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Menschliche Wahrnehmung und ihre Auswirkungen auf die Gestaltung von Software

Title: Menschliche Wahrnehmung und ihre Auswirkungen auf die Gestaltung von Software

Term Paper , 2004 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Schreiber (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Der Computer ist heute für uns ein gängiges Arbeitsmittel, wie ein Stift oder ein Blatt Papier – nur etwas komplizierter. Bei einer derartigen Veränderung des Arbeitsalltags durch den Computer spielen jedoch sehr viele Aspekte mit hinein. Zuerst handelt es sich um eine Neuerung und eine Veränderung, eine nachhaltige Implementierung der Innovation ist ein sehr schwieriger Prozess, der sehr gut durchdacht sein muss. Dann spricht diese Veränderung natürlich den Menschen als Ganze auf der sozialen, emotionalen und kognitiven Ebene an. Die Innovation ist eine Maschine und ersetze unter anderem Menschen. Die Erfahrungen mit Maschinen sind sehr unterschiedlich, von voller Begeisterung, bis hin zur Handlungsohnmacht.
Deshalb gehört auch zu dieser Innovation auch eine sorgfältige Analyse: inwiefern passt sie in unsere Lebenswelt, oder passen wir uns der neuen Lebenswelt an. Mit welchen Maßstäben beurteilen wir das? Die folgende Arbeit behandelt die menschlichen Wahrnehmung. Nach einer kurzen Definition der menschlichen Wahrnehmung, konzentrieren wir uns auf unser Gehirn, als das eigentliches Wahrnehmungsorgan. Schon von Weitem können wir einen frisch gebackenen Schokoladenkuchen riechen. Wenn wir näher kommen, sehen wir die dunkel-glänzende Lasur und wenn wir reinbeißen, entfalten sich all die leckeren Aromen. „Unsere Sinne sind unser Fenster zur Welt.“ Aber erst in unserem Gehirn wird eine Wahrnehmung zur Empfindung – erst hier wird uns bewusst, dass Schokoladenkuchen irgendwie gut, eine große, fette Spinne mehr oder weniger hässlich aussieht. Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen – der Mensch hat fünf Sinne. Aus zwei Gründen wollen wir uns im Rahmen dieser Arbeit auf das Sehen beschränken. Erstens kann man unser Auge als das wichtigste Sinnesorgan bezeichnen. Und zweitens spielen die übrigen Sinnesorgane bei der Arbeit am Computer so gut wie keine Rolle. Hierbei behandeln wir insbesondere die visuelle Wahrnehmung, da die im Arbeitsalltag vor dem Computer die größte Rolle spielt.
Daraufhin gehen wir zum praktischen Teil der Arbeit über und analysieren an Hand der Gestaltungsgesetze Webseiten und Softwarebenutzerschnittstellen auf ihre visuelle Umsetzung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Wahrnehmung

3. Das Gehirn – unser eigentliches Wahrnehmungsorgan

3.1. Reizleitung durch das zentrale Nervensystem

3.2. Leitung und Verarbeitung visueller Reize

3.3. Verarbeitung optischer Reize durch das Gehirn

3.3.1. visuelle Täuschungen

3.3.2. Wahrnehmungstäuschungen

4. Gestaltungsgesetze

4.1. Das Gesetz der Nähe

4.2. Das Gesetz der Ähnlichkeit

4.3. Das Gesetz der Geschlossenheit

4.4. Das Gesetzt der guten Fortsetzung

4.5. Das Gesetz der Einfachheit/Prägnanz

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der menschlichen Wahrnehmung und der Gestaltung von Softwareoberflächen, mit dem Ziel, Prinzipien für eine intuitivere und benutzerfreundlichere Softwarearchitektur abzuleiten.

  • Grundlagen der menschlichen Wahrnehmungspsychologie
  • Physiologische Prozesse der visuellen Informationsverarbeitung
  • Phänomene visueller Täuschungen und ihre Bedeutung für das Design
  • Anwendung gestaltspsychologischer Gesetze auf Webseiten und Interfaces
  • Optimierung von Software zur Vermeidung von Benutzerfehlern

Auszug aus dem Buch

3.3.1. visuelle Täuschungen

Die beiden Mädchen im Stockbett in der Abbildung 1 sind gleich groß. In der zweiten Abbildung wird das Bettgestell weg- und ein Raum als Hintergrund eingeblendet. Das hintere Mädchen wirkt plötzlich viel größer. Dabei sind beide gleich groß abgebildet wie im ersten Bild. Dies wird „Ponzo-Täuschung“ genannt.

