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Paradigmenwechsel automobiler Antriebstechnologie (Elektromobilität)

Eine interdisziplinäre Analyse: Kann das Ziel „1 Million Elektrofahrzeuge bis 2020“ realisiert werden?

Titel: Paradigmenwechsel automobiler Antriebstechnologie (Elektromobilität)

Bachelorarbeit , 2012 , 111 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tahmena Rahyab (Autor:in)

Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ist das Ziel der Bundesregierung, 1 Million Elektrofahrzeuge bis 2020 landesweit auf den Straßen zu sehen, realistisch?

Diese Fragestellung schien interessant genug, um diese in der vorliegenden Bachelorthesis als Forschungsfrage zu definieren und die Beantwortung anhand einer interdisziplinären Analyse, unter Berücksichtigung vielerlei Faktoren, kritisch zu untersuchen.
Das Automobil der Zukunft wird als Mittelpunkt in einem polydimensionalen
Umfeld von Randbedingungen unmittelbar beeinflusst, so dass zwangsläufig zur
Beantwortung der definierten Forschungsfrage und um die Zukunftschancen der
deutschen Automobilindustrie im Bereich Elektromobilität herausarbeiten zu
können, unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigt werden müssen. Somit wurde
analysiert, wie realistisch die Erwartungen an die Elektromobilität sind und ob das Ziel der Bundesregierung – 1 Million Elektrofahrzeuge bis 2020 – zu realisieren ist und von welchen Faktoren dies abhängt. In dem Zusammenhang wurde die Forschungsfrage aus unterschiedlichen Sichtweisen betrachtet und die treibenden Chancen und hemmenden Herausforderungen wurden jeweils durchleuchtet, um einen Trend für das Jahr 2020 herausarbeiten zu können.
Die Methodik des leitfadengestützten Experteninterview, die in der vorliegenden Arbeit im Hauptteil als Datenerhebungsmethode gewählt worden ist, unterstützt die Beantwortung der Forschungsfrage, indem das Marktpotenzial im Jahr 2020 von Elektrofahrzeugen durch Experten aus den unterschiedlichsten Branchen rund um die Elektromobilität geschätzt wird. Basierend auf diesen erhobenen Erkenntnissen und abgegebenen Prognosen wird eine eindeutige Antwort auf die Forschungsfrage formuliert. Zusätzlich werden die Experten aufgrund ihrer Prognosen in Gruppen, die durch gleiche Merkmalsausprägungen gekennzeichnet sind, typologisiert. Dies erleichtert eine qualitative Betrachtungsweise der bedeutsamen Erkenntnisse, die in zwei Gruppen klassifiziert und näher erläutert werden konnten, um einen eindeutigen Trend der Prognosen herauszukristallisieren.

Ein grundlegendes Verständnis, eine kritische Beurteilung der Zukunftschancen
der Elektromobilität im Hinblick auf die Forschungsfrage, zugleich eine Begutachtung der einflussnehmenden Chancen und Herausforderungen eines Elektrofahrzeugs aus unterschiedlichen Blickwinkeln anhand einer interdisziplinären Analyse und unter Zuhilfenahme der in Gruppen typologisierten Prognosen –ist das Anliegen dieser Abschlussarbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Gegenstand, Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Analyse zum Stand der Forschung

