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Die Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB und IFRS

Eine empirische Analyse

Titel: Die Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB und IFRS

Bachelorarbeit , 2013 , 76 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Michael Liening (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Unterschiede der Bilanzierung des GoFs im Hinblick auf die unterschiedlichen Rechnungslegungssysteme nach HGB und IFRS grundlegend zu erläutern. Differenziert nach dem jeweiligen Rechnungslegungssystem soll anschließend eine Beurteilung der Bilanzierung des GoFs anhand ausgewählter Unternehmen der Telekommunikationsbran-che erfolgen.

Zur Erreichung dieses Ziels werden zunächst die betriebswirtschaftlich relevanten Grundlagen erläutert, die für das weitere Verständnis der vorliegenden Arbeit erforderlich sind. Neben einer ausführlichen Begriffsabgrenzung wird dabei vor allem auf das Entstehen des GoFs im Jahres- und Konzernabschluss eingegangen.

Im Anschluss daran werden die relevanten Vorschriften zur Bilanzierung des GoFs sowohl nach den Vorschriften des HGBs als auch der IFRS dargestellt. Dies beinhaltet vor allem die Erläuterung der einschlägigen Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften beider Rechnungslegungssysteme. Während dabei im Rahmen der handelsrechtlichen Rechnungslegung sowohl auf die Regelungen des Jahres- und Konzernabschlusses eingegangen wird, findet auf Ebene der Rechnungslegung nach IFRS, aufgrund der untergeordneten Rolle von IFRS-Jahresabschlüssen, eine Beschränkung auf den Konzernabschluss statt.

Auf Grundlage der theoretischen Vergleichsdarstellung der Bilanzierung des GoFs erfolgt eine empirische Analyse anhand ausgewählter Unternehmen der Telekommunikationsbranche. Dabei werden sowohl fünf Unternehmen, die nach den Vorschriften des HGBs bilanzieren als auch fünf Unternehmen, die nach den Vorschriften der IFRS bilanzieren, untersucht. Nach einer Analyse der bilanziellen Bedeutung des GoFs wird im Anschluss auf die Auswirkungen der verschiedenen Vorschriften zur Folgebewertung eingegangen.

Aufgrund der Tatsache, dass der Jahres- bzw. Konzernabschluss für externe Adressaten die einzige Informationsquelle ist, die zur Beurteilung der Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes herangezogen werden kann, wird in einem letzten Schritt das Publizitätsverhalten bezogen auf die Bilanzierung des GoFs untersucht. Dazu werden die potentiell zu erbringenden Sollangaben zunächst in Form einer Checkliste rechnungslegungsindividuell zusammengefasst. Anschließend erfolgt auf Basis der ermittelten Checklisten ein Soll-Ist-Abgleich des tatsächlich erbrachten Publizitätsverhaltens.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Betriebswirtschaftlich relevante Grundlagen