Wir schätzen aber nicht nur die Größe der Kinder falsch ein; wie die Abbildungen drei und vier verdeutlichen unterliegen wir in diesem Fall noch drei weiteren Täuschungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Computers vom Arbeitsinstrument zum allgegenwärtigen Medium und motiviert die Untersuchung der visuellen Wahrnehmung für die Softwaregestaltung.

2. Definition Wahrnehmung: Dieses Kapitel definiert Wahrnehmung als einen aktiven, durch Gedächtnis und Erwartungen beeinflussten Prozess der Informationsaufnahme.

3. Das Gehirn – unser eigentliches Wahrnehmungsorgan: Hier werden die biologischen Grundlagen der Reizleitung sowie die komplexe visuelle Informationsverarbeitung im Gehirn inklusive optischer Täuschungen erläutert.

4. Gestaltungsgesetze: Dieses Hauptkapitel überträgt klassische Gesetze der Gestaltpsychologie, wie das Gesetz der Nähe oder Ähnlichkeit, auf die praktische Gestaltung von Benutzeroberflächen.

Schluss: Der Abschluss fasst die Notwendigkeit intuitiver Softwaregestaltung zusammen, um eine Überforderung der menschlichen Wahrnehmung zu vermeiden und die Arbeitsqualität zu sichern.

Schlüsselwörter

Wahrnehmung, Gehirn, visuelle Reizverarbeitung, Gestaltungsgesetze, Softwaregestaltung, Benutzeroberfläche, Ponzo-Täuschung, Gestaltpsychologie, Usability, Informationsgesellschaft, Nervensystem, Wahrnehmungstäuschung, Interaktionsdesign, Bildschirmdesign.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie menschliche Wahrnehmungsprozesse funktionieren und wie dieses Wissen genutzt werden kann, um Software und Internetseiten intuitiver und benutzerfreundlicher zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Neurobiologie des Sehens, den psychologischen Phänomenen der visuellen Wahrnehmung sowie der Anwendung gestaltspsychologischer Prinzipien im Screen-Design.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Gestaltungsrichtlinien für Softwareoberflächen zu erarbeiten, die den natürlichen kognitiven Mustern des Menschen entsprechen und somit Bedienfehler minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse, die biologische Erkenntnisse mit gestaltspsychologischen Theorien verknüpft und auf praxisnahe Beispiele aus dem Software- und Webdesign überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst das Gehirn als Wahrnehmungsorgan analysiert, gefolgt von einer detaillierten Auseinandersetzung mit Gestaltungsgesetzen wie Nähe, Ähnlichkeit, Geschlossenheit, Fortsetzung und Prägnanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wahrnehmung, Gestaltungsgesetze, Benutzeroberfläche, kognitive Verarbeitung, Usability und Software-Ergonomie.

Wie beeinflussen visuelle Täuschungen das Software-Design?

Visuelle Täuschungen zeigen, dass das Gehirn Bilder interpretiert, anstatt sie nur abzubilden. Designer müssen diese Tendenz berücksichtigen, um eine eindeutige Interpretation der Interface-Elemente sicherzustellen.

Warum sind die Gestaltungsgesetze für Webseiten wichtig?

Sie dienen als bewährte Regeln, um Informationen visuell so zu strukturieren, dass Nutzer intuitiv verstehen, welche Elemente zusammengehören, was die Navigation auf Webseiten erleichtert.

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Details

Title
Menschliche Wahrnehmung und ihre Auswirkungen auf die Gestaltung von Software
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Soziologie / Techniksoziologie)
Grade
1,7
Author
Christian Schreiber (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V26247
ISBN (eBook)
9783638286459
ISBN (Book)
9783638863643
Language
German
Tags
Menschliche Wahrnehmung Auswirkungen Gestaltung Software
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Schreiber (Author), 2004, Menschliche Wahrnehmung und ihre Auswirkungen auf die Gestaltung von Software, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26247
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