1.3 Forschungsfrage

1.4 Aufbau der Arbeit

2 Die Elektromobilität

2.1 Historie

2.2 Definition und Abgrenzung

2.3 Stand der technologischen Entwicklung

2.3.1 Brückentechnologie Hybrid

2.3.2 Antriebskonzept Elektromotor

3 Einflussfaktoren der Diversifikation bezüglich Elektromobilität

3.1 Umweltbelastung

3.2 Politik

3.3 Kundenanforderung

3.4 Automobilindustrie

4 Aus dem Basisteil resultierende Trenderwartungen

5 Die qualitative Untersuchung

5.1 Rahmenbedingungen

5.1.1 Forschungsdesign

5.1.2 Befragungssample: Auswahl der Experten

5.1.3 Der Interviewleitfaden

5.2 Zielsetzung der Untersuchung

5.3 Datenerhebung

5.4 Datenauswertung

5.4.1 Darstellung der Ergebnisse

5.4.2 Diskussion der Ergebnisse

5.4.2.1 Methodendiskussion

5.4.2.2 Ergebnisdiskussion

6 Fazit

Anhang A: Die qualitative Methode

Anhang A.1: Personenanhang

Anhang A.2: Aufbau des Interviewleitfadens

Anhang A.3: Empirische Datenauswertungen

Anhang B: Transkribierte Experteninterviews

Anhang B.1: Experteninterview 1

Anhang B.2: Experteninterview 2

Anhang B.3: Experteninterview 3

Anhang B.4: Experteninterview 4

Anhang B.5: Experteninterview 5

Anhang B.6: Experteninterview 6

Anhang B.7: Experteninterview 7

Anhang B.8: Experteninterview 8

Anhang B.9: Experteninterview 9

Anhang B.10: Experteninterview 10

Anhang B.11: Experteninterview 11

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch die Realisierbarkeit des Ziels der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen zu etablieren. Dabei wird ein interdisziplinärer Ansatz gewählt, um sowohl Chancen als auch hemmende Herausforderungen aus verschiedenen fachlichen Perspektiven zu beleuchten.

  • Analyse des technologischen Status quo alternativer Antriebe
  • Untersuchung ökonomischer, ökologischer und politischer Einflussfaktoren
  • Erforschung der Kundenakzeptanz als kritische Variable
  • Leitfadengestützte Experteninterviews zur Prognosebildung
  • Typologisierung von Expertenmeinungen nach persönlichen Interessen

Auszug aus dem Buch

2.2 Definition und Abgrenzung

Um ein einheitliches Verständnis zu erreichen, wird im Folgenden mit der Definition einzelner Begriffe rund um das Thema Elektrofahrzeug fortgefahren. Es werden somit unterschiedliche Antriebstechnologien definiert, da auf dem Weg vom konventionellen Fahrzeug einige Abstufungen existieren, die schrittweise zur vollständigen Elektrifizierung des Antriebsstranges führen. Angefangen wird mit dem Zwischenschritt Hybrid bis letztlich zum rein elektrisch betriebenen Fahrzeug.

Hybrid Electric Vehicle (HEV): HEVs sind dadurch charakterisiert, dass ihnen die Antriebsenergie auf zwei unterschiedliche Arten bereitgestellt wird: zum einen über einen Verbrennungsmotor mit Flüssigkraftstoff und zum anderen über Elektromotoren mit Batteriespeisung. Hybridantriebe können nach ihrer Bauweise in drei Grundstrukturen eingeteilt werden, nämlich in serielle und parallele Hybridfahrzeuge sowie in Mischhybridfahrzeuge. Zusätzlich sind bei einem HEV Varianten nach seinem Elektrifizierungsgrad zu kategorisieren, die sich in Mikro-, Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid unterteilen.

Plug-in Hybrid Electric Vehicle (PHEV): Der Plug-in-Hybrid ist eine Erweiterung der Voll-Hybridtechnik und bietet zusätzlich zu den Technologien des HEV die Möglichkeit, die Batterie, ans Stromnetz gesteckt („Plug-in“), aufzuladen. Diese Antriebsvariante gewährleistet eine Erhöhung der Reichweite im reinen Elektrobetrieb, da sie eine größer dimensionierte Batterie besitzt und somit eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs garantiert.

Extended Range Electric Vehicle (E-REV): Der E-REV gilt als eine besondere Form der Antriebstechnologie und wird auch als serieller Hybridantrieb bezeichnet. Prinzipiell ist der Elektromotor alleine für den Antrieb zuständig, jedoch kann der eingebaute, geringdimensionierte Verbrennungsmotor („Range Extender“) je nach Bedarf als „Reichweitenverlängerung“ eingesetzt werden und somit elektrische Energie für den Antrieb bereitstellen, wobei die Hauptenergiequelle das Stromnetz bleibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Elektromobilität ein, formuliert die zentrale Forschungsfrage zur Realisierbarkeit des Regierungsziels und erläutert den wissenschaftlichen Aufbau der Arbeit.

