Nachdem in dieser Arbeit geklärt worden ist, was sich hinter dem Begriff der Sklaverei verbirgt, werden die Zustände in den Mienen mit den Schilderungen Guaman Poma de Ayalas verglichen. Abschließend wird dann festgestellt ob es sich um Sklaverei handelt. Das Werk Guaman Poma de Ayalas beschreibt die Zustände der postkolonialen Zeit in Peru aus Sicht eines Eingeborenen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Gliederung
- Arbeitsformen im kolonialen Peru
- Sklaverei
- Das System der mita minera
- Die Umsetzung der mita minera nach Guaman Poma de Ayala
- Vergleich
- Fazit
- Bibliographie
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob das in den 1570er Jahren in Peru eingeführte System der mita minera, welches die indigene Bevölkerung zur Arbeit in den Minen verpflichtete, als Sklaverei betrachtet werden kann. Sie analysiert die theoretischen Anordnungen Toledos zur mita minera und untersucht deren Umsetzung anhand des Werkes "Nueva Coronica y buen gobierno" von Guaman Poma de Ayala.
- Definition und Charakteristika der Sklaverei
- Die mita minera: Theoretische Anordnungen und deren Umsetzung
- Analyse des Werkes "Nueva Coronica y buen gobierno" von Guaman Poma de Ayala
- Vergleich der mita minera mit den Charakteristika der Sklaverei
- Die Lebensverhältnisse der in Peru lebenden afrikanisch stämmigen Sklaven
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Forschungsfeld und die Zielsetzung der Arbeit vor. Es wird die Notwendigkeit des indigenen Arbeitseinsatzes im kolonialen Peru und die Einführung der mita minera als alternatives Arbeitssystem erläutert. Guaman Poma de Ayalas Werk "Nueva Coronica y buen gobierno" wird als wichtige Quelle für die Untersuchung der Beziehungen zwischen den Andenvölkern und der europäischen Kolonialgesellschaft vorgestellt.
Kapitel 2.1 definiert Sklaverei und ihre Charakteristika. Es werden verschiedene Aspekte der Sklaverei wie Unterdrückung, Abhängigkeit, Entzug der Freiheit und juristische Unmündigkeit diskutiert. Kapitel 2.2 erläutert das System der mita minera und seine theoretischen Anordnungen.
Kapitel 3 untersucht die Umsetzung der mita minera anhand von Guaman Poma de Ayalas Werk. Es werden die Arbeitsbedingungen und die Lebensumstände der indigenen Bevölkerung unter der mita minera beschrieben.
Kapitel 4 vergleicht die Aussagen Guaman Poma de Ayalas mit den Charakteristika der Sklaverei, um zu klären, ob die mita minera tatsächlich als Sklaverei betrachtet werden kann.
Schlüsselwörter
Sklaverei, Zwangsarbeit, mita minera, Guaman Poma de Ayala, Nueva Coronica y buen gobierno, koloniales Peru, indigene Bevölkerung, Arbeit, Abhängigkeit, Unterdrückung, Lebensverhältnisse, afrikanisch stämmigen Sklaven, Minenarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Was war das System der "mita minera"?
Die mita minera war ein in den 1570er Jahren im kolonialen Peru eingeführtes Zwangsarbeitssystem, das die indigene Bevölkerung zur Arbeit in den Silber- und Quecksilberminen verpflichtete.
Kann die mita minera als Sklaverei bezeichnet werden?
Die Arbeit untersucht dies durch den Vergleich der realen Zustände mit den Merkmalen der Sklaverei wie Unterdrückung, Unfreiheit und juristischer Unmündigkeit.
Wer war Guaman Poma de Ayala?
Er war ein indigener Chronist, der in seinem Werk "Nueva Coronica y buen gobierno" die Lebensbedingungen der Andenvölker unter der spanischen Kolonialherrschaft detailliert beschrieb.
Wie sahen die Arbeitsbedingungen in den Minen aus?
Laut den Schilderungen waren die Bedingungen extrem hart, geprägt von physischer Ausbeutung und einer hohen Sterblichkeitsrate unter den indigenen Arbeitern.
Gibt es einen Unterschied zu den afrikanischstämmigen Sklaven jener Zeit?
Ja, die Arbeit differenziert zwischen dem rechtlichen Status der afrikanischen Sklaven und dem System der mita, dem die eigentlich "freien" indigenen Untertanen unterworfen waren.
- Arbeit zitieren
- Janike Kyritz (Autor:in), 2013, Die "mita minera" nach Guaman Poma de Ayala: Eine Form der Sklaverei?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262415