2.1 Originärer und derivativer Geschäfts- oder Firmenwert

2.2 Negativer Geschäfts- oder Firmenwert

2.3 Entstehung des Geschäfts- oder Firmenwertes im Jahres- und Konzernabschluss

3 Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach dem HGB

3.1 Ziele und Grundsätze des HGB-Abschlusses

3.2 Originärer Geschäfts- oder Firmenwert

3.3 Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert

3.3.1 Ansatz im Jahres- und Konzernabschluss

3.3.2 Erstbewertung

3.3.3 Folgebewertung

3.3.3.1 Planmäßige Abschreibung

3.3.3.2 Außerplanmäßige Abschreibung und Wertaufholungsverbot

3.3.4 Bilanzielle Behandlung des negativen derivativen Geschäfts- oder Firmenwertes

3.4 Ausweis und Anhangangaben

4 Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach den IFRS

4.1 Ziele und Grundsätze des IFRS-Abschlusses

4.2 Originärer Geschäfts- oder Firmenwert

4.3 Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert

4.3.1 Ansatz im Konzernabschluss

4.3.2 Erstbewertung

4.3.2.1 Kaufpreisallokation als Prozess der Bestimmung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwertes

4.3.2.2 Purchased-Goodwill-Methode vs. Full-Goodwill-Methode

4.3.3 Folgebewertung

4.3.4 Sonderfall: Negativer Geschäfts- oder Firmenwert

4.4 Ausweis und Anhangangaben

5 Empirische Analyse

5.1 Empirische Basis

5.2 Bilanzielle Bedeutung des Geschäfts- oder Firmenwertes

5.2.1 Verhältnis zur Bilanzsumme

5.2.2 Verhältnis zum Eigenkapital

5.3 Auswirkungen der Folgebewertung

5.4 Publizitätsverhalten

5.4.1 Vorgehensweise

5.4.2 Ergebnisse

5.4.2.1 Publizitätsverhalten nach HGB

5.4.2.2 Publizitätsverhalten nach IFRS

5.4.2.3 Vergleich und Beurteilung

6 Kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorthesis untersucht die Unterschiede in der Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes (GoF) nach HGB und IFRS sowie deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Ziel ist es, diese Unterschiede theoretisch zu erläutern und anschließend das Publizitätsverhalten ausgewählter Unternehmen der Telekommunikationsbranche empirisch zu bewerten.

  • Vergleichende Analyse der Bilanzierungsvorschriften für den originären und derivativen Geschäfts- oder Firmenwert.
  • Untersuchung der bilanziellen Bedeutung des GoF im Verhältnis zu Bilanzsumme und Eigenkapital.
  • Evaluation der Auswirkungen unterschiedlicher Folgebewertungskonzepte (planmäßige Abschreibung vs. Impairment-Only-Approach).
  • Analyse des Publizitätsverhaltens von Unternehmen im Rahmen einer entwickelten Checkliste.
  • Kritische Würdigung der Relevanz des GoF und der Informationsqualität in der externen Rechnungslegung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Originärer und derivativer Geschäfts- oder Firmenwert

Der GoF ist ein immaterieller Vermögensgegenstand11, welcher vor allem durch das Fehlen seiner körperlichen Fassbarkeit gekennzeichnet ist.12 Aufgrund dieser Eigenschaft ergibt sich in der Bilanzierungspraxis ein Mess- und Objektivierungsproblem, welches die Bilanzierung des GoFs erschwert und eine Unterscheidung zwischen dem originär geschaffenen sowie dem derivativ erworbenen GoF erfordert.13

Der originäre GoF bezeichnet die Differenz zwischen dem Ertrags- und dem Substanzwert eines Unternehmens.14 Diesbezüglich versteht man unter dem Substanzwert die Summe aller Einzelwerte der in einem Unternehmen vorhandenen Vermögensgegenstände und Schulden (inklusive der Berücksichtigung stiller Reserven). Im Gegensatz dazu berücksichtigt der Ertragswert alle zukünftigen Nettozahlungen, die einem Investor aus der Unternehmung in Zukunft zufließen werden.15 Die Wertdifferenz entsteht im Laufe der Unternehmenstätigkeit durch den kontinuierlichen Auf- und Ausbau unternehmensinterner Wertkomponenten. Dazu gehören beispielsweise Kundenstämme, das Know-how der Mitarbeiter, die effiziente Organisation eines Unternehmens oder auch die Kontakte des Firmeninhabers.16

Im Gegensatz zum originären GoF wird der derivative GoF durch den entgeltlichen Erwerb eines anderen Unternehmens erworben und ergibt sich als Differenz zwischen dem entrichteten Entgelt und dem Zeitwert des übernommenen Vermögens abzüglich der Schulden.17 Der mit dem Erwerb verbundene zu zahlende Kaufpreis objektiviert den zuvor beschriebenen originären GoF des akquirierten Unternehmens und macht diesen, zumindest teilweise, derivativ. Der derivative GoF ist nämlich kleiner, wenn der Käufer den im erworbenen Unternehmen vorhandenen originären GoF nicht voll vergütet, weil er ihn z. B. niedriger einschätzt. Er ist größer, wenn der Erwerber zusätzlichen Nutzen in ihm erkennt und somit bereit ist, die aus seiner Sicht daraus resultierenden Erträge zu entgelten.18

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Geschäfts- oder Firmenwertes als "Hoffnungswert" ein, beleuchtet dessen steigende Relevanz durch Unternehmensakquisitionen und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Betriebswirtschaftlich relevante Grundlagen: Hier werden die begrifflichen Unterschiede zwischen originärem und derivativem Geschäfts- oder Firmenwert erarbeitet sowie die Entstehung im Jahres- und Konzernabschluss mittels Asset und Share Deals veranschaulicht.

