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Ansätze zur Internalisierung externer Kosten in der Logistik seitens der öffentlichen Hand und des betrieblichen Umweltcontrollings

Titel: Ansätze zur Internalisierung externer Kosten in der Logistik seitens der öffentlichen Hand und des betrieblichen Umweltcontrollings

Bachelorarbeit , 2011 , 76 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: M.A. Karl Maurer (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei historischer Betrachtung des Themas Umwelt kann es als gegeben erachtet werden, dass diese seitens der Gesellschaft als öffentliches Gut galt und daher bei deren Nutzung keine Rücksicht auf die Nachhaltigkeit genommen wurde. Durch das Charakteristikum eines öffentlichen Gutes, dass die Konsumenten nicht von der Nutzung aus-geschlossen werden können, muss jeder seinen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt bei-steuern. Durch die Entwicklung der Wissensdisziplin „Umweltressourcenmanagement“ und immer ungewöhnlicheren Wetterkapriolen wird der Umwelt immer mehr Beachtung geschenkt. Die Menschheit ist mittlerweile hellhörig geworden, wenn es um ihre Zukunft und vielmehr um die Zukunft der nächsten Generationen geht. Aufgrund dieser wachsenden Feinfühligkeit liegt es an der öffentlichen Hand und an der Wirtschaft auf diesen Impuls einzugehen und nachhaltige Ideen für einen ökologischeren Umgang mit unserer Umwelt zu finden.
Durch die Globalisierung erscheint die Erde immer kleiner und Güter können von beinahe jedem Ort der Welt innerhalb kürzester Zeit geliefert werden. Hinter dieser Errungenschaft stecken komplexe logistische Abläufe, die zwangsweise zu einer Zunahme der bereits bestehenden externen Effekte geführt haben. Doch sind bereits aussagekräftige Ideen bzw. Umsetzungen gefunden worden, um diese Effekte verursachungsgerecht zu erfassen, oder vielmehr noch zu deren Vermeidung beizutragen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Hintergrund

1.2. Ziel der Arbeit und die daraus abgeleiteten Forschungsfragen

1.3. Aufbau der Arbeit

1.4. Methodologie

2. Einführung in die Thematik der externen Effekte

2.1. Der Begriff der externen Effekte

2.1.1. Kategorisierung externer Effekte

2.1.2. Gesamtauswirkungen negativer externer Effekte

2.2. Volkswirtschaftliche Ansätze zur Internalisierung externer Effekte

2.2.1. Die Besteuerung nach Pigou

2.2.2. Die Eigentumsrechte nach Coase

2.2.3. Sonstige Ansätze

2.3. Von externen Effekten zu externen Kosten

2.3.1. Problem der Quantifizierung externer Kosten

2.3.2. Problem der Monetarisierung externer Kosten

3. Nachhaltigkeit in der Logistik

3.1. Begriffsdefinitionen

3.1.1. Nachhaltigkeit und ihre Dimensionen

3.1.2. Logistik und ihre Dimensionen

3.1.3. Nachhaltige Logistik

3.2. Gründe für die Internalisierung externer Kosten in der Logistik

3.3. Beteiligte Stakeholder und deren Interessenskonflikte

3.4. Zielkonflikte bei der Internalisierung externer Kosten im Logistiksektor

3.4.1. Wettbewerbsfähigkeit

3.4.2. Technische Umsetzungsprobleme

3.4.3. Unvollständige Information

3.4.4. Organisationelle Probleme

4. Ansätze zur Internalisierung externer Kosten seitens der öffentlichen Hand

4.1. Instanzenzug und Instrumente der öffentlichen Hand

4.2. Ansätze bei der Infrastrukturschaffung

4.3. Ansätze bei der Infrastrukturnutzung

4.3.1. INFRAS Studie: Externe Kosten des Verkehrs

4.3.2. Umsetzung der Kosteninternalisierung

4.3.3. EU-Wegekostenrichtlinie

4.3.4. Emission Trading System

4.4. Ansätze im Logistikbereich

4.5. EMAS Umweltmanagementsystem

4.6. Zukünftige Entwicklungen

5. Ausgewählte Methoden zur Erfassung externer Kosten der Logistik seitens des Umweltcontrollings

5.1. Total Quality Management

5.2. Life Cycle Costing und Total Cost of Ownership

5.3. Ökobilanzen

5.4. Zukünftige Entwicklungen

6. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, eine fundierte Wissensgrundlage zu den bestehenden Ansätzen der Internalisierung externer Kosten in der Logistik zu schaffen. Dabei wird untersucht, wie sowohl die öffentliche Hand als auch das betriebliche Umweltcontrolling durch gezielte Instrumente und Methoden dazu beitragen können, die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen von Logistikprozessen verursachungsgerecht zu erfassen und zu mindern.

  • Grundlagen und Kategorisierung externer Effekte
  • Analyse der Akteure und ihrer Interessenskonflikte
  • Einflussmöglichkeiten der öffentlichen Hand (Infrastruktur, Abgaben, Richtlinien)
  • Methoden des betrieblichen Umweltcontrollings (TQM, LCC, Ökobilanzen)
  • Herausforderungen bei Quantifizierung und Monetarisierung

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Begriff der externen Effekte

Das Individuum ist tagtäglich mit externen Effekten konfrontiert. Es existieren grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Ausprägung. Zum Einen gibt es positive externe Effekte. Als Beispiel kann die Betrachtung der Blumen aus dem Nachbargarten genannt werden. Die Blumen haben keine Kosten für das Individuum verursacht, wirken jedoch nutzenstiftend (positive Gefühle bei der Betrachtung). Die zweite Möglichkeit sind negative externe Effekte. Das Wort „negativ“ impliziert in diesem Kontext eine Verschlechterung des Nutzens eines anderen Individuums. Negative externe Effekte existieren in den verschiedensten Ausprägungen, beginnend von Zigarettenrauch in Lokalen bis hin zu Abgasen bei Lastkraftwägen.