2 Die Elektromobilität: Hier werden die historische Entwicklung und die technischen Definitionen der verschiedenen Antriebsformen dargelegt, um eine fundierte Wissensbasis zu schaffen.

3 Einflussfaktoren der Diversifikation bezüglich Elektromobilität: Das Kapitel analysiert die ökologischen, politischen, psychologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, die maßgeblich über Erfolg oder Scheitern der Elektromobilität entscheiden.

4 Aus dem Basisteil resultierende Trenderwartungen: Es werden basierend auf der Literaturrecherche Trenderwartungen aus den verschiedenen fachlichen Sichtweisen abgeleitet, um diese später mit den empirischen Ergebnissen abzugleichen.

5 Die qualitative Untersuchung: Der Hauptteil der Arbeit präsentiert das Forschungsdesign der Experteninterviews, die Auswertung der Prognosen und die kritische Diskussion der Ergebnisse unter Berücksichtigung des Phänomens der Reaktivität.

6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass das Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen bis 2020 unter aktuellen Rahmenbedingungen nicht realistisch ist.

Schlüsselwörter

Elektromobilität, Elektrofahrzeug, Bundesregierung, 1 Million Elektrofahrzeuge, Marktdurchdringung, Experteninterviews, Kundenakzeptanz, Hybridantrieb, Batterietechnologie, Forschungsfrage, Nachhaltigkeit, Energiewende, Reaktivität, Automobilindustrie, Marktpotenzial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch die Realisierbarkeit des ambitionierten Ziels der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen zu etablieren.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung umfasst technologische Grundlagen, ökologische Notwendigkeiten, politische Rahmenbedingungen, ökonomische Faktoren und die psychologische Komponente der Kundenakzeptanz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: "Ist das Ziel der Bundesregierung, 1 Million Elektrofahrzeuge bis 2020 landesweit auf den Straßen zu sehen, realistisch?"

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine interdisziplinäre Analyse sowie eine qualitative Untersuchung auf Basis von leitfadengestützten Experteninterviews mit elf Akteuren aus unterschiedlichen Fachbranchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Experteninterviews transkribiert, die Prognosen der Experten systematisch ausgewertet und in einer qualitativen Inhaltsanalyse unter Berücksichtigung von Typologien (Subjektive vs. Objektive) analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Elektromobilität, Marktdurchdringung, Kundenakzeptanz, Batterietechnologie, Forschungsfrage und Reaktivität.

Was hat es mit der Typologisierung der Experten in "Subjektive" und "Objektive" auf sich?

Die Arbeit stellt fest, dass die Prognosen der Experten stark mit ihrem persönlichen oder unternehmerischen Eigenverdienst an der Marktdurchdringung korrelieren. Subjektive Experten zeigen einen stärkeren Optimismus, während Objektive rational-kritisch urteilen.

Wie lautet das Fazit der Autorin zur Forschungsfrage?

Das Fazit lautet, dass das Ziel aufgrund hemmender Faktoren wie hoher Batteriekosten, unzureichender Infrastruktur und mangelnder Kaufakzeptanz kurzfristig nicht realisiert werden kann.

Ende der Leseprobe aus 111 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Paradigmenwechsel automobiler Antriebstechnologie (Elektromobilität)
Untertitel
Eine interdisziplinäre Analyse: Kann das Ziel „1 Million Elektrofahrzeuge bis 2020“ realisiert werden?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,0
Autor
Tahmena Rahyab (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
111
Katalognummer
V262522
ISBN (eBook)
9783656506713
ISBN (Buch)
9783656507192
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elektroauto Elektromobilität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tahmena Rahyab (Autor:in), 2012, Paradigmenwechsel automobiler Antriebstechnologie (Elektromobilität), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262522
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Leseprobe aus  111  Seiten
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