3 Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach dem HGB: Dieses Kapitel erläutert die handelsrechtlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften, inklusive des Wertaufholungsverbots und der Behandlung negativer Firmenwerte.

4 Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach den IFRS: Hier liegt der Fokus auf den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS 3/IAS 36), insbesondere der Kaufpreisallokation, dem Impairment-Only-Approach und den Bewertungswahlrechten.

5 Empirische Analyse: Dieses Kapitel umfasst die Untersuchung von zehn Telekommunikationsunternehmen hinsichtlich der bilanziellen Bedeutung des GoF, der Auswirkungen der Folgebewertung und einer detaillierten Publizitätsanalyse.

6 Kritische Würdigung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der konzeptionellen Ansätze beider Rechnungslegungssysteme und identifiziert kritische Punkte, insbesondere hinsichtlich der Informationsqualität und des Manipulationsspielraums.

Schlüsselwörter

Geschäfts- oder Firmenwert, GoF, Goodwill, HGB, IFRS, Kaufpreisallokation, Impairment-Only-Approach, Unternehmenszusammenschluss, Bilanzierung, Publizitätsverhalten, Konzernabschluss, Telekommunikationsbranche, Firmenwert, Anlagevermögen, Werthaltigkeitstest.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Behandlung des Geschäfts- oder Firmenwertes (GoF) und vergleicht die unterschiedlichen Ansätze nach HGB und IFRS anhand einer empirischen Untersuchung in der Telekommunikationsbranche.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Herleitung der Firmenwert-Bilanzierung, die Unterschiede zwischen dem deutschen Handelsrecht (HGB) und den internationalen Standards (IFRS) sowie das tatsächliche Publizitätsverhalten deutscher Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Unterschiede in der Bilanzierung des GoF grundlegend zu erläutern und anschließend die Bilanzierungspraxis sowie das Offenlegungsverhalten von Unternehmen der Telekommunikationsbranche zu beurteilen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer fundierten Literaturrecherche und theoretischen Vergleichsdarstellung führt der Autor eine empirische Analyse bei zehn Unternehmen durch, ergänzt durch eine strukturierte Publizitätsanalyse mittels Checklisten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Bilanzierung nach HGB und IFRS sowie eine empirische Untersuchung, die Kennzahlen zur bilanziellen Bedeutung und die Qualität der Berichterstattung analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geschäfts- oder Firmenwert, Goodwill, HGB, IFRS, Kaufpreisallokation, Impairment-Test und Publizitätsverhalten charakterisiert.

Warum spielt die Telekommunikationsbranche eine besondere Rolle in der Analyse?

Die Branche ist durch häufige Unternehmensakquisitionen geprägt, was zu hohen Firmenwerten führt, die teilweise die Bilanzsumme oder das Eigenkapital der untersuchten Unternehmen massiv beeinflussen.

Welche Bedeutung hat das Publizitätsverhalten für die Bilanzanalyse?

Das Publizitätsverhalten bestimmt, welche Informationen externen Adressaten zur Verfügung stehen, um die Werthaltigkeit und die Bilanzierung des GoF zu beurteilen; Defizite in diesem Bereich erschweren die Vergleichbarkeit und Transparenz.

Was ist das Hauptergebnis zur unterschiedlichen Bewertung von Minderheitenanteilen?

Die Arbeit zeigt, dass die IFRS im Gegensatz zum HGB Wahlrechte bei der Bewertung von Minderheitenanteilen (Purchased-Goodwill- vs. Full-Goodwill-Methode) vorsehen, was die Vergleichbarkeit der Abschlüsse einschränkt.

Welche kritische Schlussfolgerung zieht der Autor zur Praxis der Unternehmen?

Der Autor bemängelt insbesondere den Manipulationsspielraum bei Impairment-Tests sowie die oft unzureichende Erfüllung von Publizitätspflichten, etwa bei der Begründung langer Nutzungsdauern.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB und IFRS
Untertitel
Eine empirische Analyse
Hochschule
Fachhochschule Münster
Note
1,3
Autor
Michael Liening (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
76
Katalognummer
V262437
ISBN (eBook)
9783656506287
ISBN (Buch)
9783656507376
Sprache
Deutsch
Schlagworte
HGB IFRS Goodwill GoF Rechnungswesen Accounting Konzern Konsolidierung empirische Analyse Telekommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Liening (Autor:in), 2013, Die Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB und IFRS, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262437
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  76  Seiten
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