Deutschland ist ein Land mit vielen Schulden und leeren Kassen. Trotzdem ist das Land Deutschland eines der reichsten Länder der Erde (bpb, 2012), deshalb muss man eines vorab erwähnen: Wer in Deutschland von Armut spricht, meint nicht die Armut, wie man sie aus den Entwicklungsländern bzw. den dritte Welt-Ländern kennt (Hauptmühl, 2003). In Deutschland leidet niemand an Hunger oder es fehlt an lebensnotwendigen Gütern. Man hat die Möglichkeit sich Nahrung, Kleidung, medizinische Versorgung und ein Obdach zu beschaffen. Denn es gibt ein soziales Netzwerk, dass eingreift, sollte ein Mensch all dies nicht besitzen. Der deutsche Begriff der Armut bezeichnet also die „relative Armut“ (Perricone, 2009, S. 4), wie sie in Punkt 1.2 noch erläutert wird.
Dennoch warnt die Bundesrepublik Deutschland vor steigender Armut. In einem Statt, indem allgemeiner Wohlstand herrscht, ist es die Norm geworden, dass der Markt also das „Geld“ das tägliche Leben, den Lebensstil und die Teilhabe an der Gesellschaft bestimmt (Groh-Samberg, 2010, S. 34). Diese Norm einzuhalten, ist den Menschen in Deutschland, welche arbeitslos sind, sehr selten bis gar nicht möglich. Sie haben nicht das nötige Geld und ihr Ansehen in der Gesellschaft sinkt. Sie rutschen in die Armutsquote, oder leben bereits in ihr. Lebt ein Mensch sein leben lang in der „relativen“ Armut, so ist es schwer für ihn aus dieser heraus zu kommen (Kronauer, 2007, S. 9).
In meiner Hausarbeit werde ich als erstes Auf das Thema Armut eingehen, indem die verschiedenen Begriffe der Armut verständlich erklärt bzw. definiert werden. Somit werde ich auch auf die Unterschiede der beiden Begriffen eingehen.
Mit der Arbeitslosigkeit in Deutschland werde ich meine Arbeit fortführen. Ich werde Begriffe wie „Arbeitslosigkeit“ definieren und beschreiben, warum Arbeitslosigkeit die häufigste Ursache von Armut ist mit dessen Folgen. Gegen Ende wird es um Lösungsansätze gegen Armut und Arbeitslosigkeit gehen. Zum Schluss folgt ein kurzes Fazit.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Armut
1.1. „relative“ Armut
1.2. „absolute“ Armut
1.3. Armut in Deutschland
2. Arbeitslosigkeit
2.1. Die Arten Der Arbeitslosigkeit im Zusammenhang mit der „relativen“ Armut
2.2. Arbeitslosenquote in Deutschland für 2012
3. „relative“ Armut durch Hartz VI verstärkt?
4. Lösungsansätze gegen Armut und Arbeitslosigkeit
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Armut in Deutschland, wobei der Fokus auf dem Begriff der relativen Armut liegt. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Arbeitslosigkeit als Hauptursache für den Abstieg in relative Armut fungiert und inwieweit aktuelle sozialpolitische Maßnahmen wie Hartz IV diesen Prozess beeinflussen oder abmildern können.
- Definitionen und Abgrenzung von relativer und absoluter Armut
- Analyse verschiedener Formen der Arbeitslosigkeit und deren Armutsrisiko
- Bewertung der Hartz IV-Regelungen im Kontext von Kinderarmut und sozialer Ausgrenzung
- Diskussion über Lösungsansätze zur Bekämpfung von Armut und Arbeitslosigkeit
- Einfluss des Niedriglohnsektors auf die gesellschaftliche Teilhabe
Auszug aus dem Buch
1.1 „relative“ Armut
In der „relativen“ Armut leben die meistens Menschen, die in den Industrieländern, wie Deutschland, leben (Perricone, 2009, S. 4). Es betrachtet die Unterversorgung von Menschen und ihren Haushalten und teilt sie so in soziale Schichten ein, welches in einem nicht intakten Verhältnis zum Wohlstand der jeweiligen Gesellschaft steht. In Bezug auf Deutschland muss zwar kein Mensch an Hunger leiden und sein Existentialismus ist gewahrt, da es in Deutschland verschiedene Netzwerke gibt, die Menschen ohne Zugriff auf existenzielle Ressourcen auffangen und ihnen Hilfeleistungen anbieten. (Perricone, 2009, S. 4; Hauptmühl, 2003).Dennoch weicht der Lebensstil derer Menschen, die in „relativer“ Armut leben, zu sehr vom gesellschaftlichen Lebensstil des Durchschnitts ab (Perricone, 2009, S. 4). Sie haben selten bis gar nicht die Chance am Leben der Gesellschaft in Form Kultur, wie Museen, oder Freizeitunterhaltung, wie Sportvereine, teil zu nehmen. Grundlage hierfür ist das Äquivalenzeinkommen. Das bezeichnet das durchschnittliche Einkommen der jeweiligen Bevölkerung. Berechnet wird dieser Durchschnitt mit dem Einkommen der jeweiligen Personen. Verdient diese weniger als 60 Prozent dieses Äquivalenzeinkommens, so gilt er als relativ arm (Hauptmühl, 2003).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Armut: Dieses Kapitel definiert Armut als zweigeteiltes Phänomen und unterscheidet explizit zwischen absoluter und relativer Armut in einer Wohlstandsgesellschaft wie Deutschland.