Ein Charakteristikum externer Effekte ist, dass sie bei Nutzung von Ressourcen auftreten und nicht automatisch durch den Preismechanismus erfasst werden. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird alleinig auf die negative Ausprägung externer Effekte Bezug genommen. Werden sie identifiziert, quantifiziert und monetarisiert, liegen externe Kosten vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Hintergrund der Thematik im Kontext von Umwelt und Logistik, definiert die Forschungsfragen und legt den methodischen Aufbau der Arbeit dar.

2. Einführung in die Thematik der externen Effekte: Dieses Kapitel definiert externe Effekte, kategorisiert sie und diskutiert volkswirtschaftliche Internalisierungsansätze sowie die Problematik ihrer Quantifizierung und Monetarisierung.

3. Nachhaltigkeit in der Logistik: Es werden die Begriffe Nachhaltigkeit und Logistik definiert, eine Stakeholder-Analyse durchgeführt und die komplexen Zielkonflikte bei der Internalisierung externer Kosten aufgezeigt.

4. Ansätze zur Internalisierung externer Kosten seitens der öffentlichen Hand: Hier werden Instrumente wie Infrastrukturmaßnahmen, Richtlinien, Steuern und Zertifizierungssysteme wie EMAS aus Sicht der öffentlichen Hand analysiert.

5. Ausgewählte Methoden zur Erfassung externer Kosten der Logistik seitens des Umweltcontrollings: Dieses Kapitel evaluiert betriebliche Methoden wie Total Quality Management, Life Cycle Costing und Ökobilanzen hinsichtlich ihrer Eignung zur Erfassung externer Kosten.

6. Conclusio: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Externe Kosten, Internalisierung, Logistik, Umweltcontrolling, Nachhaltigkeit, öffentliche Hand, Stakeholder-Analyse, Produktlebenszyklus, Ökobilanz, Total Quality Management, Life Cycle Costing, Umweltschutz, Emissionshandel, Ressourcenmanagement, Umweltpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Internalisierung externer Kosten in der Logistik, wobei die Rolle der öffentlichen Hand und die Methoden des betrieblichen Umweltcontrollings im Mittelpunkt stehen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die volkswirtschaftlichen Grundlagen negativer externer Effekte, die Definition einer nachhaltigen Logistik, die Rolle verschiedener Stakeholder sowie regulatorische und betriebliche Instrumente ab.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Hauptziel ist die Schaffung einer umfassenden Wissensgrundlage darüber, wie externe Kosten durch politische Maßnahmen und betriebliche Controlling-Methoden in das Wirtschaftssystem der Logistik integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Analyse von Sekundärdaten, die aus Fachliteratur, wissenschaftlichen Journals und aktuellen Internetquellen gewonnen wurden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Einflussmöglichkeiten der öffentlichen Hand (z. B. EU-Wegekostenrichtlinie, Emission Trading System) sowie betriebliche Instrumente wie TQM, Life Cycle Costing und Ökobilanzen zur Bewertung von Umweltaspekten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind die Internalisierung externer Kosten, nachhaltiges Logistikmanagement, ökologische Effektivität sowie die Bewertung von Umweltaspekten in der Supply Chain.

Welche Rolle spielt die „Öffentliche Hand“ bei der Internalisierung?

Die öffentliche Hand fungiert als Rahmengeber, die durch ordnungspolitische Instrumente (wie Auflagen oder Steuern) und Anreizsysteme (wie Förderungen) Marktteilnehmer dazu bewegt, externe Kosten zu berücksichtigen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „Marktversagen“ und „Staatsversagen“ relevant?

Die Arbeit verdeutlicht, dass technische externe Effekte oft auf Marktversagen basieren, ihre Internalisierung jedoch ein Zusammenspiel mit staatlichen Institutionen erfordert, um effiziente Lösungen zu erzielen.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ansätze zur Internalisierung externer Kosten in der Logistik seitens der öffentlichen Hand und des betrieblichen Umweltcontrollings
Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien  (Transportwirtschaft und Logistik)
Note
2,0
Autor
M.A. Karl Maurer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
76
Katalognummer
V262484
ISBN (eBook)
9783656506393
ISBN (Buch)
9783656507901
Sprache
Deutsch
Schlagworte
externe Effekte Logistik Controlling Umweltcontrolling öffentliche Hand Pigou Coase Kosten Nachhaltigkeit Infrastrukturnutzung Infras EU-Wegekostenrichtlinie Emission Trading System EMAS Total Quality Management Öko Bilanzen Life Cycle Costing Total Cost of Ownership
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Karl Maurer (Autor:in), 2011, Ansätze zur Internalisierung externer Kosten in der Logistik seitens der öffentlichen Hand und des betrieblichen Umweltcontrollings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262484
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Leseprobe aus  76  Seiten
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