert werden, um eigene Standpunkte stichhaltig darzulegen und für jeden nachvollziehbar zu gestalten. Die sachlich neutralen Fakten, nicht Erkenntnisprozesse, stehen bei den Historikern im Vordergrund. Für Personen, die sich noch nicht mit der Materie des jeweiligen behandelten Foucault Textes auseinander gesetzt haben, ist es deshalb im Gegensatz zur herkömmlichen Forschungsliteratur schwierig, den roten Faden nicht zu verlieren und neue Erkenntnisse aus dem Text zu gewinnen. In diesem Fall ist es empfehlenswert, sich, auf Grund des fehlenden Hintergrundwissens, durch andere Sekundärliteratur erst eine Basis über das behandelte Objekt zu verschaffen.

Wie sich bereits gezeigt hat, weicht Foucault in vielen Punkten von der herkömmlichen Vorgehensweise der Historiker ab und beschreitet eigene Wege. Auch was das Verwenden von Fußnoten anbelangt, fällt er aus dem gängigen Rahmen. Fußnoten begrenzt er auf das Minimalste, was aber nicht bedeutet, dass er keine andere Literatur verwendet. Oft greift er versteckt Positionen und Aussagen wie zum Beispiel von Marx auf, ohne sie zu kennzeichnen. In einer Zeit, in der sich das Fußnoten schreiben in der Geschichtswissenschaft immer mehr zum bloßen Formkult entwickelt und schon fast eine eigene Subwissenschaft bildet, ist dies eine Entwicklung, die zwar zum Lesefluss beiträgt, de facto aber als unwissenschaftlich bezeichnet werden muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Phänomens Michel Foucault und Formulierung der zentralen Forschungsfrage bezüglich seiner Rolle als Historiker.

2. Hauptteil: Kritische Auseinandersetzung mit Foucaults Stil, seiner Methodik sowie seiner Interpretation geschichtlicher Ereignisse wie dem Panopticon.

3. Fazit: Resümee über die Bedeutung von Foucaults Ansätzen für die Geschichtswissenschaft und die Empfehlung zur Nutzung seiner Texte bei kritischer Reflexion.

Schlüsselwörter

Michel Foucault, Geschichtswissenschaft, Historiker, Methodenkritik, Objektivität, Historizität, Überwachen und Strafen, Philosophie, Erkenntnisprozess, Disziplinierung, Interpretation, Sekundärliteratur, Wissenschaftstheorie, Paradigmen, Fiktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einstufung von Michel Foucault als Historiker und beleuchtet die Spannungsfelder zwischen seiner philosophischen Arbeitsweise und den Ansprüchen der klassischen Geschichtswissenschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Sprachwahl Foucaults, seine Handhabung historischer Quellen, die Rolle von Fußnoten sowie die Frage der wissenschaftlichen Objektivität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, inwieweit Foucaults Werke trotz ihrer unkonventionellen methodischen Ausrichtung einen Mehrwert für historische Forschung bieten können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit nutzt eine kritische Textanalyse und einen methodischen Vergleich zwischen Foucaults Darstellungsweise und konventionellen historischen Standards.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Kritikpunkte an Foucault, eine Untersuchung seines Historikerbegriffs sowie eine tiefgehende Betrachtung von Foucaults Umgang mit Historizität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Michel Foucault, Geschichtswissenschaft, Historiker, Objektivität, Historizität und Methodenkritik.

Wie bewertet der Autor Foucaults Umgang mit dem Panopticon-Beispiel?

Der Autor argumentiert, dass das Beispiel des Panopticons eher als politisches Instrument denn als geschichtswissenschaftlich fundierte Analyse dient, da Foucault punktuelle historische Ereignisse zur Stärkung seiner Thesen selektiv herausgreift.

Warum wird für Anfänger das Lesen von Sekundärliteratur zu Foucault empfohlen?

Da Foucaults Texte aufgrund ihrer semantischen Komplexität und der fehlenden expliziten Definitionen für Neueinsteiger in die Materie oft schwer zugänglich sind, bietet Sekundärliteratur eine notwendige inhaltliche Basis.

Welches Fazit zieht der Autor zur Verwendung von Foucault durch Historiker?

Der Autor schließt, dass Foucaults Werke trotz methodischer Divergenzen für Historiker wertvoll sind, da sie neue Perspektiven eröffnen und zu einem progressiven Denken in der Geschichtswissenschaft beitragen.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inwieweit kann man Foucault als Historiker heranziehen?
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,7
Autor
Stefan Besenhard (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
7
Katalognummer
V262364
ISBN (eBook)
9783656508168
ISBN (Buch)
9783656575863
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inwieweit foucault historiker
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Besenhard (Autor:in), 2008, Inwieweit kann man Foucault als Historiker heranziehen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262364
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Leseprobe aus  7  Seiten
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