2. Arbeitslosigkeit: Hier werden verschiedene Formen der Arbeitslosigkeit erläutert und ihre spezifische Rolle als Wegbereiter für Armut analysiert, ergänzt durch aktuelle Arbeitsmarktstatistiken von 2012.
3. „relative“ Armut durch Hartz VI verstärkt?: Der Abschnitt untersucht die Auswirkungen der Hartz IV-Regelungen und zeigt auf, wie diese die Lebensverhältnisse Betroffener beeinflussen und das Risiko familiärer Armut, insbesondere bei Kindern, erhöhen können.
4. Lösungsansätze gegen Armut und Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel diskutiert kritisch bestehende wirtschaftspolitische Strategien und fordert ein System, das Arbeitsplätze sichert und eine echte Wiedereingliederung ermöglicht, statt nur den Symptomen zu begegnen.
5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse die Armut von morgen definieren und warnt vor den sozialen Folgen und der Gefährdung der Demokratie durch zunehmende soziale Ausgrenzung.
Schlüsselwörter
Armut, Arbeitslosigkeit, Deutschland, relative Armut, Hartz IV, Äquivalenzeinkommen, Arbeitslosenquote, soziale Ausgrenzung, Niedriglohnsektor, Langzeitarbeitslosigkeit, Kinderarmut, Sozialhilfe, Wohlstandsgesellschaft, Erwerbslosigkeit, soziale Teilhabe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Wechselwirkung zwischen Arbeitslosigkeit und dem Entstehen von Armut in der modernen deutschen Gesellschaft unter Berücksichtigung politischer Rahmenbedingungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die Definition von Armutsbegriffen, die unterschiedlichen Typen der Arbeitslosigkeit und deren Einfluss auf die soziale Teilhabe sowie die Kritik an aktuellen sozialen Sicherungssystemen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Arbeitslosigkeit die Hauptursache für relative Armut darstellt und inwieweit aktuelle Maßnahmen wie Hartz IV in der Praxis dazu beitragen oder scheitern, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Konzepte (relative/absolute Armut) mit aktuellen Berichten und Statistiken der Bundesagentur für Arbeit sowie dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Armut, eine differenzierte Betrachtung von Arbeitslosigkeitsformen, eine Analyse der Hartz IV-Gesetzgebung und eine kritische Diskussion zu Lösungsansätzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind relative Armut, Arbeitslosigkeit, soziale Ausgrenzung, Hartz IV und gesellschaftliche Teilhabe.
Welchen Einfluss hat das Alter auf die Arbeitslosigkeit in dieser Untersuchung?
Die Arbeit thematisiert, dass ältere Arbeitnehmer bei einem Arbeitsplatzverlust aufgrund ihres Alters erheblich erschwerte Chancen auf eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt haben.
Wie bewertet die Autorin die Rolle von Hartz IV?
Die Autorin kritisiert, dass Hartz IV zwar existenzsichernd wirken kann, jedoch die Betroffenen nicht effektiv in den ersten Arbeitsmarkt integriert und oft einen Teufelskreis aus Niedriglohn und prekärer Beschäftigung fördert.
Warum wird in Deutschland speziell von „relativer“ Armut gesprochen?
Da in einer Wohlstandsgesellschaft wie Deutschland physische Existenzgrundlagen meist gesichert sind, bezieht sich Armut primär auf den Ausschluss vom gesellschaftlichen Standard und dem damit verbundenen Lebensstil.
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- Anna-Lena Tsakiris (Author), 2011, Der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Armut in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262521